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gehts mit der Geschichte in Chearth.
Vergangenheit:
Auf dem Planeten Pauthor bereiten sich alle zu einer Ehrung des
Meisters des Sandes und Protektors Mhogena vor. Doch dieser bricht
die Vorbereitungen plötzlich ab und reist zum Planeten Keroufa,
auf dem seine Gelegeschwester Chetona als Agrarökonomin
arbeitet. Antrieb für diese Reise ist sein rätselhafter
toter Bruder, der sich immer noch gelegentlich bei ihm meldet.
Am Ziel angekommen, muß er feststellen, daß seine
Schwester einer Umweltkatastrophe zum Opfer gefallen ist. Am Ort der
Zerstörung hat er eine Vision, in der der Himmel über dem
Planeten voller Raumschiffe hängt. Er erkennt Raumschiffe aus
Algion. Sie waren bereits vor etwa 600 Jahren in Chearth und wollten
die Bewohner von ihrer fanatischen Religion überzeugen.
Schließlich kam es zu einigen kriegerischen Konflikten, worauf
jeder weitere Kontakt abbrach. Was blieb, war das Ritual der
Einigkeit, in der die Bewohner eines Planeten mittels ihrer mentalen
Fähigkeiten einen planetenumspannenden Schirm schufen, mit dem
sie die Algioten auf Distanz halten konnten. Das Ritual ist
geblieben, auch wenn heute kaum mehr einer weiß, woher es
stammt.
Mhogena wird nun von seinem alten Lehrmeister Botagho aufgenommen.
Dieser outet sich ihm gegenüber als der 5. Bote von Thoregon. Er
hat Mhogena als seinen zukünftigen Nachfolger erkoren und will
ihn mit einigen Geheimnissen vertraut machen. Doch vorher muß
Mhogena noch in einer Prüfung zeigen, daß er würdig
ist.
Er muß einen mehrdimensionalen Tunnel durchfliegen, der noch
aus der Zeit der Tiefe stammt und in dieser Region des Weltalls
versteckt worden ist. Früher sind hier viele Raumschiffe
verschwunden, und nun nutzen die Meister des Sandes dieses Gebiet
für Prüfungsaufgaben wie diese.
Nachdem Mhogena nun also bestanden hat, erfährt er, daß
Botegha nicht nur der 5. Bote, sondern auch der geheimnisvolle
Zwilling ist, nach dem Mhogena so lange geforscht hat - und daß
es die Meister des Grauen Sandes tatsächlich gibt. Er
erhält von dem Boten bereits ein Passantum, und dann machen sich
die beiden auf den Weg nach Shaogen-Himmelreich zu den den
Baolin-Nda.
Kaum im Deltaraum angekommen, müssen sie auch schon wieder fort:
Die Koalition ruft Botagho zu fernen Aufträgen. So verschiebt
sich Mhogenas Aufnahme in die Kreise der Meister des Grauen Sandes um
einige Jahrzehnte, bis Botagho wieder zurückkehrt.
Es vergehen vierzig Jahre bis zu diesem Zeitpunkt. Dann ist Mhogena
endlich der 5. Bote. Die Koalition läßt ihm dann auch
keine größere Pause, und in den nächsten 30 Jahren
ist er fast ununterbrochen im Einsatz, bis sich dann seine Vision
erfüllt: Die Algiotischen Wanderer sind wieder da und bringen
Tod und Verderben über Chearth.
Gegenwart:
Seit geraumer Zeit sind die Galaktiker nun schon dabei, Chearth mit
den Propaganda-Reden von Vil an Desch zu bestrahlen. Mit einigen
kleinen Raumschiffen fliegen sie durch feindliches Territorium und
senden die live gesprochenen Botschaften. Dabei müssen sie
ständig vor anfliegenden Raumschiffen auf der Hut sein, die
genau diese Aktionen verhindern wollen. Doch die Fremden sitzen am
längeren Hebel, denn Vil an Desch geht langsam aber sicher die
Luft aus. Er benötigt sein Elcoxol, ohne das er nicht leben
kann.
Eine mögliche Lösung erscheint mit Dro ga Dremm, dem neuen
Oberbefehlshaber der Algioten in Chearth. Er bittet Vil an Desch zu
einem Gespräch an Bord seines Schiffes, auf dem er auch an das
Elcoxol herankommen kann. Die Galaktiker fühlen sich bei der
Sache zwar nicht wohl, willigen aber dann doch ein, da sie Vil an
Desch nicht mutwillig umbringen wollen. Und vielleicht
läßt sich aus der Sache ja noch etwas herausschlagen.
So bricht also ein gut ausgerüstetes Einsatzteam zu den Algioten
auf, die man an einem eigens dafür ausgesuchten Platz
trifft.
An Bord des feindlichen Schiffes läuft dann an sich alles wie
geplant. Dro ga Dremm willigt Vil an Desch ein Elcoxol-Bad zu. Jedoch
will er ihn danach umbringen, und so muß der mitgereiste
Tekener dem Scoctoren aus der Klemme helfen. Per mitgebrachtem
Transmitter bringt man sich schließlich wieder in
Sicherheit.
Gegenwart: die MERLIN
Die kleine Blue Tuyula wird vom Bordarzt Mangana geweckt. Vincent
Garron wandelt wieder an Bord, und es scheint ihm gar nicht
gutzugehen. Es gelingt schließlich, ihn mit vereinten
Kräften unter einem Paratron-Schirm in der Krankenstation
festzuhalten, was ihm aber gar nicht zu passen scheint. Er will
wieder zurück zu seinen Farben, zurück zu seinem
Elysium...
Na also, die Terraner sind also doch nicht die gewissenlosen
Burschen, die auf Algioten-kommt-raus einen Krieg gewinnen wollen.
Was tut man also nicht alles für einen superwichtigen (und doch
eigentlich super extrem fanatischen) Kriegsgefangenen, der nun
endlich mit all seinem Fanatismus (den Rest spar ich mir an
dieser Stelle) die Fronten gewechselt hat? Das alles natürlich
nur aufgrund ein paar realistischer und richtiger Beweise. Als ob das
für religiöse Fanatiker schon jemals Überzeugungsgrund
genug gewesen wäre! Und ich dachte immer, die würden sich
in solchen Situationen durch einen noch viel größeren
Fanatismus auszeichnen, aber vermutlich sind die Algioten da ja etwas
anders drauf. Und nun schwingt Vil an Desch eine Rede nach der
anderen an seine ehemaligen Frontkameraden, bis er sich an den Rand
der Erschöpfung und in die dringende Nähe des nächsten
Elcoxol-Bades bringt. Die nun folgende Idee ist eigentlich gar nicht
schlecht: Wenn das Bad nicht zum gefangenen kommt - dann muß
der Gefangene halt zum Bade gehen. Und wie die Herren Tekener
(* Äääh - mehrere Tekeners??? Heike) die
dahinter gestellte Falle entschärfen und ihre Köpfe sowie
den ihres momentanen Lieblingsgefangenen aus der Schlinge ziehen, war
auch gar nicht schlecht gemacht. Ansonsten beschäftigte sich
jene Ebene vor allem mit Vil an Desch, der feurige Reden hält,
und dem Davonlaufen vor algiotischen Schiffen. An sich wenig
aufregend, aber gut und umfassend geschildert.
Auf der anderen Ebene haben wir mal wieder das frühere Leben des
Mhogena. Er wird nach langer Zeit endlich 5. Bote von Thoregon,
enträtselt den seltsamen Zwilling und erfährt von den
Meistern des Grauen Sandes. Gelegentlich taucht auch mal wieder der
Schattenbruder auf, dessen Funktion und Verfahrensweise mir immer
noch nicht klar ist.
Im großen und ganzen war es gerade dieser Teil, der mir an dem
Roman gefallen hat. Es wurde mal wieder ein Rahmen zurück in die
Vergangenheit gespannt, der deutlich macht, wie wenig abgeschlossen
viele Ereignisse sind und inwieweit sie Ergebnisse und Auswirkungen
tragen können. So fand ich das Auftauchen dieses einen
Tiefenbahnhofs gut und interessant in die Handlung eingefügt.
Auf der anderen Seite wird auch endlich ein wenig gezeigt, wie die
Koalition arbeitet - auch wenn es mich wundert, daß der alte 5.
Bote extra bis nach Shaogen-Himmelreich fliegen muß, um sich
einen neuen Auftrag zu holen. Auch über die 30 Jahre Arbeitszeit
von Mhogena im Dienst der Koalition erfahren wir nichts. Aber es gibt
im Zusammenhang mit Thoregon noch einen weiteren Punkt, der mir
äußerst unklar ist und den ich für sehr wichtig
halte.
Beim Lesen der letzten beiden Romane war mir zu keinem Zeitpunkt
klar, welchen offenen Stellenwert die Koalition in Chearth hat. Mir
scheint, als ob sie zu Mhogenas Zeiten immer noch im Chearther
Untergrund agiert, und das kann ich mir eigentlich doch gar nicht
vorstellen. Die Gharrer sind doch schon seit langer Zeit die
Wächter der Sonnentresors, und das sollen sie einfach so gemacht
haben, ohne großen kosmischen Auftrag? Und was ist mit dem
Pilzdom? Haben die sich nie um seine Funktion gekümmert? Also,
hier hätte ich doch ganz gerne noch das eine oder andere
deutliche Wort!
Fazit:
Ansonsten ein guter, solider Abschluß des Doppelbandes.
11 Punkte
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Eigentlich war ein solcher Ausgang der Aktion der
Galaktiker ja schon vorauszusehen. Daß gerade der neue
Anführer der Algioten sich von den Reden Vil an Deschs
hätte überzeugen lassen, wäre nicht nur zu
einfach, sondern auch einfach zu unwahrscheinlich gewesen.
Aber wenigstens seine Ladung Elcoxol hat der Scoctore nun
bekommen - das ist doch auch schon mal was. Und leider damit
auch das einzige Ergebnis des gesamten Heftes in der
Gegenwartshandlung, die zwar spannend und interessant
geschrieben war, die Handlung dieser Ebene im Allgemeinen
eigentlich jedoch kein Stück weitergebracht hat. |
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Nun hat Uwe Anton also den ersten Doppelband seiner
PR-Laufbahn abgeliefert, und es darf angemerkt werden, was
insgesamt davon zu halten ist. |