Zum
Inhalt:
Fast direkt nach der Landung Gurks greifen die Fremden in den
Rochenschiffen erneut an - sie scheinen es auf den kleinen
Außerirdischen abgesehen zu haben, der mit einem ihrer Schiffe
angekommen ist. Doch auch dieser Angriff kann abgewehrt werden, und
so findet sich Charity nach ihrem künstlichen Koma zuhause
wieder, während Gurk kurzerhand in eine Gefängniszelle
geschafft wurde, da man glaubt, nicht ausschließen zu
können, daß dieser mit den Fremden gemeinsame Sache macht.
Gurk selber jedenfalls gibt auch nicht gerade viel Anlaß dazu,
dieses Mißtrauen ihm gegenüber abzubauen, da er
offensichtlich Informationen vorenthält, die die Fremden
betreffen. Und die Stimmung der Menschheit schlägt zur Zeit auch
nicht gerade zugunsten Außerirdischer aus.
Ein halbes Jahr nach dem letzten Band der Serie ist nun dieser Roman
erschienen. Wie gewohnt bietet das Buch Action pur, ohne daß
irgendein tiefergehender Anspruch gestellt wird. Dafür ist die
Handlung dann aber auch so rasant geschrieben, daß man den
Roman förmlich überfliegen kann, praktisch von ihr
mitgerissen wird.
Schade ist bei der spannenden Geschichte jedoch, daß manchmal
ein paar kleine Ungereimtheiten auftreten. So fragt sich der Leser
z.B., weshalb die Rochenschiffe am Anfang des Romans halt
"Rochenschiffe" genannt werden, während man irgendwann
mittendrin ohne irgendeinen Anlaß oder eine Erklärung zum
Begriff "Stingray" wechselt.
Oder die Szene um dem Druckverlust im Kommandoraum. Nicht nur,
daß innerhalb der beschriebenen fünf Sekunden die Zentrale
bei dieser Größe des Lochs schon lange luftleer gewesen
wäre - im Vakuum lebt sichs halt nicht besonders gut - man
fühlt sich an dieser Stelle doch glatt an eine sattsam bekannte
Folge von Star Trek - The Next Generation erinnert.
Ein wenig übel stößt dann auch das "Ende" des Romans
auf. Sicherlich ist dies eine Serie - dabei jedoch mitten in der
Handlung den Schlußpunkt zu setzen, mag zwar bei
wöchentlichen oder auch zweiwöchentlichen Heftroman-Serien
gehen; selbst bei einer Taschenbuchserie, die monatlich erscheint,
ist dies gerade noch akzeptabel. Doch hier wird man wohl wieder ein
halbes Jahr auf die Fortsetzung warten müssen - und da
fällt diese Vorgehensweise doch eher negativ auf, da man bei
Erscheinen des nächsten Bandes diesen auch erst einmal wieder
hervorholen und nachlesen muß, worum es denn nun eigentlich
ging.
Fazit:
Flotte Action-SF ohne Anspruch, die den Leser rasant überrollt,
so daß die Seiten quasi in Rekordzeit vor seinen Augen
vorbeifliegen. Für Freunde der actionbetonten Space Opera
sicherlich eine gute Wahl - all jenen, die lieber ein bißchen
Hintergrund haben wollen, jedoch sicherlich nicht anzuraten.
10 Punkte
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Für mittlerweile fast 11 Mark habe ich mal wieder
das bekommen, was ich von einem "Charity"-Band erwarte:
gnadenlose SF-Action... |