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Manfred Weinland / Timothy Stahl:

„Kinder des Millennium“

(Das Volk der Nacht - Band 1)
D 1999
(346 Seiten, Hardcover, Zaubermond-Verlag, ISBN 3-931407-13-6, DM 29,80)
- erschienen: April 1999 -

(zur umfangreichen Vorgeschichte: siehe VAMPIRA-Heftromane und Taschenhefte)

Rom, Anfang Februar 2001.
Die Fatima-Prophezeiungen haben sich erfüllt, und im Zuge dieser Ereignisse ist der Papst von der Vampirin Irina ermordet worden. Um einen Nachfolger zu bestimmen, treffen sich nun die Kardinäle im zerstörten Vatikan. Sie werden jedoch von einer schönen Unbekannten gestört, welche die wackeren Kirchenmänner massakriert und anschließend zu neuem Leben erweckt. Es handelt sich natürlich um Rahel, in der man mit einiger Berechtigung den langersehnten Messias der Vampire sehen darf und die nun ganz eigene Pläne mit den ihr jetzt hörigen Kardinälen hegt.
In Sydney hat der Pathologe Darren Secada ganz andere Probleme. Er wird wiederholt von rasenden Kopfschmerzen geplagt, die verstärkt dann auftreten, wenn er mit dem Namen Lilith Eden konfrontiert wird. Der Hypnoseblock, mit dem ihn die Halbvampirin in den Höhlen von Ayers Rock versehen hat, beginnt ihn zusehends in den Wahnsinn zu treiben. Als er eines Abends einen Anruf von seinem Freund und Kollegen Jimmy Potts erhält, erfährt er überdies Beunruhigendes. Über Australien ist eine Veränderung im Strahlungsspektrum aufgetreten, die zur Folge hat, daß dem Kontinent langsam aber sicher das Licht entzogen wird - genauer gesagt: es wird immer dunkler am Himmel. Lilith Eden jedoch bekommt von all diesen Dingen noch nichts mit. Sie ist immer noch in Ayers Rock gefangen, wo ihr der ehemalige Kelchhüter Landru jene toten Kinder zuführt, die sie für Rahel zu neuem vampirischen Leben erwecken soll. Erst nachdem Monate vergangen sind, ist die Zahl von 100 Kindern erreicht, und gemäß ihrer Abmachung wird Lilith nun entlassen. Sie macht sich auf den Weg nach Sydney, aber noch ahnt sie nichts von den gewichtigen Dingen, die sich während ihrer Gefangenschaft zugetragen haben...

Wie weiter oben erwähnt, handelt es sich hier um die langersehnte Fortsetzung der Vampira-Serie von Bastei im Hardcover. Nach der abrupten Einstellung und der Ankündigung des Zaubermond-Verlages, die Fortführung zu übernehmen, war die Vorfreude auf ein neues Abenteuer unserer Lieblingsvampirin natürlich umso größer. Nun liegt das erste Buch also vor, und trotz des neuen Formates, des etwas holprigen neuen Seriennamens und des dicken fetten Schreibfehlers im Romantitel (korrekt muß es natürlich KINDER DES MILLENNIUMS heißen) (* Das wäre dann aber kein Schreib-, sondern ein Grammatikfehler. Na, immerhin ist seit den ersten Ankündigungen noch ein "n" hinzugekommen - ähm, warum kommt mir bei diesem Buchstaben eigentlich immer das Wort "Schmidteinander" in den Sinn?!? ;-))) Winy) kann man getrost festhalten: Wer Vampira mochte, wird dieses Buch lieben. Es gibt eine spannende Story, die nahtlos an die bisherigen Bände anschließt, ein Wiedersehen mit zahlreichen alten Bekannten und sogar einen langersehnten Gaststar. Was will man mehr?!
Nachdem ich in Band 60 der Taschenhefte noch etwas enttäuscht war, daß mit Eintreffen sämtlicher Fatima-Prophezeiungen lediglich die Etablierung eines neuen Vampir-Geschlechtes in die Wege geleitet werden sollte, bietet sich hier nun ein neues Bild. Damals erwartete ich etwas sehr düsteres und apokalyptisches als Endresultat. Nach Abschluß meiner Lektüre bleibt jedoch festzuhalten, daß genau dies auch eingetreten ist. Die von Lilith wiedererweckten Kinder sind alles andere als normale Vampire, und auch die Pläne, welche Rahel mit ihnen hegt, lassen nichts Gutes erwarten. Insbesondere das Finale des Buches (wo es nochmal ganz dicke kommt) läßt auch den Altleser mit offenem Mund zurück und ist in seiner Rasanz fast schon einen Extra-Punkt wert. Den geheimnisvollen Schwund von Licht über Australien sowie weitere Details, die ich in der obigen Zusammenfassung nicht angerissen habe, eingerechnet, kann man durchaus sagen, daß es für Lilith noch nie so hoffnungslos ausgesehen hat. Okay, natürlich lebt eine Spannungs-Serie davon, daß der behandelte Konflikt möglichst knifflig ist, aber letztendlich hatte die Heldin sogar beim Kampf gegen Luzifer höchstselbst bessere Karten. Ich bin jetzt schon neugierig, wie die Autoren diesmal die Kurve kriegen.
Ein Punkt, der den Altleser zum Grübeln bringt, ist neben der Aussichtslosigkeit der Situation der Umstand, daß es hier Lilith tatsächlich gelingt, sich gänzlich (erstmals? Ich habs gerade nicht im Kopf, glaube aber schon, daß es hier das erste Mal ist) von ihrem Symbionten zu lösen. Zwar geschieht dies hier in der Absicht, jemandem zu helfen, aber wenn man sich daran erinnert, wie oft Lilith in den vergangenen Jahren versucht hat, das Ding loszuwerden, mutet dies etwas seltsam an und erinnert im Rahmen der dargestellten Situation an eine Hau-Ruck-Lösung. Ich hoffe, einer meiner Mit-Rezensenten bringt später das sehr anschauliche Zellaktivator-Beispiel.
Soviel zur Handlung. Stilistisch hat sich trotz der Abwanderung ins „richtige“ Buch nichts verändert. Die beiden Autoren bleiben durchaus dem Taschenheft verhaftet. Das ist nicht einmal besonders negativ gemeint, immerhin mochte ich die Serie damals sehr gerne. Allerdings hatte ich beim Lesen zu keiner Zeit das Gefühl, einen durchgehenden Roman vor mir zu haben, sondern vielmehr mehrere aneinandergereihte Taschenhefte. Die Art, in der die Spannungshöhepunkte gesetzt werden und Erzählebenen wechseln, bestätigen diesen Eindruck nur. Eine Verzettelung in Nebenhandlungen, wie man sie manchmal bei schwächeren Episoden finden konnte, findet hier allerdings nicht statt. Trotz zahlreicher Ebenen liest sich das Geschehen ungemein rasant. Von einem geschlossenen Buch ist „Kinder des Millennium“ jedoch noch weit entfernt.
So, nachdem ich nun den eigentlichen Roman gelobt habe, wird es langsam Zeit, daß ich den Knüppel aus dem Sack hole. Das Buch kommt wie die Dämonenkiller-Bücher (in zaubermondisch: Edition DK) sehr hübsch daher. Das Cover mit der nackerten Fee ist ansprechend und abgesehen von dem fetten Schreibfehler schön anzuschauen.
Die Art und Weise allerdings, wie hier dem ahnungslosen Neu-Leser vorgegaukelt wird, er hielte tatsächlich den allerersten Band einer neuen Serie in den Händen, kann man böswillig durchaus als Bauernfängerei bezeichnen. Als Klappentext findet der geneigte Leser als einzige Information über den Inhalt des Buches den sechszeiligen (!) Text einer ominösen Prophezeiung sowie ein falsch wiedergegebenes Flash-Zitat (welches sich auf Vampira bezog und den Inhalt der Serie nun wunderlicherweise als Dark Fantasy beschreibt - nunja, das ist wohl eine Definitionsfrage). Mich würde dies - wären mir Vampira und die beiden Autoren kein Begriff - beim besten Willen nicht zum Kauf animieren. Trotz des zaubermond-typisch sehr schön gestalteten Äußeren erwarte ich doch schon etwas mehr Informationen darüber, wofür ich denn mein Geld hinblättere.
Etwas mehr Aufklärung erfährt man schließlich, wenn man das Buch aus der Hülle gepellt hat und das Innere des Schutzumschlages liest. Hier wird nämlich nach einem bis dahin vermißten Handlungsanriß vollmundig zum Besten gegeben, daß „Das Volk der Nacht“ eine „brandneue“ Serie sei und Maßstäbe im Phantastik-Bereich setze. Okay, letzteres will ich ja gar nicht mal abstreiten. Geflissentlich verschwiegen wird auch hier allerdings, daß es sich bei vorliegendem Buch um Episode Nr. 111 bis ca. 115 (wenn wir den Inhalt mal auf Taschenhefte umrechnen) einer seit 1994 bestehenden Serie handelt - mithin eine etwas absurde Definiton des Wortes „brandneu“.
Nach dem Inhaltsverzeichnis beginnt dann der Roman, dem man seine Serienzugehörigkeit naturgemäß sofort anmerkt. Eine Einstiegshilfe oder ein aufklärendes Vorwort, wie es bei der Komplexität von Vampira durchaus angebracht wäre, sucht man - wer hätte es gedacht - vergebens.
Für Fans der Serie dürfte dies alles freilich herzhaft egal sein, potentielle Neuleser werden jedoch verwirrt bis verärgert sein, zumal natürlich auch nirgendwo erwähnt wird, wo man denn nun mehr über die umfangreiche Vorgeschichte der „brandneuen“ Serie erfahren kann.

Festzuhalten bleibt: KINDER DES MILLENNIUM bietet von der Story her eine sehr gute und spannende Fortführung der Vampira-Serie. Stilistisch ist den Autoren der Wechsel ins Hardcover noch nicht ganz gelungen, was der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch tut. Ärgerlich ist allein die Vermarktungsstrategie des Verlages und die völlige Ignoranz etwaiger Neuleser, was auch die einzigen Dinge sind, für die ich hier einen Punktabzug gebe. 13 Punkte.

Michael Breuer

DAS VOLK DER NACHT 1

Endlich ist er da, der Roman, auf den eine eingeschworene Gemeinde von Horrorfans schon seit Jahren wartet: DER HEXER ist zurück!
Diesmal wird er allerdings nicht von Wolfgang Hohlbein geschrieben, sondern von zwei talentierten deutschen Nachwuchsautoren.
Es wird beschrieben, wie Robert Craven einer „guten Vampirin“ hilft, ins normale Leben zurückzukehren und die Fesseln des Wahnsinns abzustreifen.
Damit die Autoren daraus einen richtigen Roman machen konnten - anscheinend können sie noch nicht richtig mit der Figur umgehen - haben sie eine ausschweifende Rahmenhandlung dazugeschrieben. Diese beschreibt die Abenteuer einer Halbvampirin namens Lilith Eden.
Ihre Abenteuer auf Erden werden in routinierter und spannender Form beschrieben, und ihre Einbettung in den neuen HEXER-Roman klappt vorzüglich. Man könnte den Roman in einem Fluß durchlesen, wenn es nicht noch eine Vielzahl von weiteren Handlungen gäbe, die den guten Roman zerstückeln. Ich denke, daß weniger mehr gewesen wäre. Irgendwie merkt man doch schon, daß die Autoren aus dem Bereich Heftroman kommen und noch nicht ganz zum neuen Medium Buch gefunden haben.
Ich denke, dieser neue Roman um die Abenteuer von Robert Craven hat fünfzehn Punkte verdient; leider muß ich drei Punkte für die Rahmenhandlung abziehen...
12 Punkte

RAZ

Vampira Buch 1

Lange währte die Durststrecke nicht, bis die Geschichte um Lilith weitergeführt wurde. Ich hätte niemals damit gerechnet, daß dies passieren würde.
So machte ich mich auf und las meinen ersten „Dark Fantasy“-Roman.
Die Autoren machten genau da weiter, wo sie aufgehört hatten, und trieben den Roman bis zum Ende auf immer neue Höhepunkte.
Sie verwoben geschickt alte „übriggebliebene“ Figuren der Serie wie „Niemandes Freund“, Fee und natürlich nicht zu vergessen Robert Craven - DER HEXER, der einen sensationellen Gastauftritt hat.
Mit diesem Roman verlassen sie jetzt wirklich den Bereich des reinen Horrorromans, er ginge auch locker als Fantasy durch, und stoßen in Welten vor, die noch nie einer zuvor gesehen hat.
Sicherlich wirkt dieser Roman nicht wie „aus einem Guß“, und das Wechselspiel der beiden Autoren ist genau zu sehen. Ich denke aber, daß sich dies spätestens bis zum übernächsten Band gebessert hat.
Einen Fortschritt kann man aber auch jetzt schon beobachten: Selbst die Nebenhandlungen sind interessant und unterhaltsam geschrieben, und man ist nicht geneigt, sie zu überlesen, was früher oft genug der Fall war. Des weiteren wirken die Sex-Szenen auch nicht ganz so gekünstelt wie in manchem Roman.
So, was soll man zu der Handlung sagen außer: UFF!!!
Spekulationen und Mutmaßungen jetzt schon zu äußern, wäre sicherlich noch zu früh, denn derer gibt es jetzt noch zuviele. So warten wir erst einmal ab, bevor wir uns zu weit aus dem Fenster lehnen.
Wir stellen aber mit Erstaunen fest, daß die Serie sicherlich einem neuen Höhepunkt entgegenstrebt - und wer hätte das nach den ersten drei Bänden des neuen Zyklus schon gedacht?
Punktabzüge gibt es für die Zerstückelung des Romans und die fehlenden Rahmenerklärungen für Neuleser. Ich denke, eine Zusammenfassung ab Band 50 wäre angebracht gewesen. Des weiteren hätten zwei oder drei Innenillus dem Roman auch sicherlich gutgetan.
Als Ausgleich gibt es zwei Punkte extra für das Auftauchen von Robert Craven - das macht:
12 Punkte

RAZ

Vor uns liegt jetzt endlich die Fortsetzung der (Taschen-)Heftserie „Vampira“, die hiermit den Sprung ins Hardcover geschafft hat. (Mal sehen, wann Bastei das fehlende Glied der Kette, nämlich die Taschenbuch-Veröffentlichung, mittels einer Neuauflage der alten Serie schließt... <grins>)
Was sich dabei jedoch schon in der Taschenheft-Serie ankündigte, wird nun so langsam zur Gewißheit: Vampira, bzw. „Das Volk der Nacht“ (man möge mir verzeihen, aber nach inzwischen rund 4,5 Jahren ist es ein wenig schwierig, sich an einen neuen Namen zu gewöhnen...) hat den klassischen Horror-Roman endgültig abgestreift und bewegt sich immer mehr in Richtung auf eine kosmischere Bühne (wenn ich diesen Ausdruck jetzt einfach einmal von PR ausleihen darf), so daß der Begriff „Dark Fantasy“ hier durchaus seine Berechtigung hat. Allein schon das Netz in Liliths Haus bietet hier viele Ansatzmöglichkeiten, und man darf auf die nächsten Bände der Serie mehr als nur gespannt sein.
Beiden Autoren ist es bei diesem Roman auch geglückt, nahtlos an das letzte Taschenheft der Serie anzuschließen und auch die Spannung beizubehalten, die in den letzten drei bis vier Heften endlich wieder angezogen hatte.
Dabei beginnt „Das Volk der Nacht“ erst einmal ein wenig beschaulicher; erst im letzten Drittel des Buches steigt die Spannung und Dramatik in neue Höhen, läßt den Leser die letzten Seiten förmlich verschlingen - und: Es lohnt sich wirklich.
Bis dahin wird dem Leser jedoch die eher durchschnittliche Handlung eines Vampira-Romans geboten, die zwar gut ist und mehr als nur eine Heftserie qualitativ blaß aussehen läßt, jedoch auch eher ärmer an wirklichen Höhepunkten daherkommt.
So fällt besonders auf, daß das gesamte Buch weniger wie ein zusammenhängendes Hardcover, als vielmehr wie ein Sammelband von (Taschen-)Heftromanen wirkt, die ihrer unwichtigen Nebenhandlung beraubt wurden. Zu offensichtlich sind die Handlungssprünge mit all ihren immer wieder neu und kurzzeitig hinzukommenden Nebenfiguren, als daß der Leser nicht an eine Abfolge von Heftromanen erinnert werden würde. Der Sprung ins Hardcover erscheint hier inhaltlich noch nicht so ganz vollzogen zu sein, da gerade diese Form auch wieder ganz andere Möglichkeiten bietet, die die beiden Autoren bisher außer Acht gelassen haben. Aber was nicht ist, kann in späteren Büchern ja noch werden - und man kann den Autoren durchaus zutrauen, daß sie sich auch gedanklich ein wenig vom Schema eines Heftromans lösen.
Dies ist allerdings dann auch so ziemlich der einzige inhaltliche Kritikpunkt (sieht man vom Ablegen des Symbionten ab - etwas, das die Lilith der Heftserie nicht nur nie getan, sondern auch nie gekonnt hätte), den man an diesem Buch anbringen kann. Denn beide Autoren verfolgen konsequent die vorgegebene Linie aus den letzten Heften, führen die Geschichte gekonnt und im gewohnten Stil fort.
Allerdings liegt genau hier noch ein weiterer Kritikpunkt, der jedoch mehr die Form als den reinen Inhalt betrifft. Denn durch dieses Fortführen und den Verzicht auf jegliche Einführung in die Handlung wird es für Neuleser fast unmöglich, den Geschehnissen zu folgen. Hier wäre es auch in Hinblick darauf, daß die Bücher im Laden stehen sollen, sicherlich besser gewesen, eine kurze Einführung für diejenigen hinzuzufügen, die die Bände 51 - 60 der Taschenheftserie nicht kennen.
Für den Altleser hingegen stimmen Inhalt und Aufmachung natürlich vollkommen. Daß neben der inzwischen fast schon gewohnt guten Hardcover-Qualität des Zaubermond-Verlags (wie schnell man sowas doch fast schon als selbstverständlich ansehen kann...) auch noch der Preis gesenkt wurde, ist natürlich für den Leser mehr als nur erfreulich. So sehr dies zwar zu begrüßen ist, muß ich jetzt einfach mal gegen den Strom schwimmen und sagen: Mir wäre es fast lieber gewesen, wenn man den alten Preis gehalten hätte. Einerseits sind die Hardcover diesen Preis auf jeden Fall wert, andererseits bleibt dabei auch für den Herausgeber mehr Geld übrig, mit dessen Hilfe man auch einmal kurze Durststrecken überwinden und damit eine Serie eventuell auch länger am Leben halten kann (nicht daß ich der Meinung bin, daß Vampira kurz vor dem Aus stünde - ich gönne dem Herausgeber Thomas Born halt nur ein wenig mehr Anerkennung auch in Form von Geld für seine Mühen). Aus markttechnischen Gründen mag es allerdings auch durchaus günstig sein, nicht über dem Preis der PR-Silberbände zu liegen - es ist jedoch müßig, über die Beweggründe des Herausgebers zu spekulieren. Allerdings werde ich mir jetzt wohl Gedanken über die wütenden Vampira- und Edition DK-Fans machen müssen, die die Preissenkung willkommen hingenommen haben und mich für diesen Absatz am liebsten steinigen würden... <grins>
Zurück zum Roman:
Über weniger Vampira nach der Umstellung vom Taschenheft ins Hardcover kann sich der Fan der Serie jedenfalls nicht beklagen. Immerhin füllt dieses Hardcover durch das Fallenlassen der unwichtigen Nebenhandlunsstränge (die im Taschenheft durchaus ihre Berechtigung haben) die Quintessenz von rund 7 bis 8 Taschenheften. Von daher könnte man mit Recht davon sprechen, daß man in dieser Form eher mehr als weniger Vampira bekommt - wenn Verlag und Autoren die 3monatliche Erscheinungsweise durchhalten, bzw. genügend Leute die Bücher kaufen, um diese Erscheinungsweise rechtfertigen zu können.

Fazit:
Ein gutes Buch, mit dem man sicherlich weitere Leser für die Reihe dazugewinnen kann. Beiden Autoren ist der Sprung ins Hardcover mit leichten Abstrichen gelungen, wobei der Gastauftritt des Hexers sowie das letzte Drittel des Buches zum Besten (zweiteres auch zum Dramatischsten) gehören, was ich bisher in der Serie gelesen habe.
13 Punkte.

Winfried Brand

 

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