Drei junge
Männer und ein junges Mädel (Hänsel, Hänsel,
Hänsel und Gretel???) (* Wie, bleiben die Leutchen so anonym?
;-) Heike) begeben sich zu nächtlicher Stunde in den Wald,
um dort eine Rave-Party zu feiern. Doch als sie am ausgewählten
Ort angekommen sind, tönen klagende Schreie durch den Wald.
(Sehr sinnvoller Dialog: Zwei der Jungs unterhalten sich über
die Ursache des Schreis, einer der beiden vermutet den Dritten
dahinter. Dieser stolpert etwas später hinzu und meint: "Ich
wars nicht." Der Mann hat sehr gute Ohren, denn während
des Dialoges war er nicht zu sehen...) Jens (jener dritte Mann) soll
in dieser Nacht zum Manne gemacht werden; zu diesem Zweck wurde das
Mädel (Rosi) (* Hast recht, ist fast so schlimm wie
Gretel... ;-) Heike) gut abgefüllt und unter
Drogen gesetzt. Als wieder klagende Rufe ertönen, machen sich
die anderen beiden auf den Weg, deren Ursache zu erforschen.
Schließlich finden sie die Ursache der klagenden Rufe: die
Schattenhexen. Die beiden Erforscher bekommen von deren
Anführerin die Lebenskraft ausgesaugt, Rosi wird zur
Schattenhexe gemacht (* Na, wenigstens nicht zur Schnecke...!
>:-) Heike), und Jens wird wahnsinnig.
Mark hat gerade wieder einmal mit Tessa einen gewissen Gipfel
erreicht, als er sich plötzlich an einem anderen Ort
wiederfindet. (Komischerweise spürt er dort noch Tessas
Körper...) Dort entdeckt er einen Pendelkreis mit 13 Bildern.
(Herr Titelbildzeichner: Vielleicht hätten Sie doch besser den
Roman gelesen, dort ist nämlich die Anordnung der Bilder eine
etwas andere... Außerdem hat die Sonne sieben Zacken... Herr
Bach: Mark Hellmann trägt einen silbernen Siegelring, keinen
blutroten... Oder hatten Sie zuerst das Titelbild???) (* Jep,
genau so herum läufts: Erst wird ein TiBi ausgesucht, und dann
der Roman mit einer entsprechenden Szene geschrieben... Winy)
Betreiberin des Pendels ist eine hübsche Frau mit roten Haaren,
die sich plötzlich in Tessa verwandelt und wieder zurück,
in eine Frau, die Mark schon einmal töten wollte... (Und noch
son Satz: "Tessa veränderte, auch ihr Gesicht" Fehlt da
was, oder ist da was zuviel???) (* Tja, also - entweder fehlt da
ein sich, oder ein Komma ist zuviel, ganz ein- bis
zweideutig... Heike)
Damals: Der junge Krabat und seine Pflegeeltern leiden Not. Also
beschließt Krabat, in die Welt zu ziehen, um sich und seine
Eltern besser versorgen zu können. In einer Mühle findet er
schließlich Arbeit. Doch der Müller beherrscht die
schwarze Magie, und noch in der selben Nacht soll einer seiner
zwölf Burschen Mephisto geopfert werden, dessen Stelle dann
Krabat einnehmen soll. (Hurra, hurra, der Klauer-Bach ist wieder da!
Jeder Fan sollte eigentlich diesen tschechischen (...es war doch ein
solcher, oder?) Märchenfilm kennen. Ich kenne ihn jedenfalls
(* Ich auch!!! Heike), allerdings ist mir der Titel
dummerweise entfallen. (* Oh Mist, mir leider auch... Heike)
Und um diesen Titel in meiner umfangreichen Sammlung über
phantastische Filme zu finden, fehlt mir einfach die Zeit...) Doch
während der Opferzeremonie erscheint die Oberhexe Tabea
(irgendwie kommt mir dieser Name bekannt vor), stellt ihre
Forderungen an den Müller, warnt ihn vor einem seiner Gesellen
und gibt das Opfer weiter an ihre Base (die im ganzen Roman keinen
Namen erhält), die Anführerin der Schattenhexen.
(Tolle Szene: Tessa zu Mark: "Hast du heute abend schon etwas vor?"
Ich schluckte und erzählte das Märchen, in dem das Pferd
von der Prinzessin zuschanden geritten wurde. - Was für eine
Antwort. Aber Tessa hat gerade Urlaub - und treibt mit Mark
Bettsport...) Mark erhält einen Anruf seines Vaters, der ihn
bittet, ihn zum Bahnhof zu fahren, wo er einen Bekannten abholen
möchte. Die beiden machen die Mittagszeit aus. (Irre ich mich
da, oder richtet man sich normalerweise nicht nach der Zeit, da
derjenige, der abgeholt werden soll, ankommt???) Auf dem Weg zu Daddy
macht Mark noch kurz in der Redaktion der Weimarer Rundschau halt, wo
man allerdings nichts für ihn hat. Anschließend wird
Ulrich Hellmanns Bekannter vom Bahnhof abgeholt. (Fehler, Fehler,
Fehler: Mark geht ein buntgekleidetes Männchen nicht aus dem
Kopf, das am Bahnhof eine Bemerkung über Schattenhexen fallen
ließ. Ist da etwa wieder gekürzt worden??? Hätte man
da nicht besser den für den Handlungsablauf völlig
überflüssigen Besuch in der Redaktion (immerhin drei
Sätze über zwölf Zeilen) weglassen können, um
diese (für den Handlungsfaden wichtige) Begegnung zu
schildern???) Doch Ulrichs Bekannter, Professor Fritz Hardenstein,
eine anerkannte Autorität auf dem Gebiet der Parapsychologie und
des Okkultismus (Anerkannt??? Von wem???), kennt das buntgekleidete
Männchen. Es handelt sich dabei um den Hexenmeister Krabat. Aber
eigentlich ist Professor Hardenstein gekommen, um eine Warnung zu
überbringen, die er von einem Medium erhalten hat. (O-Ton
Professor Hardenstein: "Ich habe noch nie von einer okkulten
Erscheinung gehört, die gelogen hätte." O-Ton des
Rezensenten: "Ich schon!" O-Ton der Nervensäge vom Dienst: "Mir
scheint, Dämonen und sonstige Unterweltler tun das
mit Vorliebe, um unbescholtene Menschlein zu ködern...!") Diese
Warnung betrifft die Schattenhexen.
Damals: Ein Jahr ist vergangen, und Krabat hat
verständlicherweise keine Lust, bei der nächsten Zeremonie
eventuell als Opfer ausgesucht zu werden. Besonders deshalb nicht,
weil er das Zauberbuch des Müllers entdeckte und heimlich daraus
gelernt hat. Also bittet er den Müller um Urlaub, was dieser
auch gewährt, und besucht seine Eltern, um sich
Unterstützung zu sichern. Bei der Zeremonie kämpft Krabat,
nicht zuletzt dank der Unterstützung seines Vaters, erfolgreich
gegen Tabea, die er vertreiben kann. Der Müller wird
getötet, die Schattenhexen vertrieben, die Mühle brennt ab,
und Krabat kann das Zauberbuch für sich retten.
Bei Marks Besuch in der Bibliothek taucht Krabat auf, der erst einmal
ein paar Streiche vollführt, dann aber Mark mit weiteren
Informationen dienen kann. Mark bittet Krabat um Mitfahrt nach
Hoyerswerda, wo die Schattenhexen ihren Ursprung haben, und um dessen
Übernachtung im Haus seiner Eltern, was auch beides gewährt
wird. Auf dem Parkplatz (Krabat wundert sich sehr über den
Wagen... Was hat der bloß am Bahnhof gesagt???) kommt es zu
einem Überfall durch die Schattenhexen. Mark Hellmann droht
ihnen zu erliegen. (Mark wird noch nicht einmal mißtrauisch,
als sich die Hexen sehr leichtbekleidet in der kalten Januarluft
bewegen... (Mal rechnen: Im Sommer 99 wird Mark zum Kämpfer des
Rings. Im Januar (ist er Tessa noch nicht treu, aber die hat
inzwischen Erfahrung gegen Schwarzblüter) Kampf gegen
Parallelweltvampire. Also mindestens Jahr 2000. Jetzt die
Schattenhexen (er ist Tessa nun treu), also müßten wir
jetzt 2001 haben!!!) Doch Krabat kann Mark noch einmal retten.
Tessa hat von Pit (ihr Urlaub ist also sehr plötzlich vorbei)
einen neuen Auftrag bekommen. Sie soll das Verschwinden eines
Mädchens in Hoyerswerda aufklären. (Nicht nur ich, auch
Tessa hat gefragt, wieso ausgerechnet sie. Aber Pit konnte dies gut
erklären...) Also begibt sich Tessa dorthin (immerhin 280
Kilometer) und befragt erst einmal Eltern, Lehrer und
Klassenkameraden. Schnell erfährt sie, daß Rosi (von einer
Klassenkameradin auch Wita genannt, wohl eine Verballhornung von
Rosis Nachnamen Sawatzi (* ...oder sie heißt mit Vornamen
eigentlich "Roswitha"... Winy)) Kontakt zu Mitgliedern einer
Vereinigung namens "Das Pendel" hatte. Am Abend schleicht sie sich
(typisch Tessa) heimlich bei einer Versammlung des Vereins ein, wird
entdeckt und gefangengenommen.
Pit, den Tessa inzwischen angerufen hat, wendet sich an Mark, als
Tessa sich nicht mehr meldet. (Hmmm... dem zeitlichen Rahmen nach zu
urteilen, erfolgte Marks Abholung am Bahnhof wohl erst einen Tag
später, was aus dem Roman nicht so ganz hervorgeht. Oder Bach
hat sich bei den Zeiten geirrt...) Da Krabat das Telefongespräch
doch ein wenig stört (Na, Klauer-Bach, diesmal bei Catweazle
zugegriffen??? Siehe Hörer = Knochen), besucht Mark Pit in
dessen Amtsräumen, wo Krabat, der ihn begleitet, noch ein wenig
Verwirrung stiftet (woher soll ein altertümlicher Hexenmeister
auch Fax, PC und Kaffeemaschine kennen? Und täglich
grüßt der Catweazle...). Mark sagt Pit Hilfe zu und
beschließt, am nächsten Morgen nach Hoyerswerda
aufzubrechen. Doch in aller Herrgottsfrühe besuchen die
Schattenhexen das Haus seiner Eltern, und diesmal ist Krabat ihr
Opfer. Hier kann Mark jedoch helfen.
In dieser Nacht hat auch Tessa Besuch erhalten. Der Anführer der
Vereinigung (O-Ton: Laut blies er den Rauch in Tessas Gesicht.)
klärt sie ein wenig über seine Pläne auf. (Klischee:
Der Böse erklärt immer seine Pläne. Hat da etwa auch
Klischee-Bach etwas beigeliefert???) Tessa gelingt es nicht, den Mann
zu überreden, von seinen Plänen abzulassen. (Zweites
Klischee: Der Held/die Heldin versucht es immer erst mal auf die gute
Tour. Drittes Klischee: Der Böse ist fett und hat eine
Glatze...)
Erst nach diversen Tätigkeiten (diskutieren und Mittagessen)
schaffen es Mark und Krabat, nach Hoyerswerda aufzubrechen. Dort
beobachten sie erst einmal das Gelände, auf dem sich früher
die Teufelsmühle befand. Als sich am späten Abend immer
noch nichts rührt, führt Krabat Mark Hellmann in den Wald,
wo sich in früheren Zeiten der Treffpunkt der Schattenhexen
befand. Unterwegs sammeln sie erst einmal den wahnsinnig gewordenen
Jens auf, der immer noch durch den Wald irrt.
Ebenfalls im Wald befindet sich nun die entführte Tessa, denn
dort soll die Pendelzeremonie stattfinden. Tessa hat die große
Ehre, das Pendel selber schwingen zu dürfen. Prompt erscheint
auch Tabea, von der Tessa schon gehört hat. (Wo, verd... noch
mal?) Da hat Tessa eine Idee, wie sie Mark rufen kann. Flugs bewegt
sie das Pendel zum Symbol des Rings.
Aber Mark ist schon ganz in der Nähe. Er und Krabat beobachten
heimlich die Zeremonie. Als nach Tabea die Schattenhexen erscheinen,
ist Krabat nicht mehr zu halten: Er stürmt auf die Lichtung.
Tabea hat gerade Kleinschmidt, dem Anführer der Vereinigung,
ihre Forderungen gestellt, mit denen dieser nicht so ganz
einverstanden ist. Doch Tabea kann ihn schnell überzeugen und
ruft die Schattenhexen herbei. Tessa entdeckt unter diesen auch Rosi,
kann jedoch nicht zu ihr gelangen. Da stürmt Krabat auf die
Lichtung, wird jedoch von Tabea überwältigt. Nun ist auch
Mark nicht mehr länger zu halten. Er befreit Krabat, bewaffnet
Tessa und stellt sich Tabea (bekannt aus MH 8, was der Leser erst
spät erfährt) zum Kampf. Doch diese schickt erst einmal
ihre (neuen) Helfer vor, nämlich den Verein "Das Pendel". Da
Mark sich aber nicht aufhalten läßt, greift Tabeas Base
ein, und Mark gerät unter deren Einfluß.
Tessa ist es inzwischen gelungen, das Pendel auf das Symbol des
Buches zu bewegen, woraufhin Krabats Zauberbuch erscheint. Mit dessen
Hilfe kann Krabat Mark retten und die Schattenhexen samt
Anführerin vernichten. Tabea kann allerdings entkommen - jedoch
nicht ohne Kleinschmidt vorher die Lebensenergie zu rauben.
(Wofür sich manche Leute noch Zeit nehmen...)
Zur Leserbriefseite: Lieber C. W. Bach, wenn du deinen Lesern schon
erklärst, daß du Hellmann nicht in chronologischer
Reihenfolge schreibst, solltest du auf diverse Dinge verzichten: 1.
Schreibe kein Datum oder den Monatsnamen. 2. Schreibe nicht in jedem
Roman, daß Mark seiner Tessa endlich treu ist, denn das
ist chronologisch. 3. In den letzten Romanen war immer von
Störtebekers Schatz die Rede; zum Glück verzichtest du
inzwischen darauf. 4. Schreibe keine Romane mehr, die zwischen Januar
und dem Hochsommer (in dem Mark zum Kämpfer des Rings wird)
spielen, denn angeblich soll ja Mark Hellmann momentan noch im Jahre
1999 spielen. 4. Erwähne dann auch keine Abenteuer mehr, die
eigentlich noch nicht stattgefunden haben dürften.
Zur Vorschau: In "Inferno über Weimar" soll es um einen
geheimnisvollen Bombenleger gehen, der seine Bomben in die
Kanalisation legt. 1. Was soll daran Grusel oder Horror sein??? 2.
Die Kanalisation ist in Weimar auf sehr hohen Stelzen gebaut??? (*
Aquädukte? :-))) Heike)
Zum Roman: Hier haben wohl gleich drei unserer Bachs
zusammengearbeitet: Das Expose hat wohl Klauer-Bach geschrieben,
Klischee-Bach hat ein paar Ideen beigeliefert, und
Wo-ist-die-Logik-Bach hat das ganze dann geschrieben.
Das Fazit:
Warum gibt es überhaupt noch gute Hellmanns? Nach jedem guten
bis besseren Roman folgen gleich mehrere schlechte, wovon einer dann
meist so mies ist, daß man ihm am liebsten negative Punkte
geben möchte. Dieser Band ist so einer. So gesehen,
müßte ich dem Vorgängerband eigentlich mindestens 6
Punkte geben, um überhaupt noch gerecht zu sein. Das einzige,
was hier wirklich gefallen konnte, waren Storyidee und die Figur des
Krabat, die allerdings geklaut war. Die Ausführung ist auf jeden
Fall extrem schlecht, sogar für einen Hellmann. Es bleiben mal
wieder 0 Punkte.