Die
PAPERMOON steht am Rand des Sol-Systems und sammelt die Reste der
großen Abwehrschlacht gegen die kosmische Fabrik WAVE ein. Die
Nerven aller sind extrem angespannt, denn im Moment ist unklar, wie
die Situation auf der Erde ist.
Innerhalb des Sperrgürtels, den WAVE um das System gelegt hat,
ist die Situation noch katastrophaler. Als die PAPERMOON durchdringt,
trifft sie auf viele, die einfach nur wegwollen oder froh sind, wenn
sie unbehelligt auf irgendeinem Planeten des Systems landen
können. Mit Widerstand haben sie zur Zeit nichts am Hut.
Zu allem Überfluß gibt es auch noch eine Menge schlechter
Nachrichten von der Erde. Hier treten auf einmal unheimliche
Todesfälle auf. Hunderte sterben einfach so und ohne erkennbare
Ursache. Daraufhin beschließt Perry Rhodan, zur Erde
zurückzukehren, um herauszufinden, was "seine" Terraner
umbringt.
Unterdessen wandelt in aller Seelenruhe der Kommandant von WAVE -
Ramihyn - über die Erde. Er trägt den Anzug der
Vernichtung, der allen Lebewesen, die in seinen Einflußbereich
kommen, die Lebensenergie entzieht. Ramihyn ist der Tod, der auf
Terra wandelt. In aller Ruhe sieht er sich auf der Erde um und ist
von einigen Dingen wirklich beeindruckt, jedoch verliert er nie ganz
sein Ziel aus den Augen: Perry Rhodan zu finden.
Dieser ist mittlerweile auf der Erde angekommen und ganz geschockt
von dem, was er hier vorfindet. Bedrückt steht er vor den
Überresten des HQ-Hanse, einem Komplex, der für ihn mit
vielen Emotionen und Erinnerungen verbunden ist.
Rhodan erfährt, daß der seltsame Tod eine Schneise von 1,5
km Breite schlägt, innerhalb der alles stirbt und an deren Rand
die Menschen immer noch schwer mitgenommen werden. Perry
beschließt, die Hilfe von Behörden in Anspruch zu nehmen.
Nun muß er allerdings feststellen, daß er wohl schon eine
Weile nicht mehr hier war, denn die erste Stelle, an der er sich
meldet, glaubt ihm einfach seine Identität nicht; und so ist das
Gespräch kurzerhand wieder beendet. Daraufhin kehrt er zum
HQ-Hanse zurück. Er will Klarheit über die Mitglieder der
Regierung. So dringt er mit einem Rettungsteam des TLD, das er hier
getroffen hat, in das zerstörte Gebäude ein. Mitten in den
Trümmern findet er den 17jährigen Startac, der hier nach
seinen Eltern sucht.
Die Suche kann jedoch nicht in aller Ruhe vonstatten gehen. Auf
einmal spürt Perry Rhodan ein seltsames Gefühl, und
Funkkontakte nach außen bestätigen nach kurzer Zeit,
daß Ramyhin wohl hier durchgezogen ist und so nebenbei fast das
ganze "Rettungsteam" getötet hat. Schließlich trifft
Rhodan die Entscheidung, sich dem Zyklopen zu stellen, auch wenn
seine Begleiter das für absolut unratsam halten. Zu Recht wie
sich herausstellt. Alle Pläne Rhodans versagen, und nur
Glück rettet ihm das Leben. Ramihyn hat schon fast die Kontrolle
über den Unsterblichen gewonnen, als der kleine Startac
auftaucht und Rhodan rettet. Er ist nämlich ein Teleporter - und
farbenblind. Zusammen fliehen beide vor dem Diener der Materie, der
ihnen hart an den Fersen klebt. Rhodan flieht per Transmitter und
versucht den Pilzdom zu erreichen. Er weiß, daß er nur
noch diese Chance hat, Hilfe von außen zu holen, doch kurz vor
dem Erreichen seines Zieles sind die Schiffe von WAVE im Orbit um
Trokan und beschießen den Pilzdom - und Perry Rhodan ist
verschwunden. Sein Tod scheint sicher zu sein.
Hach ja, sind wir mal wieder soweit, daß Rhodan seiner
angeblichen Vernichtung nicht entkommen ist, und wieder einmal will
ein superfieser Bösewicht dies auf seine Fahnen schreiben. Aber
ich fürchte, da wird nix draus werden, denn schließlich
wird die Serie auch nach Band 2000 noch Perry Rhodan heißen -
nicht Mondra Diamond oder Tautmo Aagenfelt.
Die Frage ist nur, wie Rhodan seiner Vernichtung entkommen ist. Das
Naheliegendste wäre, wenn die Galornentechnik so gut ist,
daß er in den ganzen Explosionen einfach durchspaziert ist. Ich
könnte mir aber auch vorstellen, daß hier höhere
Technik am Werk war, die im Pilzdom nur darauf gewartet hat,
eingreifen zu können. Schließlich waren die an Thoregon
beteiligten SI's bisher ja ganz allgemein recht übersichtlich,
was die Gründung der Koalition betrifft. Ich könnte mir
also vorstellen, daß ein Heliote oder etwas in dieser Richtung
als Eingreiftruppe bereitstand. Gleichzeitig hat man Perry Rhodan
jetzt genau da, von wo er am besten zur Gründung eilen kann. So
werden wir ihn in vier Wochen wohl durch den großen Pilzdom im
Kessel schreiten sehen, und Ramihyn dürfte ganz schön dumm
aus der Wäsche gucken, wenn er sein Ziel verfehlt sieht. Ich
denke mal, daß sich mit der Gründung von Thoregon auch die
Kosmische Fabrik erledigt haben dürfte. Auch wenn die neuen
Ankündigungen für den neuen Zyklus etwas über Terra
ankündigen, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die
Kosmokraten sich im Fall der Gründung mit der einfachen
Versklavung der Terraner zufriedengeben würden. Ich denke
einmal, daß hier eher die totale Vernichtung angesagt
wäre. Also wird's meiner Meinung nach eher auf etwas Neues
hinauslaufen.
Bis dahin müssen wir uns aber erst einmal mit dem herumschlagen,
was wir schon haben. Und das ist ein recht großspuriger Diener
der Materie auf der Erde. Philosophierend zieht er seine Kreise und
hinterläßt eine Spur der Vernichtung. In diesem Zuge ist
Hubert Haensel ein schön anschauliches Bild zwischen
großangelegter Vernichtung und einzelnen Schicksalen gelungen.
Es ist weder die große blutige Schlachterei noch das
überdramatisierte tragische Schicksal, das im Vordergrund steht,
sondern eher der Gegensatz zwischen dem "spazierengehenden" Ramihyn
und dem trauernden Perry Rhodan, der einmal mehr mit dem Schicksal
seiner Erde hadert. Dazwischen sind nun einige Episoden eingebaut,
die veranschaulichen, was die Menschen auf der Erde dieser Tage
mitmachen müssen. Alles in allem eine recht gelungene Sache,
auch wenn mich ein wenig das Medium des Reporters stört. Da sind
wir im letzten Roman Katie Joanne gerade losgeworden, und - zack! -
haben wir auch schon einen neuen Pressevertreter, der Bericht
erstattet. Also ein wenig mehr Abwechslung wäre hier schon ganz
nett gewesen, aber ich schiebe das einfach mal auf den Zufall, auf
das unterschiedliche und nicht zusammenhängende Abgeben der
Romane.
Am Ende haben wir dann sogar noch ein paar richtig spannende
Elemente, als Rhodan sich definitiv auf der Flucht befindet.
Außerdem, hat es eigentlich etwas zu bedeuten, daß wir
hier schon wieder einem farbenblinden Mutanten begegnen? Also,
langsam kann ich nicht mehr an einen Zufall glauben, besonders, da
Vincent Garron im entfernten Chearth immer mehr an kosmischer
Bedeutung gewinnt. Handelt es sich eventuell um einen weiteren
Schachzug der Superintelligenzen? Tja, auch dies wird die Zeit
zeigen.
Fazit:
Was bleibt, ist ein recht gelungener Roman, der die Ereignisse weiter
auf das Ende des Zyklus konzentriert. Zwar kann ich der Erde im
Moment als Handlungsschauplatz nicht so richtig etwas abgewinnen,
aber das liegt vermutlich daran, daß die Ereignisse im Kessel
schon viel zu weit fortgeschritten sind und ich mich viel zu sehr zu
dieser Ebene hingezogen fühle.
11 Punkte
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Wie schon zu erwarten war, geht es in diesem Roman weiter
abwärts mit Terra. |