Mark Hellmann

Band 19: "Stratophanus"

Eine Boeing 747 (Jumbo) überfliegt gerade das Bermuda-Dreieck, als der Käptn einen Scherz darüber macht. (Hier irrt sich C. W. Bach zum erstenmal, denn er spricht von vier Personen im Cockpit, aber die älteren Jumbos haben nur drei Cockpitplätze, die neueren sogar nur noch zwei. Außerdem lachen nur drei der Mitglieder der Besatzung, was nicht weiter verwunderlich ist, schließlich lacht man ja über einen solchen Scherz nicht selber...) Dies hätte er mal besser nicht getan, denn kurz darauf spielen sämtliche Instrumente verrückt. (Auch hier ein schöner Satz: "Der Kompaß zeigte alle möglichen Richtungen an." Dies tut ein Kompaß eigentlich immer, außer vielleicht oben und unten, aber dafür ist er schließlich da! Hier hätte man besser geschrieben: "Der Kompaß kreiselte wie verrückt." Kleinkrämerei, ich weiß, aber was sein muß, muß sein! (* Dann schau Du Dir bitte auch mal einen der etwas moderneren Flugzeugkompasse an. Die sind etwas anders aufgebaut als das Dir bekannte alte Gerät, weshalb ich Deine Formulierung geändert habe. Heike) Und dann natürlich wieder dieses Un-Wort 'klappte' im selben Absatz.) Plötzlich befindet sich eine weitere Person im Cockpit, eine ziemlich unheimliche Gestalt dazu, die sich dem Käptn bemerkbar macht, indem sie ihm auf die Schulter tippt. (Auch hier wieder gleich mehrere Bachsche Irrungen: "Plötzlich tippte ihm eine eiskalte Hand auf die Schulter. Als sich der Captain umschaute, sah er die Horrorgestalt vor sich!" 1. Bei einem leichten Antippen bemerkt man nicht, daß eine Hand eiskalt ist (* ...und daß es überhaupt eine Hand ist... ;-) Heike) (Außer man ist an betreffender Stelle nackt!) Klingt aber gut! 2: Beim Umschauen sieht man jemanden hinter sich! 3. Die Horrorgestalt??? Es folgt erst danach eine Beschreibung, also müßte es eine Horrorgestalt heißen. Das wäre anständiges Deutsch, etwas, was C. W. Bach aber nicht kann. Siehe auch 'tippte'!) Ein Horrorwesen mit einem Gesicht wie eine Kreuzung zwischen Skelettfratze und Clownsgesicht, angetan mit einem schwarzen, innen roten Umhang und ausgerüstet mit Messerhänden (Freddy Krueger läßt grüßen, aber uns C. W. dachte wohl eher an Edward, denn er redet im weiteren Roman größtenteils von Scherenhänden. Ja, was denn nun? Messer an den Fingern sind keine Scheren!) Außerdem hat diese Gestalt ein Digitalzeichen auf der Brust! (Was zum Henker (aus verständlichen Gründen will ich hier etwas anderes nicht nennen) ist ein Digitalzeichen??? (* Keine Ahnung. Vielleicht meint uns' C. W. eine Digitaluhr? Oder ein Binärzeichen? Oder vielleicht auch so eine Art Display mit Leuchtziffern? Heike) Aber wenigstens ein tolles Wort, wenn auch ohne jede Bedeutung <g>) Als sich der Käptn (ihr merkt schon, ich folge nicht den Regeln Bachs, schließlich ist dies ein deutscher Roman) lautstark beschwert, wird er von dem Wesen getötet, das sich als Stratophanus vorgestellt hatte. Währenddessen gelingt es dem Funker, einen Funkspruch abzusetzen, der immerhin im Tower empfangen wird. (Und hier der nächste grobe Bruch: In diesem Funkspruch geht es um mehrere Personen, eine davon weiblich. Bisher tauchte allerdings nur Stratophanus auf; die weibliche Person lernen wir (und auch die Cockpitbesatzung) erst später kennen...) Kurz danach verschwindet die Maschine vom Radarschirm...
Zwischenspiel: Mark Hellmann sitzt im Fernsehstudio bei RIAS-Berlin (Wieder ein Fehler: Dies ist nämlich kein Fernsehsender, sondern eine reine Produktionsstätte. Die einzigen Sender von RIAS gehen über Radio. Und diese Show ist LIVE!), um in einer Talkrunde zum Thema Störtebekers Schatz mitzuwirken. (Hier wird es extrem übel, denn auf nur zwei Seiten sind insgesamt fünf Verweise auf ältere Hellmänner vorhanden. Diese Hinweise beschränken sich allerdings nicht - wie bisher üblich - auf ein "(siehe MH xx)" mitten im Text, sondern enthalten auch noch den jeweiligen Hefttitel in Fettschrift. Außerdem ernennt er den Butler aus dem Titanic-Band (MH 14) zu Seth-Suchos Butler und schreibt dieses Wort (Butler) auch noch kursiv.) Doch während der Talkshow leuchtet Marks Siegelring plötzlich auf. Im Publikum befindet sich Mephisto, getarnt als unscheinbare Frau. (Auch hier eine wunderschöne Stelle: "Seine glühenden Augen schickten mir eine Botschaft. Hallo, Mark Hellmann, lautete sie. So sieht man sich wieder." Was Augen doch nicht so alles sagen können...) Von der (sehr hübschen) Moderatorin nach seinem leuchtenden Ring befragt, flirten die beiden ein wenig (der Ring wirkt immer noch auf Frauen), während Tessa zu Hause tobt. (Da diese Passagen natürlich in Ichform geschrieben sind, frage ich mich dann doch, woher Mark Hellmann das nun wieder weiß!) Auch Mannenköpper, das Schwert Störtebekers, im Besitz von Hellmann, befindet sich im Studio. Zu gerne würde Hellmann es in eine magische Waffe verwandeln und damit auf Mephisto losgehen, befürchtet jedoch, sich zu blamieren. Doch als das Publikum Fragen stellen darf und Mephisto dies weidlich ausnutzt, um uns' Mark ein wenig zu provozieren, geschieht genau dies... (Auch hier mehrere Fehler: 1. Mark aktiviert seinen Ring an seinem Hexenmal. Vor laufenden Kameras??? Knöpft er das Hemd auf, oder was??? 2. Kurz vorher, bei einer Rückerinnerung Hellmanns, hat er folgende Antwort Mephistos im Kopf: "Du weißt doch, wie ich heiße, du Lügenverbreiter." Sollte es hier nicht heißen "der Lügenverbreiter"??? Nun gut, auch Hellmann lügt hin und wieder...) (* Was, nur hin und wieder??? Ich hatte eher den Eindruck, fast nur... Heike)
Während die Boeing, von fremden Mächten gesteuert, einem unbekannten Ziel entgegenstrebt, versuchen zwei (natürlich kubanische - hurra, wieder ein Klischee) Luftpiraten, die Maschine zu entführen. (Ausgerüstet sind diese übrigens mit Waffen, die aus einem Plastikmaterial bestehen, welches die CIA erst vor kurzem entwickelte. Sehr, sehr unlogisch...) Doch da enttarnt sich einer der weiblichen Passagiere als zum Volk der Streamer gehörig, dem auch Stratophanus angehört, und bringt die beiden kurzerhand um. Vorgestellt hat sich diese Dämonin mit den rotgeschminkten Lippen (alle Streamer schminken sich die Lippen rot, aber keiner weiß warum. Sehr, sehr unlogisch.) als Aeolia. Nach einer Bekanntgabe von Stratophanus per Lautsprecher steht plötzlich ein achtjähriges Mädchen auf und legt sich mit der Dämonin an. Eine Stewardeß wirft sich dazwischen, und Wunder über Wunder, beide überleben. (Sehr, sehr usw. usw.)
Mark Hellmann hat sich doch nicht so mit Mephisto angelegt, wie er eigentlich wollte. Statt dessen legen die beiden erst einmal ein gedankliches Plauderstündchen ein. (Hierbei denkt uns' Mark: "Eine Weile hatte ich ihn für den Allergrößten des Höllenadels gehalten, [...]" Nun, dies dürfte Mephisto eigentlich immer noch sein...) Nach der Show begeben sich Moderatorin und Gäste noch in ein Lokal, wo diese und Hellmann sehr heftig flirten. Doch der Wunder kein Ende, Mark Hellmann lehnt ein sehr offensichtliches Angebot der Moderatorin ab. Als er in sein Hotel zurückkehrt, wartet dort schon Pit Langenbach auf ihn, der ihn nach Amerika schickt, um dort die Vorfälle um den gestern verschwundenen Jumbo aufzuklären, denn Mark Hellmanns Ruf ist bereits bis in die USA gedrungen. Sofort bricht Mark auf. Mannenköpper hätte er gerne mitgenommen, doch dieses hat die Moderatorin, und Mark müßte es persönlich auslösen...
Der Jumbo hat seine Bestimmungsort erreicht, die Heimat der Streamer in der Exosphäre. (Auch hier wieder Fehler: 1. Man betrachtet im Cockpit die Umgebung durch die großen Frontscheiben. Nun ist ein Jumbo kein Bus, die Größe dieser Scheiben ist etwa vergleichbar mit der Größe einer normalen Autowindschutzscheibe. Allerdings sitzt man im Auto dieser Scheibe etwas näher... 2. Man schaut sich um. Aus dem Cockpit eines Jumbos hat man allerdings keinen besonders großen Blickwinkel. (* Sehr richtig - einen noch viel kleineren als im Auto! Heike) 3. Die Exosphäre befindet sich in einer Höhe zwischen fünfhundert und eintausendfünfhundert Kilometer. Ersteres stimmt, aber dummerweise hat die Exosphäre keine klare Begrenzung nach oben. 4. Im All herrscht eine Temperatur von -230 Grad. Ohne eine Angabe, nach welchem System, ist dies eine Winkelangabe.) Streamer brauchen die Lebensenergie der Menschen, um ihr Reich zu erweitern. In dieser Welt integriert sind die Gesichter früherer Opfer. (Während der Beschreibung der Welt der Streamer, auf die ich hier nicht im Detail eingehen möchte, erfahren wir mal so ganz nebenher, daß Stratophanus und Aeolia Geschwister sind.)
Mark Hellmann ist glücklich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, genauer gesagt in Miami, angekommen. Dort wird er sogleich von einem CIA-Agenten in Empfang genommen, der, schon wieder ein Wunder, Gedanken lesen kann. Dieser schleust Mark in die Streamer Church ein, eine Sekte, die dadurch auffiel, daß ihre Mitglieder immer wieder Gegenstände von im Bermuda-Dreieck verschwundenen Schiffen und Flugzeugen verkauften. Mark gibt sich dort als Franzose aus, der in Frankreich eine Filiale der Sekte eröffnen will. Die CIA hat vorher den echten Kontaktmann abgefangen. Als Mark einem Gottesdienst der Sektierer beiwohnt, soll ein abtrünniges Mitglied der Gemeinde der Dämonin Aeolia geopfert werden, die durch eine Art Dimensionstor zur Versammlung erschienen ist. Mark will und kann dies natürlich nicht zulassen. Beim folgenden Kampf gegen Aeolia gehen der Altarraum, einige Sektenmitglieder und auch Aeolia in Flammen auf. Schwer verletzt kann Aeolia entkommen, die Sektenmitglieder werden verhaftet. (Auch hier erfahren wir wieder einige Ungereimtheiten. So kann Mark zum Beispiel über Internet die Festplatte seines Vaters abfragen, Frauen (in diesem Fall das vorgesehene Opfer) duzen ihn sofort, und Hellmann ist ein Übermensch, der es nicht nur mit drei Männern gleichzeitig aufnimmt, sondern sich auch noch die Zeit nimmt, erst einmal das unschuldige Opfer zu befreien, bevor er sich eine brennende Kutte vom Leibe streift.) (* Kaltblüter? ;-) Heike)
Zwischenspiel: Im Berg Exos opfert Stratophanus inzwischen einige Leute aus der Boeing, als seine Schwester schwer verletzt auftaucht. Sofort schwört er Rache...
Als Mark Hellmann zusammen mit dem CIA-Agenten den Sektenraum untersucht, zieht Stratophanus ihn durch das Dimensionstor in sein Reich. Sofort nutzt Hellmann seine Chance und erschießt (mit geweihten Silberkugeln) mehrere Streamer, darunter auch Aeolia. Anschließend handelt er mit Stratophanus ein Geschäft aus: Für die Freigabe des Jumbos wird er sich Stratophanus zum Kampf stellen, der seine Schwester retten will. (* Wie, hatte Markie die denn etwa nicht tödlich erwischt? Heike) Der Kampf soll während des Rücktransportes auf dem Jumbo stattfinden. Stratophanus läßt sich darauf ein, und so wird es auch gemacht. Trotz großer Probleme schafft es Hellmann, Stratophanus zu besiegen und anschließend den Jumbo, mit ein wenig Schützenhilfe aus dem Tower, sicher zu landen. (Was für ein Supermann. Daß er siegt, glaube ich ja noch, aber daß er einen Jumbo landet??? O-Ton Hellmann: "Es war reine Nervensache.") Nun hat er nur noch ein Problem: Mannenköpper muß ausgelöst werden...

Ich glaube es nicht, ein Hellmann, in dem Hellmann nicht bu... (Sorry, der Jugendschutz!) (* Da dieses Wort auch noch eine andere, etwas harmlosere Bedeutung haben kann, ist der Jugendschutz dafür noch nicht zuständig. ;-) Aber wenn Du es nicht so gemacht hättest, dann hätte ich es wahrscheinlich zensiert... >:-))) Heike) Das ist ja noch nie dagewesen - und definitiv das Beste am Roman. Und an Gelegenheiten hätte es nicht gefehlt. Ansonsten: Nette Grundidee, aber das war es auch schon. Zu viele unnütze Nebenhandlungen, zu viele Fehler, und dann die Zeit: Erst verschwindet der Jumbo, und zwei Tage später kommt Hellmann in die USA, wo er dann abends die Begegnung mit Stratophanus hat. Und dieser hat erst ein paar wenige Leute in seine Welt integriert, obwohl dies höchsten fünf Minuten dauert... (Sehr, sehr usw. usw.)
Mark wird allmählich vom Frauenhelden zum Superhelden, was C. W. Bach auf der Leserseite auch noch schade findet. (* Wie kann der nur? Gerade da müßte der Jugendschutz einschreiten, gerade da...! Heike) Mir gefällts, auch wenn Hellmann doch ein bißchen zu super ist. Aber besser so als immer diese Sexspielchen...

Fazit:
Mark Hellmann könnte langsam gefallen, wenn man endlich einmal die Stories ein wenig logischer aufbauen würde. Außerdem: Die Streamer sind noch nicht vernichtet, nur ihr Anführer. Wartet da etwa eine Fortsetzung auf uns??? Also, CeeWee, lern' anständiges Deutsch, informiere dich besser - und belege endlich einen Kurs, um einen besseren Stil zu finden. Vielleicht bekommst du dann wieder einmal mehr als 0 Punkte. Geschafft hast du es ja schon ein paarmal... (* Das war er nicht bewußt, das war sein zweites Ich - oder auch sein drittes - oder viertes? Ist ja furchtbar, diese multiple Schizophrenie... >;-) Heike)

Ritchie Eberle

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