Die junge
Michelle schleppt einen reichen Mann aus einer Disco ab, in der auch
Lady Patricia und Nicole Duval den Abend verbrachten. Wieder einmal
schlägt Patricias Gefühl an, und sie bittet Nicole, dem
Wagen der beiden zu folgen. Doch als sie den Wagen nach einiger Zeit
eingeholt haben, müssen sie feststellen, daß der Mann tot
ist - er wurde auf bestialische Weise ermordet, und zwar von der
Frau, bei der es sich um eine Vampirin handeln muß.
Michelle gehört zur Sippe Sarkanas, der vor kurzem ums Leben kam
und um dessen Nachfolge ein Kampf zu entbrennen beginnt. Um selbst an
die Spitze des Clans zu kommen, möchte sie den Feind des Clans,
Zamorra, zum Versammlungsort locken, damit dieser dort von den
Vampiren beseitigt wird - die Lorbeeren möchte sie dabei
natürlich selbst einheimsen.
Um Zamorra auf ihre Spur zu lenken, hat sie einen Schlüssel im
Wagen zurückgelassen, der ihn und Nicole zusammen mit Francois
Brunot, einem Polizisten, kurze später in eine Wohnung in Lyon
führt. Dort finden sie eine weitere, übel zugerichtete
männliche Leiche.
Eine weitere Spur führt sie nach Paris. Michelle hatte die
Abflugdaten eines Fluges in die Hauptstadt auf einen Notizzettel
geschrieben, was man mittels eines Tricks schnell herausfindet.
In den Katakomben der Stadt beginnen sich die Vampire aus Sarkanas
Sippe zu versammeln. Die Rivalen Kees van Sarken und Gino diSarko
sind von Michelles Idee alles andere als begeistert; noch mehr
beunruhigt sie, was sie von einem Diener erfahren: daß der
Silbermond-Druide Gryf ap Llandrysgryf in der Stadt ist.
Während Michelle zum Hotel fliegt und dort die drei vor Ort
beobachten will, teleportiert Gryf Zamorra und Nicole direkt in die
Katakomben, wo es zu einer Auseinandersetzung kommt, in deren Verlauf
van Sarken und Michelle deSar ums Leben kommen, Gino diSarko jedoch
die Flucht gelingt.
Allerdings hat noch jemand seine Hände im Spiel, wenn auch nur
als Zuschauer. Zu Beginn und am Ende wird er als teilnahmloser
Beobachter der Sippe beschrieben, der langsam wieder zu Kräften
kommt.
Auf den letzten drei Seiten hatte ich die Befürchtung, nein,
eher die Hoffnung, daß es Gryf auch erwischen könnte.
Völlig unerwartet, wäre das Ausscheiden des Druiden sicher
unbedingt in meinem Sinne gewesen, aber so langsam kippt das
Gleichgewicht doch ein bißchen zu sehr in Richtung der dunklen
Mächte...
Flott zu lesen war dieser Roman und nach Stirb, wenn Du
kannst! der zweite, den ich in die Rubrik
Grusel-Krimi stecken würde, etwas, was der Serie
guttut. Oder kommt es mir nur so vor, daß das Team logisch
vorgeht bei der Lösung eines Falls, keine Fehler begeht und auch
noch ans Ziel kommt?
Besser als der vorige Band; Tod in Moskau ist dann aber
noch einen Tick besser.
So langsam wirds schwer, Punkte zu vergeben.
Eine Anmerkung noch: Die Titelbilder werden von Ausgabe zu Ausgabe
besser; ich hoffe, das bleibt so!