Nachdem der
neidische Göttersprecher Baloor von seinem Stamm verbannt worden
ist, hat er auch weiterhin nur Unsinn im Sinn. Rachsüchtig
beschwört er den Dämon Orguudoo, damit dieser Maddrax
vernichtet.
Unser Held ist derweil immer noch mit der knackigen Aruula und deren
Stamm unterwegs in die heimeligen Südlande. Sie können
nicht ahnen, daß das Volk der Wulfanen mittlerweile ebenfalls
von Maddrax und seinem Sieg über die Taratzen ge-hört hat
und an ihm interessiert ist. Man hat ohnehin gerade andere Sorgen,
wird der Stamm doch während einer Rast von den Gejagudoo
angegriffen, großen wurmartigen Kreaturen, die sich unter der
Erde fortbewegen und von dort aus ihre Opfer attak-kieren. Der
Häuptlingssohn Radaan und seine Mutter fallen den Bestien zum
Opfer. Aruula erklärt Drax, daß die Bestien wohl von
Baloor bzw. Orguudoo geschickt worden seien, womit sie natürlich
völlig recht hat.
Im Zug der Weiterreise stößt Maddrax, dem immer noch nicht
recht klar ist, daß es ihn in die Zukunft verschlagen hat, dann
auf eine verwilderte Autobahn nebst liegengebliebenen Fahrzeugen. Ein
erneuter Gejagudoo-Angriff erfolgt, dem einige Mitglieder des Stammes
zum Opfer fallen.
Schließlich wird man auch noch von wulfanischen Jägern
attackiert, die jedoch mittels einer Blendgranate besiegt werden
können. Beim fröhlichen Foltern der Gefangenen erfährt
man, daß die Wulfanen, die aus der Stadt Bolluna kommen,
offenbar einen blauen Feuervogel gesehen haben, woraus Maddrax
folgert, daß es sich um einen weiteren abgestürzten Jet
seiner Staffel handelt.
Langsam beginnt er zu akzeptieren, daß es ihn in die Zukunft
geschleudert hat und kommt zu dem Schluß, daß Bolluna
wohl identisch mit Bologna ist.
Man erreicht die Ruinen des örtlichen Flughafens, der 10
Kilometer vor der Stadt liegt. Maddrax beschließt, trotz der
Proteste Aruulas, allein nach Bolluna zu gehen. In einer dortigen
Militärkaserne stößt er auf ein
funktionstüchtiges automatisches Gewehr und wird gleich darauf
Zeuge, wie ein kleines Mädchen von katzenartiqen Tiermenschen
attackiert wird. Natürlich rettet er die Kleine, die sich ihm
als Jandra vorstellt. Danach fällt man jedoch den Wulfanen in
die Hände, die sich im Krieg mit den Siragippen, intelligenten
Monsterspinnen, befinden. Natürlich gelingt Maddrax und Jandra
die Flucht und er schafft es sogar, einen alten Jeep in Gang zu
setzen. Dann jedoch wird er von Jandra attackiert, die - wie sich
zeigt - im Dienst der Wulfanen-Hexe Urgaza stand. Sie versucht, sein
Blut auszusaugen und kurzerhand stößt Maddrax sie aus dem
Wagen.
Als er den Flughafen erreicht, wo er den Stamm zurückgelassen
hat, sieht er diesen von unzähligen Gejagudoo bedroht.
Überdies nähert sich das um die 15 Meter lange Muttertier
der wurmartigen Bestien. Maddrax lockt das Geschöpf in die
Nähe des Towers und sprengt diesen dann mittels
Plastiksprengstoff in die Luft. Das Monster wird von den
Trümmern erschlagen. Auch Baloor, der sich im Tower versteckt
gehalten hatte, kommt ums Leben.
Hier schließlich beschließen Maddrax und der Stamm, sich
voneinander zu trennen. Drax will weiter nach Süden reisen und
nach seinen Gefährten suchen. Aruula begleitet ihn dabei.
Der zweite, ebenfalls von Jo Zybell verfaßte Roman von Maddrax
liegt vor und er gefällt mir besser als sein Vorgänger.
Auch hier haben wir wieder einen wilden Genre-Mix vorliegen, jedoch
ist in diesem Heft die Basis bereits geschaffen. Die üblichen
Erklärungen können entfallen und damit auch all die
Schwierigkeiten, die die erste Folge einer Serie zuweilen so mit sich
bringt. Fröhlich kann sich der Leser ins Getümmel
stürzen.
Und es tummelt sich wirklich einiges in diesem Roman: Gejagudoo,
Wulfanen, Sigarippen und ein böser Dämon schaut auch mal
kurz vorbei. Angesichts der vielfältigen Mutationen
müßte man, ginge man von reiner Science-Fiction aus, nun
ins Grübeln kommen. Spinnen, die zu intelligenten Monstern
mutieren und in militärischen Formationen marschieren - nun, das
erfordert wohl mehr als einen neckischen Meteoriteneinschlag und ein
paar hundert Jahre Zeitsprung.
Da nun aber auch - siehe Dämonenbeschwörung - Magie mit im
Spiel ist, kann man eh sämtliche diesbezüglichen
Überlegungen über Bord kübeln. Aber warum auch nicht?
Maddrax hat schließlich nie von sich behauptet, reine SF zu
sein. Und seinen eigentlichen Zweck, nämlich gut zu unterhalten,
erfüllt der Roman allemal.
Die zweite Folge von Maddrax ist - sieht man mal von der
Schlußwendung mit Jandra ab - zwar immer noch wenig
überraschend, liest sich aber spaßig und macht neugierig
auf die Fortsetzung. Ernsthaftes Nachdenken über Physik und
Biologie im Maddrax-Universum sollte man freilich vermeiden, aber wer
will das auch schon?!
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Auf Band 2 der neuen Bastei-Serie trifft ein altes
Sprichwort zu: Weniger ist oft mehr. |
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Autor(in?) des zweiten Romans ist wieder Jo Zybell.
Man hat als "Serieneinstieg" also gleich einen Doppelband
gewählt, entgegen der Verlagsankündigung, einzeln
in sich abgeschlossene Romane abzuliefern (nicht daß
das stören würde - eher im Gegenteil). Der Band
führt denn auch die Geschehnisse des Vorgängers
nahtlos fort.
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Nun liegt also auch der zweite Band der neuen
Bastei-Serie vor - und, um es gleich vorwegzunehmen, er hat
den Leser sicherlich nicht enttäuscht. |