Mark Hellmann

Band 23: "Skandal im Café Frankenstein"

Der Koch Matthias Kreuzer steht nachts auf dem Friedhof und beschwört Mephisto. Dieser erscheint auch alsbald und handelt ein Geschäft mit dem Koch aus: Er erhält die Möglichkeit, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Dafür soll er Mephisto einen kleinen Gefallen tun: Mark Hellmann töten...
Doch als Matthias nach Hause kommt, befindet sich seine Frau Heike gerade mit einem anderen Mann im Bett. Also steigt er in sein Auto und fährt ins Blaue hinein. (Manche Leute reagieren schon komisch...) Auf seiner Fahrt entdeckt er einen verunglückten Wagen, in dem sich zwei Kriminelle befinden, die gerade einen Lottomillionär ausgeraubt haben. Kreuzer tötet auf Geheiß Mephistos den Überlebenden und nimmt die Beute, immerhin zwei Millionen Mark, an sich. (* Hm, nun ja - ich glaube, der Lottomillionär, der seinen Gewinn komplett und in bar mit sich rumschleppt, muß erst noch geboren werden. So dämlich dürfen eigentlich nicht mal Heftromancharaktere sein - oder? ;-) Heike)
Mark hat gerade erfolgreich einen Artikel für eine Serie verfaßt, zu der ihn Max Unruh beauftragte, und will sich nun etwas Gutes gönnen. Da Tessa im Urlaub ist, versucht er Pit zu erreichen, doch auch dieser ist nicht zu Hause. Er wird von einer Bekannten angerufen und lädt diese ein. Als Debbie, Marks Bekannte, in einem Restaurant einen kleinen Hund füttert, stirbt dieser an Gift, das eigentlich für Hellmann bestimmt war. Nach diesem Schock werden er und Debbie auf der Straße von drei Schlägertypen angemacht, was aber erst einmal nur als Ablenkung dient, denn plötzlich rast ein Wagen auf Mark Hellmann zu. Als er auch diesen Anschlag überlebt, greifen die drei Schläger an. Bei dem folgenden Kampf wird Debbie schwer verletzt...
Das Café Frankenstein von Matthias Kreuzer ist ein voller Erfolg. Doch Matthias hat mit Problemen zu kämpfen. Mark Hellmann lebt immer noch, seine Frau will an sein Geld, und zu allem Überfluß mußte er auf Geheiß Mephistos auch noch einen bestimmten Koch einstellen. Einen ganz besonderen Koch...
Mark wird von seinem Freund Langenbach unter Polizeischutz gestellt. Als er gerade mit dem ihn beschützenden Beamten zu Hause eintrifft, klingelt mal wieder sein Handy. Es meldet sich jedoch niemand, und Mark kommt zu dem zwar richtigen, aber unlogischen Schluß, daß sich jemand vergewissern wollte, ob er zu Hause ist. (Merke: Wer sich an seinem Handy meldet, muß nicht unbedingt zu Hause sein!) Spät in der Nacht geschieht tatsächlich etwas. Eine riesige Fliege dringt in die Wohnung ein, wird jedoch von Hellmann vernichtet. Nachdem der zuvor von Mephisto eingeschläferte Beschützer wieder wach ist, kommt ein weiterer ungebetener Besucher. Es ist der Killer, der auch schon für diverse Anschläge verantwortlich war. Jetzt endlich erhält Mark die benötigten Informationen...
Bereits am nächsten Tag brechen Mark und Pit nach Greifswald auf, wo sich Matthias Kreuzers Café Frankenstein befindet. Doch dort geschieht auch so allerlei: Matthias hat seine Frau Heike auf Hellmann angesetzt, der Koch bringt einen ahnungslosen Touristen um (Hier soll man sich wieder mal das Titelbild betrachten!), und ein Physiker hat einen menschlichen Knochen in seiner Kannibalensuppe gefunden. Dann ist da noch ein etwas undurchsichtiger Reporterkollege von Mark Hellmann...
Mark fällt natürlich auf Heike Kreuzer rein und bekommt von ihr einen Schlaftrunk verabreicht, denn der Koch ist schon unterwegs. Da taucht auch noch Marks Kollege auf und erzählt von der Schließung des Café Frankenstein. (Eine sehr undurchsichtige Person, dieser Kollege. Irgendwie habe ich nie so ganz verstanden, welche Rolle er spielt...) Dann erscheint auch schon der von Heike Kreuzer sehnlichst erwartete Koch, und es kommt zum finalen Endkampf, den Mark Hellmann ausnahmsweise einmal ohne größere Probleme siegreich übersteht. Allerdings steckt ein Messer in seiner Brust, was unser Supermann mit einem Lächeln abtut. Und auch Tessa ist aus dem Urlaub zurück...

Endlich einmal wieder eine geradlinige Story, die relativ gut zu gefallen weiß. Ein wenig störend sind allerdings die handelnden Feinde, die nie so recht geschildert werden. Hier fehlt einfach der richtig herausgearbeitete Hintergrund. Sehr schade auch, daß sich Mark Hellmann und Matthias Kreuzer vor dem Endkampf nie treffen, dies wäre sicherlich interessant geworden.
Ansonsten ist die Story erstaunlich simpel und vielleicht gerade deswegen gut. Auch wurden diesmal endlich wieder einmal Fußnoten eingesetzt, so daß die üblichen störenden Klammern wegfielen, was den Lesegenuß doch ein wenig erhöht.
Und es gibt wieder gleich zwei Leserbriefseiten. Natürlich ist auch wieder ein typischer Bach dabei: Befragt, wofür die Initialien C. W. stehen, bietet unser Schreiberlein die Deutung an, es handele sich um die Abkürzung für den Schlüpfrigkeitswert... (* Und dann meint die Autorenbande wahrscheinlich noch, das wäre witzig... Heike)

Fazit:
Endlich wieder einmal ein Hellmann, der zu gefallen vermag. Hätte er zwar auch ein wenig besser ausgearbeitet sein können, so ragt er doch weit aus der Masse der sonstigen Bach’schen Machwerke heraus und verdient damit immerhin 11 Punkte.

Ritchie Eberle

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