Mephisto
plant wieder einmal Böses: Er möchte König Ludwig II.
von Bayern tot sehen. Dafür gibt er Dracomar, den er vor
Hellmann rettete (siehe MH1), noch einmal eine Chance, auch in der
Hoffnung, Mark Hellmann endlich loszuwerden...
Mark Hellmann besucht gerade mit Tessa eine Ostalgieparty (kein
Schreibfehler, da werden die alten DDR-Zeiten hochgehalten), als er
plötzlich entführt wird. Tessa und Pit machen sich die
größten Sorgen, besonders weil in der Weimarer Rundschau,
allerdings nur in den Ausgaben der beiden, Hellmanns Todesanzeige
erscheint. Da entdeckt Tessa auf einem alten Foto von König
Ludwig II. Mark Hellmann als Leibwächter...
Jasmin Mertens gerät unter den dämonischen Einfluß
Dracomars. Als sie nachts in eines der Schlösser Ludwigs II.
eindringt, nur begleitet von zwei Klassenkameraden, wird schnell
ersichtlich, warum: Dracomar braucht ihre Hilfe, um einen
weißmagisch gebannten Ort der Hölle wieder zugänglich
zu machen. Dazu muß dort eine Jungfrau nach ihrem ersten Akt
ihren Liebhaber umbringen, und wer für diese Rolle vorgesehen
ist, dürfte klar sein. Außerdem muß dort ein guter
Mensch gestorben sein, ohne daß ihm ein Haar gekrümmt
wurde (also ohne Gewaltanwendung). Diese Rolle soll Mark Hellmann
übernehmen... (* Allerdings ist jemand wie Mark Hellmann, der
teils wissentlich Tatsachen verdreht, lügt, seine Freundin
betrügt und andere Frauen schamlos ausnutzt, doch sicherlich
kein allzuguter Mensch, oder? Heike)
Dieser nahm einen Auftrag von Ludwig II. an. Selbiger lebt,
mittlerweile 150jährig, dank eines magischen Mittelchens immer
noch. Mark soll dessen (Doppelgängers) geheimnisvollen Tod
aufklären...
Nun, genau hier mache ich Schluß mit dieser Rezi, denn hier
kommt der Knackpunkt überhaupt: Ludwig II. weiß nicht
mehr, daß Mark Hellmann einmal sein Leibwächter war!!!
Dies wird ihm erst klar, nachdem er Mark in die Vergangenheit
geschickt hat!!! So was nennt man definitiv ein ZEITPARADOXON!!!
Nun, die Story ist ansonsten recht nett, was einige Punkte rettet,
enthält aber auch die üblichen Klischees (so bricht zum
Beispiel wahre Liebe dämonischen Einfluß...), was wieder
Punkte kostet.
Fazit:
Ohne dieses riesige ZEITPARADOXON sowie diverse andere logische
Fehler hätte dieser Roman ja ganz nett werden können; so
bleibt ob dieser geballten Ladung Unlogik nur noch das Gefühl,
ziemlich vera... worden zu sein. Dazu trägt auch wieder einmal
die Leserseite bei, auf der es vor geradezu überschwenglichem
Lob nur so wimmelt. Wann endlich bekommen wir einmal die Briefe der
unzufriedenen Leser zu sehen???
Volle 0 Punkte!!!