Mark Hellmann

Band 47: "Attilas Mörderhorden"

Tessa Hayden unterstützt in Mannheim die Kollegen. Es geht um verdeckte Ermittlungen im Rotlichtmilieu, auf der Suche nach einem irren Frauenmörder, der bevorzugt Prostituierte umbringt. Leider sind es jedoch zwei Täter, die sich zusammengetan haben, und Tessa und ihre Kollegin Kirstin geraten den beiden in die Hände. Trotz großen Polizeiaufgebots können die beiden Täter mit ihren Geiseln in den Pfälzer Wald flüchten.
Dort erwischt die beiden Killer allerdings ein irres Schicksal: Der erste wird von einer gerade in diesem Moment und an diesem Ort wiederauferstehenden Zombiehunnenhorde gekillt, den zweiten knöpft sich deren Anführerin (na also, endlich Gleichberechtigung...) Barret, die Wildfrau, höchstpersönlich vor. Natürlich geraten auch die beiden Frauen in deren Gewalt.
Bei der Zombiearmee handelt es sich mal wieder um den Plan eines Dämonen, dem Mark Hellmann übel zugesetzt hat, diesmal ein Plan von Belial. (Ja, gut, nicht vom ihm selber, aber er ist ausführendes Organ.) Seine Helfershelfer sind ein menschlicher Schwarzmagier (der aber auch nur die Idee hatte) sowie der Riese Utgardaloki, der vor dem Donnergott Thor in eine andere Dimension geflüchtet ist. (Der Riese ist übrigens geflügelt.) (* Loki? Riese? Geflügelt? Täuscht mich meine Erinnerung oder passen hier wirklich noch nicht einmal zwei Wore zusammen, egal in welcher Kombination? Man kann es sich mit "keine Zeit für Recherche" auch ziemlich einfach machen... Winy)
Mark Hellmann stellt sich gerade vor, was er alles mit Tessa anstellen wird, wenn sie abends von ihrem Auftrag zurückkommt, da wird er unsanft von einer Stimme aufgeschreckt. Beim Besitzer der Stimme handelt es sich um Hildebrandt, den Waffenmeister der Nibelungen. Dieser warnt ihn vor dem Wiederauftauchen der Wildfrau und stellt zusätzlich Marks Waffenkünste auf die Probe. Kaum hat Hellmann diese Begegnung überstanden, steht sein Freund Pit Langenbach vor der Tür. Dieser unterrichtet ihn von den Geschehnissen in Mannheim. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg.
Unterdessen haben sich Tessa und ihre Kollegin Kirstin befreien können. Mit viel Glück können sie der Zombiearmee entkommen und müssen sich nun durch den ihnen unbekannten Wald zu einer Ansiedlung durchschlagen.
In der Nähe des Pfälzer Waldes sind Pit und Mark inzwischen dabei, nach Spuren zu suchen. Als sich herausstellt, daß einer der beiden Psychopathen einen Verwandten in der Nähe hat, gibt es kein Halten mehr. Zusammen mit der Polizistin Silke bricht man auf, diesen Verwandten aufzusuchen. Doch noch vor Erreichen ihres Zieles werden sie aufgehalten, denn auch der Riese Utgardaloki ist unterwegs, dummerweise genau dort, wo unsere Helden entlangfahren.
Der Angriff des Riesen konnte erfolgreich abgewehrt werden, und bei dem Verwandten erfährt man auch Näheres über den Aufenthaltsort der Gesuchten. Gerade will man sich auf den Weg machen, da greift die Zombiearmee an. Der Angriff kann zurückgeschlagen werden; außerdem hat Mark Hellmann seine erste Begegnung mit seiner Gegnerin, der Wildfrau. Diese hat dereinst den Hunnenkönig Attila begleitet, der einmal mit Kriemhild von den Nibelungen verheiratet war. (Hier ist natürlich nicht der historische Attila gemeint, sondern die Sagenfigur.) All dies erfährt Hellmann in der Dorfkneipe. Nach diesem informativen Besuch sucht man noch die Hütte auf, wo sich die Gesuchten aufhalten sollen. Dort findet man immerhin die Leiche des einen Täters; auch Tessa wird dort aufgelesen. Kirstin ist allerdings wieder in der Hand der Zombies. Also begibt man sich erst einmal zurück in die Unterkunft. (Hier folgt dann interessanterweise der Abschnitt, in dem geschildert wird, wie Tessa und Kirstin getrennt werden. Leider allerdings in der Gegenwartsform. Üben Sie doch bitte ein bißchen mehr Stil, Herr Bach.)
Am nächsten Morgen suchen Mark, Tessa und Silke die Höhle auf, in der Tessa und Kirstin gefangengehalten wurden. Dort treffen sie auf Barret, die Kirstin immer noch in ihrer Gewalt hat. Eine klare Pattsituation, die allerdings durch Silke verschlimmert wird, die sich von Mark und Tessa getrennt hatte. Barret entführt Kirstin und Silke in die Vergangenheit, und Mark Hellmann bleibt nichts anderes übrig, als ihnen dorthin zu folgen.
In der Vergangenheit angekommen, gerät Mark Hellmann mitten in einen Überfall der gefürchteten Hunnen; sie haben es auf ein Bauerndorf abgesehen. Nachdem er die Bauern ein wenig aufgewiegelt hat, tritt er den Hunnen, und vor allen Dingen Barret, gegenüber. Doch Attila bestimmt, daß der Zweikampf zwischen den beiden erst am nächsten Morgen stattfinden soll. Vorher will er noch kräftig feiern und Barrets Geschenk, die beiden Frauen, genießen. (Hier wurde es mir dann doch ein wenig zuviel. Soll das etwa heißen, daß Barret, die Wiederauferstandene, nach ihrer Zeitreise den Platz der noch damals lebendigen Barret einnimmt??? Trés obskur, sag ich da nur...) In der Nacht bekommt Mark Hellmann von Barret einen kleinen Vorgeschmack auf den morgigen Tag geliefert, in Form eines Bettgefechts. Darüber ist vor allem die Polizistin Silke enttäuscht, die diese Aufgabe eigentlich übernehmen wollte. (Wieso, verdammt noch mal, kann diese Silke eigentlich als Gefangene frei im Lager herumlaufen???) Beim Zweikampf am folgenden Tag gewinnt Mark rasch die Oberhand, besiegt Barret jedoch nicht endgültig. Als die von ihm aufgestachelten Bauern angreifen, nutzt er die Gelegenheit, mit den beiden Frauen (Ick sag nur: automatische Rückkehr...) zu flüchten.
Für den Abend bereitet man für die Zombiearmee eine Falle vor. Die Zombies tappen voll hinein, und es kommt zum entscheidenden Zweikampf zwischen Barret und Mark. Doch jetzt ausgerechnet taucht Utgardaloki, der Riese, wieder auf, der mit Mark ebenfalls noch eine Rechnung offen hat. Mark muß sich nun diesem widmen, während sich Tessa um Barret kümmert. Mit Hilfe eines Bulldozers und eines Vorschlaghammers, den er mit Hilfe seines Ringes in Thors Hammer verwandelt, gelingt es ihm, den Riesen zu besiegen. Gleichzeitig besiegt Tessa dann auch Barret. (Sieh an, plötzlich ist auch Tessa Expertin im Schwertkampf?)

Zur Lieblingsseite des Rezensenten, der Leserseite: Da freut sich doch ein gewisser C. W. Bach darüber, daß er mit Mark Hellmann zum Autoren geworden ist. Hab ich da irgendetwas falsch verstanden? Geht Bastei Lübbe etwa wirklich hin, schnappt sich einen armen Irren (das ist jetzt nur ein Spruch, Ähnlichkeiten mit C. W. Bach sind keinesfalls gewollt) und sagt zu ihm: "Du, du machst jetzt für uns eine neue Heftserie!" Das vermag ich nun wirklich kaum zu glauben...
Des weiteren gibt es auf dieser Leserseite einen Brief, den uns' und Euer C. W. Bach nur teilweise entziffern konnte. (Ich habe den Rest auch entziffern können!) Und dieser Leser schreibt: "Tessa und Gert Wagner werden mit Dracomars Vernichtung wieder zu Menschen. Doch wie sich in Band 27 zeigt, ist Dracomar nicht vernichtet. Folgerichtig hätten sich die beiden nicht zurückverwandeln dürfen." (Dies hatte uns' C. W. schon entziffert.) Und nun die(!) Erklärung von C. W. Bach: "Mark, als Anfänger im Dämonenjägergeschäft, hatte nur geglaubt, Dracomar vernichtet zu haben..." Also, das schlägt dem Faß nun wirklich den Boden aus. Anscheinend will uns Herr Bach hiermit mitteilen, daß der Glaube Berge versetzen kann, und besonders der Glaube von Mark Hellmann...
Nun, wie ich schon in der letzten Rezi zu Band 46 anmerkte, Herr Bach kann einfach mit sachlicher und richtiger Kritik nicht umgehen. Lieber C. W., wäre es wirklich so schwierig, zuzugeben, daß du da einfach einen Fehler gemacht hast??? (* Na, wer nimmt schon gerne die Fehler von anderen auf seine eigene Kappe? Winy)

Fazit:
Ganz gute Story, wird aber leider durch schlechten Stil und (besonders bei der Zeitreise) fehlende Logik arg verdorben. Nein, C. W., du bist kein Autor (* Nein - sondern ein Verlagspseudonym... Winy). Ein Autor a) lernt aus seinen Fehlern und b) recherchiert normalerweise besser. Das ist höchstens Standard eines Hobbyautoren (* oder eines Autorenteams, in dem keinerlei Abstimmungg, wahrscheinlich noch nicht einmal der Anflug eines Kontaktes untereinander herrscht... Winy). Und deshalb gibt es auch wieder einmal nur 3 Punkte.

Ritchie Eberle

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