Nach der
Rückkehr auf die Erde machen Nicole Duval und Zamorra sich nach
Malta auf. Dort wurden vor einem halben Jahr angeblich Monster
gesichtet, und eine erste Untersuchung des Falles vor Ort ergab
keinerlei Hinweise darauf. Jetzt möchte man den Fall
gründlicher untersuchen.
Und tatsächlich entsprachen die Vorfälle der Realität;
eine Fremde tauchte dort vor einem halben Jahr auf und erweckte ein
dreiköpfiges Monster und andere, niedere Wesen nach
jahrtausendelangem Schlaf.
Fündig werden unsere Dämonenjäger schnell; die von der
Hohepriesterin einer untergegangenen Kultur unsichtbar gemachten
Monster werden vernicht, ebenso die Hohepriesterin selbst, die durch
die Monster an die Energie von Menschen herankommen wollte, um ihre
Lebenslinie zu verlängern.
Habe ich schonmal eine kürzere PZ-Roman-Zusammenfassung
geschrieben? Ich glaube kaum. Und wenn ich gut 14 Tage gebraucht
habe, so lag das daran, daß ich den Zorn ein wenig verrauchen
lassen wollte.
Ich gestehe jedem Autor einen schlechten Roman zu, von mir aus auch
eine gewisse Zeit mit Hängern, aber nach einem Roman wie
Das ewig Böse, das alles darbot, was die Serie
Professor Zamorra ausmacht, SO ETWAS geboten zu bekommen,
ist hart.
Nicht, daß sich der Roman schlecht lesen lassen würde,
aber ich habe fünf Kritikpunkte.
1. Nach dem Seitensprung von Nicole Duval mit Tan Morano wurde immer
nur dezent zwischen den Protagonisten darauf angespielt; hier machen
sie sich schon fast darüber lustig.
2. Vielleicht interpretiere ich die rechte Spalte auf Seite 45 ja
falsch, aber zogen es die beiden bisher nicht auf
normalem Wege vor, ihre Sportübungen zu
bewerkstelligen? Dies ist sicher Geschmackssache, aber in jedem Falle
ungewöhnlich.
3. Bei ihrem zweiten Besuch der Ruinenstätte von Hagar Quim
lassen sie sich von einem Taxifahrer dorthin fahren. Dieser ist
zufällig einer der Angehörigen der vor einem halben Jahr
angeblich Getöteten. Praktischerweise hat er eine Panzerfaust im
Kofferraum. Aber nicht nur das - Salvatore darf die beiden begleiten,
die Panzerfaust schultern und später sogar einsetzen.
4. Erst schießen, dann fragen? Kam man nicht gerade von einer
Welt, auf der die Dämonen eigentlich gar keine waren? Und hatte
man nicht in den vergangenen Jahren genügend Kontakt zu
angeblichen Monstern, die nicht zur Gegenseite gehörten?
Außerdem kam ich mir vor wie in einem schlechten
Sinclair; die Fremde hieß die Fremde
und die Monster Monster. Wow...
5. Die Lösung, wer die Monster einst waren, ist übrigens
superschlau. Achtung, festhalten! Menschen. Hm, als was stellen sich
Werwölfe oder Vampire heraus, wenn sie ihr Leben aushauchen?
Kommen wir zum (bitteren) Fazit. Entweder war dies der (hoffentlich)
absolute Tiefpunkt der von Werner K. Giesa geschriebenen
Zamorra-Romane, oder hier war wie bei #599 und #603 ein
anderer Autor am Werke; zu wünschen wäre dies.
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