Professor Zamorra

Band 663: "Die Höllen-Lady"

Astardis, einer der wirklich uralten Erzdämonen, beschließt, eine weitere Attacke gegen seinen Erzfeind Zamorra zu fahren. Dazu schickt er einen seiner Holokörper auf die Erde und versichert sich der Unterstützung eines entarteten, bösartigen Drachen.
Diese Kraft spürt Fooly, der sie aus dem Drachenland kennt - und fürchtet. Er macht sich ohne Zamorra und Nicole auf die Suche, da diese es vorziehen, einen gemütlichen Abend beim "Teufel", der Kneipe im Dorf unterhalb des Chateau Montagne, zu verbringen. Fooly wird jedoch nicht fündig.
Am nächsten Tag trudelt auch Ted Ewigk im Chateau ein. Er berichtet davon, daß die Schiffe der Sauroiden den Orbit um die Erde mit unbekanntem Ziel verlassen haben.
Fooly schlägt vor, daß er die Präsenz des anderen Drachen auf Zamorra oder Nicole überträgt und sie den Drachen mit dem Amulett aufschlagen. Das Experiment schlägt jedoch fehl; Drache und Mensch erweisen sich als nicht kompatibel.
Dafür tappen Bertrand Sasson und seine Freunde, die bereits früher in Kontakt mit magischen Aktivitäten gerieten, in die Falle von Astardis' Holokörper.
Gesucht wird Betrand dann von seinem Vater, weil der Mechaniker des Dorfes im Wagen Bertrands eine Schraube nicht eingebaut hatte. Aus Angst vor einem Unglück machen sich die beiden auf die Suche.
Sie finden den verlassenen Wagen und Bertrands Handy sowie einen weiteren Wagen, der sich in Luft auflöst, woraufhin Charles Zamorra informiert.
Kurze Zeit später tauchen Bertrand und eine Freundin auf jedoch wieder auf - allerdings haben der abtrünnige Drache und Astardis deren Körperformen angenommen.
Jetzt übernehmen die beiden die Körperformen von Charles und Bertrands Vater, während die echten zu den vier Entführten in ein magisch geschaffenes, unterirdisches Gangsystem teleportiert werden.
Zamorra, Nicole und Ted machen sie sich auf den Weg. Sie ahnen, daß das Verschwinden der Jugendlichen etwas mit der Drachen-Präsenz zu tun haben muß, und sind dementsprechend vorsichtig. In der Tat schlägt Teds Gespür an. Ted und Zamorra werden attackiert; Nicole setzt den Blaster ein, und der Laserstrahl verwandelt Gaston Sasson in den Drachen zurück und tötet diesen.
Zamorra und Sasson hingegen verschwinden scheinbar spurlos; während des Transportes wird Zamorra jedoch klar, daß er es mit Astardis zu tun hat.
Ted setzt die Magie seines Machtkristalls ein und öffnet den Boden. Er ermöglicht einen Blick in das Gangsystem und befreit somit die Entführten, die in den Gängen zu sterben drohten. Der Einsatz ist so stark, daß der Holokörper von Astardis gleich mitvernichtet wird.
In Washington trifft Rob Tendyke derweil auf seinen geheimnisvollen Auftraggeber, der ihn als Begleiter für eine Expedition anwerben möchte. Tendyke treibt sein Honorar von einer Viertelmillion Dollar auf fünf Millionen hoch, zahlbar auf das Konto der de-Blaussec-Stiftung, die sich um Menschen kümmert, die in Konflikt mit den Dunkelmächten geraten sind und Hilfe brauchen. Der Geheimnisvolle akzeptiert.

Besser, viel besser als Band 662, "Wächter der Knochengruft". Keine oder nur wenig Zufälle, ein alter ("liebgewonnener") Feind, keine Kobras (ich habe nichts gegen Schlangen; ich mochte nur Ssacah nicht (* Ach so! Sorry für die Unterstellung. Heike) (bzw. was aus der Figur (nicht?) gemacht wurde)). Vielleicht einen Tick zuviel Nebenhandlung (Gags um Fooly beim "Teufel" oder im Chateau sind okay, sollten jedoch nicht ausgeweidet werden).
10 Punkte.

Guido Latz

Werner Kurt Giesa erholt sich; noch im Bann der Trilogie und angesichts des bevorstehenden 5teilers um Amun-Re gönnt er nicht nur der Zamorra-Crew, sondern auch sich selber ein wenig Ruhe.
Denn allzu anstrengend dürfte dieser Roman nicht zu schreiben gewesen sein. Fast die komplette erste Hälfte besteht nur aus reinem Herumgealbere, bei dem der Leser mehr oder weniger amüsiert mitliest - weniger vor allem, wenn an vielen Stellen entweder nur alte und abgestandene Witze hervorgekramt werden, die nicht mehr besonders amüsant sind, oder der Autor versucht, mit seinem Humor die Qualität diverser Comedy-Sendungen der Privaten noch zu unterbieten. (Sorry, mein Humor ist das absolut nicht - allerdings ist dies nun wirklich auch wieder Geschmackssache...)
Da kann man dann die erste Hälfte des Romans getrost überlesen und hat für die nachfolgende Handlung nun überhaupt nichts verpaßt.
Nicht, daß diese Handlung dann jedoch besonders interessant wäre. Hier wirkt vieles doch ein wenig unmotiviert, Atem holend, die Ruhe vor dem Sturm. Dämon greift an, wird besiegt - fertig. Mehr ist nicht dahinter, und dementsprechend gelangweilt sitzt der Leser nun vor diesem Roman und fragt sich, was das denn nun eigentlich sollte. Der Perry-Leser kennt diese Art von Romanen nun schon zur Genüge - "Lückenfüller" werden sie hier genannt. Und mit nichts anderem haben wir es mit der "Höllen-Lady" auch hier zu tun.

Fazit:
Zuerst ein Haufen Szenen, die Humor beinhalten sollen (über die Qualität kann man sich sicherlich streiten), dann eine Handlung, die jegliche Motivation vermissen läßt. Insgesamt: Uninteressant bis langweilig - ein Lückenfüller halt, der die Zeit bis Band 666 ein wenig überbrücken soll.
2 Punkte.

Winfried Brand

home...