Professor Zamorra

Band 673: "Angelique, die Vampirin"

In Yves Cascals Wohnung in Baton Rouge beratschlagen dieser und Zamorra, wie sie weiter vorgehen wollen.
Zamorra informiert Nicole Duval im Chateau; diese wiederum kommt auf die Idee, Gryf um Hilfe zu bitten, welcher jedoch unauffindbar ist, so daß Teri, die Silbermond-Druidin, selbst erst nach Frankreich und dann zusammen mit Nicole nach Florida teleportiert. Nicoles Idee ist, Angelique nach Südmarika zu bringen, zu der Waldhexe Silvana, die sie einst vom Vampirkeim befreite.
Rico Calderone, von Angelique zum Vampir gemacht, kommt derweil auf die Idee, sich in einem Krankenhaus einer Blutwäsche zu unterziehen. Allerdings wird er dort bereits von Angelique erwartet - Stygia hat sie dorthin gebracht.
Nicole und Teri verschmelzen und spüren so Angelique auf. Sie tauchen im Krankenhaus auf und entführen die Vampirin. Ohne Calderone, denn dazu reichen Teris Kräfte nicht. Als sie zurückkehrt, ist dieser verschwunden.
Per zeitlosem Sprung reisen Teri, Nicole und Angelique kurze Zeit weiter. Teris Kräfte lassen jedoch nach, so daß sie ihr Ziel nicht ganz erreichen. Die Nacht verbringen sie im Dschungel, wobei Angelique die Gelegenheit nutzt, um sich abzusetzen, während eine Anaconda Nicole als willkommene Zwischenmahlzeit betrachtet. Nur mit Hilfe von MERLINS STERN, der einen Blitz durch die im Weg befindliche Anaconda jagt, um die sich in der Nähe aufhaltende Stygia anzugreifen, wird ihr Leben gerettet.
In Baton Rouge ist derweil Tan Morano eingetroffen, der Angelique vom Keim befreien will. In der Wohnung von Yves Cascal kommt es jedoch zu einem Kampf, an dessen Ende sich Zamorra in den Klauen des Vampirs wiederfindet und Yves ohne Rücksicht auf Zamorra auf den Vampir schießt, was diesen wütend macht.
Im Dschungel sind derweil Angelique, Teri und Nicole auf der Suche nach der Waldhexe, finden zunächst jedoch nur den mittlerweile im Ruhestand lebenden Polizisten Lopez, der sie aber zu Silvana führen kann. Bevor man sie erreicht, greift Stygia ein weiteres Mal ein, um Angelique zurückzubekommen, doch der Versuch scheitert, und Angelique kann der Obhut der Hexe übergeben werden.

Gleiches Dilemma wie in dem Band zuvor. Die Entwicklungen der Charaktere Angelique, Tan Morano und auch Yves Cascal interessieren mich weniger. Infolgedessen hatte ich meine Mühe mit dem Band. Nun ist Angelique erst mal auf dem Abstellgleis. Vielleicht gefällt es ihr ja im Dschungel.

Befriedigend Minus

Guido Latz

Tja, was soll man zu diesem Roman großartig sagen bzw. schreiben?
Werner K. Giesa bleibt routiniert im Mittelfeld - was sowohl Stil als auch Spannung angeht. Atmosphärisch ist der Roman durchaus gelungen, gut und flüssig zu lesen, bietet aber insgesamt irgendwie wenig Neues. Das rechte Interesse will hier einfach nicht aufkommen. Einzig und allein die Frage, ob Angelique nun geheilt werden kann oder nicht, sowie im Zusammenhang dazu, was mit Yves Cascal geschieht, wenn sie eine Vampirin bleiben sollte, weckt Interesse beim Leser. Doch hierauf bietet zumindest dieser Roman noch keine Antwort, sondern schiebt die Frage erst mal aufs Abstellgleis, wo sie wohl noch ein wenig parken wird.
Statt dessen geht es im nächsten Roman in den Spreewald, wo man es mit einer "uralten Märchengestalt" sowie einem "bösen Fluch" zu tun bekommt, wie wir auf der Vorschauseite lesen können. Na, ich weiß nicht, das begeistert mich irgendwie überhaupt nicht. Warum klingt das eigentlich fast schon ein bißchen nach einem übriggebliebenen "Hellmann"??? Naja, "Abwarten und Zamorra lesen" - um WKG zu zitieren...

Fazit:
Routiniert und gekonnt geschrieben, fehlt dem Roman für meinen Geschmack jedoch ein wenig wirkliche Spannung. Aber vielleicht kann ich auch einfach nur mit den Charakteren als solchen weniger anfangen.
8 Punkte.

Winfried Brand

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