Zum
Inhalt:
Als Dr. Feinfinger, Erzrivale und Fernschach-Gegner des allseits
beliebten blaufelligen Bärenkäpt'ns, wieder auftaucht,
entführt er kurzerhand die drei Bärchen - woraufhin
für den Käpt'n und Hein Blöd eine ziemlich harte Zeit
anbricht, da sie nicht nur die drei Enkel retten, sondern
hierfür auch erstmal wieder fit werden müssen; beide haben
seit Urzeiten kein Schiff mehr gesteuert. Hierbei stören sie
dann natürlich nicht nur Krokodilpiraten, Immobilienhaie und
Wellenzwerge, sondern auch noch so einiges anderes, was da auf den
Meeren der Bärenerzählungen so herumfleucht...
Es ist gewiß nicht schwer zu erraten, daß es sich hierbei
um das Buch zum Film handelt - schließlich steht's ja schon im
Titel - ähem...
Was dem Leser als erstes auffällt, ist sicherlich die
wunderschöne Aufmachung des Buches, das durchgehend 4farbig
gehalten ist (rund ein Viertel der Seitenzahl fällt allein auf
die Bilder zum Film), sich allerdings nicht nur auf Filmbilder
beschränkt - hierzu gleich noch mehr.
Auf der Textseite beinhaltet das Buch keinen richtigen Roman, sondern
mehr oder weniger die Drehbuchfassung des Films - was der Phantasie
jedoch keinen Abbruch tut. Zu erwähnen ist sicherlich auch noch,
daß den gesprochenen Textpassagen der Kopf der jeweiligen Figur
vorangestellt ist und die Texte selber in der Fellfarbe des
jeweiligen Sprechers gedruckt sind.
Handlungsmäßig entwickelt sich das Buch
erwartungsgemäß phantasievoll und vor Ideen nur so
sprühend, die dem Blaubär-Fan ein ums andere Mal ein
Grinsen, Kichern oder auch Lachen abgewinnen können. Die
aberwitzige Welt des Käpt'n Blaubär scheint immer noch
nicht an ihre Grenzen zu kommen; die Ideen sprudeln nur so vor sich
hin.
Viel mehr kann man zu diesem Buch, das Blaubär-Fans sich auf
jeden Fall zulegen sollten, eigentlich gar nicht schreiben. Einzig
und allein die computeranimierten Filmbilder sind deutlich
schwächer als die Moers'schen Zeichnungen - aber auch dies
dürfte wohl Geschmackssache sein. Und da der Film aus dem
Computer kommt, stehen natürlich auch keine anderen Bilder zur
Verfügung.
Fazit:
Eine phantasievolle, märchenhafte Geschichte für alle, die
ihr inneres Kind noch persönlich kennen. Die wunderbare
Aufmachung tut ein Übriges, um das Buch zu einem der
gelungensten seiner Art zu machen. Rundweg empfehlenswert für
alle Blaubär-Fans. (* Du vergißt die, die es noch
werden wollen! Auch für die dürfte das Buch gut geeignet
sein. Sogar vorlesen könnte man's! Heike)
14 Punkte.