Der
neugegründete Sternenbund der Inneren Sphäre schickt die
Operation Schlange aus, um den Clan der Nebelparder zu vernichten.
Auf geheimen Wegen hat sich eine große Flotte aufgemacht, um
Diana - die Heimatwelt der Parder - zu überfallen. Doch bei der
Ankunft ist sie ihres großen Anführers verlustig gegangen:
Morgan Hasek-Davion ist tot - ermordet, wie sich herausstellt. An
Bord der Flotte machen sich die Experten nun auf die Suche nach dem
Mörder, während auf der anderen Seite der Weg weitergeht
und der Überfall auf Diana beginnt.
Als die Nebelparder erkennen, wer da kommt, sind sie zum einen
völlig unvorbereitet, aber zur Weißglut treibt die Erben
Krenskys, daß hier jemand ihre Vergangenheit stiehlt, denn
schließlich sind sie ja die wahren Erben des Sternenbundes. So
kommt es zu einem aufreibendem Kampf in den weiten Tiefen von
Diana.
Als die Invasion im Clan-Gebiet bekannt wird, zeigt sich, wie
gespalten die Clans sind, denn der umstrittene Ilkhan der Nebelparder
bekommt von den anderen keinerlei Unterstützung. Er muß
sich selbst mit eigenen Mitteln um die Invasoren kümmern, die
doch eigentlich gar kein Problem sein dürften, denn es sind ja
schließlich nur Freigeburten. Allerdings haben diese mit Diana
andere Vorstellungen als die Nebelparder, und so nimmt der Kampf um
Diana einen harten Verlauf, denn keiner ist bereit, Boden
aufzugeben.
Nun, so nimmt also der erste längere zusammenhängende
BattleTech-Zyklus seit langem seinen Verlauf. Aber diese beiden
Romane überzeugen ebensowenig wie die vorherigen. Es beginnt
schon mit der Aufklärung der Mordes an Morgan Hasek-Davion.
Anstatt dies zu einer Nebenhandlung aufzubauen, wird lediglich ein
kurzes Intermezzo daraus, das nur Zeit überbrücken soll,
während man Diana anfliegt. Das hätte gut und gerne auch
noch während der Invasion eine zweite Ebene bilden und der Sache
so ein wenig mehr Spannung geben können. So bleibt diese
Angelegenheit im Stil der letzten Romane eindimensional, langweilig
und unspektakulär.
Einziger Höhepunkt des ersten Romans ist der Anflug auf Diana.
Hier kommen einmal ein paar neue Elemente mit hinzu, denn das
Zwischenspiel zwischen Landungs- und Schlachtschiffen haben wir im
BattleTech-Universum so noch nicht gehabt, und die Invasoren lassen
sich hier wirklich ein paar neue Tricks einfallen. Zudem bringt das
Vorauskommando der Kurita-Spezial-Einsatzgruppe auch noch einiges an
Faszination, die aber spätestens in dem Moment wieder weg ist,
als die ersten Landungsschiffe Dianas Boden erreichen. Schneller, als
man eine Seite umblättern kann, sind wir mittendrin in Romanen,
wie wir sie schon zuhauf gelesen haben. Einzig anders ist diesmal die
Perspektive; die Krieger der Inneren Sphäre sind diesmal nicht
die Angegriffenen, sondern selbst die Angreifer.
Ein bißchen besser wird es dann im "zweiten Band" - ich will
echt mal wissen, wer sich diese ganz unsinnige Bezeichnung 42 und 42a
ausgedacht hat. Da haben wir mal wieder einen Zyklus, und dann geben
wir dem Kind noch nicht einmal einen Namen, sondern müssen auf
so eine Bezeichnung zurückgreifen, die noch für die eine
oder andere Verwirrung sorgen dürfte. Die hierfür
Verantwortlichen sollten vielleicht einmal bei den Jungs von Perry
Rhodan anfragen, wie man das mit der Zyklusbenennung macht.
Aber zum Roman. Die Sache auf Diana wird ein bißchen
kompliziert, und die Situation spitzt sich langsam zu. Was zum einen
endlich für ein wenig Atmosphäre sorgt, auch wenn man sich
in diesem Zusammenhang mal fragen muß, wie sich die Herren vom
"neuen" Sternenbund eine Invasion in fremdem Territorium
vorstellen.
Was bleibt, ist, daß sich auch dieser Roman relativ
unauffällig in die Reihe dieses Zyklus einreiht; aber was will
man im Kampf zweier BattleMechs schon groß Neues bringen?
Fazit:
Nach den wirklich unglaublichen Nummern 40 und 41 wird's nun ein
kleines bißchen besser, aber die wenigen guten Ideen für
ein paar Tricks und Kniffe gehen in immer wieder gleichen
Kämpfen unter, die schon per se nix Neues mehr bringen. Alles in
allem wenig überzeugend.
"Feuer und Schwert" 4 Punkte
"Schatten der Vernichtung" 5 Punkte
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Morgan Hasek-Davion, der Anführer der
Invasionsflotte der Nachfolgerstaaten gegen die Heimatwelt
der Clans, fällt einem Attentat zum Opfer. Seine
Stellvertreterin Ariana Winston muß nun einspringen.
Beim Ordnen des Nachlasses ihres Vorgängers
erfährt sie, daß sich an Bord des Flaggschiffs
vier Nekekami befinden - eine Art Ninjakrieger. Diese sind
und bleiben allerdings unbekannt. Nach einer erfolglosen
Durchsuchung des Schiffes stellt sich jedoch bald heraus,
daß insgesamt fünf Besatzungsmitglieder keine
vormilitärische Vergangenheit haben, was wiederum
bedeutet, daß es sich dabei um die vier Nekekami und
einen Attentäter handeln muß. |