Mark Hellmann

Band 50: "Die neue Rasse"

Claudia Jensen durchforscht die Heide auf der Suche nach einem verrückten Professor. Sie handelt im Auftrag ihres Bruders, Pater und Dämonenjäger. Doch leider finden die Geschöpfe des wahnsinnigen Wissenschaftler sie früher als sie ihn. Sie wird gefangengenommen und soll in einen Übermenschen verwandelt werden. In letzter Sekunde kann ihr Bruder Bernd eingreifen; das geheime Labor wird vernichtet und Professor Landwehr getötet. (Hier die schönsten Fehler: Seite 4: "Unter dem hellvioletten, bauchfreien Top ließ sie frei schwingen." Seite 16: "Der Stollen stürzte ein und verfehlte die Flüchtenden nur knapp." Man merkt schon, diese Inkarnation des C. W. Bach ist ein Meister im Weglassen...)
Mark Hellmann liegt am Baggersee und wird fleißig angebaggert, da kommt Rettung. Max Unruh meldet sich per Handy und zitiert Mark in die Redaktion. Ein neuer Auftrag winkt: Mark Hellmann soll das mögliche Verschwinden der Nichte eines Wissenschaftlers untersuchen. Dieser vermutet dahinter seinen Kollegen Dr. Westphal, der mit Menschen experimentiert. Noch während des Gespräches mit dem Professor erhält Mark eine Warnung von einem Geist, der ihn vor einem Peter Pommering warnt. Sofort setzt sich Mark mit seinem Vater in Verbindung, um zusätzliche Informationen zu erhalten. (Seite 25: Mark erklärt seinem Vater, daß in seinen eigenen Akten nichts über Peter Pommering zu finden ist. Was für ein Gedächtniskünstler, denn der gute Mark konnte diese noch gar nicht lesen...) Zusammen mit Tessa begibt sich Mark nach Flensburg, wo sich die verschwundene junge Frau zusammen mit einer Freundin zuletzt aufgehalten hat.
Zwischenspiel: Westphal unterhält sich mit Mephisto. Während des Gespräches wird eine junge Frau von einem der Kunstmenschen des Professors umgebracht (ups, sollte der gute Mark etwa zu spät kommen?), der kurz vorher von Mephisto mit Haß geimpft wurde.
Mark und Tessa machen sich früh am nächsten Morgen auf, um nach Stefanie Liebeneiner (was für ein Name), der Nichte von Marks Auftraggeber, und zusätzlichen Informationen zu suchen. In einer Jugendherberge stellt sich heraus, daß die beiden Mädchen erst kurz vorher zu einer Radtour aufgebrochen sind. Mit Marks Wagen versuchen die beiden, die jungen Frauen zu finden. Bald entdeckt man bei einem Waldstück ein herrenloses Fahrrad, im Wald selber findet man Stefanies Freundin. Als Mark sich auf die Suche nach Stefanie begibt, während die junge Frau bei Tessa zurückbleibt, wird er angegriffen. (Wunderschöne Kampfbeschreibungen: Mark holt Schwung, um sich abzustoßen; außerdem schafft er es, mit einem gekonnten Angriff den Angreifer in die eigene Falle zu locken, obwohl sich Mark zwischen dieser und dem Angreifer befindet...) Nach seinem Sieg entdeckt er schnell Stefanie und ihre Entführer. In den folgenden Kampf greifen Claudia und Bernd Jensen ein, Stefanie kann befreit werden. In letzter Sekunde kann man Tessa helfen, die ebenfalls angegriffen wurde. Schnell bringt man die beiden Mädchen in Sicherheit.
Am nächsten Tag brechen Claudia und Mark auf, um den Informationen nachzugehen, die Marks Vater inzwischen geliefert hat. Als sie den Ort erreichen, an dem Peter Pommering - im Mittelalter gefürchteter Bürgermeister von Flensburg (er ließ Leute wegen kleinster Vergehen töten (* Wäre heutzutage gar keine schlechte Methode, um sowohl die Kriminalität wie auch das Bevölkerungswachstum zu stoppen! Und das ist mein voller Ernst!!! >;-))) Heike)) - wirkte, werden sie von Zombies angegriffen, die früheren Opfer Pommerings, die dieser höchstselbst wieder zum Leben erweckte. Dank seines Ringes kann Mark die Zombies vertreiben, Pommering entkommt ihm aber leider.
Zwischenspiel: Westphal unterhält sich mit Pommering, der quasi sein zweites Ich darstellt. (Dabei erfährt der Leser, daß bereits zehn Kunstmenschen (Klone von Westphal) fertiggestellt sind, dieser aber die beiden jungen Frauen gebraucht hätte, um das Dutzend vollzumachen. Muß man dazu noch etwas sagen???)
Unterdessen durchsuchen Bernd und Tessa das Stadthaus von Westphal und werden dabei gefangengenommen.
Als Mark feststellt, daß Pommering in Richtung Meer geflüchtet ist, kapert er schnell eine Yacht (samt deren Besitzer und dessen Ehefrau). In einer geheimnisvollen Nebelbank entdeckt er eine noch geheimnisvollere Kuppel. (Noch so'n Gag: Die Kuppel ist durch eine Nebelbank getarnt. Trotzdem kann man von drinnen das Meer betrachten...) Da wird Claudia von einem der Kunstmenschen Westphals entführt. (Seite 52: "Weit unter mir (Tauchgang) konnte ich die Umrisse eines hünenhaften, nackten Kerls erkennen, der die zappelnde Claudia umschlungen hielt. Ihre ließen nach." (* Äh. Ihre Umrisse??? Heike) Ohne Worte...). Mark dringt in die Kuppel ein und kann Westphal stellen; bei dieser Gelegenheit befreit er auch gleich Bernd und Tessa. (Typisches Klischee: Westphal erklärt erst einmal lang und breit seine Pläne...) Da entführt Pommering Tessa in die Vergangenheit. Während sich Bernd Jensen dem Professor und seinen Kunstmenschen widmet, folgt Mark Pommering (zusammen mit Claudia), um Tessa zu befreien. Dies gelingt auch, und Mark kann Pommering töten, bevor dies die aufgebrachten Bürger Flensburgs tun. (Pommering ließ einen Jungen köpfen, weil dieser beim Ballspiel eine Scheibe des Rathauses zerstörte. Netter Kerl, was?) (* DAS ist wirklich die Art Strafe, die Verbrecher vom Ausüben ihres schurkischen Tuns abhalten könnte. Hätte es zu Pommerings Zeiten noch eine ganze Menge mehr von seiner Sorte gegeben - und das über die ganze Welt verteilt - dann gäbe es heute vielleicht sogar nicht mal mehr Umweltverschmutzung! In diesem Fall allerdings auch mit Sicherheit keine (lebenden) Menschen mehr... Paradies? >;-))) Heike) Zusammen mit Tessa kehren die beiden anschließend zurück (ein Wunder: keine automatische Rückkehr!), um Bernd zu unterstützen. Während des finalen Endkampfes gelingt es Westphal, die Selbstzerstörung der Kuppel zu aktivieren, und in letzter Sekunde können unsere Helden entkommen. Allerdings bleibt Bernd Jensen nach dem Auftauchen aus der unterseeischen Kuppel verschollen...

Nun ja, man hat schon Besseres gelesen. Die Grundidee ist ja ganz nett, allerdings gibt es einfach zu viele Ungereimtheiten. Außerdem erweckt der Roman den Eindruck, gleich von mehreren C. W. Bachs geschrieben zu sein. Da hätten wir einmal einen Jerry Cotton-Autor (am Anfang des Romans spricht der gute Mark die Leser mehrmals mit "Freunde" an, typisch bei Jerry), außerdem erfolgt auf der Leserbriefseite die Ankündigung, daß Pit Langenbach in einem Cotton mitspielen wird; später meldet sich dann Klischee-Bach zu Wort. Darauf deutet auch hin, daß Pommerings letzte Opfer ausgerechnet die beiden Geister sind, denen Hellmann schon mehrmals begegnete, wobei auch noch hinzukommt, daß sich der weibliche Geist, der bereits am Baggersee erscheint, dort noch wie eine ganz normale Frau verhält. (Jedenfalls nach bachscher Ansicht, denn sie baggert Mark sehr eindeutig an...)

Fazit:
Nichts Halbes und nichts Ganzes also, ein Roman mit guten Ansätzen, allerdings in nur sehr mittelmäßiger Ausführung. Da hat es schon Besseres gegeben, deshalb auch nur 3 Punkte.

Ritchie Eberle

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