In den
Sümpfen Floridas, in einer unterirdischen Ruine, beschützt
seit tausenden von Jahren ein Wächter das legendäre
Zauberschwert Salonar, eines der drei Schwerter, mit denen der
Schwarz-Zauberer Amun-Re getötet werden kann.
Commander Nick Bishop, neuer Anführer des Ssacah-Kultes, ist in
Schriften auf dieses Schwert gestoßen und hat es darauf
abgesehen. Er schickt seine Dienerin Mary-Ann Cantor zu dem Ort, die
eine Messing-Kobra in den Kammern hinterläßt.
Aber auch der Erzdämon Astaroth ist hinter dem Schwert her; sein
Diener vor Ort ist der Magier Franco. Um zu verhindern, daß
Astaroth das Schwert findet, schickt Bishop drei Kleinkriminelle in
die Wohnung des Magiers, um das Pergament mit den Hinweisen zum
Versteck des Schwertes zu stehlen.
Doch der Magier dreht den Spieß um und bringt die drei unter
seine Kontrolle. Unter den dreien bricht Streit aus; einer wird
erschossen, was Sheriff Bancroft auf den Plan ruft. Da der Mord in
unmittelbarer Nähe von Francos Wohung geschah - vor einigen
Monaten bekamen es Bancroft und Nicole Duval mit ihm zu tun - wird er
mißtrauisch.
Mary-Ann Cantor hat einen Autounfall. Schwer verletzt wird sie ins
Krankenhaus eingeliefert, wo bei einer Untersuchung eine Anomalie
festgestellt wird. Der Sheriff - mittlerweile kurz zu Tendykes Home
gefahren, um in dem Mordfall Rat zu erhalten - fährt mit Nicole
zunächst zum Tatort. Anschließend statten sie Francos
Wohung einen Besuch ab. Dieser hat sich jedoch abgesetzt. Als er
sieht, daß Nicole "magisch etwas einrichtet", damit sie
erfährt, wenn Franco zurückkehrt, baut Franco seinerseits
eine magische Bombe in den Polizeiwagen Bancrofts ein; die Explosion
überleben die beiden nur durch Glück.
Esteban und Su, die beiden unter der Kontrolle des Magiers stehenden
Sklaven Bishops, machen sich auf dem Weg in die Sümpfe und
finden den Einstieg in den unterirdischen Bereich.
Ebenfalls in den Everglades unterwegs ist Monica Peters - mit einer
Gruppe Bewohner der Straße der Götter, die auf Tendkyes
Home Zuflucht gefunden haben. Dabei stoßen sie zufällig
auf den Wagen der beiden Kriminellen. Und auf die unterirdische
Anlage.
Telepathisch informiert Monica ihre Schwester Uschi davon, so
daß auch Zamorra davon in Kenntnis gesetzt wird.
Im Krankenhaus nehmen Nicole und Jeronimo sich gleich Mary-Ann vor,
die bei einer näheren Untersuchung zu einer menschengroßen
Kobra wird und kurze Zeit später dahinscheidet.
In der unterirdischen Anlage überschlagen sich die Ereignisse:
der Wächter unterliegt der Kobra, und ein schwarzes Skelett kann
unerkannt entkommen, das unzählige andere Skelette zum Leben
erweckt hat.
Franco erhält von Astaroth einen Kraftschub, der den letzten
Funken Menschlichkeit in ihm hinfortwischt.
Als Zamorra, nachdem Su und Esteban außer Gefecht gesetzt
wurden, die unterirdische Kammer betreten will, springt ihm die
Kobra, mit Salonar bewaffnet, entgegen. Im gleichen Moment schiebt
sich Franco dazwischen. Magisch aufgeputscht, entreißt er der
Kobra das Schwert, tötet diese und will auch Zamorra umbringen.
Doch die Wunden, die Salonar gerissen hat, sind zu tief; Franco
stirbt.
In Washington wird Rob Tendyke, der Papiere für die
Flüchtlinge der Straße der Götter organisiert, von
einem Fremden angesprochen. Ihm wird angeboten, eine Expedition in
die Antarktis zu begleiten, um deren Teilnehmer zu
beschützen...
Nach der Trilogie landen wir wieder auf dem Boden der
"Realität".
"Wächter der Knochengruft" ist ein Roman mit vielen
Protagonisten - dennoch ist er nicht überladen, die Story an
sich ist relativ "flach" und paßt nicht zum Knaller des
Wiederentdeckens von Salonar, dem Zauberschwert.
Für mich persönlich waren auch viel zu viele Zufälle
eingebaut: Alle finden zufällig den Lageort des Schwertes,
zufällig stößt man in den Everglades auf die Anlage.
Nee, das war ein bißchen zuviel des Guten. Die Storyline um den
Wächter, von Anfang bis Ende, zog sich auch wie Kaugummi - es
passierte in der Gruft eigentlich nichts, man stand sich 55 Seiten
lang gegenüber...
Außerdem: Wieso nimmt Nicole einen Dhyarra 4. Ordnung mit,
wieso nicht den der 8. Ordnung...?
Als Nicole in Francos Wohnung eine "Falle" stellt, wirkt dies genauso
unausgegoren wie die Stelle, an der das schwarze Skelett aus der
Gruft verschwindet.
Positiv anzumerken ist eigentlich nur die Schlußszene: Schon
jetzt wirkt alles auf den Fünfteiler hin.
Ansonsten war der Roman noch nicht einmal schlecht, man wurde eben
nur ein bißchen abrupt aus den Höhen der Trilogie
zurückgerissen.
7 Punkte.
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Nach dem dreibändigen Ausflug in die SF kehrt
Zamorra also wieder zum Horror zurück. Nun, ich
muß zugeben, Horror-Heftromane sind nicht unbedingt
mein Fall, und mein letzter Ausflug in diesen Teil des
Genres ist mit Mark Hellmann zum Fiasko geraten... |