Das
Sternenschiff unter dem ERHABENEN Yared Salem steht kurz davor, die
Erde anzugreifen. In Zamorras Arbeitszimmer auf Chateau Montagne
diskutiert man, wie man die Vernichtung der Erde verhindern kann.
Dabei kommt man zu dem Entschluß, daß Ted Ewigk und
Nicole Duval durch die Regenbogenblumen in die Vergangenheit reisen
sollen, um dort auf dem Heimatplaneten der Ewigen Sid Amos und
Professor Zamorra davon abzuhalten, Magnus Friedensreich
Eysenbeiß als Betrüger zu entlarven. Somit würde die
Vergangenheit geändert: Da Yared Salem nicht befreit werden
würde, würden die Expansionsgelüste der Ewigen
unterbunden.
Gesagt, getan. Allerdings folgt Fooly ihnen, der zwar die Idee zu dem
Experiment hatte, aber dennoch im Chateau bleiben sollte. Ihn lassen
sie bei den Regenbogenblumen zurück, wo er jedoch von einer
Patrouille entdeckt und attackiert wird. Er flüchtet in die
Regenbogenblumen und landet aufgrund nur diffuser Vorstellungen an
einem fremden Ort.
Nicole und Ted können Sid und Zamorra von ihrem Tun abhalten,
ohne daß sie genauere Erklärungen abliefern müssen,
dann kehren sie zurück in ihre Zeit.
Im Chateau hofft Zamorra unterdessen, daß alles klappt. Von
einem der Türme betrachtet er das Flüchtlingslager am
kahlgeschlagenen Hang der Burg, als ein Adjutant erscheint und ihn zu
einer Lagebesprechung ruft.
Gleichzeitig tauchen Ted und Nicole auf. Letztere wird von
wachhabenden Soldaten festgenommen, Ted kann sich mit einem Trick dem
Zugriff entwenden.
In der Hölle erstatten fünf Dämonen der
Höllenfürstin Bericht über den Stand des Angriffs auf
die Erde. Asmodis taucht dabei ungebeten auf und rät Stygia von
ihrem Tun ab. Er erklärt ihr, daß die Dämonen die
Menschen brauchen, auf sie angewiesen sind. Stygia lacht Asmodis
jedoch nur aus und befiehlt den Sturm auf Chateau Montagne.
Dort wird Nicole in den Besprechungsraum geführt und als eine
Feindin angesehen. Denn Nicole Duval ist schon lange tot.
Fooly ist in Florida gelandet, im früheren Stammsitz von Robert
Tendyke, Tendyke's Home, in dessen Keller sich eine
Schüler-Baseball-Mannschaft und deren Trainer vor der Armee des
Bösen geflüchtet hat. Im Garten findet er die Gräber
von Robert Tendyke, Nicole Duval sowie Uschi und Monica Peters.
Der Versuch von Nicole, sich dadurch zu legitimieren, daß sie
MERLINS STERN zu sich ruft, scheitert aus unerfindlichen
Gründen. Ihre Hinrichtung wird nur verhindert, weil die Attacke
der Dämonen einsetzt.
Das Gespräch zwischen Asmodis und Stygia wurde von einem
rangniederen Dämon aufgezeichnet und einem Fremden zugespielt,
der ihm zugesichert hatte, ihn vom Joch Stygias zu erlösen. Der
Fremde ist der ERHABENE der Dynastie, Magnus Friedensreich
Eysenbeiß. Der Krieg auf der Erde ist für ihn eine
günstige Gelegenheit, einzugreifen. Mit dem neuen Sternenschiff
befiehlt er die Invasion Gaias.
Ted Ewigk wird von Zamorra mit zur Front genommen, wo er mit dem
Machtkristall einen Angriff von Zombies abwehren kann. Von Gryf zum
nächsten Kampfplatz teleportiert, muß er auch hier
gewaltige Kräfte des Machtkristalls freisetzen.
Nicole Duval wird von Pascal Lafitte bewacht. Trotz seines
großen Mißtrauens erzählt er ihr, daß sie und
die drei anderen bei einem Sturm der Dämonen auf Tendyke's Home,
auf dessen Anwesen sich nicht zum ersten Mal viele Flüchtlinge
eingefunden hatten, ums Leben kamen. Gryf hatte damals, fast am Ende
seiner Kräfte, die Wahl: entweder den verletzten Zamorra oder
Nicole Duval aus der Gefahrenzone zu retten. Für beide reichten
seine Kräfte nicht. Die Entscheidung für Zamorra bedeutete
den Tod Nicoles. Und das Ende der Freundschaft von Gryf und
Zamorra.
Fooly weiß, daß die Kinder und ihr Trainer den Angriffen
der Zombies nicht mehr lange standhalten können, und so
beschließt er, nachdem die Zombies erneut versucht hatten, in
den Keller einzudringen, sie mit zum Chateau zu nehmen, wohin er
zunächst nur allein gehen wollte.
An der Front drohen die Zombies durchzubrechen. Ted wird zum Chateau
geschickt, um die Evakuierung durch die Regenbogenblumen einzuleiten,
die sie nach Schottland bringen sollen.
Diese Chance nutzt er aber, um Nicole zu befreien um mit ihr zu den
Regenbogenblumen zu flüchten.
Auf dem Weg dorthin sieht sie jedoch, wie Zamorra vor dem
Schloß mit Stygia kämpft, die ihren größten
Widersacher selber erledigen möchte. Ted macht sich auf dem Weg
zu den Blumen, wo gerade Fooly mit den Jungs auftaucht.
Draußen ist Nicole Zamorra zu Hilfe geeilt. Nicht zum ersten
Mal schießt sie mit einem Blaster auf Stygia und erwischt sie,
woraufhin sie vom Himmel direkt vor Zamorra fällt.
Gryf droht, Nicole zu töten, doch Zamorra befiehlt ihm, die
Finger von ihr zu lassen.
Im gleichen Moment schiebt sich ein riesiges Sternenschiff über
das Firmament. Die Ewigen sind da, und der ERHABENE befiehlt die
Invasion.
Zamorra schickt Nicole und Ted zu den Regenbogenblumen.
Und der Sternenkreuzer eröffnet das Feuer...
Grandios!
Auf Anhieb fällt mir kein besserer PZ-Roman ein, den ich jemals
gelesen habe, und eingestiegen bin ich um Band 200.
Hier wurde ein Szenario entworfen, das schrecklicher nicht sein kann:
Ist etwas schlimmeres als die Invasion durch Außerirdische
vorstellbar? Eine Invasion durch Außerirdische, während
auf der Erde ein furchtbarer Krieg zwischen den Armeen der Menschen
und der Dämonen ausgetragen wird...
Nie waren die Charaktere so ausgefeilt. Zamorra und Gryf so "fertig",
Stygia so boshaft, hinterhältig und kriegslüstern, Pascal
so hart - und die Rückkehr von Eisenbeiß mehr als
unerwartet.
Der Titel "Gefangene der Zeit" stimmt zwar, aber "Hölle auf
Erden" wäre noch passender gewesen.
Aber dann wäre der Inhalt keine Überraschung mehr
gewesen.
Wie die Auflösung sein wird, weiß ich beim besten Willen
nicht, nach diesem Band muß man mit allem rechnen.
Monica sowie Uschi Peters und Nicole Duval werden in dieser Zeitlinie
wohl wirklich tot sein. Robert Tendyke hingegen könnte sich
über Avalon gerettet haben; da die vier zu unterschiedlichen
Zeiten starben, ist es unwahrscheinlich, daß er sie - wie
damals in einem ähnlich gelagertem Fall - hat retten
können.
650 hat er mit Leichtigkeit getoppt, 659 auch. Jetzt aber kommt das
Problem mit den Punkten: Christoph Zuber hat es sich einfach gemacht.
Da das Flash-Bewertungssystem auf einem richtigen System beruht, kann
ich schlecht einen Punkt drauflegen. Verdient hätte er es
aber.
15 Punkte.
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Puh, was bin ich froh, daß ich nicht in Guidos Haut
stecke... Als ob ich es geahnt hätte, habe ich im
letzten Flash die Wertung für den Vorgängerband
noch unterhalb des Höchstwertes gehalten, eine
Entscheidung, die sich jetzt schon auszahlt. (Ähm,
Guido, ich warte immer noch darauf, wie Du mir "16 Punkte"
beibringen willst; naja, vielleicht steht's ja schon hier
drüber in der Hauptrezi ;-). Allerdings: 15 Punkte sind
immerhin eine Spanne von ca. 98-100% - da sind Unterschiede
zwischen Romanen durchaus noch drin...) |