SOL Nr. 17

Mitgliedermagazin der Perry Rhodan-FanZentrale
(64 Seiten + 20 Seiten Beilage "phantastisch!", ISSN 1439-2453)
- erschienen: Februar 2000 -

Da haben wir die neueste Ausgabe des "Clubmagazins" der PRFZ. Sie kommt aufgrund des Weltcons 2000 später als sonst, aber das war geplant. Das Warten hat sich allerdings auf jeden Fall gelohnt.
Das Layout wird von Ausgabe zu Ausgabe besser. Dieses Magazin noch als "Fanzine" zu bezeichnen, ist mittlerweile eine deutliche Tiefstapelei. Das einzige, was WIRKLICH zu einem professionellen Magazin fehlt, das man ohne sonstige weitere Änderungen an jedem Kiosk verkaufen könnte, sind einige Farbseiten (aber das wäre zum aktuellen Preis wohl kaum realisierbar, und man will es mit den Anforderungen auch nicht übertreiben ... ) (* Vor allem müßte man dann einen weitaus größeren Anteil an Werbeseiten in Kauf nehmen - und das muß ja auch nicht sein... Winy). Ein großes Lob hierfür. Von den Lesern in früheren Ausgaben kritisierte Kleinigkeiten (hier wären z.B. die gewöhnungsbedürftigen und schwer lesbaren Überschriften in Phantasie-Fonts zu nennen) wurden konsequent beseitigt. Die SOL ist klar und übersichtlich gegliedert, die Werbung hält sich in Grenzen, und das bei vergleichbaren Publikationen oft übliche "Seitenschinden" (will heißen: Man nehme Riesenüberschriften und wenig Text, oder man packe eine oder zwei Illustrationen auf eine Seite, und damit ist sie voll) findet auch in deutlich reduziertem Maße statt. Die Illus fügen sich gut in den Text ein, und schließlich sollen die Artikel grafisch auch aufgelockert sein. Die Schrift ist gut lesbar und nicht zu groß.
Ein weiteres Plus: Der Umfang wurde deutlich aufgepeppt. Zu den bisher üblichen 64 Seiten Umfang kommt eine 20seitige Beilage hinzu, die sich mit SF und Fantasy allgemein befaßt.
Aber Layout und Umfang sind nicht alles. Wichtig ist vor allem der Inhalt.
Hierbei erhebt die (folgende) Aufzählung der verschiedenen Beiträge keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die PR-News sind nicht so aktuell, aber da kann man keine allzu strengen Maßstäbe anlegen. Nicht jeder erhält den Info-Transmitter per E-Mail und klickt sich im Internet regelmäßig durch die neuesten Uploads (das muß auf "Neudeutsch" wohl so heißen). In "Langes Info-Center" tauchen immer wieder die unglaublichsten Fragen auf, und auch als alter PR-Fan kann man hier immer noch sagen: "Da ham' wa was gelernt."
Nach den schon gewohnten Rubriken finden wir einen 8seitigen Bericht über die Entstehung der Solaren Residenz, des neuen Symbols der LFT. Die Rißzeichner plaudern aus dem Nähkästchen über die Entwicklung vom ersten Konzept bis zum fertigen Outfit (Endprodukt Poster).
Schwerpunkt dieser Ausgabe ist (Natürlich! Wer hätt's gedacht?) ein ausführlicher und reichlich mit Fotos garnierter Bericht über den Weltcon 2000. Con-Berichte liest man immer wieder gern, und wenn man dabei war, ist es allemal aus einer anderen Perspektive interessant. Ulrich Bettermann, der große Erfahrung in diesen Dingen hat, zeigt sich souverän wie stets, und als Highlight darf dann auch die von Robert Feldhoff auf dem Con vorgetragene Handlungsvorschau (kryptisch wie immer) nicht fehlen.
Das übliche Völker-Datenblatt von Michael Thiesen (diesmal: die Aras) darf nicht fehlen, und die PR-Satire (Kochen mit Icho Tolot; ein Haluter als Gourmet - oder hieß das Gourmand??? (* Da Gourmand wohl sowas wie Vielfraß heißt - JA! :-))) Heike)) von Rainer Hanczuk ist wirklich humorig.
Eine solide Story von Werner M. Höbart, ein Artikel von Klaus N. Frick ("Tips für angehende Autoren" - huch, schon Teil 4), sowie einige andere Sachen (Cartoon, Fanszene usw.) runden die Sache ab.
Die Beilage beschäftigt sich mit STAR GATE, einer wenig bekannten SF-Romanheft-Serie aus dem Jahre 1986, die mittlerweile (überarbeitet) in Paperbacks vom Blitz-Verlag neu herausgebracht wird. Außerdem wird die Fantasy-Heftserie DRAGON (1971/72), die ja derzeit auch wieder eine Neuauflage in Buchform erlebt (Weltbild-Verlag) und an der viele PR-Autoren mitgeschrieben haben, ausgiebig beleuchtet. Des weiteren gibt es einen Artikel über die amerikanische Comic Serie "Astro City" (ist zwar ziemlich unbekannt, aber interessant zu lesen).

Fazit:
Eine bunte Mischung, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Interessante Beiträge, aber das darf auch nicht weiter verwundern, denn die Liste der Mitarbeiter liest sich fast wie ein WHO IS WHO der Macher der PR-Serie. Erstaunlich: Es gibt kaum etwas zu kritisieren und daher (zumindest für den Geschmack des Rezensenten) auch kaum noch etwas zu verbessern. So kann es bleiben. Prädikat: für PR-Fans unbedingt empfehlenswert. Perfekt, daher satte
15 Punkte

Hans-Joachim Kleimann

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