Professor Zamorra

Band 654: "Unter dem Vampirmond"

Die junge Michelle schleppt einen reichen Mann aus einer Disco ab, in der auch Lady Patricia und Nicole Duval den Abend verbrachten. Wieder einmal schlägt Patricias Gefühl an, und sie bittet Nicole, dem Wagen der beiden zu folgen. Doch als sie den Wagen nach einiger Zeit eingeholt haben, müssen sie feststellen, daß der Mann tot ist - er wurde auf bestialische Weise ermordet, und zwar von der Frau, bei der es sich um eine Vampirin handeln muß.
Michelle gehört zur Sippe Sarkanas, der vor kurzem ums Leben kam und um dessen Nachfolge ein Kampf zu entbrennen beginnt. Um selbst an die Spitze des Clans zu kommen, möchte sie den Feind des Clans, Zamorra, zum Versammlungsort locken, damit dieser dort von den Vampiren beseitigt wird - die Lorbeeren möchte sie dabei natürlich selbst einheimsen.
Um Zamorra auf ihre Spur zu lenken, hat sie einen Schlüssel im Wagen zurückgelassen, der ihn und Nicole zusammen mit Francois Brunot, einem Polizisten, kurze später in eine Wohnung in Lyon führt. Dort finden sie eine weitere, übel zugerichtete männliche Leiche.
Eine weitere Spur führt sie nach Paris. Michelle hatte die Abflugdaten eines Fluges in die Hauptstadt auf einen Notizzettel geschrieben, was man mittels eines Tricks schnell herausfindet.
In den Katakomben der Stadt beginnen sich die Vampire aus Sarkanas Sippe zu versammeln. Die Rivalen Kees van Sarken und Gino diSarko sind von Michelles Idee alles andere als begeistert; noch mehr beunruhigt sie, was sie von einem Diener erfahren: daß der Silbermond-Druide Gryf ap Llandrysgryf in der Stadt ist.
Während Michelle zum Hotel fliegt und dort die drei vor Ort beobachten will, teleportiert Gryf Zamorra und Nicole direkt in die Katakomben, wo es zu einer Auseinandersetzung kommt, in deren Verlauf van Sarken und Michelle deSar ums Leben kommen, Gino diSarko jedoch die Flucht gelingt.
Allerdings hat noch jemand seine Hände im Spiel, wenn auch nur als Zuschauer. Zu Beginn und am Ende wird er als teilnahmloser Beobachter der Sippe beschrieben, der langsam wieder zu Kräften kommt.

Auf den letzten drei Seiten hatte ich die Befürchtung, nein, eher die Hoffnung, daß es Gryf auch erwischen könnte. Völlig unerwartet, wäre das Ausscheiden des Druiden sicher unbedingt in meinem Sinne gewesen, aber so langsam kippt das Gleichgewicht doch ein bißchen zu sehr in Richtung der dunklen Mächte...
Flott zu lesen war dieser Roman und nach „Stirb, wenn Du kannst!“ der zweite, den ich in die Rubrik „Grusel-Krimi“ stecken würde, etwas, was der Serie guttut. Oder kommt es mir nur so vor, daß das Team logisch vorgeht bei der Lösung eines Falls, keine Fehler begeht und auch noch ans Ziel kommt?
Besser als der vorige Band; „Tod in Moskau“ ist dann aber noch einen Tick besser.
So langsam wird’s schwer, Punkte zu vergeben.
Eine Anmerkung noch: Die Titelbilder werden von Ausgabe zu Ausgabe besser; ich hoffe, das bleibt so!

Guido Latz

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