Mimic

USA 1998,
Regie: Guillermo Del Toro,
Drehbuch: Matthew Robbins & Guillermo Del Toro,
Kamera: Dan Laustsen,
Musik: Marco Beltrami,
mit Mira Sorvino, F. Murray Abraham, Jeremy Northam u.a.

ab 16 Jahren

In New York ist eine geheimnisvolle Krankheit ausgebrochen, die vor allem Kinder tötet und durch Kakerlaken übertragen wird. Zwei Wissenschaftler entwickeln die „Judas Zucht“, eine neue Art von Käfern, die die Kakerlaken (die Überträger der Krankheit) umbringen sollen. Die neue Art wurde so gezüchtet, daß sie sich nicht vermehren kann, so daß sie binnen kürzester Zeit wieder ausstirbt.
Der Plan funktioniert, und die Kakerlaken werden getötet; die Krankheit breitet sich nicht weiter aus und kommt schließlich zum Erliegen.
Drei Jahre später aber bekommt Susan Tyler ein Exemplar eines Käfers zu Gesicht, der ein Abkömmling ihrer Zucht sein muß. Auf mysteriöse Weise verschwindet das Monster-Vieh aber wieder aus ihrem Labor.
In der U-Bahn hat sich die Judas-Zucht in der Tat vermehrt; sie sind abnorm gewachsen, und so, wie sie sich in ihrer Urform ihrer Umgebung anzupassen gelernt haben, vermögen es ihre Nachfahren - auf Menschengröße angewachsen - die Körperformen von Menschen nachzuahmen...

„Mimic“ ist einer der seltenen Fälle, dem das schonungslose Klauen aus anderen Filmen tatsächlich zugute kommt; ich hatte regelrecht das Gefühl, die Verantwortlichen wollten nach dem Film von mir wissen, was ich wann und wo schon einmal gesehen habe...
Im Ernst. Der Film krankt vor allem an einem: Ab der Mitte fallen die Protagonisten der Reihe nach den Käfern zum Opfer, mit anderen Worten: der Film wird langweilig, weil das Ende genauso kommt, wie man es erwartet; die Spannung bleibt auf der Strecke, und die Schock-Szenen verpuffen.
Leider.
Denn vor allem die ruhigen Momente - in der ersten Hälfte des Films - strahlen eine gewisse Beklemmung aus, die eine unheimliche Stimmung erzeugt. Die Szene, in der die vielen todgeweihten Kinder in einem großen Raum gezeigt werden, ist geradezu erdrückend; auch die Monster kommen in den Momenten am besten rüber, wenn sie einfach nur dastehen und sich kurz darauf von der menschenähnlichen Figur in ihr wahres Aussehen verwandeln.
6 Punkte

Guido Latz

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