"Alien Nation - Der Feind ist unter uns"

OT: The Enemy Within
SF/Fantasy, USA 1996, 90 Minuten, ab 16 Jahre

Regie: Kenneth Johnson
Darsteller: Erric Pierpoint, Michelle Scarabelli, Terri Treas, Gary Graham, Sean Six, Laureen Woodland, Joe Lando
Drehbuch: Diane Frolov & Andrews Schneider
Kamera: Donald Victor Garcia
Musik: Steve Dorff

Auch das Gesellschaftssystem der „Newcomer“ ist streng geordnet. Schon auf dem Sklavenschiff gab es eine von allen anderen verachtete Gruppierung, deren Angehörige die einfachsten Arbeiten verrichten und sich auch vom Fleisch der Toten ernähren mußten. Nach der Landung auf der Erde hat sich daran nicht viel geändert.
Die aufgefundene Leiche einer solchen Neeno, die sich auf der Flucht befand und vor ein Auto lief, wirft in der Pathologie viele Fragen auf. Der Gebärmutter der Schwangeren entweichen bei der Autopsie Gase von Flußsäure, die einen anwesenden Menschen sofort töten, der Newcomerin jedoch nichts anhaben.
Unter der Stadt, in einer Chemiefabrik, in der die Außenseiter leben, kam es zu einem Unfall. Eine Schwangere kam mit Flußsäure in Berührung, aber sie trug das Kind aus, welches dann jedoch schwere Mißbildungen zeigte. Dieses Kind wurde von den Neeno als Königin verehrt. In und mit ihr sehen sie eine Möglichkeit, sich von ihrem Außenseitertum zu befreien. Sie injizieren Schwangeren Flußsäure und nehmen ihnen nach den ersten sechs Wochen ihre Kinder weg, um diese zu Ebenbildern ihrer Königin heranwachsen zu lassen.
Der Polizei-Offizier Matt Sikes nimmt gemeinsam mit George Francisco die Ermittlungen auf. Dabei müssen die beiden feststellen, daß die Königin nicht mehr auf die Neeno angewiesen ist, sondern inzwischen selbst Nachwuchs zeugen kann.

Nach dem Serienende von „Alien Nation“ kam es zu mehreren TV-Filmen, wie dies einer ist. Das Problem ist nicht, Francisco und alle anderen als Rassisten zu erleben, sondern daß man sich am Ende wie in jeder gewöhnlichen Folge einer Soap vorkommt: „Wir hatten unrecht, entschuldigt bitte“; zudem wird die Königin natürlich ebenso beseitigt wie die von ihr gezeugte Brut.
Gestreckt wird die magere Handlung durch zwischenmenschliche bzw. -newcomerische (heißt das so?) (* Gute Frage; wir lassen’s jetzt der Einfachheit halber mal so stehen. Heike) Beziehungsspielchen; bei Matt zieht seine Freundin ein, was aufgrund der verschiedenen Kulturen erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Susan Francisco hat Ärger mit ihrem Mann, zumal dieser von einer befreundeten Newcomerin gebeten wurde, sie zu schwängern, damit ihr Mann das Kind nach sechs Wochen austragen kann, weil gerade ein anderer Newcomer-Polizist auch ein Kind austrägt.

Eigentlich habe ich mich ja auf die TV-Filme bei VOX gefreut, zumal man in 90 Minuten doch eigentlich mehr Gelegenheit haben müßte, etwas an kreativen Ideen hineinzupacken...
4 Punkte

Guido Latz

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