Herr Bach,
was waren wir wieder faul. Diesmal entspricht das Intro ihres neuen
Romans (die berühmte erste Seite) doch tatsächlich Wort
für Wort der Vorschau des letzten Heftes...
Odin, der germanische Gottvater, sitzt gerade gemütlich auf
seinem Thron, als Kalpa, ein Riese aus der Welt Utgard, ihn zum Kampf
fordert. Denn Odin Hellmann (den konnte ich mir jetzt nicht
verkneifen) hat es mit dessen Weib getrieben. Natürlich bleibt
Odin als Gott siegreich und knüpft den Riesen an der Weltesche
(Yggdrasil, Herr Bach. Diesen Namen sollte man schon erwähnen!)
auf. Doch kurz vor seinem Tod verflucht Kalpa Odin und verspricht
ihm, wiederzukehren und die Welt der Menschen (Midgard) und der
Götter (Asgard) zu vernichten...
Mark Hellmann und sein Vater beschäftigen sich mit
Nachforschungen über Dracomar und die Blutdruiden. (Hier wird
erwähnt, daß man Dracomar zum ersten Mal 1998 begegnet
(Band 1). Natürlich habe ich versucht, dies zu verifizieren,
stieß dabei aber auf ein Problem: Auf der Leserseite von Band 1
heißt es, Mark Hellmann wurde 1980 gefunden. Im Roman
heißt es, er wurde im Alter von 12 Jahren gefunden (in
späteren Romanen wird korrekterweise von einem Alter von 10
gesprochen) und sei jetzt 28 Jahre alt (Aktuell: 29 Jahre). Vergessen
wir diesen Fehler, haben wir ein neues Problem: Wann hat er
eigentlich Geburtstag??? Laut MH 3 hat er weder Geburtsurkunde, noch
steht ein Geburtsdatum in seinem Paß!!! Wie alt ist er
eigentlich wirklich? Auf zehn Jahre wurde er geschätzt, aber von
wem? Herr Bach, beantworten Sie doch endlich einmal diese Fragen...)
Man sucht nach einer Möglichkeit, Dracomar endgültig zu
vernichten. Prompt erscheint dieser auch und vernichtet ein altes
Buch, die Informationsquelle der Hellmanns. Außerdem
stößt er noch ein paar Drohungen aus, bevor er sich
zurückzieht. Allerdings war nur sein Geistkörper bei den
Hellmanns zu Besuch, denn Dracomar beschäftigt sich momentan
damit, Kalpa wieder zum (untoten) Leben zu erwecken und auf seine
Pläne einzuschwören...
Kaum ist Dracomar verschwunden, als Mark einen Anruf von seinem
Freund Pit Langenbach erhält, der einen neuen Fall für ihn
hat: Einen von einem Riesen verschleppten jungen Mann. Sofort bricht
Mark auf zum Tatort, wo er auch prompt eine Begegnung mit einem
Riesen (Kalpa, wie der Leser weiß) hat. Nach der Vertreibung
des Riesen trifft er Pit, aber nicht nur diesen, sondern auch
Struppy. Denn der junge Mann war ihr Freund, außerdem war sie
es, die Pit benachrichtigt hat. (Hier kam uns und Euer C. W.
Bach ein wenig durcheinander. Heißt es erst, Pit würde von
seinen Bossen Fälle mit unerklärlichen Phänomenen
zugeschanzt bekommen, so erfahren wir wenig später, daß
Struppy Pit direkt angerufen hat. Konnte er diese Information Mark
nicht direkt zukommen lassen??? Außerdem weiß Struppy von
Marks Aufgabe als Dämonenjäger - warum hat sie ihn dann
nicht direkt angerufen??? Einfache Erklärung: Irgendwie
mußte ja Pit in die Story eingebaut werden...) Auch Odin, der
Göttervater, gesellt sich zu der Truppe. Gemeinsam macht man
sich auf, Kalpa das Handwerk zu legen.
Kalpa hat nach seinem ersten Opfer noch schnell einen Panzer
aufgelesen, was die Gesamtzahl seiner Opfer doch ein wenig
erhöht. (Herr Bach, informieren sie sich bitte vorher! Ich war
bei der Bundeswehr bei einer Panzereinheit, von daher weiß ich:
Ein Panzer (gerade vom Typ Kampfpanzer Leopard) fährt
höchst selten allein durch die Gegend! Normalerweise
gehören zu einem Panzerzug immer vier (manchmal auch fünf)
Panzer!!! Ja, ich weiß, mit vier Panzern hätte Kalpa ein
wenig Probleme gehabt. Trotzdem, böser Fehler!) Diese bringt er
Dracomar, der inzwischen eine Opferstätte vorbereitet hat. Beide
sind gerade lustig am Opfern, als auch schon unsere Abenteurergruppe
(Sorry, aber bei der Zusammensetzung!!!) auftaucht und den Kampf
aufnimmt. Beide werden vertrieben, die Überlebenden sind
gerettet. Mark nimmt Odin mit zu sich nach Hause, wo dieser erst
einmal ein paar Flaschen Bier leert, bevor er Mark einen Auftrag
erteilt: Dieser soll seine magischen Stäbchen, die Dracomar ihm
entwendet hat, aus der Welt Utgard (die Welt der Riesen)
zurückholen. (Ja, wat denn nu? Da heißt es, Mark braucht
dämonische Aktivitäten, um seinen Ring aktivieren zu
können. Kaum hat er diese, aktiviert er den Ring an seinem
Hexenmal. Da er den Ring aber auch schon ohne die Nähe
dämonischer Aktivitäten hat aktivieren können (siehe
z. B. MH 41, beim Liebesspiel mit Clarissa), läßt dies nur
einen Schluß zu: Mark ist ein Dämon...) (* Ein
eindeutiger Beweis dafür, daß man den Teufel doch mit dem
Beelzebub austreiben kann? Oder ist das ganz einfach das große
Geheimnis, das wir ansonsten erst im allerletzten Band der Reihe
erfahren hätten...? Heike)
Während Mark in Utgard erfolgreich den Ring zurückholt
(nach ein paar kleinen Problemen mit Kalpa und dessen Weib (Merke:
Hellmann macht sogar Riesinnen scharf) sowie einem Eingreifen von
Nostradamus), versucht Odin, Tessa zu verführen. Dies gelingt
ihm beinahe auch, doch stören leider drei Riesen. Kaum sind
diese besiegt (mit Hilfe von Pit), kommt Tessa auch schon zur
Besinnung, und Odin wird in ein Hotel geschickt.
Wieder zu Hause angekommen, erhält Mark einen Anruf von Tessa:
Die Riesen sind los. Tausend von ihnen, angeführt von Kalpa,
marschieren Richtung Weimar. Schnell holt man Odin im Hotel ab,
dieser ruft die Wilde Jagd (die Geisterschar der verstorbenen
germanischen Krieger), und schnell entbrennt ein Kampf...
Pit und Tessa, die den Kampf vom Wagen aus verfolgen, werden
plötzlich von Dracomar angegriffen. Doch da dieser stark
geschwächt ist, kann er vertrieben werden. Vorher verabschiedet
er sich allerdings noch schnell von Mark Hellmann, der gerade mit
Odin und den Heerscharen der Geister Kalpa und sein Heer besiegen
konnte.
Naja, etwas durchwachsen, dieser Roman. Besonders störend sind
wieder einmal die diversen logischen Fehler, die nicht einmal der
inneren Logik des Romans folgen. So hat z. B. Mark Hellmann Odins
Stäbchen kaum in der Hand und fragt sich gerade, wie er denn
diese auf seiner Reise überhaupt mitnehmen soll, als sie ihm
auch schon verkünden, den Rückweg würden sie allein
finden. Ja, toll, wieso konnte Kalpa sie dann so einfach in seiner
Höhle rumliegen lassen???
Immerhin, die Story ist wenigstens diesmal halbwegs interessant, was
auf die Leserseite aber wieder nicht zutrifft. Auf dieser gibt es die
Vorankündigungen für die nächsten Bände bis
Nummer 53 - und natürlich die obligatorischen
Lobhudeleien...
Fazit:
Wenigstens ein noch leserlicher Roman mit vielen logischen Fehlern,
halbwegs ertragbar. Dafür gibt's 2 Punkte.
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