Gemeinsam
mit seinem Kollegen Jack Corbeck gelang Abel Trelawney bei
Ausgrabungen in einer altägyptischen Begräbnisstätte
im Jahre 1967 unter nicht ganz astreinen Umständen die
Entdeckung einer guterhaltenen Mumie der pharaonischen Hohepriesterin
Tera. Bereits 1947 war der noch junge Corbeck ebenfalls in der
Grabstätte gewesen und hatte miterlebt, wie der Fluch der
Göttin einen Grabräuber traf.
In derselben Nacht, da man die Göttin fand, gebar Trelawneys
Frau ihr Kind, Margaret. Sie selbst starb jedoch zwei Tage
später.
Besessen von der Möglichkeit, die Königin zum Leben zu
erwecken, hat er sie, ihren Hofstaat, ja selbst die komplette
Grabkammer nach San Francisco holen lassen, um bei einer bestimmten
Sternkonstellation einen Ritus durchzuführen.
Mit sieben Jahren schickt er seine Tochter weg, da sie sich zu dem
Sarkophag der Königin hingezogen fühlt.
Als sie jetzt nach Hause kommt, mehren sich die seltsamen
Vorfälle. Ihr Vater fällt in ein tiefes Koma, und es kommt
zu mysteriösen Todesfällen im Haus.
Das Ritual soll vollzogen werden, doch Margarets Freund kann die
wieder in einen Menschen verwandelte Mumie aufhalten.
Jedenfalls scheint es zunächst so. Kurze Zeit später
jedoch, während ihrer Flitterwochen, wird er von Margaret
gekratzt. Ein Blick in den Spiegel offenbart ihm, daß die Wunde
von einer siebenfingrigen Hand verursacht worden sein muß -
eine Eigenheit Teras...
Der Film war in dem Moment vorbei, als gesagt wurde, daß
Margaret in der gleichen Nacht geboren wurde, in der ihr Vater den
Sarkophag öffnete.
Nun ist es nichts Neues, den Täter gleich zu Beginn eines Filmes
zu präsentieren; dann aber dennoch auf eine überraschende
Auflösung (!) zuzusteuern, mutet etwas seltsam an. Wenn der
Kino-Zuschauer auf die Lösung kommt, hätten die
Protagonisten als anscheinend Wiedergeburts-Überzeugte auch
darauf kommen müssen.
Während Louis Gossett Jr. auf der einen Seite noch ein
Stück weiter die B-Movies-Leiter hinabrutscht, war er im
Gegensatz zu den anderen Darsteller noch ein Lichtblick.
Lediglich an zwei Stellen war Horror ansatzweise
spürbar: Während eines Traumes sieht Margarets Freund sie
und einen Bekannten sterben und zu einer Mumie werden. Und eine
Treibsand-Szene im Keller des Hauses mit auf die Versinkenden
zueilenden Käfern war gelungen.
Der Rest erinnerte zu sehr an - Falcon Crest. Im Ernst,
das gesamte Ambiente vermittelte den Eindruck, gleich käme Jane
Wyman die Treppe herab...
Leider kenne ich die Romanvorlage von Bram Stoker nicht. Der Film
krankt jedoch nicht daran, daß die Handlung in die 90er Jahre
unseres Jahrhunderts verlagert wurde, sondern eher daran, daß
das Ende des Films schon zu Beginn feststeht.
Auch wurde die Möglichkeit verspielt, bei einem wohl geringen
Budget für die F/X wenigstens auf eine vernünftige
Ausarbeitung der Charaktere und der Dialoge Wert zu legen.
2 Punkte.
Mit freundlicher Genehmigung von Highlight Communications