Professor Zamorra

Band 655: "Tod in Moskau"

In Moskau stirbt ein Angehöriger der Mafia einen grausigen Tod. Er stürzt aus dem achten Stockwerk eines Hotels, nachdem er ein Fenster öffnete, an dem es klopfte - ein Skelett zerrt ihn nach draußen und wirft ihn in die Tiefe.
Kommissar Ratekin von der Mordkommission übernimmt den Fall und stößt bei der Zeugenbefragung mit einem Mann zusammen, der für die Nachfolge-Organisation des KGB, FSK, zu arbeiten scheint.
Dieser befragt die Zeugin als erstes - und löscht deren Erinnerung an das Skelett.
Ein Taxifahrer wird das nächste Opfer des Skeletts. Aus dem fahrenden Wagen wird das Opfer herausgezerrt und auf die Straße geworfen.
Beim zuständigen Staatsanwalt beschwert sich Ratekin über das Vorgehen des Agenten. Beim Verlassen des Büros spürt er einen Luftzug, und als er zurückgeht, sieht er das Skelett, das den Staatsanwalt mit seiner eigenen Waffe tötet.
Professor Boris Iljitsch Saranow lebt seit einiger Zeit wieder in Moskau. Bei einem Spaziergang trifft er auf ein junges, blondes Mädchen, das ein Lederwams trägt, einen kurzen ledernen Rock mit breitem Gürtel und daran in einer Metallscheide einen unterarmlangen Dolch, dazu fellgefütterte Stiefel und einen ledernen Armreif. Das Mädchen scheint verwirrt; sie fragt nach ihrem Einhorn. Der Professor beschließt, sie erst einmal mit in seine Wohnung zu nehmen.
In der Tat hat das Mädchen die Erinnerung verloren, jedoch spricht sie fließend russisch. Dann verläßt sie die Wohnung, aber Boris folgt ihr.
Das Mädchen findet eine männliche Leiche. Sie erzählt, daß sie den Tod im roten Mantel gesehen hat.
Saranow quartiert sie in einem Hotel ein. Das Erscheinen des Todes, ihr seltsames Auftauchen und die Nennung des Namens "Merlin" lassen ihn zumindest stutzen.
Da sie nicht weiß, wie sie heißt, einigen sie sich auf den Namen "Tanja".
In seiner Wohnung wartet der geheimnisvolle Agent auf ihn, der ihn direkt auf sie und den Tod anspricht. Und: Der Agent (Gregor heißt er) weiß von ihrem Para-Potential...
Der FSK bittet Nicole Duval und Professor Zamorra um Mithilfe bei der Aufklärung des Falles. Beim ersten Zusammentreffen zwischen den beiden, Gregor und Professor Saranow ist die Stimmung frostig.
Zumal sich herausstellt, daß Gregor für die Aurora unter General Turbojew arbeitet, eine Organisation, die Zamorra kennt und die sich, grob gesagt, mit UFOs über Rußland beschäftigt.
Gregor erzählt von dem Para-Mädchen und erkundigt sich im gleichen Atemzug, ob Zamorra den Begriff Gkirr kennt. Dieser verneint, obwohl es Schiffe der Gkirr waren, die 1947 in New Mexico abstürzten.
Zamorra traut Gregor nicht und beschließt, Informationen über die Gkirr und den neuen ERHABENEN der DYNASTIE DER EWIGEN nur dem General selbst mitzuteilen.
Im Hotel treffen die drei mit Tanja zusammen, bei der es sich um eine jüngere (!) Eva handelt, die sich an Zamorra und Nicole nicht erinnern kann.
Zamorra und Saranow machen sich zu Kommissar Ratekin auf, wo sie erneut auf Gregor stoßen.
Zamorra kann die Gedanken des Agenten aufschnappen, konfrontiert ihn damit und muß feststellen, daß dieser auch Gedanken lesen, den Schirm Zamorras aber nicht durchdringen kann.
Nicole und Eva durchstreifen währenddessen die Moskauer Geschäfte. Bei der Rückfahrt zum Hotel steigt das Skelett in den Bus ein. Ohne daß die beiden es verhindern können, tötet das Skelett den Fahrer und verschwindet.
Selbst mit dem gerufenen Amulett kann Nicole nichts ausrichten.
Das Verschwinden von MERLINS STERN bleibt Zamorra natürlich nicht verborgen. Dieser "installierte" bei Saranow in dessen Keller einen Schirm, um für die Zukunft zu verhindern, daß andere in seiner Gedankenwelt herumspionieren können.
Nur durch Nicoles Eingreifen kann die Amokfahrt des Busses gestoppt werden - das Chaos nutzt Eva, um den Bus zu verlassen.
Diese hatte Kraft vom roten Tod abgesaugt und folgte ihm in einen Hauseingang. Dort offenbart er ihr, daß sie bereits tot ist, er sie also nicht mehr töten kann. Und daß er beauftragt wurde, die Morde zu begehen.
Man streitet - sie wirft ihm vor, er würde Menschen töten. Er argumentiert, daß es, wenn niemand stürbe, zu einer Überbevölkerung käme. Und wo der Unterschied sei, denn sie drohe ihm ja auch mit Mord. Als der Tod verschwindet, sagt er einen merkwürdigen Satz:
"Durch einen Dolch wirst du gestorben. So war der Lauf der Dinge sein."
Da Zamorra und Saranow nichts ausrichten können, befragen sie zusammen mit Ratekin die Zeugin des ersten Mordes, jedoch kann Zamorra den von Gregor gelegten Hypnosebann nicht durchdringen, zumindest nicht, ohne daß Folgeschäden zurückbleiben würden.
Über Funk erfahren sie vom Mord an dem Busfahrer.
Nach dem Verschwinden des Todes taucht Gregor auf, stellt Eva zur Rede und bedroht sie. Nicole greift ein und attackiert Gregor, wird aber dann vom zurückgekehrten Tod angegriffen. Er läßt jedoch überraschend von ihr ab und verschwindet, wobei Nicole den Gedanken "Danke" von ihm empfängt.
Saranow, Zamorra und Ratekin sind beim verunglückten Bus eingetroffen. Und jetzt endlich beginnt der Groschen zu fallen - Saranow erkennt den Busfahrer und beginnt zu kombinieren...
Dieser war Teilnehmer an einem PSI-Experiment um Teleportation; Saranow war sein Aufseher, sein Überwacher. Saranow geht davon aus, daß die anderen ebenfalls Teilnehmer des Experiments waren und daß man die Probanden aus dem Weg räumen will - weshalb auch immer.
Nicole und Eva diskutieren derweil über Gregor, der verschwunden ist. Eva behauptet, er sei weder Mensch noch Dämon, woraus Nicole schließt, daß es sich um einen Agenten der EWIGEN handeln könnte.
Dieser taucht am Tatort auf, wo man ihn in die Enge zu treiben beginnt. Saranow geht sogar so weit, zu behaupten, daß Gregor der Drahtzieher ist - ein Pfeil ins Blaue, der Ratekin das Leben kostet, denn Gregor erschießt ihn, als Zamorra noch weiter geht und behauptet, die Unterhaltung würde über Transfunk aufgezeichnet. Gregor kennt den Begriff und enttarnt sich somit selbst als EWIGER.
Saranow stürzt sich auf den Agenten und tötet ihn mit seiner eigenen Waffe.
Nicole trifft ein weiteres Mal mit dem Tod zusammen und erfährt, daß dieser ein Versprechen gegenüber MacFool abgelegt hat, nichts gegen sie zu unternehmen.
Der Tod in Moskau ist identisch mit dem aus Schottland, der dort erst vor kurzem von Rico Calderone zu Schandtaten gezwungen wurde.
Zum Abschluß warnt er jedoch Eva, ihm nicht noch einmal in die Quere zu kommen.

Ich stellte die 13 Punkte ja bereits in der letzten Ausgabe in Aussicht, und verdient hat der Roman diese Punktzahl allemal. Die Zusammenfassung sagt alles, denke ich.
Viel gibt es nicht hinzuzufügen - man wartet gespannt auf die INVASION!

13 Punkte

Guido Latz

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