Die SOL
ist aus dem Pilzdom in Segafrendo herausgetreten und hängt immer
noch im Raum über Nacht-Acht. Die Besatzung - allen voran die
Aktivatorträger - kommt erst langsam wieder zu sich und
muß sich direkt mit einer neuen Gefahr auseinandersetzen. Denn
da ist dieser seltsame Komplex, der die SOL beschießt und
mittels Traktorstrahl zu sich hinzieht.
Erst nachdem man sich einigermaßen erholt hat und alle wieder
wenigstens selbständig in einem Sessel sitzen können, kann
man sich der Situation widmen. Nach langem Hin und Her gelingt es
endlich, der gegnerischen Station zu zeigen, daß man durchaus
in der Lage ist, sich zu wehren, indem man ihnen eine Ladung
Transformgeschosse "vor den Bug" setzt. Lustigerweise kommt es hier
zu einem doppelten Mißverständnis, denn die Solaner
glauben nicht, daß sie den Schutzschirm der Mom'Serimer knacken
können, und die "Opfer" glauben, daß das fremde Raumschiff
sie jederzeit vernichten kann. Auf alle Fälle handeln die
Solaner. Icho Tolot und der Ertruser Tonko Kerzner werden als
Risikokommando ausgesandt, um den Traktorstrahl abzuschalten. Sie
dringen nach Nacht-Acht ein und sehen ein Volk mit einer
überlegenden Technik, die sie aber nicht verstehen, sondern nur
nutzen.
An anderer Stelle laufen mittlerweile die ersten Verhandlungen. Atlan
gelingt es, Kontakt mit dem Lord-Eunuchen Crom Harkanvolter
aufzunehmen. Er lädt den Herrscher auf die SOL ein, um ihm zu
beweisen, daß sie nicht zu den gefürchteten Mundänen
gehören. Nun gilt es, Icho Tolot und den Ertruser zu stoppen.
Aber auch Crom hat nicht nur Freunde, und auf Nacht-Acht versucht der
neidische Daram Hassentater, seinen Lord-Eunuchen zu sabotieren.
Doch allen widrigen Umständen zum Trotz gelingt die friedliche
Verständigung. ES hat daran jedoch einen großen Anteil. Er
hat der SOL in der Kommandozentrale einen Kokon hinterlassen, der der
Besatzung irgendwann mitteilen soll, was sie denn hier zu tun hat. In
dem Moment, da Crom und Atlan gemeinsam die Zentrale betreten,
öffnet er sich und gibt den ersten Auftrag aus. Die SOL hat
innerhalb von 28 Tagen Auroch Maxo-55 zu finden und dort einen
Kym-Jorier zu retten. Andernfalls steht die Existenz der gesamten
Menschheit auf dem Spiel...
Also, nun geht also die SOL-Ebene so einigermaßen los, auch
wenn noch nicht wirklich viel Tragisches passiert ist.
Das heißt, wenn man mal überlegt, passiert den
größten Teil des Romans eigentlich gar nichts. Gerade zu
Beginn hält sich die "Handlung" mit so lächerlichen Details
wie sexueller Belästigung und der seltsamen Eßkultur
einiger Besatzungsmitglieder auf. Ich will hier ja gar nicht
behaupten, daß es sich bei sexueller Belästigung um ein
albernes Thema handelt, aber so, wie sie hier dargestellt wird... Es
scheint, als wolle sich der Autor ein wenig über die
(amerikanische) Art lustig machen, wie man damit heutzutage umgeht,
bzw. wie schnell man in diesen Verdacht kommen kann. (* Das ist
übrigens leider schon längst nach Deutschland
rübergeschwappt, wie alles Schlechte, das aus Amerika kommt...
Naja, in Orten, die mit "Bad" oder überhaupt mit "B" anfangen,
vielleicht noch nicht so sehr...! ;-) Heike) Dennoch ist weder
das eine noch das andere ein gutes Thema für eine Ebene, in der
das ganze mal am Rande angedacht und so im Vorbeigehen abgehandelt
wird. Ich fand das auf jeden Fall für absolut
überflüssig. Das beschreibt aber in meinen Augen auch
generell den größten Teil dieses Romans, denn wenn ich
einen Haluter orientierungslos durch die Zentrale der SOL laufen
sehe, der sich von Atlan dann sagen lassen muß, was zu tun ist,
dann frage ich mich wirklich, in welchen Universum dieser Roman
angesiedelt ist - im Perry Rhodan-Universum eher weniger.
Die Charakterisierung ist das zentrale Problem des Romans, und wenn
außer den Spielereien zwischen den Charakteren nichts
läuft, dann sind für den Leser in so einem Fall schwere
Zeiten angebrochen.
Erst im Lauf des Romans wird die Angelegenheit dann etwas lesbarer;
als nämlich Icho Tolot und Tonko Kerzner nach Nacht-Acht
aufbrechen, kommt ein wenig Laune auf, weil wir dann wenigstens ein
paar annehmbare Beschreibungen geboten bekommen.
Fazit:
Ein Roman, der im Bereich der Belanglosigkeiten verbleibt und der
mich kaum zu vielen Äußerungen reizt.
1 Punkt
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Tja, da liegt mit diesem Roman doch auch schon der erste
Füllroman dieser noch sehr jungen Ebene vor. Denn viel
anders kann man dieses Teil nicht mehr bezeichnen. Und wenn
in der SOL nach dem Sprung alle noch ein wenig benommen
sind, so scheint dies auch für den Autor zu gelten. |
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Zu diesem Roman kann man an sich nicht viel sagen. Nur
wenig mehr als ein Lückenfüller. |