Der Magier #2: „Geister der Vergangenheit“

Roy de Voss: Konrad Halver, Patrick: Günter Lüdke, Lord Ephrem: Werner Cartona, Der Dunkle: Klaus Dittmann, Erzähler: Wolf Frass u.a.
Buch: H.G. Francis, Produktion und Regie: Konrad Halver
Eine Studio-Maritim Produktion
Laufzeit: 61 Minuten
Bestellnummer: 495502311

Vor rund 500 Jahren wurde Lord Glenstaire - der mit Hilfe seiner Vampire ein Schreckensregime über ein schottisches Dorf geführt hatte - von einem Fremden besiegt, der sich Ma Ghone nannte.
Nun wurden die in einer Burgmauer gefangenen Vampire wieder befreit und machen Jagd auf die Menschen.
Dahinter steckt „Der Dunkle“, eine Gestalt, die auftaucht und wieder verschwindet und sich in einer Kutte zeigt.
Auch Roy de Voss und sein Diener Patrick machen sich nach Schottland auf, da ein Neffe Patricks Polizist in dem betreffenden Dorf ist.
Gemeinsam mit dem Opfer der Vampire, dem Mädchen Mary, begibt man sich zu der Burg, findet jedoch erst bei einem zweiten Besuch nähere Hinweise. Roy de Voss wird sogar von einem Fenster eines Turms zum See unterhalb der Burg teleportiert, wo er auf Ma Ghone trifft. Dieser zeigt sich dem Holländer in der Gestalt Poseidons und verkündet ihm, daß er der „Magier“ sei. Die Kraft Ma Ghones fließt auf Roy über, und er findet auch einen Ring im Gras, den er mitnimmt.
In der Burg kann Roy das Geheimnis des „Dunklen“ lösen: Er ist der vor 500 Jahren nur scheinbar getötete Lord Glenstaire, der die Kontrolle über den heutigen Lord Ephrem übernommen hat.
In seinem ersten richtigen Kampf besiegt Roy den „Dunklen“ und erlöst sowohl Mary wie auch den zwischenzeitlich ebenfalls infizierten Neffen Patricks vom Keim der Vampire...

Nicht nur genausogut wie die 1. CD, sondern sogar noch besser umgesetzt ist dieser Teil. Das liegt vor allem daran, daß man eine Grundregel fast die ganzen 60 Minuten beherzigt: Es muß dunkel (Nacht) sein - was in einem Hörspiel nur schlecht hörbar zu machen ist... - und es muß ein Sturm herrschen, am besten mit Gewitter. Die Donner rollen förmlich über die schottischen Highlands; und im Dunkeln gehört, kann „Die Geister der Vergangenheit“ schon den den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagen.
Daß Roy de Voss auch einen Ring hatte, war mir neu; ich dachte, Tony Ballard sei der einzige gewesen. Vielleicht beruht die Inspiration des „Hellmann“-Erfinders in der Tat nicht auf der Bastei-Serie...
Butler Patrick kommt einem als „Zamorra“-Leser natürlich sehr bekannt vor, weil dort ebenfalls ein schottischer Diener sein Werk verrichtet. Hat Patrick also den „Magier“ überlebt. Auch die Sache, daß Whisky das Leben verlängern kann - und dies auch in der Tat funktioniert - kennt man aus der PZ-Serie. (* Was meinst Du wohl, weshalb Whisky auch „Lebenswasser“ genannt wird? Heike)

War auch diesmal die Vorlage nicht umwerfend, so konnte doch die Umsetzung voll und ganz überzeugen.
10 Punkte.

Guido Latz

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