Vergangenheit:
Zwei Frauen kommen mit Hilfe der Yakuza als Flüchtlinge nach
England. Ihre Namen sind Suniko und Mishiko. Erstere bildete Geishas
aus; sie hat Mishiko zu ihrer Nachfolgerin ausersehen. Allerdings
nicht, um Geishas auszubilden, sondern um nach ihr dem japanischen
Feuergott Kagu-Zuchi zu dienen. Die Yakuza wollen sie als Spione ins
Land bringen. Während eines Stops gelingt den beiden Frauen die
Flucht, nachdem Suniko zwei Yakuza von innen heraus verglühen
ließ. Diese Gabe hat sie von Kagu-Zuchi
erhalten.
Gegenwart:
In London wird eine Leiche gefunden, die anscheinend von innen heraus
verglüht ist. Sinclair und Suko nehmen sich der Sache an und
finden ein Amulett, das sie in Sukos Appartement mitnehmen, um es
genauer zu untersuchen. Auf dem Amulett befindet sich das Bildnis
eines Feuergottes. Suko hofft, daß seine Freundin Shao die
Figur identifizieren kann, da sie die legitime Nachfolgerin der
Sonnengöttin Amaterasu ist. Shao kann in dem Bild auch den
japanischen Feuergott erkennen. Anschließend will Suko im
Badezimmer seine Dämonenpeitsche an dem Amulett ausprobieren;
dadurch zerstört er es jedoch. Nach einiger Zeit begibt man sich
ins Bett. Suko ist allerdings unruhig und kann nicht schlafen. Daher
setzt er sich ins Wohnzimmer, wo kurz darauf auch Shao auftaucht und
sich mit ihm unterhält. Suko berichtet, daß seine Unruhe
etwas mit dem Amulett zu tun haben muß, er sie allerdings nicht
einordnen kann. Shao legt sich daraufhin wieder ins Bett und
schläft sofort ein.
Das Telefon klingelt, und Suko wird von einer Frauenstimme
angewiesen, das Haus zu verlassen und zu ihr zu kommen, was er prompt
in Angriff nimmt. Als Shao später plötzlich erwacht, stellt
sie Sukos Abwesenheit fest und klingelt Sinclair aus dem Bett. Sie
hören den Anrufbeantworter ab und werden Zeugen der Unterhaltung
Sukos mit der unbekannten Frau. (* Das klingt mir eher nach
einer Anlage, die automatisch alle Gespräche aufzeichnet, aber
nicht nach einem Anrufbeantworter... - Hi übrigens! Heike)
Ergo machen sich beide auch auf den Weg.
Suko ist mittlerweile bei dem Haus angekommen, welches sich als
Freudenhaus entpuppt. Er wird von Mishiko begrüßt, die
mittlerweile Sunikos Nachfolge angetreten hat und die Leiche ihrer
Ausbilderin, die auch schon entsprechend verwest ist, in einem Sarg
im Haus aufgebahrt hat. Da sie ihr Geld hauptsächlich als Domina
verdient, hat sie auch einen dementsprechenden Folterkeller, wo sie
Suko fesselt, nachdem sie ihn überrumpelt hat.
Mittlerweile sind einige Yakuza-Killer aufgetaucht, die den Auftrag
haben, Mishiko aus dem Weg zu schaffen, da sie nicht mehr nach der
Pfeife von deren Bossen tanzen will. Es kommt, wie es kommen
muß: Mishiko bringt die zwei Killer um. Einen anderen, der
draußen zur Wache abgestellt wurde, überwältigen
Sinclair und Shao. Im Haus erzählt Suko Mishiko mittlerweile von
Shao, die mit der Sonnengöttin Amaterasu verwandt ist. Mishiko
erkennt in ihr daraufhin einen Feind. Shao und Sinclair tauchen
plötzlich auch im Keller auf, und Shao stellt sich Mishiko zum
Kampf. Beide Frauen berühren sich mit den Händen; Shao
setzt ihre göttliche Kraft ein und vernichtet Mishiko.
Der ganze Roman spielt sich innerhalb einiger Stunden ab. Das ist
auch schon das Beste daran. Inhaltlich hat er nichts zu bieten, und
seine teilweise extremen Patzer fallen sehr unangenehm auf.
Beispielsweise klingelt das Telefon nur zweimal, aber trotzdem ist
die gesamte Unterhaltung auf dem Anrufbeantworter. Normalerweise
schalten sich Anrufbeantworter jedoch ab, nachdem der Hörer von
der Gabel genommen wird. (* Eben, eben! Heike)
Dialoge: Mal wieder unter jeder Kritik. Ich bezweifle sehr, daß
normale Menschen sich jemals so unterhalten würden.
Auch zum Schluß beim Endkampf war es mehr ein Wortgefecht als
irgend etwas anderes. Einige Leser mögen jetzt sagen, daß
dies Jason Darks besonderes Markenzeichen sei, doch andererseits
wäre in dieser Hinsicht weniger mehr. Es ist nie
nachvollziehbar, warum sich die Akteure ständig Sorgen machen,
denn sie haben schließlich schon ganz andere Fälle
überstanden.
Was allerdings noch schlimmer auffiel, waren die serienbezogenen
Fehler. So ist beispielsweise an einer Stelle Amaterasu die böse
Gottheit, und Shao hat sich anscheinend über Nacht in eine
Chinesin verwandelt. (* Ups, ich merke gerade, daß ich
anscheinend doch noch nicht genügend Sinclairs gelesen habe -
ich hätte schwören mögen, daß sie
tatsächlich eine solche ist... Heike) Man hätte aus
Mishiko mit etwas mehr Geschick durchaus eine Langzeitfeindin machen
können, die es in sich gehabt hätte. Man muß sich
langsam fragen, wieviele Autoren an dieser Serie mitschreiben. Denn
Jason Dark, der ansonsten immer sehr viel Wert auf Details legt,
würde sicherlich nicht solche Sachen wie Japanerin/Chinesin
verwechseln. Zu guter Letzt steht Sinclair vor dem Bordell und ist
dankbar, daß er diesen Fall überlebt hat. Dabei fragt man
sich allerdings, warum er meint, dies aufbringen zu müssen, da
er lediglich einen Japaner außer Gefecht gesetzt hat, die
restliche Handlung aber komplett von Suko und Shao durchgezogen
wurde.
1 Punkt