Die SOL
ist auf dem Weg irgendwohin, und die Besatzung hat keinen
Einfluß auf den Kurs. Das kann nicht so bleiben. Perry Rhodan
wäre natürlich nicht Perry Rhodan, hätte er nicht mal
wieder den Plan! Immer unter der Beobachtung der Robotspione SENECAs,
machen sich die neuen Solaner daran, der Biopositronik erneut ein
Schnippchen zu schlagen.
Die Besatzung ist in viele kleine Gruppen aufgeteilt, die alle ihren
Aufgaben nachgehen. So sollen einige SENECA in Sicherheit wiegen;
andere sorgen dafür, daß Tautmo wieder einen Orter bauen
kann. Allerdings hat er dabei nicht immer die Bedingungen, die er
gerne hätte, denn ständig kommt Bully daher und verlegt
ihn, damit SENECA ihn nicht entdeckt.
Inzwischen arbeiten Rhodan, Trabzon und Monkey mal wieder an einem
Risikoplan. Es geht darum, nicht den ganzen Rechner zu
zerstören, sondern mittels einer alten Sondereinrichtung nur
einen Teil zu sprengen. Das einzige Problem an der Sache: Trabzon
muß irgendwie unbemerkt an die Biopositronik herankommen! Aber
der Weg ist ja bekanntlich das Ziel, und wer wäre denn ein
echter Terraner, wenn er sich von solchen Lappalien abschrecken
lassen würde?
Doch die Präsenz der Roboter wird immer drängender, und
Monkey hat immer mehr Probleme mit ihnen. So bleibt auch das eine
oder andere Feuergefecht nicht aus. Wenigstens scheint damit von den
Planern abgelenkt zu sein. Und schließlich nimmt Projekt
Zellteilung seinen Lauf. Allerdings ist die SOL auch mittlerweile an
ihrem Ziel angekommen - und das heißt Dengejaa Uvesco, das
Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße.
Es gelingt einem Team, dem Monkey und Trabzon angehören, in
SENECA einzudringen, allerdings nicht unbemerkt - und nun macht der
Computer Jagd auf die beiden. Doch sie sind schneller. In
Zusammenarbeit mit dem Zentralen-Team gelingt es, herauszufinden, in
welchem Teil der Positronik SENECAS sich die Nanokolonne befindet.
Der Bioteil wird abgetrennt und der verseuchte Teil der Positronik
vernichtet. Die SOL ist wieder in menschlicher Hand.
Doch das Glück ist nicht von langer Dauer. Am Ereignishorizont
des Black Hole taucht eine große Raumstation auf, die
Kosmokratenstation MATERIA. Nur mit einem waghalsigen Manöver
gelingt es der SOL, sich aus deren Traktorstrahlen zu befreien und zu
fliehen.
Nun nimmt sich Perry Rhodan SENECA vor, und dieser erklärt, wie
er von der Nanokolonne übernommen wurde und was MATERIA in der
Milchstraße will. In dem Schwarzen Loch befindet sich wohl eine
hochrangige Superintelligenz, die hervorgelockt werden soll. Sie soll
im Zusammenhang mit Thoregon stehen und vermutlich gefangen
werden.
Kaum zu glauben, aber es scheint, als ob sich denn nun doch und
endgültig und so weiter die SOL/THOREGON VI in der Hand von
Perry Rhodan befindet - und zack! mal wieder Ende der Handlungsebene
ist; nächste Woche gehts weiter mit Alaska.
Zugegebenermaßen befinden wir uns an einen recht starken
Sinnabschnitt, aber im großen und ganzen bleibe ich bei meiner
Forderung nach längeren Ebenen. Ansätze dazu hats ja
in der jüngsten Vergangenheit bereits gegeben.
Doch zumindest über eines kann man sich im Moment nicht
beschweren, das kosmische Flair. Wir werden zur Zeit ja richtig damit
eingedeckt. Nun scheinen die Kosmokraten ja auch persönlich auf
der Bühne erschienen zu sein; eine neue SI wird in Kürze ja
wohl auch wieder mitspielen - und ich muß sagen, diese Richtung
finde ich gar nicht schlecht. Kann von mir aus die nächsten 38
Bände so weitergehen.
Aber zurück zum nicht weniger kosmischen SENECA. Ich will jetzt
gar nicht meine Triaden aus der letzten Rezi wiederholen, aber ich
bleibe bei meiner Behauptung: Ohne den Blechkasten hätten
wir uns die letzten drei Bände sparen können! Und das
wäre im großen und ganzen gar nicht mal so schlimm
gewesen, auch wenn ich sagen muß, daß Arndt Ellmer hier
in meinen Augen schon wieder einen ganz passablen Band abgeliefert
hat. Doch dazu später. Zugegeben, manchmal muß sich eine
Handlung entwickeln, und man kann nicht alles in wenigen Worten
abhandeln. Aber im großen und ganzen war die SENECA-Ebene wenig
befriedigend. Irgendwie war klar, hier kommt ein wenig Streß
mit der Nano-Kolonne; und am Ende hat Perry dann doch gewonnen.
Zugegeben, das ist immer so. Aber gerade die SOL zum Zentrum zu
machen, fand ich nicht besonders klug, da klar war, daß sie -
nachdem das Ding endlich wieder eingeführt worden ist - so
schnell nicht wieder aus der Serie verschwindet. Das hat wohl kaum
ein SOL-Hasser geglaubt, und ich demzufolge auch nicht. Allerdings
kann ich nicht umhin, mir den dramatischen Effekt vorzustellen, wenn
es die SOL im letzten Band doch erwischt hätte. Ich stelle mir
vor: Die SZ 1 entkommt in Richtung Terra, und der Rest vergeht im
Abwehrfeuer der Erde! Welch ein erhebender Gedanke! Zwar hätte
die Redaktion für die nächsten 10 Jahre mit ein paar
Drohbriefen und Briefbomben leben müssen, und es hätte ein
Geschrei gegeben, das wahrscheinlich das des letzten
Aktivatorträgersterbens weit übertönt hätte, aber
wäre es die Sache nicht wert gewesen? Einer meiner
Lieblingsautoren hat mal gesagt, daß der Leser dem Autoren
grundsätzlich alles zutrauen muß, damit eine richtigen
Spannung auftauchen kann. Leider ist es aber so, daß es in der
Perry Rhodan-Serie Elemente gibt, die unantastbar sind bzw. an deren
Unantastbarkeit der Leser glaubt. Wenn man jetzt die SOL also dahin
schickt, wohin sie meines Erachtens gehört, dann würde der
eine oder andere Leser wieder mit etwas mehr Kribbeln an den Roman
gehen, denn vielleicht ist dann ja doch noch Gucky dran oder Tolot
oder Atlan oder...!!!
Na, liebe Redaktion, wäre das nicht die eine oder andere
Briefbombe wert? (* Tschuldige, daß ich mich
ausgerechnet hier jetzt so reinhänge - aber eine BRIEFBOMBE?
Wenn Du jemals selbst eine bekommen hättest, würdest Du
sicher niemandem nahelegen, eine solche zu riskieren... Immerhin kann
sowas auch ziemlich tödlich enden, und für meinen Geschmack
gab es in der letzten Zeit schon ein paar Todesfälle zuviel.
Heike)
Aber will hier ja niemanden irgendwelche Flausen in den Kopf setzen!
Oder...? (* Besser nicht! Es könnten die falschen Leute
auf die falschen Flausen kommen... Heike)
Aber ganz schnell zurück zum Roman. Ich habe ja angedeutet,
daß Arndt hier mal wieder durchaus lesenswert zugeschlagen hat.
Es ist immer interessant, wenn Menschen ihre Schwächen zu ihren
Stärken machen. In meinen Augen hat Arndt kein gutes
Händchen, wenn es darum geht, Dinge anschaulich zu beschreiben -
und genau das hat er hier genutzt. Der große Vorteil der
Besatzung der SOL bestand darin, die ganze Zeit scheinbar völlig
sinnlos im Schiff umherzulaufen und so den richtigen Leuten den Platz
und die Zeit zu geben, gegen SENECA vorzugehen. Dies führte
dazu, daß ich den Roman so schnell wie kaum einen anderen
gelesen habe. Dies nun aber nicht, weil ich viele Passagen
übersprang, sondern weil mein Lesetempo sehr hoch war. Ich hatte
das Gefühl, von den Geschehnissen an Bord mitgerissen zu werden.
Und auch wenn Tautmo Aagenfelts Charakterisierung völlig neben
der Linie war (es wurde in den letzten Bänden versucht, ihm ein
gewisses Selbstvertrauen anzudichten, was Arndt völlig ruiniert
hat), aber gerade seine Verzweiflung bei den ganzen Ortswechseln war
sehr gut nachvollziehbar und liebevoll beschrieben. Alles in allem
war es gerade das Chaos an Bord, das diesen Roman in meinen Augen
richtig gut machte.
Fazit:
Chaos rules! Sag ich auch immer! Deswegen gibts hier von mir
für Arndt schon wieder
10 Punkte
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Die Besatzung im Kampf gegen SENECA - tja, irgendwie war
das nicht ganz so überzeugend, was Arndt uns da
vorgelegt hat. Allzu verworren wirkt die Handlung über
große Strecken, bis überhaupt endlich einmal klar
wird, was das Ganze bis hierhin eigentlich sollte. |
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Es scheint sich doch wieder einiges zu tun in der Serie,
und wie um meine Behauptung vor einigen Wochen, es gäbe
zur Zeit keine Rätsel mehr, Lügen zu strafen,
teilt man uns in der Vorschau mit: Rätsel gibt es
also genug... |