Mark Hellmann

Band 43: "Die Rache des gehenkten Riesen"

Herr Bach, was waren wir wieder faul. Diesmal entspricht das Intro ihres neuen Romans (die berühmte erste Seite) doch tatsächlich Wort für Wort der Vorschau des letzten Heftes...
Odin, der germanische Gottvater, sitzt gerade gemütlich auf seinem Thron, als Kalpa, ein Riese aus der Welt Utgard, ihn zum Kampf fordert. Denn Odin Hellmann (den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen) hat es mit dessen Weib getrieben. Natürlich bleibt Odin als Gott siegreich und knüpft den Riesen an der Weltesche (Yggdrasil, Herr Bach. Diesen Namen sollte man schon erwähnen!) auf. Doch kurz vor seinem Tod verflucht Kalpa Odin und verspricht ihm, wiederzukehren und die Welt der Menschen (Midgard) und der Götter (Asgard) zu vernichten...
Mark Hellmann und sein Vater beschäftigen sich mit Nachforschungen über Dracomar und die Blutdruiden. (Hier wird erwähnt, daß man Dracomar zum ersten Mal 1998 begegnet (Band 1). Natürlich habe ich versucht, dies zu verifizieren, stieß dabei aber auf ein Problem: Auf der Leserseite von Band 1 heißt es, Mark Hellmann wurde 1980 gefunden. Im Roman heißt es, er wurde im Alter von 12 Jahren gefunden (in späteren Romanen wird korrekterweise von einem Alter von 10 gesprochen) und sei jetzt 28 Jahre alt (Aktuell: 29 Jahre). Vergessen wir diesen Fehler, haben wir ein neues Problem: Wann hat er eigentlich Geburtstag??? Laut MH 3 hat er weder Geburtsurkunde, noch steht ein Geburtsdatum in seinem Paß!!! Wie alt ist er eigentlich wirklich? Auf zehn Jahre wurde er geschätzt, aber von wem? Herr Bach, beantworten Sie doch endlich einmal diese Fragen...) Man sucht nach einer Möglichkeit, Dracomar endgültig zu vernichten. Prompt erscheint dieser auch und vernichtet ein altes Buch, die Informationsquelle der Hellmanns. Außerdem stößt er noch ein paar Drohungen aus, bevor er sich zurückzieht. Allerdings war nur sein Geistkörper bei den Hellmanns zu Besuch, denn Dracomar beschäftigt sich momentan damit, Kalpa wieder zum (untoten) Leben zu erwecken und auf seine Pläne einzuschwören...
Kaum ist Dracomar verschwunden, als Mark einen Anruf von seinem Freund Pit Langenbach erhält, der einen neuen Fall für ihn hat: Einen von einem Riesen verschleppten jungen Mann. Sofort bricht Mark auf zum Tatort, wo er auch prompt eine Begegnung mit einem Riesen (Kalpa, wie der Leser weiß) hat. Nach der Vertreibung des Riesen trifft er Pit, aber nicht nur diesen, sondern auch Struppy. Denn der junge Mann war ihr Freund, außerdem war sie es, die Pit benachrichtigt hat. (Hier kam uns’ und Euer C. W. Bach ein wenig durcheinander. Heißt es erst, Pit würde von seinen Bossen Fälle mit unerklärlichen Phänomenen zugeschanzt bekommen, so erfahren wir wenig später, daß Struppy Pit direkt angerufen hat. Konnte er diese Information Mark nicht direkt zukommen lassen??? Außerdem weiß Struppy von Marks Aufgabe als Dämonenjäger - warum hat sie ihn dann nicht direkt angerufen??? Einfache Erklärung: Irgendwie mußte ja Pit in die Story eingebaut werden...) Auch Odin, der Göttervater, gesellt sich zu der Truppe. Gemeinsam macht man sich auf, Kalpa das Handwerk zu legen.
Kalpa hat nach seinem ersten Opfer noch schnell einen Panzer aufgelesen, was die Gesamtzahl seiner Opfer doch ein wenig erhöht. (Herr Bach, informieren sie sich bitte vorher! Ich war bei der Bundeswehr bei einer Panzereinheit, von daher weiß ich: Ein Panzer (gerade vom Typ Kampfpanzer Leopard) fährt höchst selten allein durch die Gegend! Normalerweise gehören zu einem Panzerzug immer vier (manchmal auch fünf) Panzer!!! Ja, ich weiß, mit vier Panzern hätte Kalpa ein wenig Probleme gehabt. Trotzdem, böser Fehler!) Diese bringt er Dracomar, der inzwischen eine Opferstätte vorbereitet hat. Beide sind gerade lustig am Opfern, als auch schon unsere Abenteurergruppe (Sorry, aber bei der Zusammensetzung!!!) auftaucht und den Kampf aufnimmt. Beide werden vertrieben, die Überlebenden sind gerettet. Mark nimmt Odin mit zu sich nach Hause, wo dieser erst einmal ein paar Flaschen Bier leert, bevor er Mark einen Auftrag erteilt: Dieser soll seine magischen Stäbchen, die Dracomar ihm entwendet hat, aus der Welt Utgard (die Welt der Riesen) zurückholen. (Ja, wat denn nu? Da heißt es, Mark braucht dämonische Aktivitäten, um seinen Ring aktivieren zu können. Kaum hat er diese, aktiviert er den Ring an seinem Hexenmal. Da er den Ring aber auch schon ohne die Nähe dämonischer Aktivitäten hat aktivieren können (siehe z. B. MH 41, beim Liebesspiel mit Clarissa), läßt dies nur einen Schluß zu: Mark ist ein Dämon...) (* Ein eindeutiger Beweis dafür, daß man den Teufel doch mit dem Beelzebub austreiben kann? Oder ist das ganz einfach das große Geheimnis, das wir ansonsten erst im allerletzten Band der Reihe erfahren hätten...? Heike)
Während Mark in Utgard erfolgreich den Ring zurückholt (nach ein paar kleinen Problemen mit Kalpa und dessen Weib (Merke: Hellmann macht sogar Riesinnen scharf) sowie einem Eingreifen von Nostradamus), versucht Odin, Tessa zu verführen. Dies gelingt ihm beinahe auch, doch stören leider drei Riesen. Kaum sind diese besiegt (mit Hilfe von Pit), kommt Tessa auch schon zur Besinnung, und Odin wird in ein Hotel geschickt.
Wieder zu Hause angekommen, erhält Mark einen Anruf von Tessa: Die Riesen sind los. Tausend von ihnen, angeführt von Kalpa, marschieren Richtung Weimar. Schnell holt man Odin im Hotel ab, dieser ruft die Wilde Jagd (die Geisterschar der verstorbenen germanischen Krieger), und schnell entbrennt ein Kampf...
Pit und Tessa, die den Kampf vom Wagen aus verfolgen, werden plötzlich von Dracomar angegriffen. Doch da dieser stark geschwächt ist, kann er vertrieben werden. Vorher verabschiedet er sich allerdings noch schnell von Mark Hellmann, der gerade mit Odin und den Heerscharen der Geister Kalpa und sein Heer besiegen konnte.

Naja, etwas durchwachsen, dieser Roman. Besonders störend sind wieder einmal die diversen logischen Fehler, die nicht einmal der inneren Logik des Romans folgen. So hat z. B. Mark Hellmann Odins Stäbchen kaum in der Hand und fragt sich gerade, wie er denn diese auf seiner Reise überhaupt mitnehmen soll, als sie ihm auch schon verkünden, den Rückweg würden sie allein finden. Ja, toll, wieso konnte Kalpa sie dann so einfach in seiner Höhle rumliegen lassen???
Immerhin, die Story ist wenigstens diesmal halbwegs interessant, was auf die Leserseite aber wieder nicht zutrifft. Auf dieser gibt es die Vorankündigungen für die nächsten Bände bis Nummer 53 - und natürlich die obligatorischen Lobhudeleien...

Fazit:
Wenigstens ein noch leserlicher Roman mit vielen logischen Fehlern, halbwegs ertragbar. Dafür gibt's 2 Punkte.

Ritchie Eberle

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