Professor Zamorra

Band 666: "666 - Die Zahl des Tiers"

Astaroth trifft sich mit Astardis. Er möchte ihn als seine Marionette auf dem Thron von Satans Ministerpräsidenten sehen. Dieser schickt ein Abbild aus, erkennt aber Astaroths Plan.
Rico Calderone plant, sich aus der Knechtschaft der Dämonen zu befreien; die kurze Zeit, in der er von Lucifuge Rofocale die Schatten angehängt bekam, haben ihn die Macht schnuppern lassen. Stygia traut ihrem Vasallen nicht und behält ihn im Auge.
In einer fremden Dimension läßt sich der Dunkle Lord von Lamyron die Zukunft zeigen. Diese gefällt ihm nicht, und während er immer wieder die Zukunft sehen und Lamyron der Visionen wegen töten will, setzt der Engel seine zweite Fähigkeit ein und macht die letzten Sekunden ungeschehen.
Solange, bis er von Stygia gerufen wird, die seine spezielle Fähigkeit benötigt. Die ist nämlich Rico Calderone auf die Schliche gekommen: Er steckt in der Tat hinter der Antarktis-Expedition. Und er möchte Amun-Re zurückholen, um sich der Dämonen zu entledigen.
Auch Zarkahr ist mit von der Partie. Er ruft einen rangniedrigen Dämon namens Asmodayos an und erteilt ihm den Auftrag, Rhett Saris zu entführen. Asmodayos will sich widersetzen, begibt sich dann aber zur Erde.
Und im Chateau Montagne zitiert Fooly unbewußt Sätze aus der Offenbarung des Johannes.
Reginald Cull findet indes den Tod, nachdem er sich mit Calderone getroffen hat.
Und Rhett Saris wird in Tat entführt. Asmodayos kommt jedoch zu spät; ein anderer Dämon war schneller, so daß er kurzerhand die Mutter, Lady Patricia, kidnappt.
In der Antarktis ist man nach einigem Suchen auf die Stadt gestoßen. Trotz einer letzten Warnung des Abenteurers kann er es nicht verhindern: Amun-Re kehrt zurück.
Rhett gelingt die Flucht aus Astardis' Fängen, als dieser einen Moment unaufmerksam ist.
Die an der Schule eintreffenden Zamorra und Nicole erkennen per Zeitschau mittels MERLINS STERN, daß Lady Patricia spurlos verschwand, Rhett hingegen mit einem Auto entführt wurde, dem sie somit den Vorrang geben.
Und in der Antarktis beginnt Amun-Re das Morden...

Wenn mich etwas an diesem Roman gestört hat, dann die Dummheit von Robert Tendyke. Über fünfhundert Jahre alt, und er läuft voll auf. Mit Rückblicken hat man sich diesmal nicht aufgehalten, es gibt mindestens fünf parallel laufende Handlungsebenen. Die Fäden werden sich im Lauf der Zeit sicher entwirren; jetzt ist es äußerst faszinierend zu sehen, daß so viel abgeht. Daß die Hölle 666 Dämonen zählt, wurde m. W. schon einmal erwähnt. Bleibt abzuwarten, ob am Ende die Hölle "noch steht" - und wieviele Dämonen den Zyklus überleben.
Wie immer kann ich zu Beginn eines Mehrteilers nicht allzuviel sagen; mehr wohl am Ende des Zyklus.
12 Punkte.

Guido Latz

Da ist er nun also, der langerwartete Band 666 der Zamorra-Serie, der den Auftakt zu einem weiteren Zyklus - diesmal in fünf Teilen - bietet.
Diesen Roman in einem so frühen Stadium des Zyklus zu bewerten, ist an sich eigentlich schon fast unmöglich - trotzdem möchte ich ein paar Worte über ihn verlieren.
Zum einen läßt Werner Kurt Giesa es hier erst einmal recht gemächlich angehen. Bis die Spannung endlich zu steigen beginnt, ist schon fast der halbe Roman am Leser vorbeigegangen - kein schlechter halber Roman, doch bleibt das Gefühl "Ich-muß-jetzt-aber-Weiterlesen" ein wenig auf der Strecke. Dies ändert sich zwar in der zweiten Hälfte des Romans durchaus, doch bleibt Werner auch hier noch ein wenig zurückhaltend. Dabei stört es dann vielleicht noch ein wenig, daß ein Robert Tendyke mit seiner Erfahrung anscheinend eine ziemliche Blauäugigkeit an den Tag legt, die man ihm eigentlich gar nicht zutrauen kann. Und so erwacht Amun-Re nun am Ende. Und das war's jetzt erstmal.
Insgesamt zündet dieser erste Band des Fünfteilers dann noch nicht so richtig. Irgendwie bleibt die große Bedrohung ein wenig vom Leser entfernt und außen vor - sicher, es deutet sich hier einiges an, doch das Wahre ist das dann nun doch noch nicht. Allerdings gehe ich einmal davon aus, daß Giesa hier in den nächsten Teilen noch ein wenig zulegen wird - der 666er als erster Teil gerade mal eine recht ruhige Einführung darstellt.

Fazit:
Zwar interessant, jedoch noch nicht wirklich spannend. Erst in der zweiten Hälfte des Romans kommt die Atmosphäre so langsam auf, die man eigentlich erwartet hatte. Aber vielleicht waren die Erwartungshaltungen in den ersten Band eines Fünfteilers hier noch ein wenig hoch. Mal sehen, was sich mit dem/den nächsten Band/Bänden noch so entwickeln wird.
8 Punkte.

Winfried Brand

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