Professor Zamorra

Band 667: "Lord der Apokalypse"

Der zurückgekehrte Amun-Re schlägt gnadenlos zu, er tötet die Mitglieder der Expedition - auch Tendyke. Amun-Re verläßt die Antarktis und kehrt zu seinem Tempel nach Libyen zurück. Tendykes Leichnam verschwindet spurlos.
Zamorra und Duval verfolgen mittels der Zeitschau Rhett und dessen Entführer.
Dieser wurde jedoch von Tan Morano gerettet, während der herbeigeeilte Fooly heftigst von dem rasenden Astardis attackiert und schwer verletzt wird.
Einmal als Lebensretter aktiv, rettet Tan Morano auch Lady Patricia aus Asmodayos' Fängen.
In dem alten Tempel in Libyen bereitet Amun-Re alles vor, um die fünf Blutgötzen zu rufen.
Stygia rettet Lamyron das Leben. Lamyron schlägt vor, seine Kräfte beim Sex mit ihr auf sie zu übertragen, was jedoch fehlschlägt. Also probieren sie es kurzerhand andersrum, was ebenfalls nicht funktioniert und zudem vom Dunklen Lord unterbrochen wird, der Lamyrons Spur gefolgt war. Er bekommt Stygia und den Engel unter seine Kontrolle.
In den Höllentiefen hat LUZIFER erbärmliche Angst. Als Amun-Re durch die Hölle nach Asmodis ruft, sendet der Kaiser kurzerhand Asmodayos aus, der in den Bann von Amun-Re gerät und seine höllischen Heerscharen in den Tempel ruft. Amun-Re tötet sie alle, das für die Beschwörung nötige schwarze Blut bedeckt die Wände.
Tan Morano verläßt unterdessen Frankreich und fliegt nach Baton Rouge. Dort pflanzt er Angelique Cascal den Vampirkeim ein. Er will so Ombre erpressen, der Lucifuge Rofocale mit dem Ju-Ju Stab hinrichten soll.
Uschi und Monica Peters machen sich jetzt doch Sorgen um Tendyke: Die Funksignale übermitteln immer den gleichen Text aus der Antarktis, was sie dazu veranlaßt, mit Zamorra und Nicole Kontakt aufzunehmen. Sie fliegen zu dem Camp, wo sie in eine Falle von Amun-Re tappen, der die Toten zu tödlichen Waffen verwandelt hat.

Auch zu dem zweiten Teil eines Fünfteilers kann ich nicht allzuviel sagen; die Fäden beginnen sich zu verwirren, die Spannung steigt. Amun-Re ist genauso widerwärtig wie früher; ob die doppelte Vereinigung Lamyrons/Stygias sein mußte, bleibt abzuwarten. Passiert nicht gerade oft in der Serie, infolgedessen kombiniere ich mal, daß Lamyron stirbt und Stygia ein Kind von ihm austragen wird... Ansonsten ist der Band genauso gut wie der erste Teil, daher auch hierfür
12 Punkte.

Guido Latz

Tja, da ist dann nun der zweite Teil des mit großen Erwartungen belegten 5teilers über die Bühne gegangen, und - um einen Teil des Fazits direkt vorwegzunehmen- so ganz das Wahre ist es immer noch nicht. Die zwingende Spannung will einfach nicht so richtig aufkommen - da hat der Dynastie-Dreiteiler diesem Zyklus doch einiges voraus (und sei es nur, weil ich eher aus der SF-Ecke als aus dem Horror-Fandom bin).
Zwar haben alle Entwicklungen, die in diesem Roman fortgeführt werden, durchaus ihren Reiz, sei es die Umgruppierung in der Hölle oder auch die Geschehnisse um Amun-Re; doch fehlt es irgendwie noch an der wirklichen Dramatik der Ereignisse. Irgendwie fehlt der Drang zu den wirklichen Gefahren - alles ist zwar vorhanden, wirkt aber irgendwie unwirklich, als ob die Ereignisse keinerlei Auswirkungen auf die Protagonisten hätten. Die Handlung des Fünfteilers scheint sich nach dem zweiten Band bereits als zu stark zerfleddert darnzustellen, die Fäden laufen weit nebeneinander her, in fast schon parallelen Linien, ohne daß sie in nächster Zeit ersichtlich auf einen gemeinsamen Punkt zusteuern würden. Vielleicht hätte man hier doch eher mehrere Zweiteiler oder so daraus machen sollen, um dem Ganzen mehr Halt zu geben.
Nicht daß der Roman jetzt schlecht wäre - aber wirklich überzeugen kann der Fünfteiler immer noch nicht. Er bietet durchaus interessante Unterhaltung für ein bis zwei Stündchen pro Roman (je nach Lesegeschwindigkeit) - der wahre Jubi-Zyklus ist aber immer noch der Dynastie-Zyklus.

Fazit:
So langsam wird es wirklich Zeit, daß dieser Zyklus einmal etwas in Sachen Tempo zulegt. Bisher wirkt er zu zerfahren, laufen die Handlungsstränge eher parallel, als daß sie sich aufeinander zubewegen würden. Zwar kann man nach zwei Teilen noch nicht viel über das Gesamtwerk sagen, doch bisher deutet sich ein deutlich schwächerer Zyklus an, als es der letzte Dreiteiler gewesen ist.
8 Punkte.

Winfried Brand

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