Der Band
gliedert sich in zwei Handlungsebenen. Die erste beschreibt die
Geschichte der Superintelligenz ES und beginnt in ferner
Vergangenheit, irgendwo im Kosmos.
Das Geistwesen erreicht nach längerer Wanderschaft durch Raum
und Zeit auf der Suche nach einer neuen Heimat einen geeigneten
Planeten in der Galaxis Ammandul. Es schafft um diesen Planeten herum
inmitten einer Galaxis von Kriegen eine etwa tausend Lichtjahre
durchmessende Zone des Friedens. Die auf dieser Welt lebenden - noch
weit unter der Stufe von Primaten stehenden - halbintelligenten
Humanoiden werden von dem Geistwesen in ihrer weiteren Entwicklung
entscheidend gefördert. Doch das reicht nicht aus. Das Wesen,
das sich zu einer Superintelligenz weiterentwickeln will,
benötigt für zur Verwirklichung dieses Ziels und die
Ausdehnung und Stabilisierung seines Machtbereichs die
Unterstützung eines hochentwickelten Sternenvolkes, das seinen
Ansprüchen von Ethik und Moral genügt. ES findet dieses
Volk in der 550.000 Lichtjahre entfernten Kleingalaxis Laxaron: die
Vojariden.
Sie machen im Lauf eines langen Zeitraumes eine Metamorphose zu
Membranwesen aus fünfdimensional schwingendem Quarz durch. Sie
entwickeln sich zu den Nocturnen. ES benutzt die sich umwandelnden
Vojariden als Katalysator für den eigenen Reifeprozeß und
entwickelt sich zur Superintelligenz.
ES teilt den ehemaligen Heimatplaneten der Vojariden in zwei
Hälften und baut eine davon zu seiner Heimat um. Der Planet wird
auf eine neue Bahn versetzt.
Ein Heliote taucht auf und bietet der Superintelligenz an, sich dem
Diktat der Kosmokraten zu entziehen und zu diesem Zweck an einem
Langzeitplan namens Thoregon mitzuarbeiten. Insgesamt sollen an
Thoregon sechs Superintelligenzen beteiligt werden. ES, das im Laufe
seiner Entwicklung immer mehr Bewußtseine in sich aufgenommen
hat, besteht zu dieser Zeit aus drei auseinander driftenden
Komponenten. Eine davon ist ESTARTU. Obwohl ES in der Thoregon-Frage
noch keine Entscheidung getroffen hat, verweigert ESTARTU jegliche
Mitarbeit an dem Projekt, und es kommt zu einer heftigen
Auseinandersetzung mit ES, das die Trennung einleitet und den
ESTARTU-Teil als eigenständige Superintelligenz freisetzt.
ESTARTU entfernt sich daraufhin und baut seine eigene
Mächtigkeitsballung auf.
ES hat einen weiteren Konflikt auszutragen. Sein Gegner ist die
mächtige negative Superintelligenz STROWWAN. Es gelingt ES durch
eine Täuschung, STROWWAN zu vernichten. Die positiven Reste
STROWWANs entwickeln sich zur Superintelligenz NISAARU.
NISAARU nimmt Kontakt zu ES auf. Beide beschließen, sich am
Aufbau Thoregons zu beteiligen. Zwei weitere Superintelligenzen
werden für den Plan gewonnen; zwei weitere Wesenheiten, die sich
gerade in der Entwicklung zur Superintelligenz befinden, sind die
restlichen Kandidaten.
Ein Versuch, ESTARTU doch noch zu einer Teilnahme an Thoregon zu
veranlassen, schlägt fehl.
Dann kommt es bei ES zu einer Rebellion negativer
Bewußtseinsinhalte. Die Superintelligenz Anti-ES entsteht, und
es gelingt ES erst nach langer Zeit, mit Hilfe der Kosmokraten seinen
negativen Gegenpart auszuschalten. Die Errichtung Thoregons wird
durch diesen Konflikt lange Zeit aufgehalten.
Die zweite Handlungsebene beschreibt die weitere Entwicklung in der
Milchstraße nach der Errichtung Thoregons bis ins Jahr 1303 NGZ
und umfaßt damit 13 Jahre.
Perry Rhodan beschließt, Camelot aufzulösen und nach Terra
zurückzukehren. Er will für das Amt des Ersten Terraners,
des Regierungschefs der LFT, kandidieren. Maurenzi Curtis, der bisher
LFT-Botschafter auf Gatas war und ebenfalls seine Kandidatur
angekündigt hat, macht Rhodan ein Angebot. Curtis will das Amt
des Ersten Terraners übernehmen und eine grundlegende
Verfassungsänderung vornehmen. Danach soll der Erste Terraner
zukünftig als Staatspräsident der LFT weitgehend
repräsentative Aufgaben übernehmen; gleichzeitig soll das
Amt des LFT-Kommissars aufgewertet und umbenannt werden. Perry Rhodan
soll diese Position übernehmen und die Entscheidungen der
Tagespolitik der LFT treffen, während Maurenzi Curtis die
Staatsgeschäfte führt. Rhodan willigt ein und wird nach den
Wahlen, die tatsächlich im Sinne der beiden ausgehen, von Curtis
zum Terranischen Residenten ernannt.
Bei einem Treffen mit Homer G. Adams und dem Oxtorner Monkey erteilt
PR diesen zwei Männern den Auftrag, Camelot aufzulösen. Sie
verfolgen jedoch eigene Pläne, und es gelingt ihnen, dies
geheimzuhalten.
Wenige Jahre später wird der LFT-Flottenstützpunkt
Troubadour von unbekannten Angreifern auf mysteriöse Weise
vernichtet; die gesamte Besatzung wird dabei getötet. Analysen
durch die LFT fördern zutage, daß alle syntronischen
Rechner der Basis ohne äußere Einwirkung explodiert sind.
Die Angreifer setzten eine vielfach effektivere Version des von
Rhodan aus der Galaxis DaGlausch mitgebrachten KorraVir ein, eine Art
Computervirus, das in jeden Syntron eindringt und ihn zu
Fehlfunktionen bis hin zur Selbstvernichtung veranlaßt.
KorraVir kann mit Hilfe von Hyperfunksprüchen verschickt und von
keinem bekannten Schutzschirm aufgehalten werden.
Die Auswirkungen dieses Vorfalls sind erschreckend: In naher Zukunft
wird niemand mehr in der Milchstraße gefahrlos einen Syntron
verwenden können. Man muß auf die weit weniger
leistungsfähigen Positroniken zurückgreifen, die bereits
seit tausend Jahren keine Verwendung mehr finden.
Der Wissenschaftler Tautmo Aagenfelt vermutet als Urheber das
arkonidische Kristallimperium, das zur stärksten
Militärmacht der Milchstraße aufgestiegen ist, doch die
Beweise fehlen.
Das Kristallimperium unter dem Imperator Bostich betreibt eine
aggressive Expansionspolitik, der die LFT militärisch kaum etwas
entgegenzusetzen hat. Als Reaktion darauf schließen sich immer
mehr von Terranern und ihren Abkömmlingen besiedelte Welten der
LFT an. Terra benötigt ein neues Symbol als Verkörperung
eigener Stärke: die Solare Residenz. Es handelt sich um einen
über der Position des vernichteten HQ-Hanse schwebenden
Regierungssitz von imponierendem Äußeren. Das Projekt wird
von Perry Rhodan initiiert.
Währenddessen kehren Homer G. Adams und Monkey nach Camelot
zurück. Sie informieren die dortige Bevölkerung über
Rhodans Entschluß, das Projekt abzuwickeln, und stellen sie vor
die Wahl, ihnen beim Aufbau einer eigenen, unabhängigen
Organisation zu folgen. Adams und Monkey, der immer mehr in den
Vordergrund tritt, gründen die Neue USO. Der vor langer Zeit
aufgegebene Asteroid Quinto-Center wird zur Hauptbasis. Mehr als die
Hälfte der Cameloter schließt sich ihnen an; die
restlichen kehren auf ihre Heimatwelten zurück. Nur wenige
Kolonisten verbleiben auf Camelot.
Auf den Welten der LFT werden immer mehr Mutanten geboren; es sind
tausende. Sie nehmen ihre Umwelt nur in Schwarzweiß wahr. Es
handelt sich um die Nachkommen von Menschen, die auf dem Planeten
Horrikos siedelten. Monos führte dort einst ein Experiment
durch: Auf der Grundlage terranischer Gene sollte eine Rasse von
Supermutanten erschaffen werden. Der Plan schlug fehl, doch die
Nachwirkungen treten jetzt auf. Auch Mondra Diamond, die Mutter von
Perry Rhodans jüngstem Sohn Delorian, (* Aaargh! Wer hat denn
da zuviel "Zurück in die Zukunft" geguckt??? So hieß doch
das Auto! ("Du kannst Dich nicht 'Indiana' nennen! So hieß
unser Hund!") Heike) stammt von Horrikos. Rhodan folgert,
daß Delorian ebenfalls ein Mutant sein muß.
Um die von den jugendlichen Mutanten ausgehenden Probleme in den
Griff zu bekommen, ernennt Rhodan die Kosmopsychologin Moharion
Mawrey zur Ministerin für Mutantenfragen. (* Zuviele 'M's in
dem Satz!!! Heike) Sie soll die zahlreichen parapsychisch
begabten Menschen in die Gesellschaft integrieren. Ein Netz von
Mutantenschulen wird errichtet, und für die LFT-Bürger
werden PsiIsolations-Netze entwickelt, die vor den Parakräften
der Mutanten schützen sollen. Die teuren Netze werden von der
LFT-Regierung mit beachtlichen Summen subventioniert.
Gleichzeitig versuchen Rhodan und Reginald Bull, dieser als Resident
für die LFT-Verteidigung, der von Arkon ausgehenden Bedrohung zu
begegnen.
Wie das Kristallimperium mit seinen Gegnern verfährt, zeigt das
Beispiel des 800 Sonnensysteme umfassenden Ark'Tussan-Bundes. Dieser
widersetzt sich der "Wiedervereinigung" mit dem Kristallimperium.
Bostich bietet 20.000 Kampfschiffe auf, die bereits auf
Positronik-Steuerung umgeschaltet werden können. Er
läßt die gleichstarke Raumflotte des Ark'Tussan-Bundes
durch den Einsatz des KorraVir ausschalten und danach die wehrlosen
gegnerischen Schiffe allesamt vernichten. Die 800 Sonnensysteme
werden dem Kristallimperium angegliedert.
Bull organisiert die LFT-Flotte neu und gibt die 1.800 Meter
durchmessende ENTDECKER-Klasse in Auftrag. Die Einheiten dieser
Klasse sind zwar den größten arkonidischen
Schlachtschiffen überlegen, doch sie werden nur in geringer Zahl
hergestellt.
Zum anderen muß die Umstellung von Syntroniken auf Positroniken
organisiert werden.
Derzeit existieren im LFT-Einflußbereich nur zwei
erwähnenswerte Produktionszentren für Positronik-Chips.
Einer davon, der locker mit der LFT assoziierte
Hayok-Sternenarchipel, wird von den Arkoniden unter fadenscheinigen
Vorwänden annektiert. Imperator Bostich setzt dazu 200.000
Kampfschiffe ein. Perry Rhodan kann nichts tun, um dies zu
verhindern.
Die Umstellung aller Rechnersysteme auf Positronik-Betrieb nimmt
mindestens fünf Jahre in Anspruch. Da der Hayok-Archipel
für die LFT verloren ist, droht diese im Konflikt mit Arkon
weiter ins Hintertreffen zu geraten. Da tauchen wie zufällig
Monkey und Adams mit einer Schiffsladung voll Positronik-Chips auf.
Sie bieten Rhodan diese im Tausch gegen fünfzig
500-Meter-Schlachtkreuzer an. Gleichzeitig informieren sie PR
über die Gründung der Neuen USO und fordern, die
Wiedereröffnung der Camelot-Büros auf den Planeten der LFT
für die Rekrutierung von Fachleuten für ebenjene
neugegründete USO zuzulassen. Rhodan fühlt sich
hintergangen, hat aber keine andere Wahl, als das Geschäft
abzuschließen.
Während ihres Aufenthaltes in der Solaren Residenz wurden Adams
und Monkey routinemäßig gescannt. Dabei kommt heraus,
daß Monkey einen Zellaktivatorchip trägt und damit
unsterblich ist. Woher er den Chip hat, ist nicht zu ermitteln.
Statt in einen Kreislauf des Wettrüstens gegen das
Kristallimperium einzusteigen, betreiben die Terraner verstärkt
Forschung. Tautmo Aagenfelt entwickelt den Korragischen Damm, der
Großsyntroniken wie NATHAN gegen den Einsatz des KorraVir
immunisiert. Für den Einsatz an Bord von Raumschiffen ist der
K-Damm jedoch nicht geeignet. Gleichzeitig entwickelt Aagenfelt die
Aagenfelt-Barriere, die an Bord von Raumschiffen der
WÄCHTER-Klasse zum Einsatz kommen und gegen anfliegende
Raumschiffe wirken soll.
Trim Marath, ein jugendlicher Mutant mit einem riesigen
Psi-Potential, aber unspezifizierten Fähigkeiten, hat Kontakt
mit einer mysteriösen Wesenheit, die sich Morkhero Seelenquell
nennt. Die Ziele dieses Wesens sind unbekannt, doch es scheint sich
zu einer Bedrohung für Terra und insbesondere für Perry
Rhodan zu entwickeln. Moharion Mawrey erfährt davon, zögert
jedoch, etwas zu unternehmen.
Als Trim Marath einen weiteren Kontakt mit Morkhero Seelenquell hat,
versucht Moharion Mawrey, Rhodan zu warnen. Dieser ist jedoch nicht
zu erreichen. Er wurde von Tautmo Aagenfelt in dessen Labor in der
Solaren Residenz bestellt. Als Rhodan dort erscheint, riegelt
Aagenfelt das Labor mit Paratronschirmen ab und versucht, Rhodan mit
einem Impulsstrahler zu töten.
Es gelingt Perry zwar, Aagenfelt zu überwältigen, doch er
kommt selber beinahe dabei um. Aagenfelt erleidet einen Herzanfall
und stirbt. Es wird erkennbar, daß der Wissenschaftler von
Morkhero Seelenquell irgendwie zu diesem Attentat gezwungen
wurde.
Perry Rhodan befindet sich kurz danach zu einer Inspektion der
dortigen Werften auf dem Mond, als er erfahren muß, daß
die Arkoniden mit 38.000 Kampfschiffen das nur 815 Lichtjahre von
Terra entfernte Orion-Delta-System angegriffen und ihrem Imperium
einverleibt haben. Das Heimatsystem der Topsider gehörte einst
zum Arkon-Imperium. Von dort aus ist Terra innerhalb einer
Viertelstunde zu erreichen. Die militärische Lage für die
LFT hat sich damit dramatisch verschlechtert.
Reginald Bull befindet sich gerade mit einer Delegation auf Topsid.
Es gelingt nicht, ihn zu kontaktieren.
Soviel zum Inhalt.
So, da ist er endlich. Band 2000, langerwartet. Damit stehen
ebensoviele Perry Rhodan-Romane in diversen Regalen des Rezensenten.
Puuuh. Und, was wichtiger ist: Ich habe ihn mehrere Tage vor fast
allen anderen. An allen Verkaufsstellen wird gerade Band 1999
angeboten. Denjenigen, die mich so pünktlich und
zuverlässig damit versorgt haben, sei nochmals ausdrücklich
gedankt.
Der Roman bietet mit fast 80 Seiten reiner Handlung wirklich eine
Menge Stoff.
Auf eine LKS wurde ebenso verzichtet wie auf diverse Statements von
Autoren. Es gibt zwei jeweils einseitige Einführungen, je eine
vom Altautor und Mitinitiator der Serie, Clark Darlton, und vom
derzeitigen Redakteur, Klaus N. Frick. Als Beilage gibt es ein Poster
der Solaren Residenz sowie einen sechzehnseitigen Mittelteil,
betitelt "Rundfahrt durch Terrania". In Form einer eigenen, vom Roman
völlig unabhängigen Kurzgeschichte rollt Uwe Anton nochmals
wichtige Ereignisse des PR-Kosmos auf, schildert kosmische
Zusammenhänge und stellt die Hauptstadt der LFT dar.
Ein interessante Alternative zur in früheren
Jubiläumsbänden üblichen Zusammenfassung der
bisherigen Handlung, die sich wohl vorwiegend an Neuleser ohne
Vorkenntnisse richtet, dem Altleser jedoch eine Menge neuer Aspekte
bietet. Die Story ist gut geschrieben und vor allem nicht mit Fakten
überfrachtet, so daß auch ein Anfänger sich rasch
über viele Dinge orientieren kann. Für einen Band wie 2000,
der oft Einstiegsband in die Serie sein wird, absolut essentiell.
Der Roman selbst, obwohl von zwei Autoren geschrieben,
präsentiert sich trotz der Handlungsebenen, die
unterschiedlicher nicht sein könnten, wie aus einem
Guß.
Frage: Welcher von beiden Autoren hat welchen Handlungspart
geschrieben? Ich konnte es nicht herausfinden. Robert Feldhoff
liefert gewohnt hohe Qualität. Der (nach meiner eigenen,
völlig unmaßgeblichen Meinung) wirklich miese Band 1950
ist damit endgültig vergessen. Ernst Vlcek, der ja in letzter
Zeit nicht durch überragende Produktionen aufgefallen ist, hat
damit ein beachtliches Werk abgeliefert. Hoffentlich bleibt er in
dieser Form.
Als ich gebeten wurde, kurz den Inhalt des Romans zusammenzufassen,
dachte ich: Das ist leicht. Doch die Fülle des Stoffes droht den
Leser zu überwältigen.
Die Gründung Thoregons ist erfolgt. Auf zu neuen Ufern. Mit 1999
wurde der kosmische Überbau weitgehend abgeschlossen. Mit Band
2000 wird die Serie, getreu dem Motto: Weg von den Kosmokraten,
wieder erheblich bodenständiger.
Zum ersten Handlungsstrang, der Entstehungsgeschichte der
Superintelligenz ES, gibt es nicht viel zu sagen. Es handelt sich um
eine abgeschlossene Story, da ES derzeit wohl nicht weiter in die
Handlung eingreifen wird. Viele langjährige Leser forderten
immer wieder, dies nicht aufzulösen, um ES nicht zu
entmystifizieren. Es gibt aber auch konträre Ansichten.
Die Bedeutung eines solchen Bandes erfordert jedenfalls ein
derartiges Thema. Man erwartet einfach mehr als von einem "kleinen"
Jubiläumsband. So gesehen, kam man wohl um diese Geschichte
nicht herum. Nach Thoregon bot sie sich auch wohl an. Die
Geschehnisse um die negative Superintelligenz STROWWAN haben mir
nicht viel gebracht. Statt dessen hätte ich es für besser
gehalten, die Entstehung von Anti-ES und den folgenden Konflikt mit
ES nicht nur in einigen Sätzen abzuhandeln. Das hätte die
Zusammenhänge wesentlich besser beleuchtet und auch diese Ebene
bedeutungsmäßig erheblich aufgewertet. So fällt sie
gegenüber dem zweiten Handlungsstrang doch etwas ab. Viel Neues
erfährt man denn auch nicht. Daß die Nocturnen die
Geburtshelfer von ES waren, ist schon länger bekannt.
Wenden wir uns der zweiten, für die weitere Handlung ungleich
wichtigeren Ebene zu:
Die Lage in der Milchstraße wird in diesem einen Roman
völlig umgeworfen. Arkons Aufstieg zur beherrschenden
Militämacht wird präzise und ohne logische Fehler
geschildert. Die Entwicklung der letzten Jahre wird damit nahtlos
fortgeschrieben, die Bedrohung ist akut. Großer Pluspunkt. Es
sieht so aus, als könnte es auch ohne ständige Expeditionen
in ferne Galaxien und Kosmokraten spannend werden. Nicht, daß
ich grundsätzlich dagegen wäre, aber im Thoregon-Zyklus gab
es neue Galaxien und Völker (nicht zu vergessen
Superintelligenzen) beinahe im Dutzend. Weniger ist jetzt mehr. Zudem
bleibt uns dieser Aspekt mit der Brücke in die Unendlichkeit und
vor allem mit der SOL und ihrem Auftrag in genügendem Umfang
erhalten.
Die Technik wird um einiges zurückgedreht und damit ebenfalls
wieder etwas bodenständiger. Back to the roots???
Rhodan kehrt als politisch Verantwortlicher auf die galaktische
Bühne zurück. Mit seinem neuen Amt ist er genau in der
richtigen Position. Er ist nicht mehr Staatschef, sondern Mann
für alles. Konfliktbeseitiger nennt man das wohl. Gefällt
mir gut.
Dann hat der Held mit der LEIF ERIKSSON auch noch ein richtig neues
Flaggschiff, und gleich so ein großes. Ausbaufähig. Die
unselige GILGAMESCH gehört damit wohl endgültig der
Vergangenheit an.
Auch die lange vorherrschende Zersplitterung der Menschheit scheint
ein Ende zu haben: Man schließt sich zusammen, um der Bedrohung
durch Arkon begegnen zu können. Da kann man dann auch
längst vergessene Planeten wieder in die Handlung einbauen.
Adams und Monkey gründen die Neue USO. Agentenabenteuer im guten
alten Stil von K. H. Scheer könnten die Folge sein.
Mit dem Oxtorner taucht denn auch - große Überraschung -
ein neuer Zellaktivatorträger auf. Die Figur hat großes
Potential, was sich in den Bänden seit 1950 schon mehrfach
gezeigt hat.
Und dann: Mutanten, Mutanten, Mutanten. Ich erinnere mich, daß
diese verschiedentlich auf der LKS gefordert wurden. Nun denn, jetzt
haben wir Zehntausende davon. Die Art, wie sie eingeführt
wurden, war in Ordnung. Ich hoffe nur, daß das frühere
"keine Mutanten mehr" jetzt nicht ins völlige Gegenteil
umschlägt. Aber schließlich sind die Mutanten nicht
Mitglied eines Mutanten-Korps. Sie werden eher Probleme als deren
Lösung bringen. Und Rhodan ist auch persönlich
betroffen.
Zu (wie hieß er noch...?) Morkhero Seelenquell kann man noch
nicht viel sagen, aber da scheint sich ebenfalls einiges anzubahnen.
Gewohnt mysteriös, genauso wie die nur angedeuteten Schiffe der
WÄCHTER-Klasse und ihre Aagenfelt-Barriere.
Insgesamt gesehen: Der Auftakt zum neuen Zyklus läßt
einiges erwarten. Der Roman selber hat Klasse. Beinahe kosmisch. Ich
habe lange nichts Besseres mehr von den PR-Autoren gelesen. Ob man
dann noch den Vergleich zu dem wirklich kosmischen Band 1000
anstellen soll? Lassen wir es. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen,
und wegen der Nostalgie und auf Grund meines Fables für William
Voltz hätte der 2000 keine echte Chance.
Wegen der bereits erwähnten leichten Schwäche auf dem
ES-Handlungsstrang ziehen wir von der Maximalwertung einen Punkt
ab.
14 Punkte.
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Lange hat es gedauert - und als ich vor nun gut zehn
Jahren als kleiner Junge meinen ersten Perry Rhodan las
(immerhin die 1399, ESTARTU); da war an Band 2000 noch gar
nicht zu denken, zu weit war das damals einfach noch weg.
Aber nun liegt er vor mir. Nicht einfach nur der Beginn
eines neuen Zyklus, sondern auch der Beginn einer neuen
Ära für die Perry Rhodan-Serie. Das Perry
Rhodan-Team hat lange und intensiv daran gearbeitet, die
Leser heiß auf diesen Roman zu machen, und hat die
Sache nicht nur einfach der Triple-Null überlassen. Ein
monumentaler Zyklus ging mit dem letzten Band zu Ende. Wie
immer mit Höhen und Tiefen, aber auch mit einem in
meinen Augen grandiosen Finale. |
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Es ist nun also endlich geschafft: Der 2000. Band der
Perry Rhodan-Serie liegt vor uns. |
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Endlich! Band 2000 ist erreicht, und schon geht es
weiter. Thoregon ist entstanden, die sechs
Superintelligenzen befinden sich im PULS von DaGlausch, die
Kosmokraten haben sich nach den Verhandlungen in Band 1999
aus den Thoregon-Galaxien zurückgezogen, und die
Bewohner der Milchstraße sind frei von jeglicher
Bevormundung von oben. Prompt setzt das Arkonidenreich seine
bisherigen Drohungen und Andeutungen in die Praxis um - die
Milchstraße steht etwa 12 Jahre nach den Begebenheiten
in Band 1999 zum Großteil unter der Herrschaft Arkons
- nicht unbedingt so passend zum Thoregon-Gedanken. Nur
Terra mit der LFT und die Blues sind noch relativ frei, aber
nicht unbedroht, wie die heftigen Attacken des Imperiums
gegen verschiedene Systeme - so auch die Annektierung des
Topsiderreiches - aufzeigen. Zudem macht sich auch wieder
eine neue übergeordnete Gefahr bemerkbar, ein Typ
namens Morkhero Seelenlos - netter Name. (* Jooo. Mork
vom Ork, der Held ohne Seele? Wenn Robin Williams das
wüßte... ;-))) Heike) Das gipfelt in einem
Attentat auf Perry durch Tautmo Aagenfelt, von dessen Geist
Morkhero offensichtlich Besitz ergriffen hatte. Perry
überlebt natürlich, aber Tautmo ist tot, womit
diese ebenso geniale wie traurige Figur der Vergangenheit
der Serie angehört. (* Oooooooh!
<schnüff> :-( Heike) |
|
(Natürlich alles Gute zum 2000er vom Phantastik Club
Guy Nelson und der Dwarf Story Production - macht weiter
so!!!) |