Tessa
Hayden unterstützt in Mannheim die Kollegen. Es geht um
verdeckte Ermittlungen im Rotlichtmilieu, auf der Suche nach einem
irren Frauenmörder, der bevorzugt Prostituierte umbringt. Leider
sind es jedoch zwei Täter, die sich zusammengetan haben, und
Tessa und ihre Kollegin Kirstin geraten den beiden in die Hände.
Trotz großen Polizeiaufgebots können die beiden Täter
mit ihren Geiseln in den Pfälzer Wald flüchten.
Dort erwischt die beiden Killer allerdings ein irres Schicksal: Der
erste wird von einer gerade in diesem Moment und an diesem Ort
wiederauferstehenden Zombiehunnenhorde gekillt, den zweiten
knöpft sich deren Anführerin (na also, endlich
Gleichberechtigung...) Barret, die Wildfrau,
höchstpersönlich vor. Natürlich geraten auch die
beiden Frauen in deren Gewalt.
Bei der Zombiearmee handelt es sich mal wieder um den Plan eines
Dämonen, dem Mark Hellmann übel zugesetzt hat, diesmal ein
Plan von Belial. (Ja, gut, nicht vom ihm selber, aber er ist
ausführendes Organ.) Seine Helfershelfer sind ein menschlicher
Schwarzmagier (der aber auch nur die Idee hatte) sowie der Riese
Utgardaloki, der vor dem Donnergott Thor in eine andere Dimension
geflüchtet ist. (Der Riese ist übrigens geflügelt.)
(* Loki? Riese? Geflügelt? Täuscht mich meine Erinnerung
oder passen hier wirklich noch nicht einmal zwei Wore zusammen, egal
in welcher Kombination? Man kann es sich mit "keine Zeit für
Recherche" auch ziemlich einfach machen... Winy)
Mark Hellmann stellt sich gerade vor, was er alles mit Tessa
anstellen wird, wenn sie abends von ihrem Auftrag zurückkommt,
da wird er unsanft von einer Stimme aufgeschreckt. Beim Besitzer der
Stimme handelt es sich um Hildebrandt, den Waffenmeister der
Nibelungen. Dieser warnt ihn vor dem Wiederauftauchen der Wildfrau
und stellt zusätzlich Marks Waffenkünste auf die Probe.
Kaum hat Hellmann diese Begegnung überstanden, steht sein Freund
Pit Langenbach vor der Tür. Dieser unterrichtet ihn von den
Geschehnissen in Mannheim. Gemeinsam machen sich die beiden auf den
Weg.
Unterdessen haben sich Tessa und ihre Kollegin Kirstin befreien
können. Mit viel Glück können sie der Zombiearmee
entkommen und müssen sich nun durch den ihnen unbekannten Wald
zu einer Ansiedlung durchschlagen.
In der Nähe des Pfälzer Waldes sind Pit und Mark inzwischen
dabei, nach Spuren zu suchen. Als sich herausstellt, daß einer
der beiden Psychopathen einen Verwandten in der Nähe hat, gibt
es kein Halten mehr. Zusammen mit der Polizistin Silke bricht man
auf, diesen Verwandten aufzusuchen. Doch noch vor Erreichen ihres
Zieles werden sie aufgehalten, denn auch der Riese Utgardaloki ist
unterwegs, dummerweise genau dort, wo unsere Helden
entlangfahren.
Der Angriff des Riesen konnte erfolgreich abgewehrt werden, und bei
dem Verwandten erfährt man auch Näheres über den
Aufenthaltsort der Gesuchten. Gerade will man sich auf den Weg
machen, da greift die Zombiearmee an. Der Angriff kann
zurückgeschlagen werden; außerdem hat Mark Hellmann seine
erste Begegnung mit seiner Gegnerin, der Wildfrau. Diese hat dereinst
den Hunnenkönig Attila begleitet, der einmal mit Kriemhild von
den Nibelungen verheiratet war. (Hier ist natürlich nicht der
historische Attila gemeint, sondern die Sagenfigur.) All dies
erfährt Hellmann in der Dorfkneipe. Nach diesem informativen
Besuch sucht man noch die Hütte auf, wo sich die Gesuchten
aufhalten sollen. Dort findet man immerhin die Leiche des einen
Täters; auch Tessa wird dort aufgelesen. Kirstin ist allerdings
wieder in der Hand der Zombies. Also begibt man sich erst einmal
zurück in die Unterkunft. (Hier folgt dann interessanterweise
der Abschnitt, in dem geschildert wird, wie Tessa und Kirstin
getrennt werden. Leider allerdings in der Gegenwartsform. Üben
Sie doch bitte ein bißchen mehr Stil, Herr Bach.)
Am nächsten Morgen suchen Mark, Tessa und Silke die Höhle
auf, in der Tessa und Kirstin gefangengehalten wurden. Dort treffen
sie auf Barret, die Kirstin immer noch in ihrer Gewalt hat. Eine
klare Pattsituation, die allerdings durch Silke verschlimmert wird,
die sich von Mark und Tessa getrennt hatte. Barret entführt
Kirstin und Silke in die Vergangenheit, und Mark Hellmann bleibt
nichts anderes übrig, als ihnen dorthin zu folgen.
In der Vergangenheit angekommen, gerät Mark Hellmann mitten in
einen Überfall der gefürchteten Hunnen; sie haben es auf
ein Bauerndorf abgesehen. Nachdem er die Bauern ein wenig
aufgewiegelt hat, tritt er den Hunnen, und vor allen Dingen Barret,
gegenüber. Doch Attila bestimmt, daß der Zweikampf
zwischen den beiden erst am nächsten Morgen stattfinden soll.
Vorher will er noch kräftig feiern und Barrets Geschenk, die
beiden Frauen, genießen. (Hier wurde es mir dann doch ein wenig
zuviel. Soll das etwa heißen, daß Barret, die
Wiederauferstandene, nach ihrer Zeitreise den Platz der noch damals
lebendigen Barret einnimmt??? Trés obskur, sag ich da nur...)
In der Nacht bekommt Mark Hellmann von Barret einen kleinen
Vorgeschmack auf den morgigen Tag geliefert, in Form eines
Bettgefechts. Darüber ist vor allem die Polizistin Silke
enttäuscht, die diese Aufgabe eigentlich übernehmen wollte.
(Wieso, verdammt noch mal, kann diese Silke eigentlich als Gefangene
frei im Lager herumlaufen???) Beim Zweikampf am folgenden Tag gewinnt
Mark rasch die Oberhand, besiegt Barret jedoch nicht endgültig.
Als die von ihm aufgestachelten Bauern angreifen, nutzt er die
Gelegenheit, mit den beiden Frauen (Ick sag nur: automatische
Rückkehr...) zu flüchten.
Für den Abend bereitet man für die Zombiearmee eine Falle
vor. Die Zombies tappen voll hinein, und es kommt zum entscheidenden
Zweikampf zwischen Barret und Mark. Doch jetzt ausgerechnet taucht
Utgardaloki, der Riese, wieder auf, der mit Mark ebenfalls noch eine
Rechnung offen hat. Mark muß sich nun diesem widmen,
während sich Tessa um Barret kümmert. Mit Hilfe eines
Bulldozers und eines Vorschlaghammers, den er mit Hilfe seines Ringes
in Thors Hammer verwandelt, gelingt es ihm, den Riesen zu besiegen.
Gleichzeitig besiegt Tessa dann auch Barret. (Sieh an, plötzlich
ist auch Tessa Expertin im Schwertkampf?)
Zur Lieblingsseite des Rezensenten, der Leserseite: Da freut sich
doch ein gewisser C. W. Bach darüber, daß er mit Mark
Hellmann zum Autoren geworden ist. Hab ich da irgendetwas falsch
verstanden? Geht Bastei Lübbe etwa wirklich hin, schnappt sich
einen armen Irren (das ist jetzt nur ein Spruch, Ähnlichkeiten
mit C. W. Bach sind keinesfalls gewollt) und sagt zu ihm: "Du, du
machst jetzt für uns eine neue Heftserie!" Das vermag ich nun
wirklich kaum zu glauben...
Des weiteren gibt es auf dieser Leserseite einen Brief, den uns' und
Euer C. W. Bach nur teilweise entziffern konnte. (Ich habe den Rest
auch entziffern können!) Und dieser Leser schreibt: "Tessa und
Gert Wagner werden mit Dracomars Vernichtung wieder zu Menschen. Doch
wie sich in Band 27 zeigt, ist Dracomar nicht vernichtet.
Folgerichtig hätten sich die beiden nicht zurückverwandeln
dürfen." (Dies hatte uns' C. W. schon entziffert.) Und nun
die(!) Erklärung von C. W. Bach: "Mark, als Anfänger im
Dämonenjägergeschäft, hatte nur geglaubt, Dracomar
vernichtet zu haben..." Also, das schlägt dem Faß nun
wirklich den Boden aus. Anscheinend will uns Herr Bach hiermit
mitteilen, daß der Glaube Berge versetzen kann, und besonders
der Glaube von Mark Hellmann...
Nun, wie ich schon in der letzten Rezi zu Band 46 anmerkte, Herr Bach
kann einfach mit sachlicher und richtiger Kritik nicht umgehen.
Lieber C. W., wäre es wirklich so schwierig, zuzugeben,
daß du da einfach einen Fehler gemacht hast??? (* Na, wer
nimmt schon gerne die Fehler von anderen auf seine eigene Kappe?
Winy)
Fazit:
Ganz gute Story, wird aber leider durch schlechten Stil und
(besonders bei der Zeitreise) fehlende Logik arg verdorben. Nein, C.
W., du bist kein Autor (* Nein - sondern ein
Verlagspseudonym... Winy). Ein Autor a) lernt aus seinen Fehlern
und b) recherchiert normalerweise besser. Das ist höchstens
Standard eines Hobbyautoren (* oder eines Autorenteams, in
dem keinerlei Abstimmungg, wahrscheinlich noch nicht einmal der
Anflug eines Kontaktes untereinander herrscht... Winy). Und
deshalb gibt es auch wieder einmal nur 3 Punkte.
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