Mark Hellmann

Band 37: "Das Pendel"

Drei junge Männer und ein junges Mädel (Hänsel, Hänsel, Hänsel und Gretel???) (* Wie, bleiben die Leutchen so anonym? ;-) Heike) begeben sich zu nächtlicher Stunde in den Wald, um dort eine Rave-Party zu feiern. Doch als sie am ausgewählten Ort angekommen sind, tönen klagende Schreie durch den Wald. (Sehr sinnvoller Dialog: Zwei der Jungs unterhalten sich über die Ursache des Schreis, einer der beiden vermutet den Dritten dahinter. Dieser stolpert etwas später hinzu und meint: "Ich war’s nicht." Der Mann hat sehr gute Ohren, denn während des Dialoges war er nicht zu sehen...) Jens (jener dritte Mann) soll in dieser Nacht zum Manne gemacht werden; zu diesem Zweck wurde das Mädel (Rosi) (* Hast recht, ist fast so schlimm wie ‘Gretel’... ;-) Heike) gut abgefüllt und unter Drogen gesetzt. Als wieder klagende Rufe ertönen, machen sich die anderen beiden auf den Weg, deren Ursache zu erforschen. Schließlich finden sie die Ursache der klagenden Rufe: die Schattenhexen. Die beiden Erforscher bekommen von deren Anführerin die Lebenskraft ausgesaugt, Rosi wird zur Schattenhexe gemacht (* Na, wenigstens nicht zur Schnecke...! >:-) Heike), und Jens wird wahnsinnig.
Mark hat gerade wieder einmal mit Tessa einen gewissen Gipfel erreicht, als er sich plötzlich an einem anderen Ort wiederfindet. (Komischerweise spürt er dort noch Tessas Körper...) Dort entdeckt er einen Pendelkreis mit 13 Bildern. (Herr Titelbildzeichner: Vielleicht hätten Sie doch besser den Roman gelesen, dort ist nämlich die Anordnung der Bilder eine etwas andere... Außerdem hat die Sonne sieben Zacken... Herr Bach: Mark Hellmann trägt einen silbernen Siegelring, keinen blutroten... Oder hatten Sie zuerst das Titelbild???) (* Jep, genau so herum läufts: Erst wird ein TiBi ausgesucht, und dann der Roman mit einer entsprechenden Szene geschrieben... Winy) Betreiberin des Pendels ist eine hübsche Frau mit roten Haaren, die sich plötzlich in Tessa verwandelt und wieder zurück, in eine Frau, die Mark schon einmal töten wollte... (Und noch so’n Satz: "Tessa veränderte, auch ihr Gesicht" Fehlt da was, oder ist da was zuviel???) (* Tja, also - entweder fehlt da ein ‘sich’, oder ein Komma ist zuviel, ganz ein- bis zweideutig... Heike)
Damals: Der junge Krabat und seine Pflegeeltern leiden Not. Also beschließt Krabat, in die Welt zu ziehen, um sich und seine Eltern besser versorgen zu können. In einer Mühle findet er schließlich Arbeit. Doch der Müller beherrscht die schwarze Magie, und noch in der selben Nacht soll einer seiner zwölf Burschen Mephisto geopfert werden, dessen Stelle dann Krabat einnehmen soll. (Hurra, hurra, der Klauer-Bach ist wieder da! Jeder Fan sollte eigentlich diesen tschechischen (...es war doch ein solcher, oder?) Märchenfilm kennen. Ich kenne ihn jedenfalls (* Ich auch!!! Heike), allerdings ist mir der Titel dummerweise entfallen. (* Oh Mist, mir leider auch... Heike) Und um diesen Titel in meiner umfangreichen Sammlung über phantastische Filme zu finden, fehlt mir einfach die Zeit...) Doch während der Opferzeremonie erscheint die Oberhexe Tabea (irgendwie kommt mir dieser Name bekannt vor), stellt ihre Forderungen an den Müller, warnt ihn vor einem seiner Gesellen und gibt das Opfer weiter an ihre Base (die im ganzen Roman keinen Namen erhält), die Anführerin der Schattenhexen.
(Tolle Szene: Tessa zu Mark: "Hast du heute abend schon etwas vor?" Ich schluckte und erzählte das Märchen, in dem das Pferd von der Prinzessin zuschanden geritten wurde. - Was für eine Antwort. Aber Tessa hat gerade Urlaub - und treibt mit Mark Bettsport...) Mark erhält einen Anruf seines Vaters, der ihn bittet, ihn zum Bahnhof zu fahren, wo er einen Bekannten abholen möchte. Die beiden machen die Mittagszeit aus. (Irre ich mich da, oder richtet man sich normalerweise nicht nach der Zeit, da derjenige, der abgeholt werden soll, ankommt???) Auf dem Weg zu Daddy macht Mark noch kurz in der Redaktion der Weimarer Rundschau halt, wo man allerdings nichts für ihn hat. Anschließend wird Ulrich Hellmanns Bekannter vom Bahnhof abgeholt. (Fehler, Fehler, Fehler: Mark geht ein buntgekleidetes Männchen nicht aus dem Kopf, das am Bahnhof eine Bemerkung über Schattenhexen fallen ließ. Ist da etwa wieder gekürzt worden??? Hätte man da nicht besser den für den Handlungsablauf völlig überflüssigen Besuch in der Redaktion (immerhin drei Sätze über zwölf Zeilen) weglassen können, um diese (für den Handlungsfaden wichtige) Begegnung zu schildern???) Doch Ulrichs Bekannter, Professor Fritz Hardenstein, eine anerkannte Autorität auf dem Gebiet der Parapsychologie und des Okkultismus (Anerkannt??? Von wem???), kennt das buntgekleidete Männchen. Es handelt sich dabei um den Hexenmeister Krabat. Aber eigentlich ist Professor Hardenstein gekommen, um eine Warnung zu überbringen, die er von einem Medium erhalten hat. (O-Ton Professor Hardenstein: "Ich habe noch nie von einer okkulten Erscheinung gehört, die gelogen hätte." O-Ton des Rezensenten: "Ich schon!" O-Ton der Nervensäge vom Dienst: "Mir scheint, Dämonen und sonstige ‘Unterweltler’ tun das mit Vorliebe, um unbescholtene Menschlein zu ködern...!") Diese Warnung betrifft die Schattenhexen.
Damals: Ein Jahr ist vergangen, und Krabat hat verständlicherweise keine Lust, bei der nächsten Zeremonie eventuell als Opfer ausgesucht zu werden. Besonders deshalb nicht, weil er das Zauberbuch des Müllers entdeckte und heimlich daraus gelernt hat. Also bittet er den Müller um Urlaub, was dieser auch gewährt, und besucht seine Eltern, um sich Unterstützung zu sichern. Bei der Zeremonie kämpft Krabat, nicht zuletzt dank der Unterstützung seines Vaters, erfolgreich gegen Tabea, die er vertreiben kann. Der Müller wird getötet, die Schattenhexen vertrieben, die Mühle brennt ab, und Krabat kann das Zauberbuch für sich retten.
Bei Marks Besuch in der Bibliothek taucht Krabat auf, der erst einmal ein paar Streiche vollführt, dann aber Mark mit weiteren Informationen dienen kann. Mark bittet Krabat um Mitfahrt nach Hoyerswerda, wo die Schattenhexen ihren Ursprung haben, und um dessen Übernachtung im Haus seiner Eltern, was auch beides gewährt wird. Auf dem Parkplatz (Krabat wundert sich sehr über den Wagen... Was hat der bloß am Bahnhof gesagt???) kommt es zu einem Überfall durch die Schattenhexen. Mark Hellmann droht ihnen zu erliegen. (Mark wird noch nicht einmal mißtrauisch, als sich die Hexen sehr leichtbekleidet in der kalten Januarluft bewegen... (Mal rechnen: Im Sommer 99 wird Mark zum Kämpfer des Rings. Im Januar (ist er Tessa noch nicht treu, aber die hat inzwischen Erfahrung gegen Schwarzblüter) Kampf gegen Parallelweltvampire. Also mindestens Jahr 2000. Jetzt die Schattenhexen (er ist Tessa nun treu), also müßten wir jetzt 2001 haben!!!) Doch Krabat kann Mark noch einmal retten.
Tessa hat von Pit (ihr Urlaub ist also sehr plötzlich vorbei) einen neuen Auftrag bekommen. Sie soll das Verschwinden eines Mädchens in Hoyerswerda aufklären. (Nicht nur ich, auch Tessa hat gefragt, wieso ausgerechnet sie. Aber Pit konnte dies gut erklären...) Also begibt sich Tessa dorthin (immerhin 280 Kilometer) und befragt erst einmal Eltern, Lehrer und Klassenkameraden. Schnell erfährt sie, daß Rosi (von einer Klassenkameradin auch Wita genannt, wohl eine Verballhornung von Rosis Nachnamen Sawatzi (* ...oder sie heißt mit Vornamen eigentlich "Roswitha"... Winy)) Kontakt zu Mitgliedern einer Vereinigung namens "Das Pendel" hatte. Am Abend schleicht sie sich (typisch Tessa) heimlich bei einer Versammlung des Vereins ein, wird entdeckt und gefangengenommen.
Pit, den Tessa inzwischen angerufen hat, wendet sich an Mark, als Tessa sich nicht mehr meldet. (Hmmm... dem zeitlichen Rahmen nach zu urteilen, erfolgte Marks Abholung am Bahnhof wohl erst einen Tag später, was aus dem Roman nicht so ganz hervorgeht. Oder Bach hat sich bei den Zeiten geirrt...) Da Krabat das Telefongespräch doch ein wenig stört (Na, Klauer-Bach, diesmal bei Catweazle zugegriffen??? Siehe Hörer = Knochen), besucht Mark Pit in dessen Amtsräumen, wo Krabat, der ihn begleitet, noch ein wenig Verwirrung stiftet (woher soll ein altertümlicher Hexenmeister auch Fax, PC und Kaffeemaschine kennen? Und täglich grüßt der Catweazle...). Mark sagt Pit Hilfe zu und beschließt, am nächsten Morgen nach Hoyerswerda aufzubrechen. Doch in aller Herrgottsfrühe besuchen die Schattenhexen das Haus seiner Eltern, und diesmal ist Krabat ihr Opfer. Hier kann Mark jedoch helfen.
In dieser Nacht hat auch Tessa Besuch erhalten. Der Anführer der Vereinigung (O-Ton: Laut blies er den Rauch in Tessas Gesicht.) klärt sie ein wenig über seine Pläne auf. (Klischee: Der Böse erklärt immer seine Pläne. Hat da etwa auch Klischee-Bach etwas beigeliefert???) Tessa gelingt es nicht, den Mann zu überreden, von seinen Plänen abzulassen. (Zweites Klischee: Der Held/die Heldin versucht es immer erst mal auf die gute Tour. Drittes Klischee: Der Böse ist fett und hat eine Glatze...)
Erst nach diversen Tätigkeiten (diskutieren und Mittagessen) schaffen es Mark und Krabat, nach Hoyerswerda aufzubrechen. Dort beobachten sie erst einmal das Gelände, auf dem sich früher die Teufelsmühle befand. Als sich am späten Abend immer noch nichts rührt, führt Krabat Mark Hellmann in den Wald, wo sich in früheren Zeiten der Treffpunkt der Schattenhexen befand. Unterwegs sammeln sie erst einmal den wahnsinnig gewordenen Jens auf, der immer noch durch den Wald irrt.
Ebenfalls im Wald befindet sich nun die entführte Tessa, denn dort soll die Pendelzeremonie stattfinden. Tessa hat die große Ehre, das Pendel selber schwingen zu dürfen. Prompt erscheint auch Tabea, von der Tessa schon gehört hat. (Wo, verd... noch mal?) Da hat Tessa eine Idee, wie sie Mark rufen kann. Flugs bewegt sie das Pendel zum Symbol des Rings.
Aber Mark ist schon ganz in der Nähe. Er und Krabat beobachten heimlich die Zeremonie. Als nach Tabea die Schattenhexen erscheinen, ist Krabat nicht mehr zu halten: Er stürmt auf die Lichtung.
Tabea hat gerade Kleinschmidt, dem Anführer der Vereinigung, ihre Forderungen gestellt, mit denen dieser nicht so ganz einverstanden ist. Doch Tabea kann ihn schnell überzeugen und ruft die Schattenhexen herbei. Tessa entdeckt unter diesen auch Rosi, kann jedoch nicht zu ihr gelangen. Da stürmt Krabat auf die Lichtung, wird jedoch von Tabea überwältigt. Nun ist auch Mark nicht mehr länger zu halten. Er befreit Krabat, bewaffnet Tessa und stellt sich Tabea (bekannt aus MH 8, was der Leser erst spät erfährt) zum Kampf. Doch diese schickt erst einmal ihre (neuen) Helfer vor, nämlich den Verein "Das Pendel". Da Mark sich aber nicht aufhalten läßt, greift Tabeas Base ein, und Mark gerät unter deren Einfluß.
Tessa ist es inzwischen gelungen, das Pendel auf das Symbol des Buches zu bewegen, woraufhin Krabats Zauberbuch erscheint. Mit dessen Hilfe kann Krabat Mark retten und die Schattenhexen samt Anführerin vernichten. Tabea kann allerdings entkommen - jedoch nicht ohne Kleinschmidt vorher die Lebensenergie zu rauben. (Wofür sich manche Leute noch Zeit nehmen...)

Zur Leserbriefseite: Lieber C. W. Bach, wenn du deinen Lesern schon erklärst, daß du Hellmann nicht in chronologischer Reihenfolge schreibst, solltest du auf diverse Dinge verzichten: 1. Schreibe kein Datum oder den Monatsnamen. 2. Schreibe nicht in jedem Roman, daß Mark seiner Tessa endlich treu ist, denn das ist chronologisch. 3. In den letzten Romanen war immer von Störtebekers Schatz die Rede; zum Glück verzichtest du inzwischen darauf. 4. Schreibe keine Romane mehr, die zwischen Januar und dem Hochsommer (in dem Mark zum Kämpfer des Rings wird) spielen, denn angeblich soll ja Mark Hellmann momentan noch im Jahre 1999 spielen. 4. Erwähne dann auch keine Abenteuer mehr, die eigentlich noch nicht stattgefunden haben dürften.

Zur Vorschau: In "Inferno über Weimar" soll es um einen geheimnisvollen Bombenleger gehen, der seine Bomben in die Kanalisation legt. 1. Was soll daran Grusel oder Horror sein??? 2. Die Kanalisation ist in Weimar auf sehr hohen Stelzen gebaut??? (* Aquädukte? :-))) Heike)

Zum Roman: Hier haben wohl gleich drei unserer Bachs zusammengearbeitet: Das Expose hat wohl Klauer-Bach geschrieben, Klischee-Bach hat ein paar Ideen beigeliefert, und Wo-ist-die-Logik-Bach hat das ganze dann geschrieben.

Das Fazit:
Warum gibt es überhaupt noch gute Hellmanns? Nach jedem guten bis besseren Roman folgen gleich mehrere schlechte, wovon einer dann meist so mies ist, daß man ihm am liebsten negative Punkte geben möchte. Dieser Band ist so einer. So gesehen, müßte ich dem Vorgängerband eigentlich mindestens 6 Punkte geben, um überhaupt noch gerecht zu sein. Das einzige, was hier wirklich gefallen konnte, waren Storyidee und die Figur des Krabat, die allerdings geklaut war. Die Ausführung ist auf jeden Fall extrem schlecht, sogar für einen Hellmann. Es bleiben mal wieder 0 Punkte.

Ritchie Eberle

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