Mark Hellmann

Band 27: „Dracomars Rückkehr“

Mephisto plant wieder einmal Böses: Er möchte König Ludwig II. von Bayern tot sehen. Dafür gibt er Dracomar, den er vor Hellmann rettete (siehe MH1), noch einmal eine Chance, auch in der Hoffnung, Mark Hellmann endlich loszuwerden...
Mark Hellmann besucht gerade mit Tessa eine Ostalgieparty (kein Schreibfehler, da werden die alten DDR-Zeiten hochgehalten), als er plötzlich entführt wird. Tessa und Pit machen sich die größten Sorgen, besonders weil in der Weimarer Rundschau, allerdings nur in den Ausgaben der beiden, Hellmanns Todesanzeige erscheint. Da entdeckt Tessa auf einem alten Foto von König Ludwig II. Mark Hellmann als Leibwächter...
Jasmin Mertens gerät unter den dämonischen Einfluß Dracomars. Als sie nachts in eines der Schlösser Ludwigs II. eindringt, nur begleitet von zwei Klassenkameraden, wird schnell ersichtlich, warum: Dracomar braucht ihre Hilfe, um einen weißmagisch gebannten Ort der Hölle wieder zugänglich zu machen. Dazu muß dort eine Jungfrau nach ihrem ersten Akt ihren Liebhaber umbringen, und wer für diese Rolle vorgesehen ist, dürfte klar sein. Außerdem muß dort ein guter Mensch gestorben sein, ohne daß ihm ein Haar gekrümmt wurde (also ohne Gewaltanwendung). Diese Rolle soll Mark Hellmann übernehmen... (* Allerdings ist jemand wie Mark Hellmann, der teils wissentlich Tatsachen verdreht, lügt, seine Freundin betrügt und andere Frauen schamlos ausnutzt, doch sicherlich kein allzuguter Mensch, oder? Heike)
Dieser nahm einen Auftrag von Ludwig II. an. Selbiger lebt, mittlerweile 150jährig, dank eines magischen Mittelchens immer noch. Mark soll dessen (Doppelgängers) geheimnisvollen Tod aufklären...

Nun, genau hier mache ich Schluß mit dieser Rezi, denn hier kommt der Knackpunkt überhaupt: Ludwig II. weiß nicht mehr, daß Mark Hellmann einmal sein Leibwächter war!!! Dies wird ihm erst klar, nachdem er Mark in die Vergangenheit geschickt hat!!! So was nennt man definitiv ein ZEITPARADOXON!!!
Nun, die Story ist ansonsten recht nett, was einige Punkte rettet, enthält aber auch die üblichen Klischees (so bricht zum Beispiel wahre Liebe dämonischen Einfluß...), was wieder Punkte kostet.

Fazit:
Ohne dieses riesige ZEITPARADOXON sowie diverse andere logische Fehler hätte dieser Roman ja ganz nett werden können; so bleibt ob dieser geballten Ladung Unlogik nur noch das Gefühl, ziemlich vera... worden zu sein. Dazu trägt auch wieder einmal die Leserseite bei, auf der es vor geradezu überschwenglichem Lob nur so wimmelt. Wann endlich bekommen wir einmal die Briefe der unzufriedenen Leser zu sehen???
Volle 0 Punkte!!!

Ritchie Eberle

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