Die
Drenai-Mannschaft ist unterwegs nach Gulgothir, um dort an den
Freundschaftsspielen, einer Art Olympiade, teilzunehmen. Auch Druss,
die Legende, begleitet die Mannschaft. Dummerweise bricht er jedoch
bei einem Trainingskampf dem Champion im Faustkampf den Kiefer und
übernimmt dessen Stelle. Druss schafft es bis ins Finale, wo er
Klay, dem Champion der Gothir, gegenüberstehen wird. Allerdings
gibt es eine Prophezeiung des verrückten Kaisers der Gothir,
daß Klay die Spiele gewinnen wird. Zuerst versuchen die Gothir
es mit Bestechungen und Drohungen, doch Druss geht darauf nicht
ein.
Inzwischen hat sich Druss mit Klay angefreundet, der ihn bittet, im
Kampf sein Bestes zu geben. Als Druss von Attentätern
angegriffen wird, eilt ihm Klay zur Hilfe und wird an dessen Stelle
schwer verwundet. Druss, der inzwischen von den legendären Augen
von Alchazzar gehört hat, beschließt, diese zu suchen,
denn diese magischen Artefakte können selbst schwerste
Verwundungen heilen. Doch diese befinden sich mitten im Lande der
Nadir, einem Volk, das nur für den Kampf lebt. Nur begleitet von
Sieben, dem Dichter, macht sich Druss auf den Weg.
Er ahnt allerdings nicht, daß eine 2000 Mann starke Armee der
Gothir sich ebenfalls auf dem Weg zu den Augen von Alchazzar
befindet, denn die Gothir hätten diese genauso gern in ihrem
Besitz...
Dies ist natürlich noch längst nicht alles, denn
hauptsächlich geht es bei dieser Story nicht um die Augen von
Alchazzar, die mehr oder weniger (eher mehr) nur schmückendes
Beiwerk sind. Hauptsächlich geht es um die Legende des Einigers,
eines Mannes, der einmal die Stämme der Nadir, die ständig
im Kampf miteinander liegen, einigen soll. Dieser Band nun
erzählt die Geschichte, wie diese Legende zum Leben erwacht,
wobei die Augen von Alchazzar allerdings eine große Rolle
spielen. Ebenso aber auch Druss, der von den Nadir folglich nur noch
Todesgänger genannt wird (siehe auch den Originaltitel).
David Gemmell schafft es hier, gleich mehrere Legenden der Nadir zu
einem großen Netz zu verweben, das ebenfalls stark mit
Druss Leben verknüpft ist. Dies tut er allerdings in einer
Weise, die dem Leser - auch wenn er den Hintergrund nicht kennt -
kaum Probleme bereitet, der Story zu folgen. Seine Charaktere sind
lebendig geschildert und die Beschreibungen relativ gut gelungen; nur
die Kampfszenen fallen doch stark ab.
Rundum ein gelungener Band der Drenai-Saga, der sich aus dem gesamten
Zyklus heraushebt. Schade nur, daß Bastei hier beim Druck
geschlampt hat. Mehrmals finden sich im Buch weiße Stellen, wo
Wörter nicht vollständig gedruckt wurden, an zwei Stellen
sind sogar Wörter fast völlig unkenntlich. Zu diesem Preis
sollte man da doch Besseres erwarten können...
Fazit:
Besser als die meisten Bände des Zyklus, jedoch wurde beim Druck
geschlampt. Deshalb auch eine Unterteilung der Wertung:
Ausführung: 1 Punkt (wegen des Drucks, und weil das Coverbild
absolut nicht zum Roman paßt); Inhalt: 11 Punkte. Summa
summarum also 10 Punkte.