Die
Zeitungen sind voll mit Bildern und Berichten zu diesem Thema. Die
Fans stürmen die Kinokassen. Ich konnte selbst beobachten, wie
innerhalb von 45 Minuten für die ersten Vorstellungen die beiden
größten Kinosäle des Cinedom in Köln ausverkauft
wurden, als am 05.08.99 der Kartenvorverkauf begann. Die Menschen
hielten mit verklärtem Blick ihre Tickets in der Hand, und allen
war eines anzusehen - die gespannte Erwartung des Augenblicks, da sie
endlich die bekannte Musik vernehmen und die ersten schrägen
Zeilen auf Sternenhintergrund verkünden würden: Die Saga
geht weiter. Doch dann am 18.08.99 um 23:59 Uhr stellte sich die
Frage: Konnte der Film die Erwartungen erfüllen?
Ich muß mich an dieser Stelle sicher nicht zur Qualität
der Spezialeffekte äußern. Die Namen George Lucas und ILM
sagen bereits, daß die Effekte kaum besser sein können.
Aber Vorsicht - irgendwann müssen immer bessere Computereffekte
zwangsläufig die Grenze zwischen Film und Computerspiel
verwischen lassen. Star Wars - Episode 1 kommt sehr nah an diese
Grenze heran. Leider - muß ich sagen! Obwohl ich
persönlich ein großer Fan von "Effekte-Filmen" bin und
schon manche Kinokarte nur deshalb gekauft habe, weil die Effekte des
entsprechenden Films von ILM waren, fand ich sie im neuen Star Wars
übertrieben. Vor allem das schon im Vorfeld immer wieder
angesprochene Pod-Race ist meiner Meinung nach viel zu langgezogen
und erinnert sehr stark an entsprechende Computerspiele. (*
Schließlich mußte man ja das entsprechende Computerspiel
aus eigenem Hause promoten... Winy)
Die komplett computeranimierte Hauptfigur Jar Jar Binks eröffnet
ein neues Kapitel der Computereffekte im Kino. Auch hier bin ich mir
nicht sicher, ob ich diese Entwicklung gutheißen soll. Filme
sind doch immer auch mit den Schauspielern verbunden. Wie soll das
werden, wenn eines Tages immer mehr Rollen mit Computerprogrammen
besetzt werden? Ich glaube, das würde dem Medium Film einiges an
Reiz nehmen. Aber dennoch - alle Achtung vor der Leistung des
"Programms" Jar Jar Binks. Er wirkt in allen Szenen sehr "echt",
zeigt ein deutliches Mienenspiel und agiert problemlos mit den realen
Schauspielern.
Nun zur Handlung. Keine Angst - ich werde jetzt nicht wiederholen,
was man zur Zeit sowieso in allen Zeitungen zu lesen bekommt. Ich
frage nur, was erwarten wir eigentlich von der Handlung?
Irgendwann einmal haben wir in der Schule gelernt, daß
Handlungen meist ähnlich aufgebaut sind. Zuerst lernt man die
Charaktere kennen, und es werden Fragen aufgeworfen, deren Antwort
den Zuschauer (oder Leser) interessieren und fesseln sollen. Dann
tauchen für die Helden die ersten Probleme bzw Aufgaben auf; die
Spannung wird gesteigert, bis sie zum Ende hin im Höhepunkt
mündet und dann mit der Auflösung der Fragen steil
abfällt, bis zum Schluß. Dies ist natürlich nur eine
stark verallgemeinerte, amateurhafte Angabe und entspricht garantiert
nicht exakt dem, was Autoren und Journalisten lernen und beachten
müssen. Also - Winy und Heike - bitte jetzt keine Beschwerden!
(* Wer, bitte schön, sind wir denn, daß wir das Recht
hätten, uns darüber zu beschweren? ;-) Heike)
Viele Kritiker haben geschrieben, die Handlung von Episode 1
wäre eher flach und nichtssagend. Doch ich frage: Was erwartet
ihr vom ersten Drittel einer Handlung? Wir haben die Charaktere
kennengelernt und stellen uns die ersten Fragen. Auf den
Höhepunkt jedoch werden wir noch 4 Jahre warten müssen.
(Leider.)
Selbstverständlich hat Lucas für alle "Nicht-Fans" auch
eine Einzelhandlung eingebaut, und die ist, ehrlich gesagt, etwas
flach. Doch ich persönlich glaube, eine tiefere Handlung dieses
einen Filmes wäre auf Kosten der Haupthandlung gegangen, die
alle drei Filme umfaßt.
Wer in diesen Film nur geht, um einen Film zu sehen, wird
enttäuscht sein. Aber an alle Kenner der Star Wars-Szene:
Beschwert euch nicht über eine flache Handlung, sondern denkt
immer daran - wir sahen erst das 1. Drittel! Und wie wir George Lucas
kennen, hält er noch einige Überraschungen für uns
bereit.
Abschließend noch eins: Ob euch die Effekte nun gefallen oder
nicht, ob ihr die Handlung gut findet oder nicht - es ist seit fast
20 Jahren endlich wieder Star Wars. Ist das allein nicht schon Grund
genug, sich den Film anzusehen???
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Kurzer Inhalt: Der Planet Naboo wird von der
Handelsföderation blockiert. Zwei Jedi-Ritter brechen
auf, um dies zu unterbinden. Sie kommen zwar zu spät,
eine Invasion des Planeten zu verhindern, können aber
immerhin die Königin in Sicherheit bringen. Doch ihr
Schiff muß auf dem Planeten Tatooine notlanden, um
wichtige Ersatzteile für den Hyperantrieb zu bekommen.
Dort treffen sie den jungen Anakin Skywalker, ein Kind, in
dem die Macht sehr stark ist... |
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Endlich ist es also auch in Deutschland soweit. Star Wars
läuft, hat inzwischen wahrscheinlich schon die 5
Millionen Besuchergrenze überschritten (*Naja, rund
3,5 Mio. in den ersten zwei Wochen... Winy), und die
Fans oder solche, die es noch werden wollen, strömen in
die Kinos. Auch ich gehöre zu der großen Masse
der Anhänger, Jedis oder wie immer man uns nennen
möchte, und wie wahrscheinlich jeder Fan (P.S.: ich
kenne alle Dialoge auswendig.) betrat auch ich den Kinosaal
mit großer Vorfreude, auch wenn diese durch einen
Haufen schlechter Kritiken doch etwas getrübt war. |