Auf dem Weg
zu Clearwaters und Cadillacs Volk müssen Steve Brickman und
seine Begleiter notlanden. Dabei wird Kelso schwer verletzt. Dies
paßt Steve überhaupt nicht, denn der Winter steht bevor.
Mit Cadillacs und Clearwaters Hilfe kommt die Gruppe zwar bei einem
Mutantenstamm unter, doch die Eisenmeister wissen in etwa, wo sich
die Gruppe aufhält, und sie haben ihnen blutige Rache
geschworen...
Aber auch die AMTRAK-Föderation hat noch nicht aufgegeben. Sie
stationieren einen ihrer Straßenzüge in der Nähe von
Steves Gruppe...
Während des Aufenthaltes im Winterlager findet Steve heraus,
daß Kelso ebenso wie er selbst ein Agent von MEXICO, dem
Geheimdienst von AMTRAK, ist. Er kann ihn und Jodi, eine ehemalige
AMTRAK-Angehörige, dazu überreden, sich zu dem Wagenzug zu
begeben und eine Nachricht von ihm zu übermitteln. Doch bevor es
soweit ist, muß erst das Problem der Eisenmeister gelöst
werden...
Steve und Cadillac fassen einen wahnwitzigen Plan. Beide schleichen
sich, als Mutanten getarnt, bei den Eisenmeistern ein, um diese in
eine Falle zu locken. Doch sie werden entdeckt, und alles scheint
verloren. Mit Hilfe von Roz, Steves Schwester in der Föderation,
mit der er geistig verbunden ist, können die verfolgenden
Eisenmeister jedoch vernichtet werden, und Jodi und Kelso begeben
sich zum Wagenzug. Aber die beiden wurden ohne Steves Wissen von
Clearwater und Cadillac manipuliert, der Wagenzug durch ein
Sprengstoffattentat beinahe vernichtet.
Steve, Cadillac und Clearwater begeben sich, nun dank der
Eisenmeister beritten, weiter in ihre ursprüngliche Richtung.
Unterwegs stoßen sie auf eine Bande von
AMTRAK-Abtrünnigen, deren Anführer, wie Steve schnell
bemerkt, ebenfalls ein MEXICO-Agent ist. Steve kann sich mit diesem
einigen, doch bei einem Angriff durch AMTRAK wird Clearwater schwer
verletzt. Steve sieht nur noch einen Ausweg: Er muß die Frau,
die er liebt, an Bord eines Wagenzuges bringen...
Ich werde wohl nie so ganz verstehen, was Heyne dazu bewogen hat,
ausgerechnet einen mehrbändigen Zyklus für den Start einer
Reihe zu nehmen, die eigentlich für Neueinsteiger in das Genre
gedacht ist. Denn wer hier nicht von Anfang an dabeigewesen ist, wird
doch ziemliche Probleme haben, der Handlung zu folgen.
Die Story und die Verstrickungen der einzelnen Gruppierungen sind
sicher sehr interessant, aber eben leider nur für den bereits
SF-Erfahrenen.
Ebenfalls ein wenig traurig ist, daß hier, wie bei Heyne schon
üblich, auch kein sorgfältiges Lektorat erfolgte - und das
bei einer Neuauflage des Zyklus, der für Genreeinsteiger gedacht
sein soll. Hier die Heyne-üblichen Top 3 der Fehler:
1. Seite 114: Obwohl Kelso ordentlich mit Schmerzmitteln
behandelt wurde, hatte er sich vom ersten Unfallschock erholt.
Ja, sollte er denn nicht??? (* Diese Schmerzmittel hatten
anscheinend massive Nebenwirkungen, die die Erholung vom Unfallschock
in Frage stellen könnten. Oder ist es vielleicht ein
Druckfehler? Könnte es sein, daß da eigentlich
Scherzmittel stehen sollte? >:-))) Heike)
2. Seite 116: Es waren dreißig - fünf Hände
voll - ... Interessant - in eine Hand passen also sechs
Menschen. Oder zählte man hier die Finger??? Paßt
allerdings auch nicht. Denn Steve - er hat gezählt - ist ein
normaler Mensch.
3. Seite 173: Können die Menschen zwei Passagiere in
voller Kampfausrüstung heben? (Frage an einen Experten!)
Nun, wenn es sehr viele Menschen sind... <g>! Hier waren
allerdings Flugzeuge gemeint, die man ja auch schon mal Maschinen
nennt.
Fazit:
Wer hier wirklich Science Fiction kennenlernen will, wie die Reihe so
schön sagt, lernt nur eins kennen: Das Endzeitszenario von
Patrick Tilley. Neueinsteiger, Finger weg! Fans: Schaut vorher rein,
obs euch gefällt! Als Neuauflage hätte der Zyklus
sicher einen bessere Benotung verdient, aber als Science Fiction zum
Kennenlernen gibt es gerade mal 4 Punkte, denn das Ziel wurde hier
extrem verfehlt.