Der
fünfundachtzigjährige Rentner Paul Brettnarsch (* Argh,
was für ein hyperdämlicher Name... man kann es mit dem
Versuch, Namen zu erfinden, die es wirklich nicht gibt, doch sehr
übertreiben... Heike) hebt alle seine Ersparnisse ab. Als er
sie im Heim "Graues Kloster" verstecken will, findet er unter den
Dielen ein altes Beil. (Hier bereits die ersten Fehler: Paule wohnt
oben. Er steigt nämlich mehrere Treppen empor. Und dann will er
etwas unter den Dielen vergraben??? Und auf Seite 5 heißt es:
"..., juckte er mißmutig sein Kinn") (* Du wirst kaum
glauben, wieviele Leute den Unterschied zwischen "jucken" und
"kratzen" nicht kennen. Heike)
Mark Hellmann erhält eine eindeutige Einladung von einer alten
Freundin namens Clarissa (Stammleser kennen sie bereits aus Band 16),
die er auch flugs annimmt. (Nanu, wo ist denn da seine Treue zu Tessa
hin? Oder haben wir hier einen neuen Bach? Nennen wir ihn doch
vorerst einmal "Ich-habe-das-Expose-nicht-richtig-gelesen-Bach"...
(* Was hältst Du von
"Man-hat-mir-irrtümlich-das-alte-Exposé-zugeschickt-Bach"? ;-)
Winy)) Da sein geliebter BMW in der Werkstatt ist, muß er
halt den Zug nehmen. (Was denn, was denn, Mark Hellmann klagt einmal
nicht über Geldsorgen? Wo eine Reparatur doch so teuer
ist...)
Während Mark Hellmann unterwegs nach Greifswald zu Clarissa ist,
beginnt dort bereits das Grauen: Ein Irrer mit einer Axt hackt der
Freundin des Heimleiters vom "Grauen Kloster" den Arm ab,
außerdem muß auch noch ein kleiner Hund dran glauben.
Dann fällt der Irre einem Liebespärchen auf, dessen
männlicher Part sich bemüßigt fühlt, sich den
Mann einmal näher anzusehen.
Auf seiner Fahrt nach Greifswald hilft Mark erst einmal einem
Ausländer gegen ein Skinheadtrio, bestehend aus zwei
Männern und einer Frau. Nach dieser Aufwärmübung
erwartet unseren Helden ein gewaltiger Schock: Der Bahnsteig, auf dem
der Zug in Greifswald ankommt, gleicht einem Schlachtfeld. Der
einzige Überlebende ist der männliche Teil des
Liebespärchens.
Nach diesem Schock - und nachdem Clarissa Mark vom Bahnhof abgeholt
hat - versucht dieser, erst einmal Informationen zu bekommen. Welch
ein Glück für ihn, daß einer der Vorfahren von
Clarissa ein Henker war, von dem wohl auch das geheimnisvolle Beil
stammt. Nachts hat Mark Hellmann dann auch einen Traum von dem irren
Henkersnachfolger.
Paul Brettnarsch (der Leser hat es sicher schon geahnt, hier (auf
Seite 27) gibt es endlich die Bestätigung) ist wieder einmal
unterwegs. Sein Ziel diesmal: Eine Buchhandlung in der Innenstadt von
Greifswald. Doch kaum hat er die Buchhandlung betreten, als ein
Schwarm Krähen, der sich in der Nähe versammelt hat, in die
Buchhandlung eindringt und ihn angreift. (Natürlich wird
nirgendwo erklärt, wieso die Viecher das tun. Vielleicht wollte
Bach einfach nur eine Reminiszenz an Hitchcocks "Die Vögel"
einbringen. Schließlich wäre der Meister des Thrillers
diesen Monat 100 Jahre alt geworden...). Schwer verletzt kann
Brettnarsch entkommen und flüchtet ins Heim. Dort
verläßt ihn kurz der magische Einfluß des Beils, und
Paule nutzt die Gelegenheit, um sein Leben zu beenden.
Auch Mark Hellmann hat das Heim inzwischen erreicht. (Wie,
erfährt natürlich wieder niemand, auch nicht, wieso MH
ausgerechnet auf Brettnarsch kommt. Vielleicht hat Herr Hellmann ja
im Gegensatz zu Herrn Bach das Exposé gelesen...) Als
Brettnarsch nicht öffnet (wie denn auch...), dringen Mark
Hellmann, Clarissa (die MH den ganzen Roman über nur
nachläuft und Ideen liefert) und der Heimleiter mit dem
Generalschlüssel in das Zimmer ein. Natürlich greift das
geheimnisvolle Beil sofort an, und ebenso natürlich wehrt sich
Mark Hellmann. Es gelingt ihm, das Beil ruhigzustellen, doch dieses
hackt vorher der Leiche von Brettnarsch noch schnell drei Finger ab,
die anschließend nicht mehr aufzufinden sind. (Hier folgt dann
auch der obligatorische Verweis auf das Titelbild. Wurde das etwa vor
dem Schreiben des Romans gezeichnet???) (* Ja, das ist so
üblich. Für gewöhnlich bauen Heftromanautoren die
Titelbildszene oder einen Teil davon in ihren Roman ein.
Heike)
Natürlich hat Mark Hellmann das Beil mitgenommen und untersucht
es nun, doch es hat anscheinend jede Magie verloren. Um sich von
diesem Rätsel und einem Anruf von Tessa abzulenken,
beschließt unser Mark, mit Clarissa ein wenig Bettsport zu
treiben. Doch dabei streift er mit dem Ring sein Mal, und dieser
reagiert sofort mit dem bekannten Suchstrahl. Flugs macht sich Mark
Hellmann, mit Clarissa im Schlepptau, auf den Weg, um der Spur zu
folgen.
Inzwischen hat auch eine junge Frau das Heim erreicht, die erst vor
kurzem erfahren hat, daß sie noch einen Großvater hat.
Dieser heißt Paul Brettnarsch... Von der Nachricht, daß
dieser erst vor kurzer Zeit verstorben ist, sichtlich geschockt,
begibt sich die junge Frau in ein Café, nicht ahnend,
daß sie ein grausiges Erbe mit sich herumschleppt.
Natürlich trifft unser Held rechtzeitig am Ort des Geschehens
ein und kann auch einer (gerade mal mausgroßen, aber extrem
gefährlichen) Killerbestie den Garaus machen. Doch Dank des
Eingreifens der Polizei können zwei weitere Killerbestien
entkommen. (Wir erinnern uns: Drei Finger!) Den Kadaver der dritten
Bestie im Schlepptau, verziehen sich die beiden Wesen in den Keller
des Heims, wo sie damit beginnen, sich im Eiltempo zu vermehren.
(Hier ist Herrn Bach die Phantasie durchgegangen, die Viecher
vermehren sich so schnell wie Bakterien, eher sogar noch
schneller...) (* DAS kann ich nun kaum glauben. Es gibt bestimmt
Bakterien, die den von Herrn Bach geschilderten
Fortpflanzungsrhythmus übertreffen würden. Heike)
Und wieder einmal bringt Clarissa Mark Hellmann auf eine gute Idee
(Nein, nicht, was ihr schon wieder denkt...): Mark will die Gebeine
von Clarissas Vorfahr suchen und diesem mit Weihwasser den ewigen
Frieden schenken, um den Spuk zu beenden. Also wird wieder einmal der
Ring aktiviert, und los geht es.
Bald findet Mark den Platz, an dem die Gebeine in ungeweihter Erde
ruhen. Doch ausgerechnet diesen Platz hat das Skinheadtrio aus dem
Zug zu seinem Lagerplatz erkoren. Mit Hilfe von Marks SIG Sauer
überzeugt Clarissa das Trio, daß es besser wäre, sich
nicht einzumischen, während Mark fleißig gräbt. Kaum
hat er, ohne etwas zu finden, eine Grube ausgehoben, die etwa einem
Grab gleicht (was unser Trio doch ein wenig unruhig macht), greift
ein Trupp der Bestien an. Mark wehrt sich erfolgreich mit Weihwasser,
wovon auch ein paar Spritzer in die Grube gelangen, und siehe da,
prompt hört der Spuk auf. Als sich Mark schließlich von
Clarissa verabschiedet, gesteht ihm diese, daß sie in
Wirklichkeit Ellen, Clarissas Zwillingsschwester, ist...
Nun ja, sehr konstruiert diesmal, der Roman. Viel zu viele Fragen
bleiben unbeantwortet, und der gute Mark kommt doch tatsächlich
völlig ohne jede Information auf die Idee, daß das Beil
nur Clarissas (und Ellens) Vorfahr gehört haben kann, sowie
darauf, wie der Spuk zu beenden ist. Noch nicht einmal ein Anruf bei
seinem Vater Ulrich ist nötig. Und dann natürlich, wie Mark
zu diesem Abenteuer kommt. Auf nackte Frauen, die vor ihm stehen,
reagiert der gute Mark zwar noch, wimmelt sie aber ab. Und kaum
schreibt einer seiner früheren One-Night-Stands, als er auch
schon alles stehen und liegen läßt und sogar Zubehör
aus seinem Einsatzkoffer mitnimmt. Frage: Würde sich auch nur
irgendein Mann so verhalten??? Ist Herr Bach etwa eine Frau Bach???
Fragen über Fragen, und der Roman gibt sogar noch mehr Fragen
dazu. Keine davon wird beantwortet, keine einzige. Und Tessa??? Mark
verrät ihr, daß er sich in Greifswald befindet, und Tessa
eilt nicht sofort zu ihm???
Genug der Fragen, nur noch eine: Hat der Mensch, der diesen Roman
verbrochen hat, jemals vorher schon mal einen Hellmann gelesen???
Hier paßt einfach hinten und vorn nichts!
Fazit:
Ein neuer Maßstab im Bereich des Gruselromans wurde mit diesem
Roman gesetzt: Schlechter geht es nun wirklich kaum noch. Und die
Folge ist: Dicke, fette NULL Punkte (obwohl das auch schon zuviel
ist).