Der Magier #3:

"Die Spiegelmonster der Madame Rhada"

Roy de Voss: Konrad Halver, Yani Atawa: Reinhilt Schneider, Madame Rhada: Beate Hasenau, Janni: Christine Pappert, Sam Skoul: Holger Potzurn, Erzähler: Wolf Frass u.a.
Buch: H.G. Francis, Dialogregie: Konrad Halver
Eine Studio-Maritim Produktion
Laufzeit: 62 Minuten
Bestellnummer: 495503-311

Durch die Niederlande zieht ein Spiegelkabinett. Überall dort, wo dieses seine Attraktionen zeigt, geschehen Verbrechen, verübt von jungen Frauen, die sich später nicht mehr an ihre Taten erinnern können.
Die Journalisten Yani ist dem Fall auf der Spur; begleitet wird sie von dem Multimillionär Roy de Voss.
In einer kleinen Stadt an der Küste, in der Nähe der niederländisch-deutschen Grenze, hat Madame Rhada ihr Kabinett aufgeschlagen. Ihr neuer Helfer, Sam Skoul, weiß nicht, daß sie mit dem Bösen paktiert und einen Zauberspiegel ihr eigen nennt. In ihre Fänge gerät die junge Janni, die einem Boten Juwelen rauben und später Roy de Voss töten soll...

Das dritte Hörspiel nach der alten "Zauberkreis"-Serie ist zugleich das schlechteste.
Beate Hasenau wurde bereits als Reporterin in "Die Rache der Mumie" von Maritim eingesetzt, und zum zweiten Mal tat mir ihre Stimme schlichtweg in den Ohren weh; sowohl die Stimme an sich als auch das eingesetzte radebrechende Deutsch kann einem einen Schauder über die Haut jagen. Dosiert eingesetzt mag es ja witzig oder sinnvoll sein, aber eine Stunde lang "Madame Rhada" zuzuhören kann, ganz schön hart sein.
Nicht viel besser kommt Holger Potzurn weg; seine Figur des trotteligen und über alles lachenden Sam ist da nicht viel besser.
Wieso Roy, Yani, Janni etc. ein akzentfreies Deutsch sprechen, die Figur des Piet Vanthooft dann aber einen holländischen Akzent aufweist, bleibt mir schleierhaft.
Nicht gerade schlau auch, zwei ähnlich klingenden Frauenstimmen ähnlich klingende Namen zu geben: Yani und Janni - so etwas ist schlicht verwirrend und überflüssig.
Merkwürdigkeiten gibt es auch:
1.) Wieso fährt man von der Küste nach Amsterdam zurück, um dort Yanis Kleidung zu wechseln? Wäre hier nicht Hotel oder ein Geschäft besser gewesen?
2.) Wieso fährt Janni erst den beiden hinterher und tötet zwei Polizisten, Roy dann jedoch nicht - der Weg war doch frei?
3.) Der niederländische Polizist erklärt in dem niederländischen Städtchen, daß er nicht für den Fall zuständig sei, sondern deutsche Behörden - soso...

Und was hat mich dann bei der Stange gehalten? Ehrlich gesagt nur die Stimme von Reinhilt Schneider, die wie immer eine Ohrenweide war.
Ausreichend.

Guido Latz

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