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Mit diesem sechsten Band hätten wir dann auch gleich
den nächsten der Autorenriege, der seinen Debut-Roman
innerhalb der Serie vorlegt.
Man merkt Michael J. Parrish (den ich zur Zeit auch
nirgendwo unterbringen kann - auch wenn ich das Gefühl
habe, daß ich den Namen schon mal gehört oder
gelesen haben müßte...) deutlich an, daß er
sich Mühe gibt, eine atmosphärischen Roman
vorzulegen, auch wenn er in der Auswahl der
grammatikalischen Mittel manchmal ein wenig zu sehr
übertreibt. Wenn sich die Satzstellung dermaßen
oft nach der Atmosphäre richtet, wirkt dies auf die
Dauer doch eher ermüdend - allerdings kann dies auch
durchaus im persönlichen Geschmack begründet
liegen.
Weniger schön ist es jedoch, wenn auch begonnen wird,
auf dem Altar der Atmosphäre die innere Logik teilweise
zu opfern - soll heißen: Wenn der Autor sich nicht
mehr an seinen vorhergehenden Text erinnert...
Dies fängt - man wird es wohl schon erraten haben - bei
der Munition des guten Matt an. Abgesehen davon, daß
von Verlagsseite (und inzwischen wohl auch einem Leser) aus
betont wird, daß jede Kugel gezählt wird, die
Maddrax verbraucht, so ist es angesichts der doch reichlich
feindlichen Umwelt mehr als nur unwahrscheinlich, daß
manchmal ganze Tage (die in der Abfolge der Hefte
übersprungen werden) wirklich so friedlich verlaufen
sind, daß nicht ein einziges Mal irgendein Viechzeugs
aufgetaucht ist, das Matt und Aruula unbedingt zu seinem
Mittagessen haben wollte, dieser also quasi "nebenbei" noch
die eine oder andere Kugel verbraucht hat. Wie gesagt:
ziemlich unwahrscheinlich...
Bei diesem Roman jedoch dürfte man sich hier eigentlich
kaum noch herausreden können (jaja, wer mit dem
Zählen anfängt, sollte damit rechnen, daß
auch andere dieser Fähigkeit mächtig sind...
<evil grin>). Da hätten wir auf Seite 20, 1.
Spalte die Bemerkung, daß das zweite von Matts
Magazinen "bereits zur Hälfte geleert" sei; danach
schießt Matt die Netaratze endgültig ab (Kugel 1)
und feuert auf S. 23, 1. Spalte gleich dreimal
hintereinander auf den vermeintlichen Narka-to (Kugeln Nr.
2-4), bis er auf S. 28, 1. Spalte, dann "12 Kugeln" in dem
20er-Magazin entdeckt. Also, entweder handelt es sich
hierbei um eine sehr, sehr seltsame Auslegung von "zur
Hälfte geleert" (16 sind ein bißchen sehr seit
entfernt von der Hälfte von 20) - oder aber wir haben
es hier mit einer wundersamen Kugelvermehrung zu tun, wie
der Rezensent sie sowieso schon vermutet (s.o.)...
(Ein kleiner Hinweis: Danach verbrauchte Matt mindestens
zwei Kugeln auf S. 29 [die genaue Anzahl ist nicht
feststellbar, es wird aber eindeutig in der Mehrzahl
geschrieben], zwei weitere auf S. 30 (=4) sowie zwei
weitere auf S. 47 (eine davon, um eine Kette(!) zu sprengen
- na, was für ein Glück, daß den beiden hier
kein Querschläger um die Ohren geflogen ist...) (=6).
Selbst wenn wir von den wunderbar vermehrten Kugeln aus der
Feder Parrishs ausgehen, sind jetzt noch ein Magazin und
sechs Kugeln übrig, wen wir jedoch von der ersten
Erwähnung ("zur Hälfte geleert") ausgehen, ist
jetzt auch das zweite Magazin leer...
So, jetzt aber endlich genug der Patronenzählerei (*
Ja, genau, zähl lieber weiter Erbsen! ;-) Heike) -
mir geht sie schließlich selber auf die Nerven. Wenn
jedoch von anderer Seite partout auf einer genauen
Auflistung bestanden wird und das Gefühl selber hier
nicht ausreicht, bleibt mir wohl nichts anderes
übrig...
Wenden wir uns also ein paar weiteren Seltsamkeiten dieses
Romans zu.
Während die Reise zu Fuß von Alcams Lager bis zur
Grenze des Reviers des Narka-to auf S. 27-29 noch kurze Zeit
in Anspruch nimmt, werden für die Strecke zwischen dem
Lager Alcams und der Heimat der Narka per Efrant gleich
mehrere Stunden (S. 50) fällig. Dies ist zwar durchaus
problemlos möglich, wenn sich die Reviergrenze weit
genug vom eigentlichen Dorf entfernt befindet - doch
angesichts der Tatsache, daß man diese Grenze mit
einer Imitation geschützt hat, nicht besonders
wahrscheinlich. Es sei denn, daß man mehrere dieser
Imitationen zur Verfügung hat - incl. der
dazugehörigen Bedienungsmannschaften. Angesichts der
"Personalstärke" der Narka ist dies schlichtweg
unmöglich. Man muß also die Feinde schon recht
nahe am Dorf mit der Attrappe angreifen, da ansonsten die
Gefahr besteht, daß man das Teil zu spät zum
Angriffspunkt geschafft hat. Bleibt also nur die
Möglichkeit, daß ein Efrant nicht schneller ist
als ein Mensch - weshalb man dann jedoch Matt und Aruula so
einfach aus dem Lager hat entkommen lassen, wissen wohl nur
die Götter... Oder natürlich der Autor, dem dies
gerade so in den Plan paßte, weil es sich passend
anhörte... (Für die gleiche Geschwindigkeit von
Efrant und Mensch spricht übrigens auch, daß die
Truppen Alcams nur wenig später als Matt vor dem Dorf
der Marka erscheinen - in voller Ausrüstung, mit
Katapulten usw.!!! Da scheint der Autor von der Zeit, die
man braucht, um ein fünfhundertköpfiges Heer
mitsamt 80 Efranten und zwei Dutzend Katapulten in der Nacht
nicht zur mobilzumachen, sondern dieses auch noch über
ein Schneefeld innerhalb einer Bergkette zu bewegen,
überhaupt keine Ahnung zu haben. Hier wäre das
Einholen von Informationen aus militärischer Hand
vielleicht eher vonnöten gewesen.
Man möge sich dies vor Augen führen: Bei Einbruch
der Dunkelheit entfesselt Matt erst ein ziemliches Feuer und
entkommt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Soldaten bereits
müde gewesen sein, evtl. lagen die ersten von ihnen
bereits im Halbschlaf. Man schnappt sich also diesen
übermüdeten Haufen, läßt diesen sich
marschfertig machen und die Efranten vor die Katapulte
spannen - damit ist die Nacht dann schonmal direkt
hereingebrochen. In der Finsternis schleppt man nun nicht
nur die Armee, sondern auch gleich noch die hinter den
Efranten hängenden Katapulte durch eine tiefverschneite
Berglandschaft - immer auf der Hut vor eventuellen Schnee-
und Gletscherspalten sowie sonstigen Gefahren, die dort
lauern können. Wie gut, daß man ja im Dunkeln so
gut sehen kann. Selbst Fackeln dürften hier kaum
für ausreichend Beleuchtung sorgen... (* Och, ich
glaube, Schneeflächen reflektieren ganz gut...
Heike)
Am nächsten Morgen ist man dann nicht weit hinter Matt
zurückgefallen - angesichts der Tatsache, daß man
sich zu Anfang jedoch erst einmal sammeln mußte, hat
man sich also mit Fußtruppen und Katapulten insgesamt
schneller bewegt als ein einzelner Efrant mit zwei Reitern,
die zwischendurch immer mal wieder Rast gemacht haben. Ergo:
Man ist zu Fuß fast schon nennenswert schneller als
ein Efrant - oder man hat die müde Truppe ohne eine
einzige Pause über das unwegsame, dunkle Gelände
gejagt. Das wäre zwar angesichts des Fanatismus von
Seiten Alcams durchaus denkbar, doch müßte er
hierbei auf jeden Fall den einen oder anderen Soldaten
verloren haben - und dies in merklichem Umfang. Daß
man trotzdem mit fünfhundert Leutchen hier auftaucht,
ist zwar sowieso schon schwer glaubhaft (nach allem, was wir
in dieser Serie bisher so zu lesen bekommen haben, ist eine
solche Truppenstärke praktisch nicht erreichbar, vor
allem da sich mitten in den Alpen bei den vorhandenen (oder
besser: nicht vorhandenen) Nachschubmöglichkeiten eine
solche Menge Soldaten nicht über längere Zeit am
Leben halten kann, will sie noch etwas anderes unternehmen,
als nur der Verpflegung hinterherzujagen...), im Hinblick
auf die vorliegenden Umstände jedoch schlicht und
ergreifend mehr als nur unwahrscheinlich. Selbst mit
Hinweis, daß es sich hier ja um besonders harte Typen
handelt, die dies gewohnt sind, ist hier nicht
weitergeholfen. Auch besonders gestählte Soldaten
dieser Zeit haben Grundbedürfnisse, so daß
zumindest Pausen eingelegt werden müssen - und generell
gilt: Je größer der Trupp, desto langsamer das
Vorwärtskommen. Was dies für die erwähnten
Umstände bedeutet, brauche ich jetzt wohl nicht mehr
extra zu erwähnen, oder?!? Aber wer natürlich die
Szenen für die Atmosphäre und die Spannung in
dieser engen zeitlichen Abfolge braucht, der muß sie
sich als Autor wohl so zurechtbiegen, nicht wahr?
In diesem Zusammenhang liest es sich natürlich gut,
wenn Matt sich fürchterliche Sorgen um Aruula macht,
bzw. um deren Überleben. Daß er jedoch keinen
einzigen Gedanken an die Nutzung der Quelle verschwendet,
ist mehr als nur unglaubwürdig. Immerhin weiß er,
daß dieses Teil Heilungskräfte hat, und wenn er
auch nicht daran glaubt, daß diese Aruula noch helfen
können, so wäre dies der letzte Hoffnungsschimmer,
an den er sich hätte klammern müssen. Ansonsten
bleibt nur der Schluß, daß der Gute senil wird
und sich nicht mehr an die Quelle erinnern konnte.
Ähnlich wie so mancher Dorfbewohner, denn daß
Aruula von Yorl und Sam nicht direkt zur Quelle gebracht,
sondern erst einmal in eine Hütte gelegt wird,
löst beim Leser nur noch Kopfschütteln aus...
Aber unter einer ähnlichen Schwäche des
Gedächtnisses leidet so ziemlich die komplette Endphase
dieses Romans. Da fragt man sich als Leser allen Ernstes,
wessen Geistes Kinder denn die Narka sind, wenn sie
einerseits das Geheimnis vom Tod ihres Beschützers
krampfhaft bewahren wollen, andererseits jedoch
offensichtlich Matt ohne weiteres den Beweis hierfür in
die Hand geben, auf daß er ihn Alcam vorlegt. Sich
hier auf das angebliche Gift zu verlassen, ist schon mehr
als fahrlässig, denn wäre Matt ein (vielleicht gar
fanatischer) Spion, würde auch sein eigenes Leben nicht
besonders viel für ihn bedeuten - umso weniger, da er
die Hoffnung hegen darf, daß, je schneller es Alcam
gelingt, die Quelle zu erobern, er sich selber darin
aufhalten darf, um sich eventuell auch von der Wirkung eines
Giftes zu heilen (mit dem Wissensstand eines Söldners
in Alcams Diensten könnten ihm durchaus solch
sagenhafte Heilkräfte der Quelle angetragen worden
sein, um ihn zu einem umso treueren Vasallen zu machen).
Aber nein, wir schicken Matt gleich mit dem Geheimnis
zurück zu Alcam - ja, das ist wirkliches Vertrauen in
jemanden, dem man die Existenz eines Giftes vorlügen
mußte...
Umso mehr Vertrauen, da offensichtlich jeder vergessen hat,
daß Matt die Truppen zum Dorf locken sollte - anders
ist obiges nun überhaupt nicht mehr erklärbar - wo
eine Falle auf die Angreifer wartet. Allerdings hat man auch
die Falle selber anscheinend vergessen, denn in all den
ängstlichen Gedanken ist nicht ein einziger Hinweis auf
die Existenz einer solchen zu finden. Dies mag der Autor
zwar als spannungssteigerndes Merkmal verstanden haben -
beim Leser kommt dies jedoch nur noch als äußerst
fahrlässiges Handeln der Personen unter.
Die Art der Falle selber gehört dann allerdings in die
Rubrik "physikalische Gesetze außer Acht gelassen". Da
leiten wir die heiße Quelle um und stauen sie
über der Erde(!)bei Minustemperaturen(!!) in einem
Felsbecken(!!!). Was passiert doch gleich noch mit
aufgestautem heißem Wasser bei Minustemperaturen?
Richtig, es verdampft zum Teil (wie gut, daß die
Dampfsäule von der Gegenseite nicht gesichtet
wurde...), der Rest jedoch kühlt sich ab. Es darf wohl
ruhigen Gewissens bezweifelt werden, daß die Menge des
nachströmenden Wassers die Abkühlung zu verhindern
in der Lage ist - zumindest dauerhaft, wenn die Menge des
warmzuhaltenden Wassers immer größer wird, der
Zulauf jedoch gleich bleibt. Und eine gewisse Zeit lang hat
man ja wohl angestaut, oder? Hier wäre es wohl
sinnvoller gewesen, den Kanal von der Quelle zum Einsatzort
des Wassers zwar zu graben, die Schleuse jedoch am Anfang
des Kanals zu belassen und diese erst zu öffnen (sowie
eine zweite, die dem Wasser seinen bisherigen Weg verwehrt,
zu schließen), um so das heiße Wasser ohne
weiteren Wärmeverlust direkt weiterleiten zu
können. Schade, daß der Autor hieran nicht
gedacht hat, dies hätte dem letzten Drittel noch ein
bißchen seiner Glaubwürdigkeit gelassen...
Fast schon eine Lappalie ist da die Szene, in der Aruula
sich auf S. 47 ein "großes Zweihänder-Schwert"
greift, welches sie gleich auf der nächsten Seite "mit
tödlicher Präzision von sich schleuderte"... Naja,
wir wissen ja schon länger, daß Aruula mit
Schwertern Pirouetten zu drehen in der Lage ist - aber das
hier?!? Ich würde jedem, der dies für
wahrscheinlich hält, doch einmal anraten, solcherlei
auch einmal selbst zu versuchen... (* Bloß das
nicht! Wie heißt es immer so schön zynisch in
manchen Trickfilmen? "Kinder, probiert das bitte nicht
zuhause aus!" Heike) (Aber ich vergaß - in dieser
Epoche sind ja nur Conanduplikate
unterwegs...<eg>)
Wem man jedoch die Blödheit Alcams (bzw. dessen
fehlende Weitsichtigkeit) anlasten kann, ist noch fraglich.
Ist die Figur nun so dämlich, oder hat der Autor wieder
nicht nachgedacht - oder vielleicht gar der/die
Expo-Autor/en? Wie will dieser selbsternannte General
eigentlich mit Hilfe dieser Heilquelle ein riesiges Reich
erobern? Sicherlich, das Wasser heilt Verletzungen - doch
ist ihm dies wirklich bei seinen Plänen von Nutzen? Man
stelle sich nur die Logistik vor, die vonnöten ist,
Truppenteile, die teils Wochenritte entfernt kämpfen,
mit dem heilenden Wasser zu versorgen. Oder wollte er die
Verletzten etwa zur Quelle transportieren? Das sollte wohl
sehr unwahrscheinlich sein. Da bleibt dann nur das
Mitführen des Wassers in Fässern oder sonstigem...
Tja, ein ziemlicher Aufwand, vor allem, wenn man an allen
Stellen des späteren Reiches irgendwo Wasser
vorrätig haben sollte, um die verletzten Soldaten zu
heilen. Das hört sich dann doch stark nach den
Plänen eines verrückten Eroberers an, der nicht
nachzudenken in der Lage ist. Stellt sich nur die Frage vom
Anfang des Abschnitts: War dies so gewollt, oder wurden die
Logistikschwächen des ganzen Traums nicht erkannt? Doch
diese Frage wird wohl niemand beantworten...
So, jetzt aber genug zur Handlung dieses einzelnen Romans.
Ich hoffe, dies reicht als Beispiel, ohne daß wieder
jemand ankommt, daß etwas nicht begründet
sei...
Kommen wir also zur größeren Handlung der
Serie:
Da wäre zuallererst der Hinweis, daß die
Heilkräfte der Quelle von dem Kometen stammen - nicht
zum ersten Mal innerhalb der Serie werden dem Kometen
heilende Kräfte zugeschrieben (s. Band 4). Das liest
sich jetzt langsam so, als ob der Komet das eigentlich Gute
gewesen wäre, während all die negativen
Erscheinungen auf andere Ursachen zurückzuführen
wären. Seltsam, seltsam, das muß man sich wohl
noch ein wenig länger durch den Kopf gehen lassen. Am
Ende stellt sich der Komet noch als der Retter und nicht der
Fast-Vernichter der Menschheit heraus. Die nächsten
Romane bis in weitere Ferne werden dies wohl klarer
machen...
Matt jedenfalls wechselt inzwischen seine Fahrzeuge
öfter als seine Unterwäsche (dies ist durchaus
wortwörtlich zu nehmen, da er wohl kaum besonders viel
Unterwäsche zum Wechseln bei sich trägt ;-))) ).
Das Motorrad tauscht er gegen eine Flugameise, die dann auch
gleich noch den Geist auf-, bzw. ein Flügelpaar
abgibt... Schlechte Qualität, sowas... <big evil
grin> Und jetzt ist er also mit einem Hängegleiter
innerhalb der Alpen unterwegs. Auweia - wenn das mal
gutgeht. Die Bruchlandung im nächsten Band ist da schon
fast abzusehen, da an der Stabilität des Teils trotz
Matts sicherlich vorhandener Erfahrung in Aerodynamik und
Thermik schlicht und ergreifend die gewohnten oder auch nur
die geeigneten Bauteile fehlen. Schließlich hat er
sicherlich nirgendwo gelernt, wie man sich aus primitivsten
Mitteln einen Gleiter zusammenbastelt, um in den Alpen
herumzufliegen... Früher jedenfalls hat er immer
irgendwelche modernen Materialen zur Verfügung gehabt.
Naja, mal sehen, was hieraus noch wird...
Insgesamt bleibt jedoch bei diesem Roman ein ziemlich
schaler Geschmack zurück. Sicherlich ist er recht
atmosphärisch geschrieben, die Handlung flott und
spannend erzählt, doch wirken die teils grausamen
Verletzungen der inneren Logik hier stark
begeisterungshemmend. An manchen Stellen habe ich mich allen
Ernstes gefragt, ob der Autor sich hier überhaupt
Gedanken über seine Handlung gemacht oder sie einfach
nur so runtergeschrieben hat, wie sie sich halt für die
Atmosphäre gut anhörte. Ansonsten ist dies
eigentlich ein gar nicht mal so schlechter Roman, wenn er
auch eher zu den schwächeren der bisher sechs Romane
zählt. Doch gerade nach Ronald M. Hahns Roman, der die
Handlungselemente in einen logisch passenden Zusammenhang
gebracht hat, ist dies ein ziemlicher Rutsch nach unten.
(Na? Genügend begründet? Oder soll ich weiter
ausholen??? <very big evil grin>
Fazit:
Atmosphärisch durchaus über weite Strecken
gelungen (wenn auch manchmal das Zurückstecken der
Satzstellung gegenüber der Atmosphäre störend
wirkt), bewirken vor allem die wirren Verletzungen der
inneren Logik im letzten Drittel des Romans ein eher
zwiespältiges Gefühl. Insgesamt ist das dann
gerade mal noch knapp ausreichend, oder auch
4 Punkte.
Winfried
Brand

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