Matt Drax
hat gerade alle Hände voll damit zu tun, Aruula die
Grundzüge des Autofahrens beizubringen, als diese völlig
unvermittelt einen mentalen Hilferuf empfängt. Ursache ist ein
kleiner Junge namens Arak, der gerade von einer Horde brutaler
Affenmenschen bedroht wird. Aruula und Maddrax retten ihn und
erfahren, daß Arak und sein Stamm aus Gründen, die er
nicht darlegen will, als Ausgestoßene gelten und sich seine
Familie an einem "Käferfriedhof" genannten Ort vor den
Affenmenschen versteckt.
Die Drei erreichen den Käferfriedhof - der sich als Schrottplatz
entpuppt - gerade noch rechtzeitig, um auch Araks Familie vor den
Scimaro, wie die Affenmenschen genannt werden, zu retten, die von
Maddrax mittels seiner Beretta vertrieben werden.
Maddrax bietet der Familie an, sie zu einem Dort zu führen, wo
sie Reittiere bekommen können. Als er jedoch verkündet,
daß sich ihre Wege danach wieder trennen, wird er von Bork, dem
Familienoberhaupt auf mentalem Wege "überredet", doch
länger zu bleiben. Araks Familie wie auch ihr ganzer Stamm
verfügen nämlich über telepathische und telekinetische
Kräfte.
In der folgenden Nacht schläft Maddrax zum ersten Mal mit
Aruula, er wird jedoch am nächsten Morgen von Kopfschmerzen
geplagt und wundert sich über sich selbst, plötzlich alle
moralischen Bedenken über Bord geworden zu haben.
Immer noch unter Borks geistiger Kontrolle erklärt er diesem,
wie er die Pistole zu benutzen hat und überläßt ihm
die Beretta schließlich ganz.
Nachdem man sich Reittiere angeeignet hat, setzt man die Reise zu
Borks Stamm fort. Maddrax hingegen geht es immer schlechter. Er
verwandelt sich langsam aber sicher in einen Scimaro, was - wie Bork
eröffnet - eine der Begleiterscheinung ihrer mentalen
Kräfte sei. Als Aruula daraufhin mit Maddrax flüchten will,
wird sie von diesem daran gehindert, da er nun völlig unter
Borks Kontrolle steht.
So erreichen sie also die Heimatsiedlung des Stammes, der
angeführt wird von Häuptling Bendrake - der überdies
der einzige ist, dessen mentale Kräfte stark genug sind, die
Scimaro unter Kontrolle zu halten, die dem Stamm als Sklaven dienen
müssen.
Damit hat es ein Ende, als Bendrake Maddrax zu foltern beginnt und
daraufhin von Aruula getötet wird. Prompt fallen die Scimaro
über die Dorfbewohner her und nehmen furchtbare Rache.
Aruula, die sich mit Bork, dessen Familie und Maddrax verschanzt,
entdeckt, dass Bendrakes Amulett die Fähigkeit hat, Maddrax'
Verwandlung rückgängig zu machen. Es handelt sich bei dem
Amulett um einen Meteorsplitter. Aruula läßt sich von Arak
mit dem Jeep zu diesem Stein fahren und schafft ihn unter
Lebensgefahr ins Dorf, woraufhin die Scimaro sofort aus ihrem
Blutrausch erwachen.
Einige Tage später ist Maddrax von der Degeneration genesen.
Auch die übrigen Opfer des Stammes befinden sich auf dem Weg der
Besserung. Maddrax und Aruula setzen ihre Reise fort.
Brian Frost, der nunmehr dritte Autor im Bunde, ist mir, wie auch Jo
Zybell, völlig unbekannt.
Leider fiel sein Band nach Timothy Stahls Episode nun wieder etwas
ab. Zwar muß man Frost zugestehen, in Bezug auf Figuren und
Charakterzeichnung solide Arbeit abgeliefert zu haben. Die Grundidee
der Geschichte jedoch ist dergestalt, dass sich mir die Nackenhaare
aufstellen.
Man bedenke: Die Opfer telepathischer Beeinflussung verwandeln sich
als Nebenwirkung ruck-zuck in Affenmenschen. Damit hätte man
leben können. Die Tatsache allerdings, dass selbige Verwandlung
mittels eines Meteoritensplitters ebenso ruck-zuck wieder
rückgängig gemacht werden kann, läßt mir die
Zehennägel hochklappen.
Leider beruhte auf diesen charmant ausgedrückt hanebüchenen
Grundprämisse auch das gesamte Spannungsgerüst des Romans.
Die Wirkung des Meteorits auf die Menschen ist zwar recht
interessant, die daraus gestrickte Story allerdings dubios. Obgleich,
wie gesagt, Spannungsbogen und Figuren als durchaus gelungen
anzusehen sind, krankt der Roman an seiner abenteuerlichen Grundidee.
Schade, aber mit einem besseren Expo kann man sich sicherlich auf
spannende Romane dieses Autoren freuen.
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Es ist schlimm, was dem Leser in diesem Heft zugemutet
wird. Der Autor läßt wirklich kein Klischee aus.
Das gilt sowohl inhaltlich als auch sprachlich: Wer für
Letzteres ein erstes anschauliches Beispiel haben
möchte, braucht sich nur den Abschnitt von Seite 25
unten bis 28 oben durchzulesen. Selbst wenn "Vorsicht,
Satire" über diesem Kapitel gestanden hätte,
würde man es wohl kaum noch als entfernt amüsant
bezeichnen können... Um nicht falsch verstanden zu
werden: Mit Prüderie hat das wahrlich nichts zu tun.
Meinetwegen können die Protagonisten, um es ebenso
platt zu formulieren, "poppen, bis der Arzt kommt", aber
über derart dumpfe Szenen kann man wirklich nur noch
den Kopf schütteln. Der Autor wäre wohl bei
"Lassiter" bestens aufgehoben. Nun, mehr Worte darüber
zu verlieren, wäre sicher zu viel.
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Nun ja, auch so kann's gehen: Nach dem beständigen
Aufwärtstrend der Serie kommt dann irgendwann ein
ziemlicher Absturz. In diesem Fall ist mit den
"Ausgestoßenen" der bisherige Tiefpunkt der noch recht
jungen Serie erschienen. |
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Folgende Reaktion von Mihcael Schönenbröcher
auf die vorstehenden Rezensionen erreichte uns: |