Pinky und Brain Nr. 3

Autoren: Bobbi & David Weiss; Jesse McCann
Zeichnungen: Walter Carzon; Mike De Carlo; Horacio Saavedra
Übersetzung: Marc Hillefeld
Lettering: Haggi

P&B erscheint monatlich im Dino-Verlag für 4,90 DM

(Ach Heike: HI!) (* Ja, da bist Du ja wieder! Sei gegrüßet! :-) Heike)
Wer hätte es gedacht - kommen wir nun flugs zur Mai-Ausgabe von „Pinky & Brain“. Wenn man das Heft anschaut, fallen einem gleich die fünf Einschußlöcher (von Steve McQueen produziert) im Cover auf, die „geschickt“ auf ein Gewinnspiel überleiten. Weiterhin fällt auf, daß nun wieder nur zwei Geschichten über unsere Helden präsentiert werden.
Sei es drum, kommen wir zur ersten, welche sich „Ende gut - Ölles gut“ schimpft. Es ist ein heißer Sommertag (in der Zeit des Büffels... äh... des Wilden Westens) in Texaco City, Oklahoma, als P&B aus dem Minenschacht in der Stadt eintreffen. Sie mußten achtundvierzig Stunden lang Methangas aufspüren, damit die Bergarbeiter nicht unerwarteterweise in die Luft fliegen. Brain nervt die Sache natürlich, und er wäre nicht Brain, hätte er nicht mal wieder einen genialen Plan, um die Weltherrschaft an sich zu reißen! Denn er entdeckte eine Ölader im Schacht, und da niemand außer Brain weiß, daß Öl DER neue Energielieferant ist, möchte er die Mine erobern. Und damit natürlich auch das Öl, um somit (s)ein Ölmonopol zu sichern. Er hofft, als neuer Sheriff der Stadt seinen Plan in die Tat umsetzen zu können. Der alte nimmt dankend seinen Hut, da Bankräuber sich angekündigt haben. Es kommt zum Duell, und Sheriff Clint Brainwood verliert es aufgrund mangelnder Kenntnis im Umgang mit Colts und dessen überdimensionaler Größe - erste Niederlage.
P&B gaukeln danach vor, tot zu sein, um sich nun als Geist bei den Einwohnern zurückmelden und sie aus der Stadt vertreiben zu können. Die beiden denken sich vielen Gemeinheiten aus, und selbst das Haus der Bonanza-Cartwrights bleibt nicht verschont! P&B haben es endlich geschafft, alle Leute sind geflohen, oh, nein, doch nicht alle. Ein Bewohner, nämlich Maverick (Hmm, wer mag das wohl sein??), schläft noch seelenruhig in seinem Bett. Exorzist Maverick erwacht, verwechselt Ghost Brain allerdings mit einer Schmeißfliege und fährt deshalb schweres Geschütz auf, nämlich die berühmt-gefürchtete Fliegenklatsche - zweite Niederlage.
„Operation Spuk“ koordinieren P&B von der Mine aus. Da es noch keine Taschenlampen gibt, und Methangas und Feuer eine explosive Mischung ergeben, kommt es nun zum „Big Bang“ (quasi eine neue Schöpfungsgeschichte). Das ganze Öl wird freigesetzt, die Bewohner bekommen Wind vom „Ölschatz“, und Brain ist sein Monopol los - dritte und vorerst letzte Niederlage!
Die zweite Story heißt „Der Präsident von ACME Valley“. Brain hat eine Liste aller Schüler und Studenten, die irgendwann einmal brillant und erfolgreich sein werden (z.B. Verona Feldmaus, Hans Heiser, Harry Schmidt) erstellt, und will diese nun auf die ACME High School holen, deren Präsident Brain werden will. Mit der geballten Intelligenz(?) der Schüler will Brain mal wieder die Weltherrschaft an sich reißen. Doch um High-School-Präsi zu werden, muß man ein intaktes Familienleben führen.
Die Rettung existiert in Form von Romy (ich dachte, das wäre ein Frauenname!?), den aus den Genen von P&B geklonten Sohn der beiden „Helden“. Desweiteren möchte Brain Billie, seine heiße Flamme, als glaubwürdige Lebensabschnittsgefährtin (so heißt das doch, oder?) an seiner Seite wissen. Nur leider ist Billie in Romy verknallt, und umgekehrt, und, und, und... Pinky soll natürlich die Rolle des vertrottelten Onkels übernehmen (ha, wie passend). Bei der Präsidentschaftswahl läuft auch alles glatt. Brain wird zum Chef gewählt, doch als er in der Schulaula nochmals zu seinen „Untergebenen“ sprechen will, fragt er Billie in aller Öffentlich- und Höflichkeit, ob sie seine Frau werden möchte. Sie verneint, da sie Romy in Las Vegas (schönen Gruß, Timmy 8-D) heiraten will, was wiederum zu einem Eklat bei Lehrern und Schülern sorgt. Brain wird des Amtes enthoben, und P&B werden zum Dank noch geteert und gefedert, nur um wieder auf ein und denselben Gedanken zu kommen...

Fazit:
Tja, mit einer Träne im Knopfloch muß ich verkünden, daß dies der bisher schlechteste P&B-Comic war. Die Geschichten sind nett, aber ohne richtigen Witz, die Zeichnungen der zweiten Story sind sogar ziemlich miserabel und einfallslos. Nach dem sehr guten „Mäuse in Pink“ hätte ich mehr erwartet.
Zu bemerken wäre noch, daß erstmals Leserbriefe eingetroffen sind und die Leserbriefseite den Namen „NARF“ bekommen hat. NARF ist dabei nur eine Abkürzung und soll mit jedem Heft anders heißen. Diesmal: Neue Abteilung Radikaler Fans.
Bleibt mir nix anderes übrig, als diesem Heft 6 Punkte zu geben und viel Tee zu trinken...

Mit dämonischem Gruß

Michal Jurisch, written on AMIGA

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