In New York
ist eine geheimnisvolle Krankheit ausgebrochen, die vor allem Kinder
tötet und durch Kakerlaken übertragen wird. Zwei
Wissenschaftler entwickeln die Judas Zucht, eine neue Art
von Käfern, die die Kakerlaken (die Überträger der
Krankheit) umbringen sollen. Die neue Art wurde so gezüchtet,
daß sie sich nicht vermehren kann, so daß sie binnen
kürzester Zeit wieder ausstirbt.
Der Plan funktioniert, und die Kakerlaken werden getötet; die
Krankheit breitet sich nicht weiter aus und kommt schließlich
zum Erliegen.
Drei Jahre später aber bekommt Susan Tyler ein Exemplar eines
Käfers zu Gesicht, der ein Abkömmling ihrer Zucht sein
muß. Auf mysteriöse Weise verschwindet das Monster-Vieh
aber wieder aus ihrem Labor.
In der U-Bahn hat sich die Judas-Zucht in der Tat vermehrt; sie sind
abnorm gewachsen, und so, wie sie sich in ihrer Urform ihrer Umgebung
anzupassen gelernt haben, vermögen es ihre Nachfahren - auf
Menschengröße angewachsen - die Körperformen von
Menschen nachzuahmen...
Mimic ist einer der seltenen Fälle, dem das
schonungslose Klauen aus anderen Filmen tatsächlich zugute
kommt; ich hatte regelrecht das Gefühl, die Verantwortlichen
wollten nach dem Film von mir wissen, was ich wann und wo schon
einmal gesehen habe...
Im Ernst. Der Film krankt vor allem an einem: Ab der Mitte fallen die
Protagonisten der Reihe nach den Käfern zum Opfer, mit anderen
Worten: der Film wird langweilig, weil das Ende genauso kommt, wie
man es erwartet; die Spannung bleibt auf der Strecke, und die
Schock-Szenen verpuffen.
Leider.
Denn vor allem die ruhigen Momente - in der ersten Hälfte des
Films - strahlen eine gewisse Beklemmung aus, die eine unheimliche
Stimmung erzeugt. Die Szene, in der die vielen todgeweihten Kinder in
einem großen Raum gezeigt werden, ist geradezu erdrückend;
auch die Monster kommen in den Momenten am besten rüber, wenn
sie einfach nur dastehen und sich kurz darauf von der
menschenähnlichen Figur in ihr wahres Aussehen verwandeln.
6 Punkte