Im
Gegensatz zum gerade beschriebenen Vampir-Ulk Vampirella (* der
aus alphabetischen Gründen jedoch erst hiernach folgt...
Winy) ist der Clan der Vampire als wirklich gelungen
zu betrachten. Hierbei handelt es sich wohl um den Pilotfilm (oder
auch nur eine Doppelfolge) einer Serie, die auch schon bei uns lief,
jedoch wegen der späteren Sendezeit und weil man das, was man
mit Video aufnimmt, dann doch nicht schaut, zumindest bei mir kaum
Beachtung fand. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Die Serie dreht
sich um mehrere Vampirclans, die es sich unter der einigenden Obhut
ihres Prinzen Julian Luna (ein nicht gerade einfallsreicher Name,
aber was solls) in San Francisco bequem gemacht haben. Sie leben in
den Masken normaler Menschen, was ihnen besser als anderen
Filmvampiren gelingt, da sie nach einer Blutmahlzeit auch einige Zeit
in der Sonne bleiben können. Sie können ihre Opfer zwar in
Vampire verwandeln oder bekehren, wie es hier heißt, sind aber
nicht darauf angewiesen, ihre Opfer zu töten, sondern nehmen
sich meist nur einen kleinen Happen, um so den Mantel der
Verborgenheit zu wahren. In dem Sinn kann man fast von einer
Koexistenz sprechen, auch wenn dabei für die Menschen kein
Vorteil herausspringt. (* Koexistenz würde dann doch
passen, denn das heißt ja nur soviel wie miteinander
leben - hattest Du vielleicht eher Symbiose
gemeint? Diese wäre nämlich eine Partnerschaft zum Nutzen
beider Parteien, liegt also in der Tat nicht vor!
Heike)
In der ersten Folge geht es um die Liebesbeziehung eines menschlichen
Polizisten zu einer Vampirin (also irgendwie umgedreht zu Nick
Knight) und um interne Kämpfe zwischen den Clans. Der Polizist
Frank glaubt natürlich nicht an Vampire oder ähnliches,
aber wie nicht anders zu erwarten, wird er bald eines besseren
belehrt.
Die zweite Folge dreht sich um einen Serienmörder, der erst
durch die Umwandlung zum Vampir die Macht bekommt, seine Morde zu
begehen, und dies natürlich auch voll ausnutzt. Bei diesem Fall
ist Frank gezwungen, mit dem Vampirprinzen zusammenzuarbeiten, um den
Mörder zur Strecke zu bringen. Die zweite Handlungsebene
umfaßt wiederum eine Liebesgeschichte zwischen einem Nosferatu
(naturgegeben nicht die schönsten Geschöpfe - der Name sagt
alles) und einer jungen Sängerin.
Die Serie, soweit ich das an zwei Folgen beurteilen kann, ist
atmosphärisch dicht aufgebaut, mit gut ausgefeilten Charakteren,
Guten wie Bösen; und wem Nick Knight gefallen hat, der kann hier
gar nichts falsch machen. Obwohl - mir persönlich gefällt
der Clan der Vampire fast besser als die Vampircopserie,
die doch m. E. in einigen Folgen eine recht schwache Handlung
aufwies.
Ach ja, bei der Kassette wurde extra auf die ungeschnittene Fassung
hingewiesen - naja, soviel zum Schneiden war, finde ich, nicht dabei,
ist eben doch eine Fernsehserie, aber es muß ja nicht immer
splattermäßig rundgehen.
Der ersten Folge gebe ich 14 Punkte, der zweiten 13 Punkte.
Mit freundlicher Genehmigung von Madison