Im Jahr
2012 nähert sich ein gewaltiger, "Christopher Floyd" genannter
Komet unaufhaltsam der Erde. Minuten vor dem berechneten Einschlag
ist eine Jetstaffel der Air Force über Mitteleuropa unterwegs,
um sich den Prachtklumpen näher anzusehen - darunter befindet
sich auch Pilot Matthew Drax. Während dieser sich noch
ausufernde Kommentare seines Passagiers, des durchgeknallten
Wissenschaftlers Jacob Smythe, über die Schönheit des
Kometen anhören muß, tritt dieser in die
Erdatmosphäre ein. Drax verliert kurz das Bewußtsein. Als
er danach das Flugzeug wieder unter Kontrolle bringen will, sieht er
unter sich eine ihm völlig fremde Gletscherlandschaft. Viel Zeit
zum Nachdenken bleibt ihm allerdings nicht mehr. Der Jet bohrt sich
nämlich in eine Eisspalte, und abermals verliert Drax sein
Bewußtsein. Smythe rettete sich bereits vorher mittels seines
Schleudersitzes.
Man ahnt es bereits - der gute Matthew ist in die Zukunft nach dem
Einschlag des Kometen verschlagen worden. Dort ist die Menschheit
wieder in tiefste Barbarei zurückgefallen und zieht in
Stämmen über das Land. Einem dieser Stämme gehört
auch die knackige Aruula an, die nicht nur gut aussieht, sondern auch
im Umgang mit dem Schwert eine gute Figur abgibt. Das ist auch
ziemlich wichtig, wird ihr Stamm doch von ziemlich
blutrünstigen, Taratzen genannten Rattenmenschen bedroht.
Während einer Schlacht gegen diese Taratzen sehen Aruula und die
übrigen Krieger, wie Matthews Jet vom Himmel stürzt.
Natürlich sieht man diesen Vorgang als göttliches Zeichen
an und macht sich, nachdem die Rattenmenschen panisch geflohen sind,
auf die Suche nach dem Einschlagsort.
Derweil kommt Drax im Jet wieder zu sich und sieht sich zwei Taratzen
gegenüber, die sich vor dem Flugzeug herumtreiben. Just in
diesem Augenblick trifft auch Aruula vor Ort ein. Gemeinsam mit dem
Häuptlingssohn Radaan, der überdies ein Auge auf die
wackere Kriegerin geworfen hat, mischt sie die Taratzen ordentlich
auf.
Der schwerverletzte Drax (der von den Barbaren, nachdem er sich als
Matt Drax vorgestellt hat, den schönen Namen Maddrax
erhält) wird zurück zur Siedlung geschafft und dort von
Baloor, dem hiesigen Göttersprecher, sowie Aruula
gesundgepflegt. Baloor indessen sieht seine Felle von hinnen
schwimmen. Denn wenn man einen leibhaftigen Gott im Dorf hat,
benötigt schließlich niemand mehr einen
Göttersprecher. Als sich kurz darauf die Taratzen heimlich mit
ihm in Verbindung setzen, deren König ebenfalls an Maddrax
interessiert ist, sieht er eine gute Gelegenheit, unseren Helden
loszuwerden.
Flugs setzt er sich mit Radaan zusammen, an dem - da Aruula sich ja
so aufopfernd um Maddrax kümmert - die Eifersucht nagt. Nachdem
Baloor ihm eingeimpft hat, daß Drax in Wirklichkeit gar kein
Gott sei, schmieden die beiden ein lustiges kleines Komplott. Sie
bieten Drax an, ihn zu seinem Jet zurückzuführen, damit er
dort seine Notausrüstung bergen kann. Es kommt, wie es kommen
muß: Drax wird von Baloor an die Taratzen ausgeliefert und
deren König Rraar vorgeführt.
Derweil hat natürlich Aruula längst gemerkt, daß
etwas nicht stimmt, und ist den dreien gefolgt. Nach einem
zünftigen Schwertkampf mit Radaan nimmt sie erst einmal die von
Drax begehrte Notausrüstung an sich und sucht hernach die
Taratzensiedlung auf. Als sie sagt, zu wem sie will, wird sie
bedenkenlos eingelassen und kann Maddrax seine Ausrüstung
überreichen.
Nun soll unser Held erwartungsgemäß Rraar seine
göttliche Macht demonstrieren. Das tut Drax dann auch - mittels
einer Handvoll praktischen Plastiksprengstoffs! Nachdem der böse
Taratzenkönig in die Luft gesprengt worden ist, suchen Aruula
und Drax ihr Heil in der Flucht und gelangen zurück zum Stamm.
Dort untermauert Maddrax ebenfalls seinen göttlichen Anspruch
mit einer chemischen Fackel, woraufhin der intrigante Baloor verbannt
wird.
Aus dem Epilog erfährt der geneigte Leser, daß Jacob
Smythe den Absturz ebenfalls überlebt hat. Allerdings fällt
er einer Horde ungemütlich aussehender Kerle mit spitz
zugefeilten Zähnen in die Finger...
Soweit also der Inhalt der ersten Folge der Horror-/SF-/Fantasy-Serie
MADDRAX. Das Konzept und die Story mögen nicht soo originell
sein, schaut man sich diverse Comics, B-Filme etc. an, für einen
Bastei-Heftroman ist die Geschichte allerdings ziemlich
erfrischend.
Das fängt schon beim äußeren Eindruck an. Zum ersten
Mal seit den legendären Terranauten hat man wieder ein
Vollbild-Cover, und die gewaltige Zinne befindet sich seitlich des
Rechtecks mit dem charmant-krakeligen Serienschriftzug. Das
Cover-Motiv selbst mit seiner halbnackerten Aruula im Kampf mit den
fiesen Taratzen kommt ebenfalls sehr ansprechend daher. Insgesamt ist
das Erscheinungsbild von MADDRAX für den in letzter Zeit nicht
gerade innovativen Bastei-Verlag ungewöhnlich, aber daher auch
durchaus erfreulicher.
Stilistisch hat man die debile Primitiv-Phantastik eines Mark
Hellmann mit MADDRAX gottseidank weit hinter sich gelassen. Jo Zybell
(wer immer das sein mag) liefert mit seinem ersten Roman ein solides
Werk ab. Während man sich über diverse Punkte in Sachen
Physik durchaus streiten mag, werden die Charaktere allemal
anschaulich geschildert. Der erste Band einer Serie ist
naturgemäß wohl immer recht schwierig zu schreiben. Die
Figuren müssen eingeführt, Begriffe wie Taratzen und
Frekkeuscher erklärt werden - und nebenbei muß
natürlich auch noch die Story unterhaltsam sein. Das gelingt
auch durchweg.
Originell, wie oben gesagt, ist allerdings nur das äußere
Erscheinungsbild. Obwohl der Roman durchaus spaßig zu lesen
ist, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß einem das
ganze irgendwie bekannt vorkommt. O.k., es ist zumindest neu für
den Heftroman, trotzdem: in Sachen Originalität gibt's glatten
Punktabzug.
Das ändert nichts daran, daß ich das Konzept von MADDRAX
für durchaus entwicklungsfähig halte. Auch die
legendäre VAMPIRA startete damals bekanntermaßen ziemlich
durchwachsen...
Fazit:
Bis jetzt stehen MADDRAX noch alle Möglichkeiten offen. Ist der
erste Band noch wenig originell, läßt er doch noch viele
Fragen offen, die in den kommenden Bänden beantwortet sein
wollen. Ich für meinen Teil werde jedenfalls auch die folgenden
Hefte mit Interesse verfolgen.
9 Punkte.
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Scheint fast so, als hätte man beim Bastei-Verlag
aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Nach dem Flop von
"Mark Hellmann" im letzten Jahr wollte man bei Maddrax wohl
auf Nummer sicher gehen und hat daher die Verantwortung dem
allseitsbekannten Mad Mike übertragen, der die Sache
meiner Meinung nach auch richtig angeht. Damit meine ich
nicht nur die wirklich gut gelungene Maddrax-Website oder
den Werbefeldzug im voraus (im Vergleich zu den sonstigen
Werbemaßnahmen des Verlags kann man wohl ruhigen
Gewissens davon sprechen), sondern die von Mad Mike sowohl
im Internet als auch auf der Leserseite angekündigte
Miteinbeziehung der zukünftigen Fans. Ein sehr
lobenswerter Ansatz, wie ich finde. Warten wir ab, wie er
umgesetzt wird! |
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Der Komet Christopher Floyd rast im Jahr 2012 auf die
Erde zu. Der Versuch, ihn zu bombardieren, damit er in
mehrere Brocken zerfällt, mißlingt. |
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Ausgangssituation: Im Jahre 2012 kommt es zur globalen
Katastrophe, als ein gewaltiger Komet auf der Erde
einschlägt. Die menschliche Zivilisation wird
größtenteils vernichtet. |
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Die lange Zeit des Wartens und Ausharrens ist vorbei, der
erste Maddrax ist endlich erschienen. Viel ist ja bereits im
Vorfeld über diese Serie gesagt und geschrieben worden,
wobei unter anderem auch die Hoffnung aufklang, Maddrax
könnte so etwas wie ein neuer Macabros werden. |
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Lange angekündigt, nun ist er erschienen: Der erste
Band zur neuen Bastei-Serie "Maddrax". |