Folgende
weltbewegende Story:
Eine Schule irgendwo im allerletzten Ende der USA (ich glaube, es war
Oregon). Hier gibt es alles, was jede amerikanische Kleinstadt in
jedem Teenager-Horrorstreifen so braucht: einen Loser (zu klein zum
Football, aber ansonsten ein wahres Genie); eine arrogante
Chefreporterin der Schülerzeitung, die natürlich mit dem
Quarterback des Footballteams zusammen ist; einen superintelligenten,
aber total kaputten Drogendealer; eine neue hübsche kleine
Blonde aus der Stadt - und was man sonst noch so braucht.
Neu hier: Die Lehrer! Diese werden nämlich ziemlich schnell und
zeitig von bösartigen Aliens übernommen, und die oben
bereits genannten Allerweltsteenager dürfen sich nun mit denen
herumschlagen und die Welt retten!
Die Story klingt banal?
Korrekt!
Das wirklich tragische an dieser Tatsache ist aber, daß sich
daran auch nichts ändert.
Der Film orientiert sich eindeutig am Teenager-Horror-Film der
ausgehenden 90er Jahre und versucht, das Publikum durch allerhand
coole Sprüche und Zitate in seinen Bann zu ziehen. Die Anleihen
gehen aber teilweise so weit, daß versucht wird - wie in
Scream - die Handlung an vorhandenen Beispielen
vorauszusagen. Wird in Scream aber noch ein wahrer
Horror-Experte zu Rate gezogen, so verläßt man sich hier
eher auf die vagen Kenntnisse über das Buch
Puppetmaster von Heinlein (aber hier mit Happy End).
Wirkt bisher eher wie ein Abklatsch als eine originelle Kopie oder
gar Neuerfindung?
Vollkommen richtig!
Ich habe selten einen Film gesehen, der so wenig spannend und so
wenig mitreißend war wie diese Schandtat am Ende dieses
Jahrtausends. (* Na, na, sei mal nicht ganz so voreilig - das
wahre Ende dieses Jahrtausends kommt doch erst nächstes Jahr auf
uns zu! Meinst Du wirklich, daß es bis dahin nichts noch
Schlechteres geben könnte? ;-) Heike) Die wenigen coolen
Sprüche (die sich mal auf Star Trek, mal auf Akte X beziehen)
sind so dünn gesät, daß sie in der schlechten
Leistung der Schauspieler eigentlich schon gar nicht mehr
auffallen.
Aber halt - eines vergaß ich noch zu erwähnen. Es scheint
klar, daß es sich bei Faculty um einen
Horrorstreifen handeln soll. Da der Film bisher noch auf jedem Gebiet
völlig gescheitert ist, bleibt vielleicht dem einen oder anderen
Leser noch die Hoffnung (oder so), daß er sich
wenigstens mit einem horrormäßigen Blutbad aus der
Affäre zieht.
Völlige Fehlanzeige!
Weder plötzliche Überraschung mit den überall im Kino
hörbaren Schreieffekten (Scream halt) oder
Ekelszenen sind in einer bemerkbaren Menge vorhanden.
Überhaupt gibt es nur zwei Momente, die diesen Film
auszeichnen.
1) Der merkliche Beginn des Showdowns, denn nun weiß man,
daß es bis zum Ende nicht mehr lange hin sein kann!
2) Das Ende, denn nun darf man endlich aus dem Kino raus - und wenn
die Zeit noch reicht, sich vielleicht einen besseren Film
ansehen.
Das einzige, was man dem Film nicht vorwerfen kann, sind die Special
Effects. Die paar wenigen, die in den Film eingebaut worden sind,
sind ganz anständig gemacht und lassen keinen Grund zur Kritik
zu.
Fazit:
Ein Film, der wirklich gar nichts hat, weswegen man ihn unbedingt
gesehen haben müßte. Er trägt noch nicht einmal das
Potential in sich, wenigstens für ein paar Leute mal zum
Kultfilm aufzusteigen. Alles in allem ein Machwerk, das verschwendete
Zeit, verschwendetes Geld und verschwendete Nerven bedeutet, und zwar
für die Macher wie die Kinogänger gleichermaßen.
Für mich der schwächste Film der letzten Jahre.
0 Punkte (weniger gibts leider nicht)