"Embraced - Clan der Vampire"

Horror
ca. 110 Min.

Darsteller: C.Th. Howell, Kelly Rutherford, Jeff Kober

Im Gegensatz zum gerade beschriebenen Vampir-Ulk Vampirella (* der aus alphabetischen Gründen jedoch erst hiernach folgt... Winy) ist der ‘Clan der Vampire’ als wirklich gelungen zu betrachten. Hierbei handelt es sich wohl um den Pilotfilm (oder auch nur eine Doppelfolge) einer Serie, die auch schon bei uns lief, jedoch wegen der späteren Sendezeit und weil man das, was man mit Video aufnimmt, dann doch nicht schaut, zumindest bei mir kaum Beachtung fand. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Die Serie dreht sich um mehrere Vampirclans, die es sich unter der einigenden Obhut ihres Prinzen Julian Luna (ein nicht gerade einfallsreicher Name, aber was solls) in San Francisco bequem gemacht haben. Sie leben in den Masken normaler Menschen, was ihnen besser als anderen Filmvampiren gelingt, da sie nach einer Blutmahlzeit auch einige Zeit in der Sonne bleiben können. Sie können ihre Opfer zwar in Vampire verwandeln oder bekehren, wie es hier heißt, sind aber nicht darauf angewiesen, ihre Opfer zu töten, sondern nehmen sich meist nur einen kleinen „Happen“, um so den Mantel der Verborgenheit zu wahren. In dem Sinn kann man fast von einer Koexistenz sprechen, auch wenn dabei für die Menschen kein Vorteil herausspringt. (* Koexistenz würde dann doch passen, denn das heißt ja nur soviel wie ‘miteinander leben’ - hattest Du vielleicht eher ‘Symbiose’ gemeint? Diese wäre nämlich eine Partnerschaft zum Nutzen beider Parteien, liegt also in der Tat nicht vor! Heike)
In der ersten Folge geht es um die Liebesbeziehung eines menschlichen Polizisten zu einer Vampirin (also irgendwie umgedreht zu Nick Knight) und um interne Kämpfe zwischen den Clans. Der Polizist Frank glaubt natürlich nicht an Vampire oder ähnliches, aber wie nicht anders zu erwarten, wird er bald eines besseren belehrt.
Die zweite Folge dreht sich um einen Serienmörder, der erst durch die Umwandlung zum Vampir die Macht bekommt, seine Morde zu begehen, und dies natürlich auch voll ausnutzt. Bei diesem Fall ist Frank gezwungen, mit dem Vampirprinzen zusammenzuarbeiten, um den Mörder zur Strecke zu bringen. Die zweite Handlungsebene umfaßt wiederum eine Liebesgeschichte zwischen einem Nosferatu (naturgegeben nicht die schönsten Geschöpfe - der Name sagt alles) und einer jungen Sängerin.
Die Serie, soweit ich das an zwei Folgen beurteilen kann, ist atmosphärisch dicht aufgebaut, mit gut ausgefeilten Charakteren, Guten wie Bösen; und wem Nick Knight gefallen hat, der kann hier gar nichts falsch machen. Obwohl - mir persönlich gefällt der ‘Clan der Vampire’ fast besser als die Vampircopserie, die doch m. E. in einigen Folgen eine recht schwache Handlung aufwies.

Ach ja, bei der Kassette wurde extra auf die ungeschnittene Fassung hingewiesen - naja, soviel zum Schneiden war, finde ich, nicht dabei, ist eben doch eine Fernsehserie, aber es muß ja nicht immer splattermäßig rundgehen.

Der ersten Folge gebe ich 14 Punkte, der zweiten 13 Punkte.

Bernd Krosta
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Mit freundlicher Genehmigung von Madison

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