Vor rund
500 Jahren wurde Lord Glenstaire - der mit Hilfe seiner Vampire ein
Schreckensregime über ein schottisches Dorf geführt hatte -
von einem Fremden besiegt, der sich Ma Ghone nannte.
Nun wurden die in einer Burgmauer gefangenen Vampire wieder befreit
und machen Jagd auf die Menschen.
Dahinter steckt Der Dunkle, eine Gestalt, die auftaucht
und wieder verschwindet und sich in einer Kutte zeigt.
Auch Roy de Voss und sein Diener Patrick machen sich nach Schottland
auf, da ein Neffe Patricks Polizist in dem betreffenden Dorf ist.
Gemeinsam mit dem Opfer der Vampire, dem Mädchen Mary, begibt
man sich zu der Burg, findet jedoch erst bei einem zweiten Besuch
nähere Hinweise. Roy de Voss wird sogar von einem Fenster eines
Turms zum See unterhalb der Burg teleportiert, wo er auf Ma Ghone
trifft. Dieser zeigt sich dem Holländer in der Gestalt Poseidons
und verkündet ihm, daß er der Magier sei. Die
Kraft Ma Ghones fließt auf Roy über, und er findet auch
einen Ring im Gras, den er mitnimmt.
In der Burg kann Roy das Geheimnis des Dunklen
lösen: Er ist der vor 500 Jahren nur scheinbar getötete
Lord Glenstaire, der die Kontrolle über den heutigen Lord Ephrem
übernommen hat.
In seinem ersten richtigen Kampf besiegt Roy den Dunklen
und erlöst sowohl Mary wie auch den zwischenzeitlich ebenfalls
infizierten Neffen Patricks vom Keim der Vampire...
Nicht nur genausogut wie die 1. CD, sondern sogar noch besser
umgesetzt ist dieser Teil. Das liegt vor allem daran, daß man
eine Grundregel fast die ganzen 60 Minuten beherzigt: Es muß
dunkel (Nacht) sein - was in einem Hörspiel nur schlecht
hörbar zu machen ist... - und es muß ein Sturm herrschen,
am besten mit Gewitter. Die Donner rollen förmlich über die
schottischen Highlands; und im Dunkeln gehört, kann Die
Geister der Vergangenheit schon den den einen oder anderen
Schauer über den Rücken jagen.
Daß Roy de Voss auch einen Ring hatte, war mir neu; ich dachte,
Tony Ballard sei der einzige gewesen. Vielleicht beruht die
Inspiration des Hellmann-Erfinders in der Tat nicht auf
der Bastei-Serie...
Butler Patrick kommt einem als Zamorra-Leser
natürlich sehr bekannt vor, weil dort ebenfalls ein schottischer
Diener sein Werk verrichtet. Hat Patrick also den Magier
überlebt. Auch die Sache, daß Whisky das Leben
verlängern kann - und dies auch in der Tat funktioniert - kennt
man aus der PZ-Serie. (* Was meinst Du wohl, weshalb Whisky
auch Lebenswasser genannt wird? Heike)
War auch diesmal die Vorlage nicht umwerfend, so konnte doch die
Umsetzung voll und ganz überzeugen.
10 Punkte.