Bei einem
Spaziergang rollt Lucie Brenshaw der Kopf ihres Verlobten Rick vor
die Füße; von dem Torso fehlt jegliche Spur. Sheriff
Bancroft nimmt die Ermittlungen auf, und da die Spuren am Kopf auf
den Einsatz einer Laserwaffe schließen lassen, fährt er
hinaus zu Tendykes Home - denn der Kopf des weltumspannenden
Großkonzerns ist Besitzer einer Laserpistole.
Dieser wimmelt den Gesetzeshüter allerdings schnell ab. Nach der
Beschreibung des Kopfes und des Fundortes beschleicht ihn jedoch ein
merkwürdiges Gefühl.
Vor 319 Jahren, 1619, war er mit einem Trupp an jenem Ort, der heute
Sweetwater heißt, auf der Suche nach einem Stützpunkt
für seine Zukunftspläne.
Dort stieß er auf einen Stamm der Calusa, die mit spanischen
Eroberern ein Fort bewohnten. Als Herrscher führte sich dort Don
Manfredo Accosto auf, ein Henker, der von einem Eingeborenen - einem
Schamanen namens Ma chona - unterstützt wurde. Gemeinsam
tyrannisierten die beiden die Bevölkerung.
In Wirklichkeit hielt Ma chona die Fäden in der Hand, und nach
einer kurzen Gefangenschaft hatte Tendyke - damals deDigue - diesem
den Garaus machen können.
In der Gegenwart verschwindet ein weiterer Polizist, dessen Kopf kurz
darauf aus dem Nichts erscheint, was Lucie beobachtet. Sie informiert
den Sheriff, der die Beschreibung des Entführers weitergibt.
Vor Ort rätselt Tendyke, wieso Ma chona aus dem Nichts
auftauchen konnte, als Nicole Duval in das Nichts entführt wird.
Zamorra tastet die Gegend ab und entdeckt unsichtbare
Regenbogenblumen.
Er folgt seiner Lebensgefährtin und langt gerade zu dem
Zeitpunkt im Fort an, als deDigue Don Manfredo getötet hat und
sich den Indianern und Ma chona gegenübersieht. Zamorra schnappt
sich das Henkersbeil und richtet Ma chona. Dieser explodiert
förmlich und enttarnt sich als MÄCHTIGER, der die Flucht
ergreift.
Man reist in die Gegenwart zurück, wo Ricky und der Polizist
wieder unter den Lebenden weilen.
Tendykes Erinnerungen an jenes Fort nach dem Tod Don Manfredos sind
verschwommen. Einerseits glaubt er, daß sein damaliger
Begleit-Trupp ihn befreite; andererseits war Zamorra zur Stelle, um
ihn und Nicole herauszuhauen.
Nix verstehen.
Natürlich, in der ursprünglichen Zeitlinie muß Ma
chona überlebt haben, aber wenn er sich aus der Zukunft die
Opfer geholt hat, wieso? Er hätte ja auch 1620 gegen deDigue
vorgehen können; und wieso sollte er Opfer überhaupt noch
"weiter" in die Vergangenheit holen? Also - wenn die Niederlage z. B.
auf den frühen Abend fällt, wieso tauchen die Köpfe
dann schon am Nachmittag auf?
Ziemlich unlogisch und unnötig, dafür umso besser die
früher monierte Farblosigkeit der Vergangenheit. Die
Beschreibung der Zeit, der Lebensumstände und des Forts waren
schon um Klassen besser.
Und mal abgesehen davon, daß ich das Motiv des MÄCHTIGEN
nicht verstehe, 319 Jahre in die Zukunft zu springen, um dort einen
Gegner zu schädigen, war der Roman flott geschrieben.
Aber wer versteht schon MÄCHTIGE.
8 Punkte