(Ach
Heike: HI!) (* Ja, da bist Du ja wieder! Sei
gegrüßet! :-) Heike)
Wer hätte es gedacht - kommen wir nun flugs zur Mai-Ausgabe von
Pinky & Brain. Wenn man das Heft anschaut, fallen
einem gleich die fünf Einschußlöcher (von Steve
McQueen produziert) im Cover auf, die geschickt auf ein
Gewinnspiel überleiten. Weiterhin fällt auf, daß nun
wieder nur zwei Geschichten über unsere Helden präsentiert
werden.
Sei es drum, kommen wir zur ersten, welche sich Ende gut -
Ölles gut schimpft. Es ist ein heißer Sommertag (in
der Zeit des Büffels... äh... des Wilden Westens) in Texaco
City, Oklahoma, als P&B aus dem Minenschacht in der Stadt
eintreffen. Sie mußten achtundvierzig Stunden lang Methangas
aufspüren, damit die Bergarbeiter nicht unerwarteterweise in die
Luft fliegen. Brain nervt die Sache natürlich, und er wäre
nicht Brain, hätte er nicht mal wieder einen genialen Plan, um
die Weltherrschaft an sich zu reißen! Denn er entdeckte
eine Ölader im Schacht, und da niemand außer Brain
weiß, daß Öl DER neue Energielieferant ist,
möchte er die Mine erobern. Und damit natürlich auch das
Öl, um somit (s)ein Ölmonopol zu sichern. Er hofft, als
neuer Sheriff der Stadt seinen Plan in die Tat umsetzen zu
können. Der alte nimmt dankend seinen Hut, da Bankräuber
sich angekündigt haben. Es kommt zum Duell, und Sheriff Clint
Brainwood verliert es aufgrund mangelnder Kenntnis im Umgang mit
Colts und dessen überdimensionaler Größe - erste
Niederlage.
P&B gaukeln danach vor, tot zu sein, um sich nun als Geist bei
den Einwohnern zurückmelden und sie aus der Stadt vertreiben zu
können. Die beiden denken sich vielen Gemeinheiten aus, und
selbst das Haus der Bonanza-Cartwrights bleibt nicht verschont!
P&B haben es endlich geschafft, alle Leute sind geflohen, oh,
nein, doch nicht alle. Ein Bewohner, nämlich Maverick (Hmm, wer
mag das wohl sein??), schläft noch seelenruhig in seinem Bett.
Exorzist Maverick erwacht, verwechselt Ghost Brain allerdings mit
einer Schmeißfliege und fährt deshalb schweres
Geschütz auf, nämlich die berühmt-gefürchtete
Fliegenklatsche - zweite Niederlage.
Operation Spuk koordinieren P&B von der Mine aus. Da
es noch keine Taschenlampen gibt, und Methangas und Feuer eine
explosive Mischung ergeben, kommt es nun zum Big Bang
(quasi eine neue Schöpfungsgeschichte). Das ganze Öl wird
freigesetzt, die Bewohner bekommen Wind vom
Ölschatz, und Brain ist sein Monopol los - dritte
und vorerst letzte Niederlage!
Die zweite Story heißt Der Präsident von ACME
Valley. Brain hat eine Liste aller Schüler und Studenten,
die irgendwann einmal brillant und erfolgreich sein werden (z.B.
Verona Feldmaus, Hans Heiser, Harry Schmidt) erstellt, und will diese
nun auf die ACME High School holen, deren Präsident Brain
werden will. Mit der geballten Intelligenz(?) der Schüler will
Brain mal wieder die Weltherrschaft an sich reißen. Doch
um High-School-Präsi zu werden, muß man ein intaktes
Familienleben führen.
Die Rettung existiert in Form von Romy (ich dachte, das
wäre ein Frauenname!?), den aus den Genen von P&B geklonten
Sohn der beiden Helden. Desweiteren möchte Brain
Billie, seine heiße Flamme, als glaubwürdige
Lebensabschnittsgefährtin (so heißt das doch, oder?) an
seiner Seite wissen. Nur leider ist Billie in Romy verknallt, und
umgekehrt, und, und, und... Pinky soll natürlich die Rolle des
vertrottelten Onkels übernehmen (ha, wie passend). Bei der
Präsidentschaftswahl läuft auch alles glatt. Brain wird zum
Chef gewählt, doch als er in der Schulaula nochmals zu seinen
Untergebenen sprechen will, fragt er Billie in aller
Öffentlich- und Höflichkeit, ob sie seine Frau werden
möchte. Sie verneint, da sie Romy in Las Vegas (schönen
Gruß, Timmy 8-D) heiraten will, was wiederum zu einem Eklat bei
Lehrern und Schülern sorgt. Brain wird des Amtes enthoben, und
P&B werden zum Dank noch geteert und gefedert, nur um wieder auf
ein und denselben Gedanken zu kommen...
Fazit:
Tja, mit einer Träne im Knopfloch muß ich verkünden,
daß dies der bisher schlechteste P&B-Comic war. Die
Geschichten sind nett, aber ohne richtigen Witz, die Zeichnungen der
zweiten Story sind sogar ziemlich miserabel und einfallslos. Nach dem
sehr guten Mäuse in Pink hätte ich mehr
erwartet.
Zu bemerken wäre noch, daß erstmals Leserbriefe
eingetroffen sind und die Leserbriefseite den Namen NARF
bekommen hat. NARF ist dabei nur eine Abkürzung und soll mit
jedem Heft anders heißen. Diesmal: Neue Abteilung
Radikaler Fans.
Bleibt mir nix anderes übrig, als diesem Heft 6 Punkte zu geben
und viel Tee zu trinken...
Mit dämonischem Gruß
Michal Jurisch, written on AMIGA