Mark
Hellmann ist mit Hilfe seines Ringes in der alten DDR gelandet,
genauer gesagt im Jahr 1971. Dort trifft er die beiden Jugendlichen
Axel und Klaus, die ihn nach einer Vision, die er hatte, im Jahr
1999, durch Srp (auch Nummer Eins genannt) gesteuert, töten
werden. Dummerweise hat sich Mark beim ersten Kontakt mit den beiden
(in einer Gaststätte) als ABI (staatliches Kontrollorgan)
ausgegeben, was einem machtbesessenen Hilfspolizisten gar nicht
gefällt. Mark kann diesen jedoch abwimmeln und klärt die
beiden Jugendlichen darüber auf, daß er aus der Zukunft
kommt, ohne jedoch seinen wahren Auftrag zu verraten.
Übernachten will er bei Axel, dessen Vater bei einem Unfall im
Braunkohletagebau ums Leben gekommen ist. Auch Axels Mutter, Anke
Mewes, wird aufgeklärt, denn Mark will dafür sorgen,
daß gefährdete Personen in seiner Nähe bleiben.
(Merkwürdigerweise geht allerdings Klaus nach Hause und wird
fortan im ganzen Roman nicht mehr erwähnt!)
Als Axel noch in der Nacht auf dem Dachboden nach einem Kreuz sucht,
wird er dort von dem Mädchen Marina verführt und
aufgehetzt, die ihm erklärt, daß Mark Hellmann in
Wirklichkeit ein Schwarzmagier wäre, der sie töten will.
Dieser und Frau Mewes haben inzwischen den bestialischen Mord an
einer Nachbarin und deren Tochter entdeckt. Als Axel (mit
zerstörtem Kreuz und gesundem Mißtrauen gegen Hellmann)
vom Dachboden zurückkehrt, wird die Polizei gerufen. Um nicht
entdeckt zu werden, verkriecht sich Mark Hellmann in einem kleinen
Kabuff in der Mewes'schen Wohnung, wo er einer schwarzmagischen
Attacke unterliegt.
Nach einem dienstlichen Gespräch mit seinem Vorgesetzten, das
allerdings mehr ein Besäufnis ersten Ranges war, ist der
Hilfspolizist Albert Reiter wild entschlossen, die Machenschaften von
Axel Mewes und Mark Hellmann aufzudecken. Also legt er sich in einem
leerstehenden Haus auf die Lauer, um die Mewes'sche Wohnung zu
beobachten. Spät in der Nacht entdeckt er Axel und ein ihm
unbekanntes Mädchen, die ein riesiges Bündel in Richtung
Fluß schleppen. Dort greift allerdings der Lurjahn ein; er kann
Marina töten und Mark Hellmann befreien. Axel, der nun nicht
mehr unter Marinas Einfluß steht, gibt Mark auch prompt dessen
Siegelring zurück. Die beiden brechen sofort auf, und endlich
die Unglücksstelle im Tagebau zu untersuchen. Soviel bekommt
Albert Reiter noch mit, bevor er in die Erde gesogen wird.
Am nächsten Morgen geht Anke Mewes trotz schwerster Bedenken zu
ihrer Arbeit. Von dort muß sie sich allerdings zu einem
Verhör bei Reiters Vorgesetztem einfinden, wo ein Angriff durch
schwarzmagische Kräfte auf sie erfolgt, denn Marina, inzwischen
in Schlangengestalt mit menschlichem Kopf, will ihren Körper
(genauer gesagt ihr Fleisch), um sich regenerieren zu können.
(Merkwürdigerweise wird Reiters Vorgesetzter, Gerd Hagemann,
völlig unbeachtet liegengelassen.)
Mark Hellmann hat mit Axel die Unglücksstelle fast erreicht, da
fällt ihm siedendheiß dessen Mutter ein. Also wird auf
eine Untersuchung der Stelle verzichtet, und man kehrt ins
Städtchen zurück. Doch zu Hause ist Muttern nicht, also ab
zur Arbeitstelle. Dort erfahren die beiden von dem Verhör, und
in voller Eile geht es los. Doch noch im Supermarkt versucht eine
Minigang, sich mit den beiden anzulegen. Mark ist aber nicht auf den
Kopf gefallen; er kann die drei Jugendlichen sogar als Hilfstruppen
requirieren. Auf geht es zum Büro des ABV Hagemann, wo Mark mit
einer Leihgabe des Lurjahn die Zeit anhält und Axels Mutter
befreien kann. Diese wird von Axel in Sicherheit gebracht, und Mark
tritt mit seiner Hilfstruppe gegen Marina und ihren Gehilfen Albert
Reiter an...
Natürlich gewinnt Mark diesen Kampf, aber dummerweise
erfährt der Leser noch nicht einmal, wie er das eigentlich
schafft. Überhaupt ist der Schluß sehr unbefriedigend,
denn man erfährt eigentlich nur, daß Marina besiegt ist
und Mark wieder einmal automatisch in seine Zeit zurückkehrt.
Netter Nebengag: Mark bekommt sogar den Dialog noch mit, der nach
seinem Verschwinden vom Sofa der Mewes geführt wird...
So wird ein eigentlich recht ordentlicher Roman mit einer nicht
schlechten Story durch diesen Schnellschuß von Schluß in
die tiefsten Niederungen der Trivialliteratur zurückgeworfen.
Ein besseres Ende, und mehr von Klaus (der Hellmann ja laut dessen
Vision zusammen mit Axel tötet), und dieser Band hätte ohne
Probleme die oberen Punktränge erreicht.
Immerhin, auf der Leserbriefseite werden wir diesmal von den
Bach'schen Ergüssen verschont, denn auf vollen drei Seiten
(deshalb auch der abrupte Schluß?) finden wir
Zeitungsausschnitte zu Mark Hellmann, alle allerdings aus den neuen
Ländern.
Fazit:
Ein sehr unbefriedigender Schluß und nur eine Hauptfigur
(Axel), wo es eigentlich zwei sein sollten, sorgen nicht gerade
für Begeisterung. Immerhin ist der Roman stilistisch in Ordnung,
somit bleibt wenigstens noch ein Punkt...