Band 2015: "Mein Freund, der Tod"

Autor: Hubert Haensel

Reginald Bull wird auf Arkon ins Golkana-Gefängnis eingeliefert. Hier fällt er in die Hände des Verhörspezialisten Yomarill, der den Auftrag hat, Bull die Geheimnisse der LFT zu entreißen. Für Bully beginnt damit ein Martyrium, in dem nicht selten die Grenzen der Realität verschwimmen und er sich in Welten flüchtet, in denen kein Schmerz und Leid für ihn existiert. Doch immer wieder wird er von Yomarill zurückgeholt und erneut gefoltert. Hin und wieder gesellt sich auch die Gefängnisleiterin da Kimbarley hinzu, um seinen Qualen beizuwohnen. Sie scheint ein besonderes Interesse an seinen Leiden zu haben. Bull wehrt sich mit aller Macht, aber er kann nicht verhindern, daß es den Arkoniden gelingt, ihm einige Informationen zu entlocken. Doch Bull wäre nicht Bull, wenn er nicht auch versuchen würde, seinen Folterern die eine oder andere Spukgeschichte aufzubrummen. So versucht er ihnen die Aagenfelt-Barriere als etwas zu verkaufen, das den ganzen Überlichtraumflug innerhalb der Galaxis unterbinden kann. Doch nicht alle seine Geschichten erreichen ihren Zweck, und so greifen die Arkoniden wütend zu einem weiteren Mittel: der Infiniten Todesstrafe. Mehrfach wird Reginald Bull getötet und dann wieder zum Leben erweckt. Immer wieder muß er die Qualen des Todeskampfes erleiden, und einmal mehr spürt er die Nachteile des ZA, denn dieser versucht seinen Tod ja zu verzögern. Auch als er Yomarill überwältigt und als Geisel nimmt, gelingt ihm nicht die Flucht, denn schnell ist er über den Haufen geschossen und wieder hergestellt.
Doch die Rettung naht. Die arkonidische Korvette KYRANTAR hat den auf Cormitto gefangenen Mrii'Qaaler an Bord - und eine ganze Menge USO-Spezialisten, deren Ziel das Golkana-Gefängnis ist. Die Tarnung ist perfekt, und so gelangt man ohne Probleme auf die Oberfläche. Dann wird der Behälter mit dem Mrii'Qaaler auf den Weg geschickt - mit Monkey als blindem Passagier an Bord.
Sodann setzt die USO die Arkoniden mit ihrer eigenen Waffe außer Gefecht. Mitten auf Arkon setzen sie das Golkana-Gefängnis dem KorraVir aus. Das Ergebnis ist katastrophal, und schwer stürzt die Festung auf den Planeten, wo sie sich spektakulär in den Boden bohrt.
Für Bully kommt die Aktion gerade noch rechtzeitig, denn soeben wollten die Arkoniden ihm den Kopf vom Körper trennen und sein Gehirn dann künstlich am Leben erhalten.
Die Befreiungsaktion selbst nimmt dramatische Züge an. Auf Golkana ist das Chaos ausgebrochen, und zudem wütet der Mrii'Qaaler im Blutrausch. Die Aktion scheint zu scheitern, doch es ist einmal mehr Monkey, der plötzlich mit Bull auftaucht, so daß die Truppe sich endlich per Transmitter absetzen kann.

Mir scheint, diesen Roman könnte man auch überschreiben: Mr. Bully schlägt zu. Haensel hat sich nicht nur sehr gut mit Reginald Bull beschäftigt, er ist auch in der Lage, sich äußerst gut mit dem alten Kerl auseinanderzusetzen.
Aber beginnen wir ganz vorne. Zuerst soll noch einmal gesagt werden, daß ich das Konzept, das hinter der ganzen Bully-Befreiungsaktion steckt, doch sehr gut und durchdacht finde; und zum ersten Mal gibt es in diesem Zyklus etwas, das wirklich überzeugt - vor allem, wenn es mit einem so furiosen Finale abgerundet wird.
Hubert Haensel schickt Reginald Bull durch ein Martyrium nach dem anderen. Es scheint, als ob Bully jede nur erdenkliche Art der modernen Folter durchzustehen hat. (Fast entwickelt sich hier ein Nachschlagewerk für Rollenspieler. ;-) ) (* Meister, wolltest Du wohl sagen. ;-) Heike) Dennoch gleitet der Roman auch nicht zu sehr in den Gewaltsektor ab (besonders, da auf die wirklich brutalen Szenen verzichtet wurde), sondern bleibt auf seine Weise unglaublich faszinierend und fesselnd. Das mag auch an der Perspektive liegen, die die Geschichte in der Ich-Form aus Bullys Sicht erzählt.
Die Handlung bleibt dabei auf der Strecke, doch so richtig vermißt man sie nicht. Genau betrachtet, passiert in der ersten Hälfte eigentlich gar nichts, außer den Kämpfen zwischen Bully und seinem Folterknecht und zwischen Bully und sich selbst. Ständig erleben wir Bulls Zweifel, ebenso wie seine Hoffnungen. Sei es nun die Hoffnung auf den Tod oder die Halluzinationen, die seinen Freund Gucky heraufbeschwören. Besonders faszinierend fand ich dann die Szenen der Infiniten Todesstrafe. Zum einen muß man sich einmal die Boshaftigkeit vorstellen, die dahinter steht, und dann noch, wie ein Zellaktivatorträger die ganze Sache erleben muß. Für ihn wird es noch viel schwieriger, zu sterben, da sein Chip ja genau das verhindern will - das ist wahrhaft diabolisch!
Doch der Roman bleibt auf der Ebene Bully noch lange nicht stehen. Mit der Zeit wird klar, daß auch der Folterknecht Yomarill unter Druck steht und auf diese Weise den Leser auch ein wenig in seine Psyche blicken läßt.
Also: Die erste Hälfte ist ein wunderbares Erlebnis, das so ein paar kleine Fehlerchen ruhig wegstecken kann. Zum anderen habe ich mich dann gefragt, wieso die Arkoniden Bull mit Stahlfesseln anketten und nicht mit Fesselfeldern - und sind Stromstöße nicht ein wenig out of Date? Aber so richtig weh tun diese Fragen eigentlich keinem.

Dem ersten Teil folgt dann die eigentliche Befreiung. Mit der KYRANTAR landet das USO-Kommando auf Arkon und schleust den Mrii'Qaaler zusammen mit einem Team ins Gefängnis ein.
Dieser Part ist wirklich das absolute Gegenteil des anderen. Der totalen Psycho-Ebene wird die totale Action entgegengesetzt. Das führt dazu, daß der Roman auch nie Gefahr läuft, langweilig zu werden, sondern vielleicht sogar genau im richtigen Moment umschwenkt, bevor die Folter-Ebene sich totgelaufen hat.
Allerdings hat mir dieser Teil nicht ganz so gut wie der erste gefallen. Es handelt sich halt um eine typische Actionsequenz. Der Mrii'Qaaler mordet fleißig im wracken Gefängnis herum und wird schließlich von den Arkoniden erlegt. Immerhin hat man sich noch die Mühe gemacht, diese Gestalt mit hinüberzubringen und sie nicht nur als einfaches Transportmittel nach Arkon zu benutzen.
Das Ende ist furios und des Romans durchaus würdig: Monkey kehrt mit Bull auf der Schulter zurück, und in allerletzter Sekunde verlassen sie das Schiff per Transmitter.
Was ich an dieser Ebene aber zu bemängeln habe, sind einmal mehr die Arkoniden und meine Frage, wie die sich an die Galaxisspitze geschummelt haben. (* Schon mal das "Sprichwort" gehört: 'Mit Frechheit kommt man weiter'? Heike)
Wir wissen alle, daß Arkoniden und Terraner sich derzeit hassen wie die Pest. Wir wissen auch (und das sollten die Arkoniden mit ihrer Tu-Ra-Cel erst recht wissen), daß die Terraner die Meister des Diebstahls und des Hereinlegens sind. Ich kann ja nachvollziehen, daß es "relativ" einfach war, die Korvette zu klauen, aber ich fand es doch recht simpel, wie die dann ins Golkana-Gefängnis hineinspaziert sind. (* Zum Thema "Sicherheitsvorkehrungen" lese man meine Rezension - huch! Jajaja, ich bin mal wieder zu einer gekommen (<schmoll> Wieso will eigentlich niemand sonst Robert Rankin lesen?) - zu "Kohl des Zorns" des soeben genannten Autors... Heike) Ich meine, da befindet sich ja nur der wichtigste Gefangene, den Arkon jemals in den Händen hielt. Also frage ich mich, ob man da nicht für die eine oder andere Sicherheitsstufe hätte sorgen müssen? Aber vielleicht hat eine Großmacht von Arkons Rang das ja nicht nötig.

Fazit:
Ein Roman, wie ihn dieser Zyklus noch nicht gesehen hat, und gleichzeitig auch das Ende eines recht guten Abschnittes. Ein paar Fehlerchen sind drin, aber die fallen eigentlich gar nicht großartig auf, weil das Lesegefühl darunter kaum zu leiden hat; und wer sucht, findet eigentlich immer was. (* Hey!!! Wieso hat das denn noch keiner dem Lektor gesagt??? Öööhhhmmm - flööööööt.... ;-) Heike) Lediglich die Schummel-Arkoniden gehen mir langsam etwas auf die Nerven. (* Deswegen werden sie ja auch demnächst umgetauft - in "Gatoniden". >:-) Heike)

13 Punkte
Alexander Haas

Aber hallo! Im Vorfeld war ich ja schon recht gespannt auf diesen Roman - vor allem nach der guten Vorgabe von Arndt Ellmer - und die Schlußbemerkung Klaus N. Fricks im letzten Roman bezüglich des "Spezialisten für den rothaarigen Terraner" ließ fast schon die Frage aufkommen, ob denn Hubert Haensel vielleicht an Andreas Eschbachs Gastroman, bzw. dessen Bully-Schilderung, heranreichen könnte. Kurz und knapp: Jep, er kann's!
Seit Eschbach hat es keiner der Autoren mehr geschafft, Bully wirkliche Tiefe zu verleihen. Doch Hubert Haensels Schilderungen der Gedankenwelt des Residenz-Ministers können sich durchaus damit messen - in ihrer fast schon tragischen Intensität gehören sie mit zum besten, das ich in den letzten Jahren innerhalb dieser Serie gelesen habe.
Haensel gelingt es, dem Leser die Gefangenschaft und das Leiden Bulls in einer Intensität darzubringen, die ihresgleichen sucht. Der langsam immer mehr verzweifelnde Terraner, der sporadische Halluzinationen erlebt, der unter der Folter zusammenzubrechen droht, dem es jedoch gelingt, seine Geheimnisse bis zuletzt für sich zu behalten, bis er sich selber den Tod wünscht - und in der Zwickmühle zwischen diesem Wunsch und seinem Überlebenswillen und der Hoffnung auf Befreiung zu zerbrechen droht - das ist ein ganz hervorragendes Stück Perry Rhodan, das es mit der sogenannten "höheren Literatur" durchaus aufzunehmen vermag.
Gegen die Intensität der Schilderung fällt die durchaus spannende und gut beschriebene eigentliche Befreiungsaktion selber dann doch ein wenig ab. Hier verläßt sich Haensel auf - zwar sehr gut geschilderte und durchaus auch spannende - Actionelemente, die er gekonnt herüberbringt, doch wirkt dieser Handlungsstrang angesichts der Dramatik um Bull dann schon fast störend, wünscht sich der Leser, daß der Autor möglichst schnell zur anderen Handlungsebene zurückwechseln möge.
Daß die Befreiungsaktion selber von Erfolg gekrönt sein würde, war ja eigentlich schon so ziemlich klar - etwas anderes hat wohl niemand der Leser erwartet. Hubert Haensel gelingt es jedoch, diesen praktisch bekannten Handlungsverlauf so zu verpacken, daß der Leser den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, die Dramatik der Ereignisse und Gefühle ihn zum Weiterlesen förmlich zwingt. Das ist dann eine Kunst, wie man sie selten zu lesen bekommt.
Die Bedeutung, die der Roman für die Gesamthandlung hat, kann man hingegen fast vernachlässigen. Daß Bully befreit werden würde, war schon ziemlich klar. Und es dürfte wohl auch kaum einen Leser überraschen, daß das Geheimnis der Aagenfelt-Barriere nicht verraten wurde. Denn hiermit wäre Terra zu sehr in Bedrängnis geraten, als daß die Expo-Redaktion hier noch einen Ausweg hätte finden können - zumindest nicht zu diesem frühen Zeitpunkt des Zyklus...
Von daher ist das Ergebnis des Romans nicht besonders überraschend - ganz im Gegensatz zum Roman selber, dessen Intensität bisher innerhalb der Serie selten erreicht wurde.
Und als sei dies noch nicht genug, entwickelt Mike Rhodan - pardon: Roi Danton - so langsam etwas wie einen eigenständigen Charakter, der ihm in dieser Persönlichkeit bisher ein wenig abgegangen ist.
Ich bin inzwischen allerdings sehr auf die "Kosmos-Chroniken" gespannt - wenn Hubert Haensel hier ein ähnlicher Geniestreich gelungen ist, könnte sich das Projekt, das ich bisher mit einer gehörigen Portion Skepsis zur Kenntnis genommen habe, als ein wirklicher Knaller erweisen...

Fazit:
"Mein Freund, der Tod" erweist sich als ein intensiver, dramatischer, fast schon tragischer Roman, der in dieser Form innerhalb der PR-Serie seinesgleichen sucht. Die Figur des Reginald Bull bekommt hier eine Tiefe, wie es selten der Fall war. Allerdings fällt die USO-Ebene trotz sehr guter Schilderung hiergegen dann doch ein wenig ab.
14 Punkte.

Winfried Brand

Um es vorauszuschicken: So sollte ein PR-Roman aussehen!
Eine Prognose: Mit diesem Band liegt das bisherige Highlight des bisherigen Zyklus vor. Andere nachfolgende Romane werden diesen Roman kaum noch übertreffen können. Eine dermaßen gelungene Schilderung der Personen ebenso wie der Handlung hat man schon lange nicht mehr in der Serie lesen können. Und das ist jetzt schon der vierte Band in Folge, in dem das Team mit guten bis sehr guten Leistungen beeindruckt. Bleibt nur zu hoffen, daß es so weitergeht.
Die Romane, in denen Perry Rhodans ältester Freund aus dem Schatten des Namensgebers der Serie hervortreten konnte, hatten immer Seltenheitswert, und während Atlans Potential schon immer ausgeschöpft wurde, kam gerade Reginald Bull über längere Zeiträume nur selten wirklich zum Einsatz. Im "Thoregon"-Zyklus gab es ein paar rühmliche Ausnahmen...
Die erste Hälfte des Romans beschäftigt sich ausschließlich mit Bully, der sich in der Gewalt der Arkoniden befindet. Und die Arkoniden versuchen wirklich ALLES, um sein Wissen aus ihm herauszupressen. Bull wird mit einer Eindringlichkeit geschildert, die ihn endlich einmal wieder zu einem wirklichen "Charakter" werden läßt. Er befindet sich in einer ausweglosen Situation (eine Flucht ist auch nach seiner eigenen Einschätzung ausgeschlossen), und Hubert Haensel gelingt es wirklich hervorragend, dem Leser die ganze Bandbreite von Bulls Emotionen zu vermitteln: Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, die Angst, den Torturen trotz der Mentalstabilisierung nicht standzuhalten und zum Verräter an der Menschheit zu werden. Zeitweise will Bully sogar sterben, doch er rappelt sich immer wieder auf. Erinnerungen an die Vergangenheit werden geschickt eingeflochten. Man muß wohl bis zu Andreas Eschbachs PR 1935 zurückgehen, um Ähnliches zu lesen. Schon dieser Part des Romans ist kaum noch zu toppen. Wenn SO die "Kosmos-Chronik" aussieht, kann man sie getrost schon jetzt als Kaufempfehlung handeln (ja, ja: Vorsicht mit Vorschußlorbeeren).
Gut war auch der Einfall mit der "Infiniten Todesstrafe": Bull wird mehrfach hingerichtet und erst dann wiederbelebt. Das hatten wir bei den Arkoniden schon... (entweder im vorhergehenden Heft oder im Traversan-Zyklus). Hubert Haensel hat auch diese Idee erstklassig umgesetzt.
Die zweite Hälfte des Bandes bringt die Befreiungsaktion: USO im Einsatz. Es erfolgt ein Übergang zu rasanter Action, und auch dies gekonnt. Diese dreißig Seiten umfassen gerade einmal eine halbe Stunde Handlungszeit. Daß der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden würde, daran war nicht zu zweifeln, doch das tut der ganzen Operation keinen Abbruch. Während Haensel im ersten Teil des Bandes beinahe ohne jede Action auskommt und sich völlig auf das Innenleben Bulls konzentriert, wird hier die Handlung flott vorangetrieben.
Bull liegt gerade unter einem Fallbeil, als das USO-Kommando angreift. Duch den Einsatz des KorraVirs und den Absturz der Gefängnisstation kommt er beinahe noch ums Leben... Doch auch danach ist er noch immer nicht Herr seiner Sinne, denn er glaubt, den Mausbiber Gucky zu sehen, der aufgetaucht ist, um ihn zu befreien. Eine Halluzination. Er schwankt noch immer zwischen Hoffnung und Verzweiflung, denn er kann sich nicht vorstellen, daß es tatsächlich einem terranischen Einsatzkommando gelungen sein soll, bis nach Arkon I vorzudringen. Haensel wechselt hier mehrfach gekonnt zwischen Imperfekt und Präsens. Obwohl er sich geschworen hat, den Arkoniden, der ihn so gequält hat, zu töten, kann er dies dann doch nicht. Auch Reginald Bull hat (nachvollziehbare) Skrupel, einen Wehrlosen zu erschlagen (im Wortsinn). Auch das "Monster" aus dem letzten Band hat noch einen beeindruckenden Auftritt...
Beim Schildern der Aktionen des Einsatzkommandos zieht der Autor dann nochmals alle Register. Er verzögert die eigentliche Rettung bis fast zur letzten Seite, und während Roi Danton schon den Rückzug des Kommandos einleitet (die Arkoniden greifen an!), zeigt sich Monkey heroisch nach dem Motto: "Lieber sterben als aufgeben." Das ist dann doch fast schon überzogen, wirkt aber angesichts der Mentalität, mit der der Oxtorner immer wieder geschildert wurde, nicht einmal aufgesetzt. Der Mann kennt keinerlei Rücksicht, auch nicht gegen sich selbst. Er schickt sogar seine eigenen Leute zurück in Sicherheit und rettet dann (buchstäblich in den letzten Sekunden) noch den ganzen Einsatz. Heroisch. Spätestens nach dieser Aktion hat die Neue USO in der Milchstraße wieder Legendenstatus. Man mag einwenden, auch hier würden wieder viele Klischees bemüht, aber das geschieht jedenfalls äußerst gekonnt und ist an Dramatik kaum zu überbieten. Man denke nur an zahlreiche Filme, in denen die Rettung immer in letzter Sekunde erfolgt. Aber genau das will man ja.

Fazit:
Ein Roman der Extraklasse, den der Leser sicherlich nicht mehr aus den Händen legt, bevor er das Ende erreicht hat. Man sollte sich bei der Bewertung auch sehr guter Romane eigentlich immer einen Spielraum nach oben lassen. Beispielsweise für Romane wie diesen.
15 Punkte

Hans-Joachim Kleimann

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