In Denver
reißt ein Vampir seine Opfer. Detective Jack O'Neill in Los
Angeles erfährt davon und informiert Zamorra und Nicole, die er
bei einer Vampirjagd in seiner Heimatstadt kennengelernt hatte.
Und in der Tat braut sich in Colorado einiges zusammen: Fu Long, dem
damals aus Los Angeles die Flucht gelang, hat seine Zelte in Denver
aufgeschlagen. Ihm dicht auf den Fersen, vom Vampir-Oberhaupt L.A.'s
ausgesandt, ist Mors, ein Vampir, der im Auftrag von
Sippen-Oberhäuptern Vampire tötet. Da seine Trefferquote
bei hundert Prozent liegt, wußte bislang niemand von seiner
Existenz.
In Denver selbst ist eine Sekte auf Fu Long aufmerksam geworden und
zwingt die junge Chinesin Jin Mei, sich bei ihm einzunisten.
Vor Ort angekommen, tappen Zamorra und Nicole in eine Falle. In einer
Seitenstraße werden sie von hunderten (von Mors ausgesandten)
Ratten attackiert. Fu Long, der dies sieht, zwingt Jin Mei, den
beiden zu helfen.
Gleichzeitig beginnt aber in Denver Kuang-shi zu erwachen, ein
uralter Dämon, der schläft und der von vier Priestern unter
Kontrolle gehalten wird. Damit dies so bleibt, wird Jin Mei als Opfer
für Kuang-shi auserkoren.
Im Haus von Fu Long treffen Mors und Zamorra aufeinander, wobei Mors
den Schauplatz des Kampfes durch Teleportation in ein Waldgebiet
außerhalb von Denver verlegt. Außer MERLINS STERN hat
Zamorra keine Waffe dabei, und das Amulett ist durch die Abwehr der
Ratten-Armee geschwächt. Also ergreift Zamorra erst einmal die
Flucht, schnitzt aus einem Ast einen Pflock, greift zu einer List und
durchbohrt Mors' "Herz" damit.
Doch die Wirkung hält nur kurz an: Dadurch, daß er die
Kräfte der von ihm getöteten Vampire aufgenommen hat, kann
Mors sich regenerieren. Wieder greift Mors Zamorra an. Da greift Fu
Long ein - und ergreift Partei für Zamorra. Der Auftrag Don
Diegos lautete nicht nur Fu Long, sondern auch die vermutlich neu
erschaffene Familie zu töten. Da er deren Aufenthaltsort nicht
kennt, verzieht sich der Vampirkiller.
Fu Long läßt den bewußtlos gewordenen
Dämonenjäger in Ruhe, verschwindet mit ihm vom Ort des
Geschehens.
Und der doch arg geschwächte Mors, auf der Suche nach Blut,
schnappt sich Jin Mei. Als dies kurze Zeit später Fu Long merkt,
kann er nicht anders. Er hatte sie schon, als sie noch ein Mensch
war, sympathisch gefunden. Jetzt nimmt er sie in seine Familie
auf...
Kurze Zeit zuvor hatten die Priester versucht, Jin Mei zu
entführen, doch ihr war noch die Flucht gelungen. Dafür
hatten sie Nicole Duval entführt, um sie ihrem Dämon zu
opfern.
Zamorra, von Nicoles Verschleppung nichts ahnend, findet in Fu Longs
Haus den Fetzen einer Karte, mit dem ein Taxifahrer etwas anfangen
kann. Er bringt ihn zu einer alten Mine außerhalb der
Stadt.
Dorthin hat Fu Long auch Jin Mei gebracht, auf der Spur der
Vampirkiller. In den Stollen sucht und findet Fu Long schlafende
Vampire. Mitglieder der Sippe, die vor vielen, vielen Jahren spurlos
verschwunden waren. Geschaffen von ihrem Oberhaupt Alexander Lewis,
den Fu Long getötet hatte, um dann zu verschwinden. Zehn Vampire
erweckt Fu Long nun. Seine Vampire.
Die von den meisten Bewohnern Chinatowns besuchte Besänftigung
des Dämons, den ihre Vorfahren einst aus China mitbrachten,
damit er dort nicht erneut Opfer reißen konnte, treibt ihrem
Höhepunkt entgegen. Nicole gelingt es, sich zu befreien und an
den Dhyarra-Kristall zu gelangen, wobei jedoch ein Priester sein
Leben verliert, da Kuan-shi erwacht. Einer der Priester rät ihr
zur Flucht, er würde sich um den Dämon kümmern.
Nicole trifft ausgerechnet auf den Taxifahrer, der auch Zamorra zur
Mine gefahren hat. Da ihr Ziel das Hotel ist, von dem der Taxifahrer
Zamorra abgeholt hat, kommen sie ins Reden, und letztlich
läßt Nicole sich zur Mine fahren.
In der Mine treffen derweil Zamorra und Mors aufeinander. Der
Paralyse-Strahl des Blasters verletzt den Vampir nicht einmal, also
schaltet er auf Laser um und vernichtet Mors mit Dauerfeuer.
Die Zeit nutzt Fu Long. Gemeinsam mit den erweckten Vampiren
beschwört er die Mächte der Hölle. Und Astaroth
erfüllt ihm diesen Wunsch. Fu Long erhält den Staat
Colorado als seinen Machtbereich zugesprochen.
Als Nicole auftaucht und ihn erschießen will, greift Zamorra
ein. Er begleicht die Schuld und läßt Fu Long laufen.
Ups, ziemlich viele Handlungsstränge. Ein immer sympathischer
werdender Fu Long, der über viele Jahre warten kann, ehe er eine
Ernte einfährt. Ein alter, chinesischer Dämon, der von
eigentlich "guten" Priestern bewacht wird, die aber dennoch Blut zu
vergießen bereit sind, um ihn nicht erwachen zu lassen. Und ein
Vampirkiller, der mindestens genauso gut charakterisiert war wie Fu
Long; das Katz- und Maus-Spiel zwischen Mors und Zamorra hat beim
Lesen einen Mordsspaß gemacht... Schade, daß Mors' Stein
bereits wieder vom Spielfeld genommen wurde.
Und dann haben wir noch die Verhandlungen zwischen Ted Ewigk und
seinem geheimnisvollen Unbekannten in Florida.
Ein überaus interessanter, gut zu lesender Zamorra.
Und damit Winy auch noch was einfällt, hier gleich die
Punkte:
12
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Nach Band 660 bietet dieses Heft bereits wieder einen
Roman aus der Feder Claudia Kerns, und so sind die
Erwartungen natürlich recht hochgesteckt, stellte Band
660 doch m.E. den absoluten Höhepunkt der "besten
Zamorra-Romane aller Zeiten" (eine Einschätzung, die
auf Lesermeinungen beruht, die ich als mehr oder weniger
"Neueinsteiger" mit gerade dieser Trilogie also nur schwer
einschätzen kann). Eine schwere Bürde also. 10 Punkte. Winfried Brand |