Eine
gewisse Roxy Irons verschafft sich Zutritt zum Yard. Nachdem sie
mittels hypnotischer Fähigkeiten die Sicherheitsmaßnahmen
umgangen und einen lästigen Yard-Beamten getötet hat,
begibt sie sich zu Johns Büro.
Dort setzt sie zunächst Glenda außer Gefecht und greift
dann John und Suko an, indem sie versucht, diese mit
Höllenfeuer, welches sie dank Asmodis' Gunst kontrollieren kann,
zu verbrennen. John kann das im letzten Moment durch Einsatz seines
Kreuzes verhindern und Roxy in die Flucht schlagen.
Nach einigen Recherchen im Archiv des Yards finden die beiden heraus,
daß Roxy in ihrem "normalen" Leben ein Strip-Lokal in Soho
leitet, woraufhin sie sich entschließen, ihr dort einen Besuch
abzustatten.
Derweil ist Roxy bereits in Soho eingetroffen und muß sich in
ihrem Etablissement mit unliebsamen Gästen herumschlagen. Sie
wird von drei Mafiosi erwartet, die ihr an den Kragen wollen, da sie
sich beharrlich weigert, Schutzgeld an ihre Organisation zu zahlen.
Dummerweise wissen die drei nichts von Roxys dämonischen
Fähigkeiten, so daß auch sie dem Höllenfeuer der Roxy
Irons zum Opfer fallen.
Gerade als John und Suko eintreffen und die Bar von außen unter
die Lupe nehmen, kommt ihnen einer der brennenden Mafiosi durch das
Fenster entgegengesprungen. Nachdem John erneut die Flammen
gelöscht hat, betreten er und Suko das Lokal. Sie können
Roxy jedoch nicht vorfinden, und auch von den anwesenden
Stripperinnen erhalten sie keine Informationen.
Sie wollen das Lokal gerade wieder verlassen, als Johns Handy
klingelt. Am anderen Ende der Leitung ist Lady Sarah Goldwyn, die ihm
erklärt, daß sie und Jane von Roxy als Geiseln genommen
wurden...
"Ein Feuergruß vom Teufel" braucht eine ganze Weile, um
einigermaßen in Fahrt zu kommen. So ist Roxys erstes Auftreten
in der Yard-Zentrale schlicht und ergreifend total langweilig.
Zunächst braucht sie eine halbe Ewigkeit, bis sie endlich einen
Yard-Beamten "vom Leben zum Tod befördert" - wie Jason Dark es
ausdrücken würde - und dann verläuft der eigentliche
Angriff nach dem altbekannten Sinclair-Muster. Roxy kommt herein,
John wird stutzig, Roxy greift an, John holt das Kreuz hervor, der
Angriff ist beendet. Was bleibt, sind ein versengter Teppich und ein
verdutztes Beamten-Duo.
Wie gesagt, bis dahin plätschert die Geschichte nur so vor sich
hin. Erst danach wird sie richtig spannend. Man kann also sagen,
daß die Nebenhandlung in diesem Fall interessanter ist als die
eigentliche Haupthandlung. Interessant sind beispielsweise die
Reaktionen im Yard, wo John und Suko von ihren Kollegen indirekt die
Schuld für den Tod des Kollegen in die Schuhe geschoben
bekommen. Spannend und actionreich ist schließlich Roxys Kampf
mit den Mafiosi.
Ansonsten bleibt bei mir doch der Eindruck, das alles schon einmal
irgendwo gelesen zu haben. Die Geschichte um einen "menschlichen
Flammenwerfer" ist nun wirklich nicht innovativ, doch dieses Manko
beobachtet man ja schon lange in der Sinclair-Serie.
Aufgefallen ist mir noch der eher undarksche Stil. Es werden
häufiger Fremdwörter verwendet, und es fehlen die
Textbausteine; einige verwendete Redewendungen klingen überhaupt
nicht nach Dark, was jedoch bitte nicht als Kritik aufgefaßt
werden soll, im Gegenteil - ruhig weiter so!
Nur an den Dialogen sollte noch gefeilt werden. Zwar befinden sie
sich auch deutlich über dem Sinclair-Normal-Niveau, können
sogar stellenweise als "gut" bezeichnet werden, doch manchmal tauchen
dann wirklich hammerharte Klöpse auf. Ich zitiere: "Wenn nicht,
dann werde ich dich nicht nur töten, sondern auch verbrennen.";
"Sie hatte einen Schock bekommen" oder "Zwei von ihnen sind nicht
Mann und nicht Frau. Man kann sie als Transvestiten bezeichnen."
Fazit:
Der zweite Teil des Romans kann die Langeweile des ersten gerade noch
kompensieren. Spannend, aber keineswegs originell.
7 Punkte