Der Koch
Matthias Kreuzer steht nachts auf dem Friedhof und beschwört
Mephisto. Dieser erscheint auch alsbald und handelt ein Geschäft
mit dem Koch aus: Er erhält die Möglichkeit, ein eigenes
Restaurant zu eröffnen. Dafür soll er Mephisto einen
kleinen Gefallen tun: Mark Hellmann töten...
Doch als Matthias nach Hause kommt, befindet sich seine Frau Heike
gerade mit einem anderen Mann im Bett. Also steigt er in sein Auto
und fährt ins Blaue hinein. (Manche Leute reagieren schon
komisch...) Auf seiner Fahrt entdeckt er einen verunglückten
Wagen, in dem sich zwei Kriminelle befinden, die gerade einen
Lottomillionär ausgeraubt haben. Kreuzer tötet auf
Geheiß Mephistos den Überlebenden und nimmt die Beute,
immerhin zwei Millionen Mark, an sich. (* Hm, nun ja - ich
glaube, der Lottomillionär, der seinen Gewinn komplett und in
bar mit sich rumschleppt, muß erst noch geboren werden. So
dämlich dürfen eigentlich nicht mal Heftromancharaktere
sein - oder? ;-) Heike)
Mark hat gerade erfolgreich einen Artikel für eine Serie
verfaßt, zu der ihn Max Unruh beauftragte, und will sich nun
etwas Gutes gönnen. Da Tessa im Urlaub ist, versucht er Pit zu
erreichen, doch auch dieser ist nicht zu Hause. Er wird von einer
Bekannten angerufen und lädt diese ein. Als Debbie, Marks
Bekannte, in einem Restaurant einen kleinen Hund füttert, stirbt
dieser an Gift, das eigentlich für Hellmann bestimmt war. Nach
diesem Schock werden er und Debbie auf der Straße von drei
Schlägertypen angemacht, was aber erst einmal nur als Ablenkung
dient, denn plötzlich rast ein Wagen auf Mark Hellmann zu. Als
er auch diesen Anschlag überlebt, greifen die drei Schläger
an. Bei dem folgenden Kampf wird Debbie schwer verletzt...
Das Café Frankenstein von Matthias Kreuzer ist ein voller
Erfolg. Doch Matthias hat mit Problemen zu kämpfen. Mark
Hellmann lebt immer noch, seine Frau will an sein Geld, und zu allem
Überfluß mußte er auf Geheiß Mephistos auch
noch einen bestimmten Koch einstellen. Einen ganz besonderen
Koch...
Mark wird von seinem Freund Langenbach unter Polizeischutz gestellt.
Als er gerade mit dem ihn beschützenden Beamten zu Hause
eintrifft, klingelt mal wieder sein Handy. Es meldet sich jedoch
niemand, und Mark kommt zu dem zwar richtigen, aber unlogischen
Schluß, daß sich jemand vergewissern wollte, ob er zu
Hause ist. (Merke: Wer sich an seinem Handy meldet, muß nicht
unbedingt zu Hause sein!) Spät in der Nacht geschieht
tatsächlich etwas. Eine riesige Fliege dringt in die Wohnung
ein, wird jedoch von Hellmann vernichtet. Nachdem der zuvor von
Mephisto eingeschläferte Beschützer wieder wach ist, kommt
ein weiterer ungebetener Besucher. Es ist der Killer, der auch schon
für diverse Anschläge verantwortlich war. Jetzt endlich
erhält Mark die benötigten Informationen...
Bereits am nächsten Tag brechen Mark und Pit nach Greifswald
auf, wo sich Matthias Kreuzers Café Frankenstein befindet.
Doch dort geschieht auch so allerlei: Matthias hat seine Frau Heike
auf Hellmann angesetzt, der Koch bringt einen ahnungslosen Touristen
um (Hier soll man sich wieder mal das Titelbild betrachten!), und ein
Physiker hat einen menschlichen Knochen in seiner Kannibalensuppe
gefunden. Dann ist da noch ein etwas undurchsichtiger Reporterkollege
von Mark Hellmann...
Mark fällt natürlich auf Heike Kreuzer rein und bekommt von
ihr einen Schlaftrunk verabreicht, denn der Koch ist schon unterwegs.
Da taucht auch noch Marks Kollege auf und erzählt von der
Schließung des Café Frankenstein. (Eine sehr
undurchsichtige Person, dieser Kollege. Irgendwie habe ich nie so
ganz verstanden, welche Rolle er spielt...) Dann erscheint auch schon
der von Heike Kreuzer sehnlichst erwartete Koch, und es kommt zum
finalen Endkampf, den Mark Hellmann ausnahmsweise einmal ohne
größere Probleme siegreich übersteht. Allerdings
steckt ein Messer in seiner Brust, was unser Supermann mit einem
Lächeln abtut. Und auch Tessa ist aus dem Urlaub
zurück...
Endlich einmal wieder eine geradlinige Story, die relativ gut zu
gefallen weiß. Ein wenig störend sind allerdings die
handelnden Feinde, die nie so recht geschildert werden. Hier fehlt
einfach der richtig herausgearbeitete Hintergrund. Sehr schade auch,
daß sich Mark Hellmann und Matthias Kreuzer vor dem Endkampf
nie treffen, dies wäre sicherlich interessant geworden.
Ansonsten ist die Story erstaunlich simpel und vielleicht gerade
deswegen gut. Auch wurden diesmal endlich wieder einmal
Fußnoten eingesetzt, so daß die üblichen
störenden Klammern wegfielen, was den Lesegenuß doch ein
wenig erhöht.
Und es gibt wieder gleich zwei Leserbriefseiten. Natürlich ist
auch wieder ein typischer Bach dabei: Befragt, wofür die
Initialien C. W. stehen, bietet unser Schreiberlein die Deutung an,
es handele sich um die Abkürzung für den
Schlüpfrigkeitswert... (* Und dann meint die
Autorenbande wahrscheinlich noch, das wäre witzig...
Heike)
Fazit:
Endlich wieder einmal ein Hellmann, der zu gefallen vermag.
Hätte er zwar auch ein wenig besser ausgearbeitet sein
können, so ragt er doch weit aus der Masse der sonstigen
Bachschen Machwerke heraus und verdient damit immerhin 11
Punkte.