Lange vor
dem Auftritt des Helioten auf Terra wird auf dem kleinen Planeten
Yorname (* MY name??? ;-) Heike) der monochrome Mutant Trim
Marath geboren. Bereits früh erkennt der Arzt die
Farbenblindheit des Patienten, kann dagegen aber nichts tun. Ebenso
früh ist sein seltsames Verhalten auffällig. Es ist, als ob
schreckliche Geister ihn plagen, aber niemand weiß, was
wirklich in ihm vorgeht; und als sich sein Zustand einigermaßen
bessert, wird da auch nicht mehr nachgeforscht. Trim wird ein sehr
verschlossener Mensch, der lange braucht, bis er andere Menschen an
sich heranläßt, und auch seiner Mutter gegenüber gibt
er nicht alles zu. Als der Heliot über Terra erscheint,
offenbart er diesem gegenüber seine Fähigkeiten. Er konnte
den Helioten bis nach Yorname spüren. Generell kann er vieles
spüren, dennoch ist er kein Mutant. Er lernt auch erst langsam,
sich gegen die Stürme von außen abzuschirmen, aber
gleichzeitig schirmt er sich auch gegen den Rest der Welt ab. Doch er
ist nicht gegen alles gefeit, und so verfällt er in großen
Schmerz, als Ramihyn auf der Erde wandelt und hier Tod und Verderben
bringt.
Als schließlich die ersten Berichte über die
Monochrom-Mutanten auftauchen, wissen Mutter und Sohn, daß Trim
einer von ihnen ist. Es dauert auch nicht lange, dann steht die
Residenz-Ministerin für Mutantenfragen Moharion Mawrey bei der
Familie auf der Matte. Sie nimmt Trim mit auf die Erde und bringt ihn
in eine Mutanten-Schule.
Die Ministerin verspricht ihm besonders das Ende seines
Außenseiter-Status, aber auch unter den anderen Mutanten
isoliert sich Trim sehr schnell. Der einzige, mit dem er sich
einigermaßen versteht, ist Startac Schroeder, der Teleporter,
der Perry Rhodan vor dem Diener der Materie gerettet hat.
Eines Tages erlebt Trim die Geburt einer unheimlichen Geistesmacht,
die er Morkhero Seelenquell nennt, aber außer Startac glaubt
ihm niemand.
Auf anderer Ebene laufen bereits die Vorbereitungen auf einen
intergalaktischen Krieg, der inzwischen unvermeidbar scheint, auch
wenn der erste Terraner Maurenzi Curtiz das nicht so richtig
akzeptieren will. Kontakte mit dem Topsid-System zeigen, daß
hier die Arkoniden eindeutig das Kommando übernommen haben - und
daß sich die Delegation der LFT in deren Händen befindet.
Dies ist um so gefährlicher, da Reginald Bull der Delegation
angehört, der ausgezeichnet über Terras Geheimwaffe, die
Aagenfelt-Barriere, informiert ist. Dieses Wissen könnte in den
Händen der Arkoninden sehr gefährlich für die Erde
sein. Doch es gibt noch einige andere lokale Probleme. Immer wieder
drehen hohe Persönlichkeiten durch und sterben meist kurz danach
an Herzversagen - dasselbe Schicksal, das auch Tautmo Aagenfelt
erleiden mußte. Noch weiß aber niemand, wer oder was
dahinter steckt. Erst als man weitere Untersuchungen auf der
Mutanten-Ebene anstellt, wird man auch auf Trim Marath aufmerksam,
der zusammen mit Startac zum Solaren Residenten zitiert wird. Trim
kann über Morkhero keine genauen Angaben machen. Aber er kann
ungefähr spüren, wo er sich auf der Erde aufhält, wenn
er denn da ist. Doch es scheint, als ob nun auch Morkhero Seelenquell
auf ihn aufmerksam geworden ist, und in einem unheimlichen Traum
begegnen sich die beiden. Trim kann ihm nur entkommen, weil es ihm
gelingt, eine Nachricht an seine Mitschüler (50 an der Zahl) zu
senden, die ihm mit ihrer psionischen Energie zur Seite stehen und
Morkhero Seelenquell vertreiben. Die versammelten Mutanten
beschließen Stillschweigen. Sie wollen den unheimlichen Feind
für Terra und Thoregon allein besiegen.
Nun - da hätten wir also schon etwa drei Handlungsebenen im
aktuellen Zyklus. Einmal die SOL, auf die wir wohl noch ein wenig
warten müssen. Daneben haben wir die Heimat mit den Mutanten um
Trim Marath und Startac Schroeder und die "Erwachsenen", die sich mit
den Arkoniden herumschlagen müssen. Was alles noch dazu kommt,
wird sich zeigen, auch wenn ich glaube, daß wir damit erst
einmal eine ganze Menge an der Hand haben.
Auf jeden Fall hat sich einiges getan. Die Terraner haben sich
blitzschnell vom personifizierten Pazifismus zu wahren Kriegern
gewandelt. Aber im Angesicht der Arkoniden haben sie auch keine Wahl.
Auch wenn ich mich doch ein wenig gewundert habe, wie schnell dem
Solaren Residenten das Wort "Krieg" über die Lippen kommt, das
hat man in der Vergangenheit auch schon anders erlebt. Ich will aber
nicht klagen, sondern wundere mich hier nur ein wenig über die
schnelle Entwicklung. Aber Perry Rhodan hat sich ja anscheinend mit
Haut und Haaren seinen Terranern verschrieben. Zum Glück hat man
ja noch eine durchaus nicht ganz einflußarme Gegenposition,
nämlich Rhodans "Chef", den Ersten Terraner, der nun Perry
Rhodans alte Position des strengen Pazifisten einnimmt. Die beiden
könnten sich zu einem wirklich interessanten Pärchen
entwickeln. Ich bin gespannt, wie man Rhodan und Curtiz noch anpacken
wird. Der Schwerpunkt dürfte sicherlich auf Perry Rhodan liegen,
dessen neuer Titel "Solarer Resident" mir an sich recht gut
gefällt. Ich finde allerdings, daß Ernst Vlcek ihn hier
doch ein wenig arg breitgetreten hat - Solarer Resindent hier,
Solarer Resident da - ich habe die Terraner schon lange nicht mehr so
förmlich erlebt.
Aber nicht nur in der Form ist man ein wenig altertümlicher
geworden. Auch auf dem Mutantensektor hat man sich klammheimlich,
aber ebenso blitzschnell, an alte Verhältnisse gewagt. So geht
die Rettungsexpedition für Bull und Co. mit
Mutantenuntersützung vonstatten, und ich muß sagen,
daß ich darauf schon sehr neugierig bin. Aber man darf auch
gespannt sein, was denn noch aus Trim Marath und seinen
"Verschwörern" wird. Marath ist sehr umfangreich und detailliert
eingeführt worden. Das läßt darauf schließen,
daß er in der Zukunft eine wichtige Rolle in der Handlung
spielen wird. Er wird vermutlich die Schlüsselrolle im Kampf
gegen die unheimliche (und junge) Geistesmacht Morkhero Seelenqell
spielen. Ich weiß aber nicht genau, wie sich die anderen
Mutanten da einmischen können - es sei denn, es ginge weiter in
das seltsame "Land" Domrath (* Köln??? >:-))) Wäre
zwar in der Tat ein recht seltsames "Land", aber... ;-) Heike),
in dem Morkhero zu Hause ist. Ich gehe jedoch davon aus, daß
der nächste Schauplatz dieser Ebene zunächst einmal die
Erde sein wird. Das gibt die Möglichkeit, die gesamten
verbündeten Mutanten einzusetzen. Es dürfte ein wenig
schwierig werden, wenn diese in aller Heimlichkeit durch die halbe
Galaxis reisen wollten.
Fazit:
Was bleibt, ist ein ganz netter Anfangsroman, der viel aufbaut, dabei
jedoch leider nicht so besonders spannend ist. Das hängt aber
damit zusammen, daß die klassische Rhodan-Biographie eines
Charakters eher selten so richtig Spannung aufkommen läßt.
Einmal mehr wird besonders hier an dieser Stelle erst einmal eine
ganze Menge hingeworfen, mit dem sich die Akteure auseinandersetzen
müssen. Bleibt abzuwarten, was noch alles daraus wird.
9 Punkte
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So, den 2000er hätten wir jetzt hinter uns -
stürzen wir uns also wieder auf den harten Boden der
Realität des Perryversums. |