Durch die
Niederlande zieht ein Spiegelkabinett. Überall dort, wo dieses
seine Attraktionen zeigt, geschehen Verbrechen, verübt von
jungen Frauen, die sich später nicht mehr an ihre Taten erinnern
können.
Die Journalisten Yani ist dem Fall auf der Spur; begleitet wird sie
von dem Multimillionär Roy de Voss.
In einer kleinen Stadt an der Küste, in der Nähe der
niederländisch-deutschen Grenze, hat Madame Rhada ihr Kabinett
aufgeschlagen. Ihr neuer Helfer, Sam Skoul, weiß nicht,
daß sie mit dem Bösen paktiert und einen Zauberspiegel ihr
eigen nennt. In ihre Fänge gerät die junge Janni, die einem
Boten Juwelen rauben und später Roy de Voss töten
soll...
Das dritte Hörspiel nach der alten "Zauberkreis"-Serie ist
zugleich das schlechteste.
Beate Hasenau wurde bereits als Reporterin in "Die Rache der Mumie"
von Maritim eingesetzt, und zum zweiten Mal tat mir ihre Stimme
schlichtweg in den Ohren weh; sowohl die Stimme an sich als auch das
eingesetzte radebrechende Deutsch kann einem einen Schauder über
die Haut jagen. Dosiert eingesetzt mag es ja witzig oder sinnvoll
sein, aber eine Stunde lang "Madame Rhada" zuzuhören kann, ganz
schön hart sein.
Nicht viel besser kommt Holger Potzurn weg; seine Figur des
trotteligen und über alles lachenden Sam ist da nicht viel
besser.
Wieso Roy, Yani, Janni etc. ein akzentfreies Deutsch sprechen, die
Figur des Piet Vanthooft dann aber einen holländischen Akzent
aufweist, bleibt mir schleierhaft.
Nicht gerade schlau auch, zwei ähnlich klingenden Frauenstimmen
ähnlich klingende Namen zu geben: Yani und Janni - so etwas ist
schlicht verwirrend und überflüssig.
Merkwürdigkeiten gibt es auch:
1.) Wieso fährt man von der Küste nach Amsterdam
zurück, um dort Yanis Kleidung zu wechseln? Wäre hier nicht
Hotel oder ein Geschäft besser gewesen?
2.) Wieso fährt Janni erst den beiden hinterher und tötet
zwei Polizisten, Roy dann jedoch nicht - der Weg war doch frei?
3.) Der niederländische Polizist erklärt in dem
niederländischen Städtchen, daß er nicht für den
Fall zuständig sei, sondern deutsche Behörden - soso...
Und was hat mich dann bei der Stange gehalten? Ehrlich gesagt nur die
Stimme von Reinhilt Schneider, die wie immer eine Ohrenweide war.
Ausreichend.