STARGATE

Kommando SG-1

(2. Staffel - noch nicht komplett)

Da es keinen Sinn macht, einen Überblick über die 2. Staffel ohne Bewertung zu bewerkstelligen, sollten alle, die sich die Spannung erhalten wollen, hier besser nicht weiterlesen...

Die Invasion - Kampf um die Erde
OT: Serpent’s Lair
Regie: Jonathan Glassner
Buch: Brad Wright

Der Abschluß des Mehrteilers „Invasion“, der in diesen Tagen auch bei RTL II lief. Alles in allem waren vier Teile definitiv zuviel; auf das Paralleluniversum wird in der 2. Staffel bislang auch nicht zurückgegriffen, und die Zusammenschnitte aus Folgen der ersten Staffel waren doch sehr ermüdend.
Für den Vierteiler komplett gibt’s daher nur
5 Punkte.

Freund oder Feind
OT: In The Line Of Duty
Regie: Martin Wood
Buch: Robert Cooper

Während einer Erkundungstour auf einem Planeten wird SG-1 in einen Überfall der Goa’uld auf ein Dorf verwickelt, und der Körper von Dr. Samantha Carter von einem Goa’uld-Parasiten übernommen.
Auf der Erde entdeckt erst Cassandra, daß etwas mit Carter nicht stimmt. Sie erzählt dies Jack, woraufhin Carter eingesperrt wird.
Der Parasit behauptet, Jolinar von Malkshur zu sein und dem Geheimbund der Tok-Ra anzugehören, die eine Art Rebellenfront gegen die Oberen führen. Er warnt sie, daß er von Ashrak verfolgt wird, einem Kopfgeldjäger.
Am Ende stirbt sowohl Ashrak also auch Jolinar, der Sam wieder freigibt.

Man erfährt erste Hintergründe zum Gesellschaftssystem der Parasiten. Anscheinend sind sie nicht von Natur aus böse.
Dennoch kann die Folge nicht ganz überzeugen; im Nachhinein ist der Plot gegenüber den kommenden Folgen ein bißchen zu schwach.
8 Punkte.

Zerstörerin der Welten
OT: Prisoners
Regie: David Warry-Smith
Buch: Terry Curtis Fox

Bei der Erforschung eines Planeten trifft das Team auf einen Flüchtenden, der sie um Hilfe bittet. Sie gewähren ihm diese - bis sie herausfinden, daß er ein Mörder ist. „Taldor“ will nur Gerechtigkeit, und indem sie sich auf die Seite des Täters gestellt haben, wurden sie zu seinen Komplizen. Durch ein Sternentor werden sie nach Hadante geschickt, einer Strafwelt. Eine Flucht scheint nicht möglich, da sich das Tor nicht von dieser Seite anwählen läßt. Die mächtigste Person in diesen unterirdischen Höhlen scheint Linea zu sein, eine Frau, die dank ihrer mysteriösen Kräfte sogar bei solchen Schlägern wie Vindoor Angst und Furcht erzeugt. Doch sie beschäftigt sich mit geheimnisvollen Energiequellen, so daß man beschließt, einen Handel mit ihr einzugehen. Sie stellt ihre Energien zur Verfügung, und SG-1 nimmt sie mit zur Erde.
Parallel dazu versucht der General, Verhandlungen mit den Richtern zu führen, doch diese bleiben hart.
Die Flucht vom Gefangenenplaneten gelingt, doch sie nehmen eine tödliche Gefahr zur Erde mit...

An Effects wurde hier gespart; positiv aufgefallen ist zum einen, daß der General alles tut, um SG-1 rauszuhauen - und zum anderen, daß die scheinbar „Gute“, die sich später durch das Sternentor absetzt, Millionen von Menschen getötet hat...
9 Punkte.

Virtueller Alptraum
OT: The Gamekeeper
Regie: Martin Wood
Buch: Jonathan Glassner

O’Neill reist mit dem SG-1 Team nach P7J989, wo sie in einer Kuppel seltsame, aufrecht stehende, an Operationstische erinnernde Gegenstände entdecken. Sie werden von Klammern ergriffen und an die Stühle gefesselt. Als sie erwachen, findet sich O’Neill bei einem Einsatz zu Militärzeiten wieder, an seiner Seite Capain Charles Kawalsky, der im wirklichen Leben bereits tot ist, und Teal’c ist auch dabei. Wieder und wieder hat er die Gelegenheit, den damals gründlich schiefgegangenen Einsatz mit Toten und Verletzten diesmal besser zu schaffen.
Daniel Jackson findet sich in einem Museum wieder - in dem Moment, als seine Eltern von herabstürzenden Steinplatten erschlagen werden. Dies geschah, als er noch ein Junge war. Auch er erlebt diesen Moment wieder und wieder.
„Der Wächter“ erklärt ihnen, daß sie Teil eines Spieles seien.
Einst hatten sich die Bewohner des Planeten in die Stahlsitze gerettet, als der Planet durch Umweltverschmutzung unbewohnbar geworden war.
Daß der Planet wieder bewohnbar ist, hat „der Wächter“ seinen Mitbewohnern nicht erzählt, da er die Erinnerungen kontrolliert.
Nur mit Mühe gelingt es dem Team, der Bevölkerung klarzumachen, daß wieder ein Leben außerhalb ihrer Phantasie-Welten möglich ist.

Dwight Schulz („Murdock“ aus dem „A-Team“) in einer seiner besten Rollen - und auch das mehr als überraschende Auftauchen von Jay Acovone, der ja bereits zu Beginn der ersten Staffel starb, als ein Goa’uld seinen Körper übernehmen wollte.
Vielleicht sind die Parallen zur aktuellen Umweltverschmutzung auf der Erde und den Computer-Welten zu offensichtlich, vielleicht ist beides in einer Episode als „Botschaft“ für die Zuschauer einfach zuviel.
Auch hier wird an Effects gespart, weil die mehrmalige Stürmung des Landhauses durch die Einheit einfach kostengünstig war.
8 Punkte.

Der Sarkophag
OT: Need
Regie: David Warry-Smith
Buch: Robert C. Cooper

Das Team wird auf dem Planeten P3-R6-36 festgenommen und und muß Zwangsarbeit leisten. Die Bewohner der Welt haben sich schon seit längerem von den Goa’uld befreien können, schicken ihnen jedoch noch von Zeit zu Zeit aus den Minen geschlagene Erze. Daniel wird verschont - die Tochter des dortigen Herrschers hat sich in ihn verliebt und will ihn sogar heiraten.
Von den früheren Herrschern hat man jedoch einen Sarkophag übernommen, und als man Daniel nach einem Fluchtversuch hineinlegt und dies später einige Male wiederholt, verhält er sich zunehmend merkwürdig...

Einziger Pluspunkt dieser Episode ist, daß man erfährt, daß die Sarkophage einen negativen Einfluß auf die Psyche ihrer Benutzer zu haben scheinen. Ansonsten sehr langweilig, sehr lustlos und sehr uninteressant.
4 Punkte.

Rückkehr des Thor
OT: Thor’s Chariot
Regie: William Gereghty
Buch: Katharyn Powers

Auf dem Planeten Cimmeria (* Ääääh - wo, bitte? Da, wo Conan herkommt? Heike) haben sich nach dem Wegfall der Sperren von Thors Energie-Ring die Goa’uld breitgemacht und angefangen, die Menschen zu töten. Ein Hilferuf setzt SG-1 in Marsch, und nach längerem Suchen gelingt es ihnen, Kontakt mit den Asgards aufzunehmen.
Diese tauchen über dem Planeten auf und löschen die Schiffe und Bauten der Goa’uld buchstäblich aus.
Und nicht nur das - sie geben sich gegenüber den Menschen zu erkennen und sehen keinesfalls wie z.B. Wikinger aus. Bei den Asgards handelt es sich um „kleine, graue Männchen“...

Nicht nur die Grenze zwischen Wahnsinn und Genialität ist sehr schmal, auch die zwischen Kitsch und Anspruch.
In keinem Moment wirken die Szenen mit den Aliens lustig oder witzig. Was bei „Star Trek“ schon oft bemängelt wurde - daß fast alle Außerirdischen menschlich aussehen - wird hier geschickter gelöst: Menschen, denen man auf fremden Planeten begegnet, sind von den Goa’uld einst von der Erde entführt und als Sklaven mißbraucht worden. „Richtige“ Aliens sehen dann auch wirklich anders aus.
11 Punkte.

Trojanische Kugel
OT: Message In A Bottle
Regie: David Warry-Smith
Buch: Michael Greenburg

Bei der Untersuchung eines toten Planeten findet das Team eine eigenartige Kugel, die man zur Erde mitnimmt. Dort wird sie untersucht, wehrt sich jedoch und nagelt O’Neill an die Wand des Transporter-Raumes fest - und tödliche Organismen entströmen der Kugel, um sich auf der Station auszubreiten...

Nie hatte Richard Dean Anderson eine ruhigere Kugel in einer Episode zu schieben als in dieser - die meiste Zeit hängt er von einem Stab durchbohrt an der Wand, stöhnt, wimmert und stirbt beinahe.
Nett - aber mehr nicht.
8 Punkte

Der verlorene Sohn
OT: Family
Regie: William Gereghty
Buch: Kathryn Powers

Die Botschaft vom Planeten Chulac ist hart: Te’Alcs Sohn ist von den Goa’uld gefangengenommen worden und soll einen Parasiten implantiert bekommen. Das Team macht sich auf und kann den Jungen mit zur Erde nehmen, doch er steht immer noch unter Aphophis’ Kontrolle...

Nicht zum ersten Mal widmet man sich der Familie Te’Alcs. Seine Frau hat einen neuen Mann, sein Sohn ist unter der Kontrolle seines Erzfeindes. Im Gegensatz zu „Vergeltung“ bindet man die Geschichte in den Gesamthandlung ein, was sie diesmal besser aussehen läßt.
10 Punkte.

Sha’Res Rückkehr
OT: Secrets
Regie: Duane Clark
Buch: Terry Curtis Fox

Daniel Jackson und Te’Alc kehren zurück nach Abydos, da das eine Jahr nun vorbei ist und sie sich melden müssen, wollen sie nicht, daß das Tor verschlossen wird.
Schockiert müssen sie feststellen, daß Sha’Re sich auf dem Planeten befindet - und schwanger ist. Aphophis ist der Vater, und er hat sie und sein Kind hier versteckt, um sie vor Nebenbuhlern zu schützen.
Parallel dazu sind O’Neill und Carter in Washington, um eine Ehrenmedaille wegen ihrer Taten bei der gescheiterten Invasion entgegenzunehmen, wobei man auch Carters Vater kennenlernt, einen General, der nichts lieber sähe, als daß seine Tochter sich für das Astronautenprogramm melden würde, anstatt in irgendeinem Forschungslabor zu versauern.
Und O’Neill lernt einen Journalisten kennen, der von den Raumschiffen weiß und an die Öffentlichkeit gehen will. Bevor er dies jedoch in die Tat umsetzen kann, wird er bei einem Autounfall getötet...

Mächtig viel Handlung - Sha’Res Schwangerschaft ist mehr als ein Schock, erst recht aber die Tatsache, daß ein vom Militär als gefährlich eingestufter Journalist „zufällig“ unter die Räder (eines Autos) kommt.
Hinzu kommt die Handlungsschiene mit Carters Vater, der Krebs hat und seiner Tochter nur das beste wünscht, sie ihm aber nicht sagen kann bzw. nicht sagen darf, daß sie schon auf vielen anderen Planeten war.
13 Punkte.

Insekten des Todes
OT: Bane
Regie: David Warry-Smith
Buch: Robert C. Cooper

Bei der Erforschung eines Planeten wird Te’Alc von einem riesigen Insekt gestochen. Nach seiner Rückkehr beginnt er sich zu verwandeln, verschwindet und flüchtet in einen Slum, um sich in einen Kokon zu hüllen.
Ein zweites Mal reist man zu dem Planeten, lockt ein Insekt zur Erde und beginnt nach einem Gegenmittel zu forschen.
Aufnahmen vom Planeten zeigen, daß dieser erst vor kurzem von den Wesen überfallen worden war, denn aus den gefundenen Kokons dort platzen Dutzende von neuen Insekten hervor...

Daß Te’Alc gerettet wird, ist wohl klar; spannend ist die Episode auch nicht, er verbringt einen ähnlich ruhigen Job wie O’Neill in „Trojanische Kugel“.
Gerettet wird die Episode einerseits durch die sehr guten Effects (da rinnt einem ein Schauder den Rücken hinab) und die Verlagerung der Geschehnisse in die Abbruchhäuser der Großstadt.
8 Punkte.

Die Tok’Ra (1)
OT: Tok’Ra (1)
Regie: Brad Turner
Buch: Jonathan Glassner

Die Tok’Ra (2)
OT: Tok’Ra (2)
Regie: Brad Turner
Buch: Jonathan Glassner

Samantha Carter ist fest davon überzeugt, daß die Menschen ein Bündnis mit der Widerstandsbewegung innerhalb der Goa’uld eingehen können; da Jolinar von Malkshur eine Zeit in ihr war, glaubt sie zu wissen, wo sich Mitglieder der Tok’Ra aufhalten.
Man nimmt Kontakt auf - und findet sie in der Tat.
Man lernt viel voneinander: Die Benutzung der Sarkophage schadet in der Tat den Benutzern. Im Gegensatz zu den anderen Goa’uld benutzen die Mitglieder der Tok’Ra diese nämlich nicht.
Sie leben im Einklang mit ihren Wirten, und sie leben lange gemeinsam nebeneinander. So lernt Carter auch Mal’Tuv kennen, den Lebensgefährten von Jolinar.
Als Zeichen des guten Willens verlangt die Tok’Ra jedoch, daß ein Mensch einen Goa’uld in sich aufnimmt. Da die Parasiten auch über außergewöhnliche Heilungsmethoden verfügen, fragt man Carters Vater, der einwilligt und fortan als Botschafter fungieren wird.

Ähnlich wie bei der Episode „Rückkehr des Thor“ begibt man sich in die Gefahr, über den schmalen Grat zu treten und sich der Lächerlichkeit preiszugeben - was jedoch natürlich nicht passiert.
Die Hintergründe um das Gesellschaftssystem der Goa’uld werden näher beleuchtet, man baut Carters Vater wieder in die Handlung ein, der mehr als überrascht ist, als er vom Job seiner Tochter erfährt und versteht, daß sie auf die Austronauten-Tätigkeit pfeift.
Lediglich der Einbau eines Verräters unter den Verrätern scheint ein bißchen fehl am Platz, auch wenn er natürlich die Bindung festigt.
14 Punkte.

Das zweite Tor
OT: Touchstone
Regie: Brad Turner
Buch: Sam Egan

Als das SG-1 Team auf einem Planeten auftaucht, um einen „Wetterstein“ zu erforschen, der das wilde Klima des Planeten zu kontrollieren scheint, ist dieser verschwunden. Und die Einwohner berichten, daß die Diebe Uniformen wie die ihren trugen - und durch das Tor kamen!
Überprüfungen ergeben, daß niemand durch das von den Kommandos benutzte Tor gegangen ist, und das in der Antarktis gefundene Tor soll eingepackt auf der Basis Area 51 liegen - SG-1 wird ausgeschickt, um die Sache zu überprüfen, stößt auf einen alten Bekannten und muß feststellen, daß das präsentierte Tor ein plumpe Fälschung ist.
Selbst der Kontakt zum Präsidenten erscheint wie gekappt, das Militär weiß von nichts. Anscheinend hat eine fremde Gruppe das zweite Tor gestohlen und ist dabei, nützliche Artefakte zu stehlen.
Nur über die Nutzung eines alten Kontaktmannes gelingt es dem General, Informationen zu beschaffen. Mitten in der Wüste findet SG-1 das Tor und kann es sicherstellen. Vier Geheimdienstlern gelingt jedoch kurz vorher noch die Flucht hindurch...

Geister
OT: Spirits
Regie: Martin Wood
Buch: Tor Alexander Valenza

Auf einem Planeten findet man einen Stamm vor, der so lebt, wie es die nordamerikanischen Indianer vor einigen Jarhunderten taten.
Man will hier Rohstoffe abbauen, doch der erste SG-Trupp verschwindet spurlos. Erst als SG-1 Nachforschungen anstellt, tauchen sie wie aus dem Nichts wieder auf.
Die Bewohner glauben, daß sich ihre Götter als Tiere zeigen und mit ihnen kommunizieren.
Als die Indianer sich nicht im Guten mit den Menschen von der Erde über den Rohstoff-Abbau einigen können, beschließt man zu warten, bis sie aus ihrem Lager abziehen, um dann die Rohstoffe abzubauen.
Doch da hat man die Rechnung ohne die Götter der Indianer gemacht...

Natürlich gibt es dort keine Götter; als die Indianer auf den Planeten verschleppt wurden, waren auch andere Aliens dort, die sich ebenfalls von den Goa’ulds befreien konnten. Da sie nicht wußten, wie die Indianer auf ihr Äußeres reagieren würden, hat man sich in Tierform gezeigt und lebte jahrhundertelang friedlich nebeneinander in Einklang.
Bis auf die Frage, wann die Indianer gekidnappt wurden - das erste Tor in der Antarktis wurde ja vor dem in Ägypten „geschlossen“. Über den Daumen gepeilt hätten die Indianer also vor rund 2000 Jahren entführt worden sein müssen. Dafür glich die entwickelte Kultur der tatsächlichen um etwa 1500 n Chr.
14 Punkte.

Das Schwarze Loch
OT: A Matter Of Time
Regie: Martin Wood
Buch: Misha Rashovich
Bearbeitung für die TV-Fassung: Brad Wright

SG-10 ist auf einem fremden Planeten in eine tödliche Falle geraten: Ein Schwarzes Loch ist entstanden. Die Zeit läuft bei ihnen wesentlich langsamer ab, und eine Rückkehr ist unmöglich. Schlimmer noch: Durch das aktivierte Tor greift die Energie des Schwarzen Loches dort hindurch und beginnt auch auf die Erde überzugreifen...

Nicht nur mit äußerst guten Effects, sondern auch mit einer sorgsam ausgearbeiteten Storyline wartet diese Episode auf; schön anzusehen, wie Colonel O’Neill bei der Erklärung der Wurmlöcher durch Dr. Carter es auch nach mehrmaligen Versuchen nicht schnallt und er später bei den Ausführungen über die Ursache und Auswirkung des Lochs so tut, als wüßte er, was Carter sagt, jedoch von einem anwesenden Soldaten gesagt bekommt, er solle es lassen, er, O’Neill, verstünde eh nicht, worum es geht...
Nicht nur das komplette SG-10-Team unter Major Hank Boyd, der sein erstes Team in den Einsatz führte und von O´Neill ausgebildet wurde, wird Opfer des Lochs, auch ein alter Bekannter von O’Neill, Colonel Cromwell, findet den Tod.

Das Niveau bleibt weiterhin extrem hoch!
15 Punkte.

Die fünfte Spezies
OT: The Fifth Race
Regie: David Warry-Smith
Buch: Robert C. Cooper

Bei der Rettung von Ernest Littlefeat auf PB-2-958 fand man an einer Wand vier außerirdische Schriften. Jetzt wurden über eine Sonde von einem anderen Planeten Fotos von einer der Schriften gesandt. Daniel spekuliert, daß sie von den Antikern stammt. Außerdem hält Daniel sie für die Erbauer des Star-Gate-Netzes.
Man stattet dem Planeten einen Besuch ab, landet jedoch in einer hermetisch abgeschlossenen Höhle, an dessen Wand Schriftzeichen zu sehen sind. Auch eine Art Monitor ist vorhanden. Als Te’Alc sich ihm nähert, passiert nichts. Bei O’Neill wölbt er sich nach vorn und umschließt dessen Kopf, ehe er ihn wieder freigibt.
Zurück auf der Erde fängt O’Neill nach kurzer Zeit an, in einer fremden Sprache zu sprechen, die dem Latein ähnelt. Und er beginnt, einen seltsamen Apparat zu bauen.
Die Sache gipfelt darin, daß er den Apparat an das Stromnetz der Station hängt und - scheinbar unter fremder Kontrolle - einen Planeten anwählt.
Allerdings benötigt dieser Kontakt, der sehr weit entfernt endet, eine weiteres, achtes Symbol, eine Art geändertes Vorwahl-Zeichen...
Am Zielort - außerhalb des Netzes, außerhalb der Galaxie - angekommen, trifft er auf die Asgards.
Diese nehmen ihm die neuen Informationen und erklären ihm, daß sie die Menschheit schon lange beobachten und großes Potential in ihr steckt. Sie wollen O’Neill zurückschicken, doch er wehrt sich und besteht darauf, daß die Menschheit sehr wohl reif ist, in den bisher aus vier Rassen (Asgards, Antiker, Nogks und Fuleena) bestehenden Bund aufgenommen zu werden. Nach kurzem Überlegen kündigen die Asgards an, daß es nicht mehr lange dauern wird, und schicken O’Neill zurück zur Erde...

Ein Genuß ist auch diese Episode, die nur mit der Höchstpunktzahl zu werten ist.
Die Rückkehr der „kleinen, grauen“ Männchen gerät schon wieder zur vollsten Überzeugung; sie über einen längeren Zeitraum in voller Größe (naja) zu sehen und die Effects, gepaart mit dem Drehbuch, bestaunen zu können, hat was...
15 Punkte.

Die fehlenden sechs Folgen der zweiten Staffel werden noch nachgereicht...

STAR GATE ist eine Serie, die sich weiterentwickelt, schneller als z.B. „Star Trek: Voyager“ oder „Akte X“; eine Serie, bei der nicht zwischen „Gut“ und „Böse“ unterschieden wird. Die Menschen arbeiten einerseits mit Goa’uld zusammen, bekämpfen auf der anderen Seite aber deren Brüder und Schwestern. Auf der Erde gibt es eine Gruppe von Menschen, die das zweite Tor für kurze Zeit in ihre Gewalt bekommen konnten, vier Geheimdienstler sind irgendwo in der Galaxie unterwegs und können jederzeit zu einer Gefahr für eine SG-Einheit werden. Und es kann auch vorkommen, daß SG-Einheiten (es gibt mindestens elf) einmal nicht von einem Einsatz zurückkommen.
Und vor allem wird auf ältere Episoden zurückgegriffen, um den Faden weiterzuspinnen.

Nach den Serien „American Gothic“, „Millennium“ und „Babylon 5“ (Reihenfolge frei wählbar) ist STAR GATE auf dem besten Weg, zu den drei genannten aufzuschließen.
Das liegt vor allem an dem guten Mix zwischen Ernsthaftigkeit und Heiterkeit in den Episoden, aber auch an den meist überdurchschnittlich guten Drehbüchern, natürlich den hervorragenden Effects, den Schauspielern - aber auch an der Tatsache, daß diese SF-Serie eigentlich nicht mit den meisten anderen ihrer Art zu vergleichen ist: Sie spielt einerseits auf fremden Planeten, andererseits hält man sich, weil die Geschichten in der Gegenwart spielen, die Möglichkeit offen, Außendrehs machen zu können, ohne daß hier große Kosten anfallen. In der Episode „Das zweite Tor“ machte man es sich ganz einfach: Das zweite, existierende Tor, das normalerweise für Außendrehs irgendwo aufgebaut wird, wurde in den Transportkisten gelassen und nicht einmal aufgebaut...

Guido Latz

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